Brickowner bringt ein spezielles Projekt auf seine Plattform mit 32.66% Rendite

Ich habe euch schon einige Male von Brickowner berichtet. Zu der Plattform bin ich via Seedrs gestossen, als diese ihre Aktien erfolgreich platziert hat. Ich habe bei den beiden Equity Runden mitgemacht und bin nun Mitinhaber (wenn auch im marginalen Bereich, 0.0001%) der Plattform. Dies teile ich euch einfach aus Gründen der Transparenz mit, da hier ja ein (theoretischer) Interessenskonflikt meinerseits bestehen könnte. Ich werde die Berichterstattung so objektiv wie möglich halten.

Was hat Brickowner bisher auf die Beine gestellt?

Nebst den beiden Fundingrunden auf Seedrs sind mittlerweile 4 Projekte investiert worden, und weitere zwei sind noch in der Finanzierungsphase, wobei eines davon (Nash) wohl bald schliessen wird. Bisher haben zwischen 44 und 59 Investoren je Projekt investiert, die Volumen bewegten sich zwischen GBP 35k und GBP 101k, also relativ überschaubar. Ich bin bei einigen Projekten auch mit dabei.

Um was geht es beim neusten Projekt?

Das aktuelle Projekt, Regent House, sprengt alles bisher Gesehene bei Brickowner. Das Volumen mit 1.7 Mio GBP ist massiv höher als bei allen anderen Projekten zusammen, sowie auch die erwartete Rendite 32.66% (wobei euch up front 3% Gebühren belastet werden). Die vorhergehenden Projekte füllten sich nur sehr langsam, wie soll also so ein riesen Projekt in nützlicher Frist gestemmt werden? Hierzu rufe ich in Erinnerung, dass Brickowner nicht selbst Projekte durchführt, sondern mit Asset Managern zusammenarbeitet, welche ihre Projekte (welche normalerweise Grossinvestoren vorbehalten sind) Kleinanlegern zur Verfügung stellt. In diesem Fall ist es etwas spezieller, da hier ein Immobilienentwickler (Coyne Group) die Brickowner Plattform nutzt für die Abwicklung der Investitionen. Das ist für den Immobilienentwickler administrativ entlastend und für Brickowner ein gutes (Nischen-)Geschäftsmodell und bringt Wachstum.

Beim Projekt handelt es sich um eine Geschäftsliegenschaft, welche umgebaut wird, um diese mehrheitlich als Wohnfläche nutzen zu können. Es werden 1 bis 2 Zimmerwohnungen entstehen und im Erdgeschoss gibt es noch Platz für einen Fachhändler. Die Umnutzung sowie Verkauf der Liegenschaften soll innerhalb von 12 Monaten geschehen. Dafür wird ein Teil (1.7 Mio von 5.8 Mio) des notwendigen Kapitals über Brickowner gesucht.

Was sind die Risiken?

Es dürfte klar sein, dass man keine 30% Rendite in 12 Monaten erwirtschaftet ohne Risiken einzugehen. Die Investoren partizipieren hier direkt am Verkaufserlös, stellen dem Immobilienentwickler aber auch direkt Kapital zur Verfügung. Man kauft quasi «Aktien»-Anteile an der Immobilie. Passiert dort etwas Unvorhergesehenes, dann «hängt» man mit seinem Kapital drin. Es könnte ja sein, dass plötzlich Baumängel auftauchen, welche vorher nicht ersichtlich waren, und dann kostet es. Das geht dann zu Lasten der Rendite. Oder die erwarteten Verkaufspreise können nicht erzielt werden, auch das schmälert die Rendite. Zudem plant man die ganze Geschichte in 12 Monaten über die Bühne zu bringen, es kann gut sein, dass es zu Verzögerungen kommt und das Geld länger blockiert ist, sich der Immobilienmarkt abkühlt etc. So wie ich das sehe wird der restliche Finanzierungsbedarf über eine Anleihe finanziert, welche im Verwertungsfall bessergestellt ist, als die Investoren im Projekt selber. Dafür wird man auch mit einer höheren Rendite entschädigt.

Fazit

Ich habe bereits in das Projekt investiert (für Privatinvestoren ist das eine seltene Gelegenheit), dies im Wissen, dass es auch auf einen Totalverlust rauslaufen könnte, sollte etwas schiefgehen. Man muss sich bei dieser Art Investment der Risiken bewusst sein, bevor man investiert (gilt im Prinzip für alle Anlagen). Die Bewilligungen zum Umbau sind erteilt, es braucht einfach noch das Kapital um loszulegen. Ich bin gespannt.

Für Neuinvestoren gibt es einen Cashback von GBP 50, wenn ihr euch über diesen Link registriert (ich kriege auch eine kleine Provision, kostenlos für euch), und mindestens GBP 1000.- investiert (ob in 1 Projekt, oder 10 verschiedene über die Zeit, spielt keine Rolle). Und die bestehenden Investoren von Brickowner sich fragen, warum sie von der Plattform noch nichts zu diesem Projekt gehört haben, dann ist die Antwort ganz einfach: Brickowner Mitarbeiter und nahestehende Leute investieren immer zuerst und sobald einige investiert haben, wird die breite Öffentlichkeit übers Projekt investiert. Ich finde diesen Mechanismus gut, denn so sitzen die Leute, welche am nächsten am Projekt dran sind, bereits mit im Boot.

Immobilien Investments mit p2p Teil 2 (UK)

Vor einiger Zeit habe ich einen kleinen Überblick zu baltischen und europäischen p2p Plattformen gemacht, welche sich im Immobilienbereich bewegen. Heute schauen wir mal was es in Grossbriannien so an Immobilien-Plattformen gibt, und eins vorweg: Es gibt sehr viele, und ich werde nicht alle vorstellen können, aber ich hoffe die wichtigsten zu erwähnen.

Verschiedene Funktionsweisen

Bevor ich auf die einzelnen Plattformen eingehe möchte ich noch eine kleine Unterscheidung beschreiben: Es gibt 2 Hauptvarianten wie die Plattformen funktionieren. Man ist entweder Gläubiger, investiert also in Kredite und kriegt einen Zins dafür und ist (meistens) vom Wertanstieg (oder Wertverlust) des Objekts ausgeschlossen. Die andere Variante ist man beteiligt sich direkt als Aktionär am Projekt (Immobilie) und ist so berechtigt an den Erträgen sowie der Wertsteigerung zu partizipieren. Was aber alle Plattformen gemeinsam haben: Es ist am besten (wenn nicht gar Bedingung) ein UK Pfund Konto zu haben für die Ein- und Auszahlungen. Das ist ganz easy (und kostenlos) mit dem Transferwise Borderless Account. Viele der Plattformen bieten neuen Investoren einen Anfangsbonus, in meiner Übersicht seht ihr welche was bieten.

Kreditplattformen

Lendy (vormals Saving Stream, Zinsen bis zu 12%)

Lendy ist für p2p Verhältnisse schon lange im Geschäft und hat bereits Kredite in der Höhe von mehreren 100 Millionen finanziert. Hier investiert man in Kredite und kriegt dafür monatlich (sofern das Projekt nicht in Verzug ist) seine Zinsen am ersten Tag des Folgemonats gutgeschrieben. Das funktionierte (und funktioniert eigentlich immernoch) gut. Es befinden sich momentan einige Kredite im default (Ausfallstatus). Das muss noch nichts heissen, denn viele defaults konnten eingetrieben und die Investoren schadlos gehalten werden. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit bis das nicht mehr der Fall sein wird. Der Kundensupport war noch nie der schnellste oder freundlichste, aber man hat es doch geschafft sich vom tiefen Niveau in noch tiefere Sphären zu bewegen…. Hier könnt ihr mehr zur Funktionsweise von Lendy (aka Saving Stream) erfahren. Übrigens, es gibt einen Zweitmarkt.

Collateral (Zinsen bis zu 15%)

Eigentlich hat Collateral als “Onlinepfandleiher“ begonnen und Wertgegenstände als Besicherung angenommen. Mit der Zeit schwenkte man aber auf Immobilienkredite um. Gemäss der Plattform ist man weiter an solchen Deals interessiert, aber das Volumen sei erschöpft. Daher konzentriert man sich auf Immobilien. Ich verstehe die Strategie schon, aber ich habe Collateral als Alternative zu meinen Immobilien Plattformen gesehen, leider fällt diese nun weg. Wie gut die Immokredite sind wird sich noch zeigen in den nächsten Wochen. Bei den Pfandleihdeals machte Collateral auch bei Ausfällen eine gute Figur und konnte die Kredite durch Verwertung des Pfands schnell begleichen. Bis heute sind alle Investoren schadlos geblieben. Auch ein Zweitmarkt ist vorhanden.

Landlordinvest (Zinsen bis zu 20%)

Landlordinvest bietet sicherlich die höchsten maximal Zinsen. Wie der CEO mir gegenüber in einem Interview erklärte ist es aber nicht die Strategie nur die riskantesten Kredite anzubieten. Man will vielmehr ein Portfolio kreieren mit einem guten Chancen/Risiken-Profil. Daher habe ich auch schon Kredite im einstelligen Zinsbereich gesehen. Da die Plattform erst seit etwa einem Jahr live ist, besteht erst ein geringer Track Record, es gab bereits schon erste (vorzeitige) Rückzahlungen. Wie gesagt, es ist eine junge Plattform und der Kreditnachschub eher gering momentan. Zudem dauert es relativ lange von der Finanzierung bis zur Auszahlung der Kredite. Diese Zeit wird normalerweise mit einem Cashback von 3 bis 4 Prozent (annualisiert) überbrückt. Zweitmarkt gibt es auch noch.

Funding Secure (Zinsen bis zu 13%)

Auch Funding Secure hat als Onlinepfandhaus, ähnlich wie Collateral, gestartet, dies aber bereits 2013. Nach einigen Krediten auf Sachgegenstände ist der Immobilienanteil immer grösser geworden. Es gibt relativ viele Kredite, jedoch teilweise mit kleinem Volumen so um die zwanzig Tausend Pfund. Die Kredite werden jeweils im Vorfeld per Email angekündigt. Die Plattform hat mit einigen Ausfällen zu kämpfen, aber das erstaunt mich nicht, da sie ja bereits 4 Jahre im Geschäft ist. Auch die anderen Plattformen werden sich nicht ewig vor Ausfällen verstecken können. Zweitmarkt = yes.

Moneything (Zinsen bis 14 Prozent)

The Things, wie sich die Mitarbeiter von Moneythig selber nennen, sind sehr engagierte Leute. Der Gründer Ed (thing ;)) und seine Familie machen die Kommunikation wirklich gut. Es ist zu einigen Ausfällen gekommen und man hat dies transparent informiert. Ich finde diese Plattform geht vorbildlich mit Problemen um und kommuniziert folgerichtig. Es sind bis anhin 3 Problemfälle bekannt, wobei einer bereits abgewickelt werden konnte. Hier haben die Investoren keinen Schaden erlitten. Es gibt einen Zweitmarkt.

Den P2P Hero Newsletter abonnieren

Equity-Plattformen

Property Moose

Auf Property Moose bin ich vor etwa einem Jahr aufmerksam geworden. Diese Plattform vergibt nur eher selten Kredite. Vielmehr werden Immobilien gekauft und vermietet (BTL -> buy to let). Es gibt auch Projekte wo man eine Immobilie kauft, welche man renoviert und wieder veräussert (BTS -> buy to sell). Man partizipiert hier als Investor von den laufenden Erträgen (Miete) und dem Wertzuwachs beim Verkauf. Hierfür müssen die Immoblien aber bewohnt werden, sonst gibt es keine Mieterträge, und ob die Immoblie gewinnbringend verkauft werden kann, steht auch in den Sternen. Grundsätzlich ist es so, dass die Immoblien mit der Absicht gekauft werden, diese in 2 bis 5 Jahren wieder zu verkaufen. Am Ende der Projektdauer findet eine Abstimmung statt, wo das weitere Vorgehen geklärt wird. Die Investoren können dann abstimmen ob die Immobilie weiter vermietet oder  verkauft werden soll. Jeder Investor hat gemäss seinem Projektanteil Stimmrecht. Bei Property Moose sind teilweise eher günstigere Immoblien im Portfolio und man muss die prognostizierten Werte zur Wertsteigerung und den Mieterträgen eher als am oberen Band betrachten. Es kann durchaus sein (und ist mir auch schon passiert, dass die Werte effektiv tiefer liegen). Der Zweitmarkt ist vorhanden.

Property Partner

Property Partner ist eine weitere Plattform im Stile von Property Moose, macht aber eigentlich nur Vermietungsprojekte (BTL). Man hat sich hier ein höherklassiges Segment ausgesucht und ist mit den Erwartungen bezüglich Miete etc sehr nahe an der Realität. Auch ein Zweitmarkt ist vorhanden.

Uown

Auch Uown verfolgt eher den Ansatz von Vermietungsprojekten, welche dann irgendwann verkauft werden könnten. Es ist aber eine sehr junge Plattform, welche erst ein Projekt vollständig finanziert hat. Zwei weitere sind im funding Status, welcher aber sehr lange dauert. Erfahrungswerte gibt es daher noch nicht viele und auch ich habe mich erst gerade registriert und werde auf die offenen Projekte das Minimum von je 20 GBP bieten. Momentan gibt es noch keinen Zweitmarkt.

Brickowner

aktuellstes Brickowner Projekt

Und da wäre noch Brickowner, die Plattform passt meines Erachtens in kein Schema. Man kann bei Brickowner in Projekte investieren, welche sonst nur grösseren und institutionellen Anlegern vorbehalten sind und mit hohen Mindestvolumen verbunden sind. Brickowner macht es Kleinanlegern möglich ab GBP 100 bei solchen Projekten mitzumachen. Die Projekte bei Brickowner kommen aus dem gesamten Spektrum. Also BTS, BTL oder (eine Art-) Kreditfinanzierung. Aktuell ist ein Projekt investierbar. Hierbei handelt es sich um eine Art Kreditportfolio für Immobilienentwickler und läuft 2 Jahre, und wird mit 7.5 Prozent verzinst. Das schöne am Projekt ist, dass der Lead Manager (Nash Asset Lending) mit im Boot ist und selbst 10 Prozent der Investitionen stemmt. Noch besser ist, dass in einem Verlustfall diese 10 Prozent zuerst zur Deckung genommen werden, und so also ein erster Puffer besteht zu Gunsten der Brickowner Investoren. Der Lead Manager NAL ist bereit, falls diese 10 Prozent nicht ausreichen, den kompletten Verlust selbst zu tragen. Man hat hier also eine Art quasi Buyback. Aber wie gesagt, eine Garantie ist nur so gut, wie der Garantiegeber, und diesen kann ich nicht einschätzen, vertraue aber darauf, dass Brickowner diesen durchleuchtet hat. Es wäre für die Plattform fatal, falls bei den ersten Projekten etwas schieff geht. Falls ihr interessiert seid an Brickowner, dann nutzt diesen Link zur Registrierung und erhaltet GBP 50 Bonus, sobald ihr mindestens GBP 1’000.- investiert habt. Der Zeitraum spielt keine Rolle.

Brickowner mit der nächsten Runde im equity raise und Infos zur Plattform

Vor einigen Monaten habe ich euch Brickowner mit einem Interview des CEO’s Fred Bristol vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war Brickowner gerade dabei sich auf Seedrs Kapital durch den Verkauf eigener Aktien zu beschaffen. Jetzt ist die Plattform einiges weiter gekommen und braucht für die künftige Weiterentwicklung nochmals Kapital. Also eine gute Gelegenheit um Aktionär zu werden (ich bin selbst Kleinaktionär). Aktuell sind bereits etwa 80% der Aktien dieser Runde verkauft worden. Man hat also noch eine Chance, falls man auch dabei sein möchte. Dazu ist noch zu sagen: Ihr kauft damit Aktien eines Start-ups, welches noch kein Geld verdient. Hier müsst ihr einen langfristigen Anlagehorizont haben und einen Totalausfall verkraften können.

Nochmals – was ist die Grundidee von Brickowner?

Anders als bei anderen Plattformen erhalten die Investoren bei Brickowner die Möglichkeit mit einem minimalen Investment von GBP 100.- in Immobilienanlagen zu investieren, welche normalerweise ein Mindestvolumen von 25k kennen. Hier öffnet sich ein spannendes Feld für Kleininvestoren, welches ansonsten nur Gross- und Institutionellen Investoren vorbehalten ist. Vom Initialinvestment fallen gleich 3% Gebühren an (plus eine jährliche Verwaltungsgebühr von 0.75%). Das tönt nach viel, aber kann durchaus normal sein in diesem Bereich der Spezialfinanzierung. Fair ist, dass dies transparent ausgewiesen wird. Zudem sollte man sich vor Augen halten, dass einmal 3% für ein Investment mit beispielsweise 3 Jahren Laufzeit «nur» noch 1% pro Jahr ausmacht (plus natürlich die jährliche management fee).

Bisher wurden 4 Projekte realisiert – und ein fünftes steht in den Startlöchern

Nicht gerade viel sagt ihr jetzt. Dem stimme ich zu. Genau dieser Kritikpunkt wurde auf Seedrs an Fred herangetragen. Die Anwort finde ich sehr interessant. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass er lieber weniger Projekte, doch mit hoher Qualität und passend zum Brickowner Ansatz zum Investieren aufschaltet, als viele, die nur halb passen. Zudem sagt Fred, dass im Hintergrund viel gearbeitet wird und Prozesse aufgesetzt werden, die in Zukunft eine hohe Skalierbarkeit der Plattform gewährleisten. Wir dürfen also gespannt sein. Beim nächsten Projekt handelt es sich um eine Variante, die bis jetzt noch

Bevorstehendes Projekt

nicht auf Brickowner gesehen wurde. Hier investiert man in ein Kreditportfolio, welches Immobilienentwicklern hilft Ihre Projekte zu finanzieren. Die Projekte sind jeweils mit erst- und teilweise zweitrangingen Hypotheken besichert. Die Belehnungsquote wird mit 67.5% (maximal) angegeben. Es findet eine jährliche Ausschüttung von 7.5% an die Investoren statt. Hierbei partizipiert man nicht an einer Wertsteigerung der Objekte. Die Projekte werden von erfahrenen Entwicklern durchgeführt und vom Projektleader überwacht, welcher auch mindestens 10% in jedes Projekt investiert (von seinem eigenen Geld). Für Neuinvestoren hat Brickowner ein Willkommens-Geschenk bereit: 50 Pfund, wenn man sich via diesem link registriert und sobald man mindestens 1k investiert hat (ich kriege auch eine kleine Provision). Für die Überweisung und Währungswechsel schaut euch mal Currencyfair und/oder Transferwise an.

Fazit

Für mich stellt Brickowner eine spannende Alternative dar, da die Plattform meines Erachtens in einer Nische operiert. Die Renditen können natürlich nicht mit den Euro Buyback Plattformen mithalten, aber dafür erhält man Substanz. Auch solltet ihr euch bewusst sein, dass Investments in GBP Währungsschwankungen unterliegen (insbesondere in Zeiten des Brexits). Mir ist es darüber hinaus immer wichtig, dass ihr euch ein eigenes Bild macht, bevor ihr investiert. Aber in diesem speziellen Fall umso mehr, da ich hier als Aktionär der Plattform involviert bin (wenn auch nur marginal).

Für p2p news und Information wenn ein neuer Artikel erscheint,  abboniert den Newsletter:

Warum Mintos eine der besten p2p Plattformen ist

Und schon im Titel widerspreche ich mir, denn Mintos ist keine p2p Plattform im klassischen Sinne, da hier bereits gewährte Kredite verbrieft an Investoren verkauft werden. Das hindert mich aber nicht daran diesen Artikel zu verfassen.

Ich habe mich Anfang diesen Jahres darüber enerviert, dass die Spielregeln bei Mintos (Zinsen rauf/runter) immer wieder ändern. Es ist jetzt nicht so, dass mich das nicht mehr nerven würde, aber die Situation hat doch auch ihre Vorteile.

Mintos hat das breiteste Kreditangebot

Während andere Plattformen wie zum Beispiel Viainvest, Swaper und Robocash (mehrheitlich) nur die Plattformen für die eigenen Kreditvermittler darstellen, ist Mintos hier bereits einige Schritte weiter. Bei Mintos gibt es diverse Kreditvermittler, welche nicht mit Mintos verbandelt sind. Das ergibt viele Möglichkeiten für die Investoren um breit zu investieren. Das es dabei auch einmal zu Problemen kommen kann wie im Fall von Eurocent liegt auf der Hand. Aber wie ich bereits geschrieben hatte, glaube ich, dass dieser Fall (so unschön er auch sein mag) Mintos grundsätzlich stärkt und die Plattform in vielen Bereichen weiterentwickelt. Es wäre ein Irrglaube, dass dies der letzte Kreditvermittler ist, der Probleme haben wird. Nicht unbedingt nur auf Mintos bezogen, denn es kann auch sein, dass es eine andere Plattform trifft. Daher nie alle Eier in einen Korb legen, respektive nicht alles aufs gleiche Pferd setzen: Stichwort Diversifikation.

Mit Mintos verbandelte Kreditvermittler (Mogo, Lendo etc)

Hier gibt es eine Liste mit den Mintos Kreditvermittlern, führ mehr Infos auf das Logo klicken.. Auch wenn Mogo dort nicht als verbandelter Kreditvermittler aufgelistet ist (und gemäss IAS 24 keine Verbindung besteht, durchaus möglich, dass dies bei Anwendung anderer Standards doch der Fall wäre), vermute ich, dass dieser Loan Originator in den Dunstkreis von Mintos gehört. Mogo zum Beispiel ist an der gleichen Adresse ansässig wie Mogo. Lendo ist einfach der georgische Ableger des lettischen Kreditvermittlers Banknote (welcher oben in der Liste erscheint). Auch wenn solche Strukturen bereits einmal öffentlich kritisiert wurden, schreckt mich das nicht wirklich ab. Es gibt in der freien Marktwirtschaft diverse Beispiele von verbandelten Firmen. Der einzige Nachteil den ich sehe: Wenn eine Partei Kontrolle über andere ausübt ist, dass ein Dominoeffekt eintreten könnte im Falle eines Problems (oder unsauberer Buchführung etc). Das ist aber rein hypothetisch. Kommt es in einem Land zu einer Wirtschaftskrise, dann tangiert das die meisten Firmen sowieso und eine Firma zieht andere in Mitleidenschaft (der Vergleich hinkt natürlich ein wenig, da bei verflochtenen Firmen die Ereignisse schneller auf die anderen überschwappen können, aber vom Prinzip her ist es relativ gleich). Von daher habe ich kein Problem mit der Mintosstruktur. Ich gehe hier immer davon aus, dass das Eigeninteresse der Unternehmer Gewinne einzufahren höher wiegt, als irgendwelche “kriminellen” Strukturen zu schaffen. Ausschliessen kann ich es aber natürlich nicht (aber dass solch hohe Renditen mit Risiken behaftet sind, sollte jedem klar sein). Immerhin bestehen die Strukturen bereits einige Jahre und scheinen erfolgreich zu sein. Ich hege hier die Hoffnung, dass Mintos bei den Kreditvermittlern aus dem eigenen Dunstkreis noch mehr bemüht sein wird, dass es zu keinem Ausfall kommt (es würde die Plattform ja doppelt treffen). Zumindest deren Finanzsituation sollten sie bestens kennen 😉

Aktuell gibt es schöne Zinsen

Ich habe gerade letzte Woche in Lendo Payday Kredite investiert und dabei Zinsen von 13.5 Prozent erhalten, in Euro versteht sich und nicht in Georgischen Lari. Die Laufzeiten variierten von 24 bis 36 Monaten, was für Paydays eher ungewöhnlich scheint, da wir dort bis anhin eher kurze Laufzeiten oder bis zu 12 Monaten gesehen haben. Die Laufzeit schreckt mich nicht wirklich ab, weil viele der Kredite das anvisierte Rückzahlungsdatum nicht erreichen werden. Der Buyback greift vorher, da einige Kreditnehmer wohl die Bedingungen des Kredits anpassen (Ratenhöhe, Laufzeit, oder Umschulden) werden. Oder der Kredit nicht fristgerecht bezahlt wird. Dann kommt der Buyback und verkürzt die Anlagedauer erheblich 😉 Ich schätze, ohne das irgendwie Belegen zu können, dass mehr als 90 Prozent der 36 Monatskredite vorzeitig beendet werden. Wie komme ich da drauf? Wenn ich mir die Verzugs- respektive Buybackquoten von meinen anderen Paydays ansehe, welche im Bereich von 50 Prozent liegen, glaube ich, dass meine Schätzung für 3 Jahre passend sein wird 😉

Auf dem Zweitmarkt wird es schwieriger für Schnäppchenjäger

Ich hatte ja mal beinahe 20 Prozent Rendite (NAR, nicht XIRR) bei Mintos, und dies aufgrund guter Geschäfte auf dem Zweitmarkt. Mittlerweile bin ich etwas zurückgefallen. Das hat 2 Gründe: einige Kredite konnte ich nicht mehr abstossen zu den Preisen die ich wollte, und der Zweitmarkt ist umkämpfter. Konnte ich Anfang dieses Jahres noch viel manuell “abfischen” ist das seit Wochen sehr schwierig geworden. Einige IT affine Investoren haben Bots entwickelt welche den Zweitmarkt im Minutentakt durchforsten und (in den Augen der Investoren) gute Kredite automatisch kaufen. Leider ist mir so etwas nicht möglich, aber ab und zu finde ich trotzdem was. Das heisst für mich, dass meine Rendite in den nächsten Wochen und Monaten weiter sinken wird und sich wohl bei etwa 14 bis 15 Prozent einpendeln wird, was ja ein sehr gutes Ergebnis darstellt. Falls ihr auch bei Mintos mitmachen wollt, dann nutzt diesen Link zur Registrierung und erhaltet somit 1 Prozent Cashback auf eure Investments der ersten 3 Monate (kriege ich übrigens auch und ist kostenlos für euch). Einen Überblick zu aktuellen Bonusprogrammen findet ihr hier. Wenn ihr über neue Blogbeiträge und kurzfristige Aktionen informiert werden möchtet, dann tragt euch in untenstehenden Feldern ein.

Den P2P Hero Newsletter abonnieren

Nach 6 Monaten operativen Geschäft, ein follow up mit Landlordinvest CEO Filip

Beim Markteintritt im Januar konnte ich bereits ein Interview mit Landlordinvest führen. Sechs Monate später hat mich natürlich die Entwicklung sowie ein Ausblick interessiert. Vielen Dank an Filip, der sich wiedereinmal Zeit genommen hat, uns einige Neuigkeiten zu präsentieren.

Filip, wie waren die letzten 6 Monate für euch?

Die letzten sechs Monate waren wirklich aufregend, interessant und natürlich von viel Arbeit geprägt. Wir konnten Kredite von mehr als £1 million vermitteln, mehr als 700 Investoren gewinnen und waren die erste UK Platform, welche ein IFISA (Steuerbegünstigtes investieren im Immobiliensektor) lancieren konnte. Erst kürzlich konnten wir uns Kapital von einem Direktor einer sich im Privatbesitz befindlichen Immobilieninvestment Firma beschaffen. Die Firma ist mit mehr als einer Milliarde an Anlagen kein Leichtgewicht.

Da wir jetzt genügend Zeit hatten um unsere Infrastrukur und Abläufe zu testen, können wir uns mehrheitlich der Aufgleisung von neuen Investitionsprojekten widmen, sowie unsere Plattform weiter ausbauen und unsere Prozesse effizienter gestalten.

Kannst du mir einige Statistiken nennen? Ausfälle? Vielleicht ist es noch zu früh für eine Aussage..

Keiner unserer Kredite hat bis jetzt die Endfälligkeit erreicht, daher kam es auch zu keinerlei Ausfällen. Auch wenn es mal passieren sollte, wir kennen die Abläufe genau, welche wir in so einem Fall ergreifen müssen. Wir würden dann unter anderem mit einer führenden Recovery Gesellschaft zusammenarbeiten, welche sich auf die Verwertung solcher Projekte spezialisiert hat. Die ganze administrative Abwicklung könnte dadurch so effizient wie möglich gestaltet werden.

Was erwartest du vom Rest des Jahres?

Unsfer Fokus liegt klar darin viele neue Kreditprojekte zu lancieren, da unsere Investoren genau dieses Manko kritisiert haben. Wir verstehen natürlich diese Problematik und sind uns bewusst, dass die Investoren genügend Diversifikationsmöglichkeiten brauchen, um eine ausgewogenes Portfolio aufbauen zu können.


Von einem Investment, bis die Gelder ausbezahlt werden, kann es unter Umständen mehrere Wochen dauern. Ist hier etwas geplant, um diesen Prozess zu beschleunigen?

In unserem Geschäftsmodell ohne jegliches pre-funding, können wir die juristischen Ausarbeitungen erst anstossen, wenn wir sehr sicher sind, dass der Kredit finanziert wird. Die Kosten für die juristischen Ausarbeitungen sind substantiell und können bis zu einem Prozent der Kreditsumme an Kosten bedeuten für den Schuldner. Erschwerend kommt hinzu, dass die juristische Kompletierung des Projekts viele Parteien involviert und es daher schwierig ist, diesen Prozess zu streamlinen. Wir haben leider nicht Einfluss auf alle involvierten Parteien in diesem Prozess. Daher kann es vorkommen, dass wenn nur eine Partei etwas in Verzug gerät, dass sich das ganze Projekt erheblich verspätet.

Momentan ist ein Projekt in Finanzierung, welches mit 17.3% (2. Rang Hypo, Überbrückungskredit). Werded ihr künftig vermehrt auf die riskanteren Projekte abzielen, oder ist das die Ausnahme?

Wir fokussieren uns auf Kredite, welche ein gutes Risiko/Renditeverhältnis aufweisen. Kredite, welche als hochriskant eingestuft werden (hoher LTV und/oder schlechte Kredithistorie seitens des Schuldners), werden mit bis zu 20 Prozent rentieren, währenddessen risikoärmere Projekte weniger rentieren. Unsere Zinssätze befinden sich auf Marktniveau.

Filip, nochmals vielen Dank für die Antworten. Es ist immer wieder eine Freude sich mit dir zu unterhalten.

Brickowner (equity crowdfunding) & Interview mit dem CEO

„Offenlegung: Die Plattform Brickowner sucht momentan Kapital, welches durch die Ausgabe neuer Aktien beschafft werden soll. Dazu hat die Plattform ein Projekt auf seedrs gestartet. Ich habe mich daran beteiltigt und bin somit Kleinaktionär und halte 0.025% des Aktienkapitals. Ich werde meine Meinung zu Brickowner immer ehrlich kundtun, ich möchte diese Information einfach aus Gründen der Transparenz mit euch teilen.“

Gerne stelle ich euch Brickowner kurz vor. Wer grosses Interesse daran hat, kann hier auch mein Interview mit dem CEO Fred Bristol in englischer Sprache nachlesen.

Brickowner wurde im Sommer 2015 gegründet und hat Ende 2016 das erste Projekt auf seiner Plattform finanziert. Aktuell steht ein zweites für die Investition zur Verfügung.

Was macht Brickowner?

Brick bedeutet auf Deutsch übersetzt Ziegelstein. Und owner ist mit dem Besitzer gleichzustellen. Der Ausdruck Brickowner kommt aus England, da dort viele Häuser aus Ziegelsteinen erstellt wurden. Wir befinden uns also im Bereich des Equity Crowdfundings von Immobilien. Mit Property Moose und Property Partner habe ich euch schon Zwei solcher Plattformen vorgestellt. Warum jetzt noch eine dritte? Brickowner unterscheidet sich etwas von den vorher genannten.

Brickowner kauft nicht selbst Immobilien im Namen von den Investoren und lässt diese bewirtschaften. Via die Plattform können sich Kleinanleger zusammentun und mit einem Minimum Investment von GBP 100 in institutionelle Immobilienprojekte investieren. Für diese Art der Anlage wäre ansonsten ein minimales Investment von 50 bis 250 Tausend Pfund notwendig, was die meisten Anleger ja nicht stemmen können. Genau das ist der entscheidende Vorteil, den Brickowner hat. Es werden nur sehr gute Projekte zugelassen, welche sonst den institutionellen Investoren vorbehalten sind. Und wie es halt so ist im Leben, wer über viel Geld verfügt, dem fällt es leichter noch mehr Geld zu verdienen. Genau das trifft eben meistens auch auf die institutionellen Investoren zu: sie kriegen bessere Projekte vorgesetzt und das noch zu attraktiven Preisen.

Fazit

Schaut euch die Plattform doch näher an, solltet ihr Interesse haben. Auch im Interview erfahrt ihr mehr über Brickowner. Ich finde den Ansatz sehr interessant und werde auch bei einigen Projekten mitbieten. Für Neuinvestoren bietet Brickowner eine Prämie von 50 Pfund an, wenn ihr mindestens 1’000 Pfund investiert (click auf den Link). Für Überweisungen zu Brickowner empfehle ich Currencyfair (30 Euro Bonus für Neukunden) oder Transferwise.

 

Saving Stream hat die Regeln geändert (zum besseren)

Kürzlich hat Saving Stream bekannt gegeben seine Funktionsweise anzupassen und zu verfeinern. Zudem konnte der zweite Ausfall abgewickelt werden, und zwar ohne Verlust für die Investoren. Aber der Reihe nach:

Käufe ohne Guthaben nur noch auf Primärmarkt

Saving Stream bot mit dem INPL System (invest now pay later) den Investoren die Möglichkeit, Kredite auch ohne Guthaben auf dem Konto zu erwerben. Damit ist nun Schluss, zumindest auf dem Sekundärmarkt. Dort können Kredite nur noch gekauft werden, falls der Investor auf dem Konto über die entsprechende Deckung verfügt. Auf dem Primärmarkt (pipeline loans) gilt diese Regelung jedoch nicht. Man kann den gewünschten Betrag noch immer Zeichnen und kriegt diesen zugeteilt (oder einen Anteil davon, je nach Nachfrage). Danach hat man wie gewohnt 48 Stunden Zeit, das Geld zu überweisen. Mag für die Investoren im ersten Moment etwas ärgerlich sein, aber eigentlich ist es doch logisch, dass man nichts kaufen kann (und dafür noch Zinsen erhält!) ohne das Geld dafür bereit zu haben. Aus Sicht von Saving Stream verstehe ich diesen Schritt absolut.

Einige neue Bezeichnungen und deren Funktionsweise

Auf dem Sekundärmarkt sieht man jetzt in der hintersten Spalte eine Bezeichnung wie zum Beispiel IOA (siehe Bild unten):

IOA (interest on account): Die Zinsen sind schon im Voraus bezahlt und werden jeweils zum Monatsanfang gutgeschrieben. Hier ist alles in bester Ordnung.

SBL (serviced by Lendy): Der Plattformbetreiber von Saving Stream ist die Lendy ltd. In diesem Status werden die Zinsen von Lendy selbst gezahlt und am Monatsanfang gutgeschrieben. Hier ist der Kreditnehmer 1 bis 90 Tage im Verzug, das muss nichts heissen, aber könnte ein Indiz sein.

IA (interest accruing): Die Zinsen fallen weiterhin an und laufen an (aufgelaufene Zinsen), werden aber nicht mehr zum Monatsanfang gutgeschrieben. Dies ist der Fall, wenn ein Kredit 91 bis 180 Tage überfällig ist.  Auch das muss nichts heissen, ist aber ein noch stärkeres Indiz dafür, dass es sich um einen problematischen Kredit handeln könnte.

DEF (default): Sobald ein Kredit mehr als 180 Tage überfällig ist, wird er als Ausfall betrachtet. Diese Kredite können weiterhin gehandelt werden. Jedoch werden diese Kredite im separaten „Default loans“ Tab geführt, und sind nicht mehr im normalen Sekundärmarkt sichtbar. Auch hier muss es nichst heissen, die Zeichen verdichten sich aber noch mehr, dass es sich um einen problematischen Kredit handelt.

Die neue Regelung hat dazu geführt, dass drei neue Kredite (PBL074, PBL075 & PBL081) als Ausfall deklariert werden. Die Kredite sind jetzt nicht von einem Tag auf den anderen schlechter geworden, es sind jetzt einfach die klaren Regeln, welche greifen. Nun ist es klar, was auf Saving Stream als Ausfall taxiert wird. Zudem spielen die negativen Restlaufzeiten auch keine Rolle mehr (falls es diese noch geben sollte), denn man kann jetzt genau sehen, ob ein Schuldner die Zinsen zahlt oder eben nicht.

PBL020 – Der Ausfall wurde abgewickelt

Es hat lange gedauert, aber schlussendlich wurde der Kredit abgewickelt und die Investoren haben das Kapital sowie die aufgelaufenen Zinsen zurückerhalten. Somit steht immernoch fest, dass kein Investor bisher nur einen Penny verloren hat. Die Schattenseite davon ist jedoch, dass der Sicherheitsfonds (provision fonds) wohl arg gelitten hat und wohl über nur noch wenige Mittel verfügt. Neue Mittel müssen erst wieder aufgebaut werden. Leider kann man die Grösse des Fonds nicht mehr einsehen. Ich schätze, sollte es in den nächsten 3 bis 6 Monaten zu einem Ausfall kommen, dann wird dieser (je nach Grösse) nicht spurlos an den Investoren vorbeigehen. Hier gehts zur Anmeldung bei Saving Stream. 30 Euro Bonus gibt es übrigens für Neukunden bei Currencyfair (eine günstige Alternative für Auslandüberweisungen und Geldwechsel. Das könnte ganz nützlich sein, wenn ihr bei Saving Stream investieren wollt.

 

 

In eigener Sache und Kurznews

Liebe Leser meines Blogs. Diese Woche hatte ich mit massiven Performance Problemen zu kämpfen. Teilweise war mein Blog auch gar nicht erreichbar. Bitte entschuldigt dies vielmals. Die Ursache lag in einem neu installierten Plugin, welches meinen Blog mehrsprachig gemacht hat. Ich hatte begonnen meine neuen Posts in deutsch und englisch zu publizieren, um meine Erfahrungen mit einem noch breiteren Publikum teilen zu können. Der Schuss ging gewaltig nach hinten los 😉 Mitlerweile ist das Plugin deaktiviert und mein Blog schnurrt wieder wie ein zufriedenes Kätzchen 😉 Durch die Deaktivierung sind jetzt auch die englishen Posts auf der Hauptseite, das wird aber bald korrigiert. Ihr seht, auch ein Held ist nicht vor fiesen Plugins gefeit…

Bei Mintos sind die Währungswechsel nicht mehr kostenfrei

Kurz nach der Einführung der Währungswechsel und einer kurzen Testphase, werden Gebühren von 1% auf Währungswechsel bei Mintos erhoben. Das war ja absehbar und ist auch nicht tragisch. Ihr müsst euch einfach bewusst sein, dass ein Wechsel 1% kostet, und der Rücktausch in die Ursprungswährung wieder 1%. Da sind wir schon bei 2%. Zusätzlich zu den Kosten kommt noch das Währungsrisiko, welches ihr eingeht, sobald ihr nicht in eurer Lokalwährung anlegt. Dafür gibt es aber zum Beispiel Lendo payday Kredite zu 17% verzinst. Ich habe mal etwa 100 Georgische Lari gekauft und in diese Kredite investiert. Von einem grossflächigen Einsatz der doch eher exotischen Währungen sehe ich aber ab.

Saving Stream ändert die Bedingungen (partially goodbye INPL)

INPL bedeutet „Invest Now Pay Later“. Das heisst man kann bei Saving Stream in Kredite investieren, und das Geld erst nachher einzahlen. Man hatte dafür 48 Stunden Zeit (was mit Currencyfair und Transferwise problemlos möglich ist). Ab dem 1. März ist damit auf dem Zweitmarkt schluss. Man kann dieses nette Feature aber weiterhin bei den pipeline Krediten (=Kredite, welche erst auf den Markt kommen) nutzen. Das ist praktisch, da man im Voraus nicht weiss, wieviel man tatsächlich abbekommt. Die zweite Neuerung tritt ab dem 1. April in Kraft (und ist kein Scherz): Kredite, welche eine Restlaufzeit von Minus 90 und mehr Tagen aufweisen, werden nicht mehr verzinst. Die Zinszahlung wird erst gutgeschrieben, wenn der Kreditnehmer den Kredit abgelöst hat. Das ist wichtig, denn wenn ihr so einen Kredit habt, wird der schwer verkäuflich sein.

 

Seedrs – In start ups investieren (equity crowdfunding)

Heute geht es mal in den Bereich crowdinvesting und hierzu möchte ich euch Seedrs vorstellen. Auf Seedrs können Start up’s einen Teil ihres Aktienkapitals neuen Investoren zur Verfügung stellen und sich mit diesem Geld weiterentwickeln. Der Name Seedrs ist abgeleitet aus seed, was eine frühe Phase in der Unternehmengsgründung darstellt. Der Rest des Namens drs, steht für Leute, welche das Geld zur Verfügung stellen, das sind dann die Seed(e)rs.

Grundsätzlich kann man Seedrs mit Property Partner und Property Moose vergleichen, wobei die letzteren nur im Immobilien Bereich tätig sind. Vom Prinzip her funktioniert es aber gleich: Anleger tun sich zusammen und erwerben Eigenkapital an einer Firma oder im Fall von PP und PM an einer Immobilie. Bei Seedrs gibt es auch den Fall, dass ein Kredit in Form einer Wandelanleihe (Convertible) aufgenommen wird, welche später zu vordefinierten Bedingungen in Aktien umgewandelt werden kann.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass man bei Seedrs einen Anteil am Aktienkapital einer noch sehr jungen Firma erwirbt. Das Ziel und die Hoffnung ist natürlich, dass sich die Firma sehr gut entwickelt und vielleicht einmal an einer Börse kotiert wird (IPO). So würde man eine sehr hohe Rendite erwirtschaften. Die Realität sieht aber so aus, dass es nur die wenigsten Firmen bis in dieses Stadium schaffen. Viele Firmen werden auf diesem Weg scheitern. Ihr seht also, euer Geld it hier hohen Risiken ausgesetzt. Aber wie immer, je höher das Risiko, desto höher die Renditeaussichten. In der untenstehenden Grafik sehr ihr schön die Stadien, welche eine neue Unternehmung im Normalfall durchläuft (nur zu Anschaungszwecken):

Quelle: Wikipedia

Wir befinden uns hier in der Seed Phase, welche auch das Tal des Todes (valley of death) genannt wird, da in diesem Abschnitt viele Firmen pleite gehen. Ihr seht auch, dass es bis zum Börsengang noch lange dauert. Daher hier bitte nur Geld investieren, welches ihr die nächsten 10 Jahre wirklich nicht braucht, denn ihr kommt unter Umständen nicht dran. Jetzt geht’s aber los mit einem Fallbeispiel.

Eine aktuelle Kampagne: Welendus

Hierzu stelle ich euch Welendus vor. Welendus ist seit einigen Tagen bei Seedrs auf der Suche nach Investoren. Ich nehme Welendus als Beispiel, weil dies eine Möglichkeit darstellt, um in eine neue p2p Plattform zu investieren. Ihr könnt also Miteigentümer einer p2p Plattform werden, was ich für einen sehr netten Gedanken halte. Hier seht ihr einen Überblick:

Gesucht wird ein Investment von Total 300k GBP, wofür die Investoren rund 8% des Eigenkapitals erwerben können. Dies bringt uns zu einer Bewertung von Welendus von nahe zu 3.5 Millionen Pfund. Eine stolze Summe für ein Unternehmen, welchs noch keinen einzigen Kredit vermittelt hat. Aber so ist es einfach bei der Investition in Start up’s.: Geld investieren und abwarten.

Oben seht ihr die Übersicht der Welendus Kampagne. Ein Intro Video vom Gründer und eine Einleitung. Weiter gibt es noch eine Diskussionsplattform über welche sich die Investoren mit den Gründern austauschen können. Präsentationen und Finanzinfos gibt es nur auf Anfrage. Ich habe aber noch keine Kampagne gesehen, welche mir den Zugang dazu verweigert hätte. Schlussendlich wollen die Firmen finanziert werden. All diese Informationen könnt ich für eure Entscheidungsfindung nutzen. Falls das alles nicht reicht, kann man auch ein Telefongespräch mit den Gründern anfordern. Diese werden sich gerne dazu bereit erklären (in den meisten Fällen).

Fazit

Ich finde die Idee sehr spannend bei Start up’s mitzumischen. Man muss sich einfach vor Augen halten, dass viele dieser Firmen bankrott gehen werden und man seine Einlage verliert. Alle Firmen meinen die Welt neu erfinden zu können, aber nur den wenigsten gelingt das. Schafft es eine Firma dennoch allen Widrigkeiten zum Trotz, dann klingelt’s in der Kasse (und bei euch, falls ihr investiert seid ;)). Hier geht’s zur Anmeldung bei Seedrs.  Mit einen Minimuminvest von 10 bis 20 Pfund pro Projekt kann jeder mitmachen. Bezahlt wird per Kreditkarte oder mit dem gefüllten Seedrs Account. Guthaben kann mit Currencyfair überwiesen werden.

 

 

Ablrate – eine UK crowdlending Plattform

Heute schauen wir uns wiedermal eine Plattform aus dem Vereinigten Königreich an: Ablrate.

Ablrate ging im Juli 2014 live und hat seitdem mehr als 16 Millionen Pfund an Krediten vermittelt. Ursprünglich kommen die Gründer alle aus dem spezifischen Bereich der Luftfahrtfinanzierung (-und Leasing). Dies ist ein stark regulierter und von Banken dominierter Markt. Hier setzte Ablerate an und konnte vielen Firmen einfacher zu Krediten verhelfen.

Mittlerweile werden aber auch Kredite gegen besichertes Land oder Fabrikhallen gewährt. Oder ganze Wagenparks als Kreditsicherheit genommen. Es kommt auch vor, dass Schiffscontainer beliehen werden. Dies ähnelt starkt der Plattform Collateral, über welche ich euch schon berichtet hatte.

Wie hoch sind die Zinsen und die Laufzeiten?

Die Zinsen variieren von etwa 10 Prozent bis gegen 15 Prozent in den meisten Fällen. Ich habe jedoch auch schon solche gesehen, welche über 18 Prozent rentiert haben. Ausbezahlt werden die Zinsen üblicherweise nach jedem verstrichenen Monat, welcher der Kredit läuft. Die Laufzeiten beginnen etwa bei drei Monaten und tendieren selten bis zu 5 Jahren.

Gibt es einen Zweitmarkt?

Ja, den gibt es glücklicherweise. Ich mag das wirklich, wenn ich die Möglichkeit habe, vor erreichen des Rückzahlungstermins eines Kredits, meinen Anteil zu verkaufen. Das gibt mir Sicherheit, falls ich einmal Geld benötigen sollte. Was ich hier halt nie weiss, ist ob ich über Pari mit Gewinn oder unter Pari mit Verlust verkaufen muss. Das hängt dann mit der Nachfrage zusammen und wie lange ich warten kann um zu verkaufen. Halte ich einen Kredit aber schon 6 Monate, dann kann ich auch unter Pari verkaufen, und bin nach Zinsen immernoch im Gewinnbereich.

Gab es schon Ausfälle?

Ja, einen. Ein Container Loan konnte nicht mehr bezahlen und die Container als solches waren unauffindbar und somit nicht verwertbar bis zum heutigen Tag. Das ist natürlich Schade, aber liegt in der Natur der Sache beim Investieren. Früher oder später trifft es jeden einmal.

Ein gutes hat die ganze Geschichte aber. Ablerate hat während des Ausfalls immer gut und zeitnah über die nächsten Schritte informiert. Sobald so ein Kredit den juristischen Weg begeht, wird viel Zeit verstreichen, ohne dass die Plattform etwas dagegen machen könnte. So sah man schon früh aus welchem Holz Ablrate geschnitzt ist. Man steht zu den Tatsachen und versucht nicht etwas unter den Teppich zu kehren. Das hat vielen Investoren Vertrauen gegeben.

Registrierung

Für UK Bürger und Einwohner wird eine automatische Prüfung der Adresse und des Identifikationspapiers vorgenommen. Internationale Investoren sind willkommen, deren Identität muss jedoch manuell geprüft werden. Man kann sich registrieren, wird dann aber per Email aufgefordert einige Dokumente einzureichen wie zum Beispiel: Nebenkostenrechnung (kann auch Internetrechnung sein), Identifikationsdokument, Nachweis über sein eigenes Bankkonto. Ging bei mir alles sehr flott und freundlich über die Bühne.

Fazit

Ich freue mich auf meine ersten Investments mit Ablerate und werde von meinen weiteren Erfahrungen berichten.