Robocash – (beinahe) zwei Jahre sind vergangen

Im Februar 2018 hatte ich euch ein Update zu meinen Erfahrungen mit Robocash nach einem Jahr gegeben. Damals konnte ich eine stolze Rendite von 14.44 Prozent vorweisen, aber es war schon absehbar, dass sich dieses Niveau nicht auf Dauer halten liesse. Die Plattform hatte einfach zuviel Investorengeld eingesammelt und konnte nicht genügend Kredite bereitstellen. Daher kamen weitere Länder wie auch weitere Kreditvermittler ins Spiel. Meine Gesamtrendite nach bald zwei Jahren beläuft sich auf 28.01%, also im Schnitt noch mehr als 14% pro Jahr (nicht annualisiert). Die hohe Rendite dürfte auf zwei Faktoren zurückzuführen sein. Erstens konnte ich noch relativ lange mein Geld zu 14 Prozent anlegen und hatte eher weniger viel Cash auf dem Konto. Zweitens spielt hier der Zinseszinseffekt langsam eine wichtigere Rolle. Ich bin vollends zufrieden mit dem Resultat bei Robocash.

Warum gibt es gerade jetzt ein Update?

Berechtigte Frage, ich hätte ja auch einfach bis zum 22. Februar warten können und ein Update nach genau 2 Jahren online stellen können. Klar, wäre irgendwie schöner gewesen, aber hätte es mehr gebracht, wenn ich noch einige Wochen gewartet hätte? Ich denke eher nicht, und ausserdem sind die Änderungen bei den Krediten auch schon vor einigen Wochen passiert, also denke ich der Zeitpunkt ist nicht schlecht für ein Update.

Was ist passiert?

Eigentlich ist genau das passiert, was zu erwarten war. Die Plattform hatte zuviel Investorengeld, welches nicht komplett angelegt werden konnte. Also hat man zuerst versucht die Kreditverfügbarkeit zu verbessern, und als das nichts half, wurden die Zinsen gesenkt. Neu beträgt der Standardzinssatz 12 Prozent, was immernoch gut ist. Es wurden neue Kreditvermittler sowie neue Regionen erschlossen. Spannend finde ich, dass es auch Robocash in den Philippinen gibt. Wie ihr aus untenstehendem Bild entnehmen könnt, sind Kredite von nahe zu einer Million Euro verfügbar. Lasst euch von der Zinsrange 11 bis 15 Prozent nicht beirren, alle Kredite sind zu 12 Prozent verfügbar, es handelt sich lediglich um eine Voreinstellung. Hoffen wir es mal, dass nicht 11 Prozent Kredite folgen 😉 Spass beiseite, bei einer Million offenem Kreditvolumen, denke ich nicht, dass uns das in den nächsten Monaten bevorsteht.

Auszug der verfügbaren Kredite bei Robocash, Stand 1. Januar 2019

Fazit

Ich lasse meine Investitionen weiterlaufen bei Robocash und erfreue mich an den Zinsen und Zinseszinsen. Ich hoffe auf noch viele weitere beschwerdefreie Jahre mit Robocash 😉

Insolvenz einer britischen p2p Plattform und weitere News

Heute gib es nur einige News aus der P2P Welt sowie Hinweise auf aktuelle Cashback Programme.

Collateral stellt den Betrieb ein

Diese Woche ist es passiert, Collateral war nicht mehr zu erreichen. Die Plattform scheint insolvent (?) zu sein und wird abgewickelt. Es scheint so, als ob die Plattform keine definitive Betriebserlaubnis erhalten hatte (von der FCA = Regulator in UK) als die temporäre Lizenz ausgelaufen ist. Scheinbar hat man dann trotzdem noch weitergemacht…. Auf jeden Fall werde ich die Geschichte detailliert aufrollen in den nächsten Wochen. Aktuell ist nicht viel zu machen, da ein Verwalter eingesetzt wurde, welcher jetzt die Geschichte abwickelt. Ich selber bin auch betroffener Anleger. Sofern die ausstehenden Kredite weiter bedient werden oder die Sicherheiten verwertet werden können, ist es möglich, dass die Anleger schadlos aus der Nummer rauskommen. Jetzt ist einfach Geduld gefragt, denn auch wenn es keine Verluste geben sollte, das Geld ist jetzt sicherlich Monate unereichbar. Es erstaunt mich, dass so etwas im europäischen Ursprungsmarkt Grossbritannien passiert. Das zeigt uns wieder einmal: Diversifikation ist alles, und kein Geld einsetzen, welches man kurzfristig braucht!

Viventor bietet 10 Euro Cashback

Ab sofort bietet Viventor Neukunden 10 Euro Cashback, sofern diese 500 Euro für mindestens 30 Tage anlegen. Solltet ihr via diesen Blog zu Viventor gelangt sein in den letzten Wochen, dann kommt ihr auch in den Genuss des Cashbacks, sobald 30 Tage vorbei sind bei euren Anlagen (sofern ihr mehr als 500 Euro angelegt habt). Neukunden können sich hier registrieren.

Currencyfair bietet aktuell 40 Euro Cashback bis zum 1. April

Solltet ihr Währungen tauschen wollen, bietet Currencyfair aktuell 40 Euro Cashback, wenn ihr mindestens 2k Euro wechseln wollt. Dies kann über mehrere Transaktionen geschehen. Bedingung ist einfach, dass ihr diesen Link zur Registrierung nutzt. Die Funktionsweise von Currencyfair könnt ihr hier nachlesen.

Estateguru neu auch mit spanischen Krediten

Vorletzte Woche wurde der erste spanische Kredit auf Estateguru platziert und gleich vollumfänglich investiert. Die Immobilie steht in Spanien, wurde aber von einer estnischen Firma belehnt. Ich denke daher nicht, dass wir allzuviele spanische Kredite sehen werden. Ich bleibe sowieso vorerst bei den baltischen Krediten, ausser es gibt „gute“ Finnen. Aktuell gibt es für Neuinvestoren noch 1% Cashback auf die Investitionen der ersten 3 Monate. Die Aktion endet sobald 11’000 Investoren bei Estateguru registriert sind, was in 2 bis 3 Wochen der Fall sein dürfte.

Was könnt ihr in den nächsten Wochen auf diesem Blog erwarten?

Ich werde bei vielen neueren Plattformen ein Fazit nach einem Jahr anlegen ziehen können (wie bei Robocash beispielsweise). Zudem kommen neue Plattformen dazu. Wie versprochen, werde ich versuchen die Collateral Insolvenz aufzuarbeiten. Und news gibt es immer wieder mal dazwischen. Möchtet ihr speziellere Themen behandelt haben? Lasst es mich wissen, ich bin immer auf Anregungen gespannt.

Ein Jahr Robocash und 14.44% Rendite

Robocash feierte Gestern am 21. Februar sein einjähriges Jubiläum. Ich wusste, dass ich einer der ersten fünf Investoren war damals, aber ich hatte keine Ahnung mehr, ob ich bereits am ersten Tag investiert hatte. Ein Blick auf den Kontoauszug bestätigt mir, dass ich meinen Account am 21. Februar mit meiner Einlage aufgefüllt hatte. Mein erstes Investment wurde am 22. Februar 2017 gemacht, somit habe ich heute mein einjähriges Robocash Jubiläum. Ich glaube mich zu erinnern, dass ich am 21. Februar versucht hatte in 16 oder 17 prozentige Darlehen zu investieren, da damals Zinsen von 14 bis 17 Prozent angekündigt waren. Es hatte jedoch immer nur 14%er (was ja toll ist). Daraufhin habe ich meine Ansprüche gesenkt und auch 14er zugelassen ;). Das erklärt wohl, warum ich erst heute ein Jahr investiert bin.

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In einem Jahr ist viel passiert, aber auch irgendwie nichts

Ein Blick auf meinen Kontostand zeigt mir einen Totalwert von 1’144.40 Eurorobocash robot an (wobei 1’360 investiert sind und 84.4 aufgelaufene Zinsen darstellen). Da ich nach der Einzahlung von EUR 1’000 mein Konto einfach laufen liess, ist die Renditeberechnung sehr einfach 1’144.40 / 1000 = 14.44%, ich brauche mir Heute also keine Gedanken zur XIRR Berechnung zu machen 😉 Interessant finde ich die Rendite allemal, denn wenn ich von 14% ausgehe und diese monatlich verzinst und wiederangelegt kriege, sollte ich dank Zinseszins auf 14.93% kommen (theoretisch). Ich will überhaupt nicht klagen, 14.44 Prozent ist super, mit quasi null Aufwand (aber nicht wirklich einschätzbarem Risiko). Ich frage mich einfach woher die Differenz kommt, und die ist erklärbar damit, dass während einer Phase die Gelder nicht immer taggleich reinvestiert wurden. Ich liess das Geld liegen und schaute ab und an ob es investiert wurde. Ich konnte mal eine zweiwöchige Phase ausmachen, wo praktisch alles rumlag, danach war immer mal wieder ein wenig Geld auf dem Konto. Wie ich jetzt sehe, hat mich die ganze Geschichte nur 0.49% Rendite gekostet (ok, das stimmt nicht ganz, denn die Robocash Darlehen laufen eigentlich weniger als 30 Tage – sofern kein Buyback passiert – somit wäre meine theoretische Rendite etwas höher als 14.93 Prozent. Aber der Einfachheit halber lassen wir das ;)).

Robocash hat seine Funktionalitäten verbessert, jedoch sieht die Oberfläche noch recht ähnlich aus. Das meine ich mit irgendwie ist fast nichts passiert, obwohl eben doch vieles gemacht wurde.

Die Geschichte mit der Maximaleinlage von 10k Euro

Das Einzahlungslimit war auf 10k Euro festgesetzt worden pro Investor. Mehr einzahlen ging nicht. Jetzt ist es scheinbar so, dass dieses Limit pro Jahr gesetzt ist. Das heisst nach und nach können Investoren ihre Einlage über 10k erhöhen, auf maximal 20k.

Wenn jetzt so noch viel Geld von bestehenden Investoren nachfliesst, welche bisher limitiert waren, könnte das zu Engpässen führen bei den Krediten. Theoretisch zumindest, praktisch glaube ich es nicht. Aktuell sind etwa 1’800 Investoren registriert, welche etwa 3 Millionen Euro investiert haben. Das macht gut 1’667 Euro pro Investor. Zudem sind in den 3 Millionen wohl noch Reinvestments mit drin (weiss ich aber nicht), so dass der durchschnittlich angelegte Betrag pro Investor noch tiefer sein dürfte. Die Limitierung hat meiner Ansicht nach nur sehr wenige Investoren eingeschränkt, so dass ich denke, dass hier keine Gefahr für das Kreditangebot von dieser Seite besteht. Wissen tue ichs aber auch nicht 😉

Fazit

Robocash hat mir eine schöne Rendite beschehrt, ohne dass ich nur einmal etwas verstellt hätte. Dies kommt passivem Investieren sehr sehr nahe, der Roboter macht seinen Job wirklich gut. Nicht verwunderlich, dass Robocash in meiner Top 10 weit vorne ist. Es bleibt zu hoffen, dass das Kreditangebot weiter ausgebaut werden kann um die Investoren zu bedienen. Auch hoffe ich, dass die ersten tausend Investoren jetzt im 2018 in den Genuss des versprochenen Loyalitätsprogrammes kommen, welches schon lange versprochen wurde.

Meine Top 10 Plattformen per 31.12.2017 (Teil 1)

Es ist wieder so weit, das Top 10 Ranking meiner p2p Plattformen ist da. Eigentlich wollte ich es schon Anfang Januar veröffentlichen, aber hey, auch ein Held braucht mal eine Pause ;). Wie gesagt, die Rangierung ist meine persönliche Meinung (ihr dürft gerne eine andere haben). Auf meine Entscheidung haben viele Faktoren einen Einfluss und ich bin nicht primär auf die Rendite fokussiert. Dies ist die letzte Übersicht in diesem Rahmen, ich werde das Layout anpassen, sowie ein Scoringmodel entwickeln, wo die einzelnen (vordefinierten) Faktoren (gewichtet) Einfluss auf die Gesamtbeurteilung haben werden. Eine Neuerung gibt es aber schon: Ich werde die Top 10 in zwei Beiträge splitten und zuerst Platz 1 bis 5 verkünden. Die Plätze 6 bis 10 findet ihr hier.

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
1Mintos17.23%Mintos
2Grupeer13.91%Grupeer
3Robocash12.88%Robocash
4Lenndy13.17%Lenndy
5Estateguru10.47%Estateguru

Mintos

Mintos hat es gepackt und ist meiner Meinung nach momentan die beste p2p Plattform (und hat sich von Rang 4 auf 1 verbessert). Da kann auch der Eurocent Trubel nichts daran ändern. Es gibt aktuell keine Plattform die ein gleiches Kreditvolumen anbieten kann. Zudem wurden wir im Dezember mit einer Cashback Aktion von bis zu 5% verwöhnt, auch aktuell (bis zum 17. Februar) läuft ein Cashback (mit wieder bis zu 5%) auf langlaufende Mogo Autokredite. Die Anlage bei Mintos ist aktuell somit sehr lukrativ.

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Ich gebe auch zu beachten, dass solche Aktionen hohe Kosten verursachen. Ich nehme an, die Kreditvermittler und Mintos teilen sich diese, ich weiss es aber nicht. Das ganze wirkt sich natürlich auf die Profitabilität von Mintos aus, somit bin ich auf die Zahlen gespannt. Mir scheint Mintos betreibt momentan Wachstum zu jedem Preis, das wiederum muss nicht nur positiv sein. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass Mintos gar nie profitabel sein wird (oder arbeiten muss), denn für die Besitzer bietet die Plattform eine optimale Finanzierungsquelle. Ich werde meine Gedanken hierzu in einem separaten Post bald etwas ausführlicher darstellen. Nichts desto trotz führt momentan irgendwie kein Weg an Mintos vorbei.

Grupeer

Keine Veränderung auf dem 2. Platz gegenüber Mitte 2017. Grupeer wird meines Erachtens immer noch zu wenig wahrgenommen, also quasi noch ein Geheimtipp. Es gibt meistens 14% Zinsen, teilweise noch 1% Cashback obendrauf. Man hat auch ein neues Produkt entwickelt (russische KMU Kredite) und erfolgreich lanciert. Man hat das Geschäft aber noch nicht ausgeweitet, da man sich momentan darauf konzentriert die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, bevor man weiterwachsen will. Das macht Sinn und dient einer langfristigen Orientierung. Daher kann ich auch darüber hinweg schauen, dass es bisher keinen Autoinvest gibt. Die wenigen Kreditrückzahlungsdaten kann man sich im Kalender notieren und sollte ein Kredit vorzeitig zurückzahlen, wird man per Email benachrichtigt. Daher halb so wild.

Robocash

Tja, der Roboter verliert 2 Plätze und krallt sich dennoch Bronze. Zeitenweise waren einfach zu wenig Kredite verfügbar, womit dann viel Kapital rumlag. Mittlerweile sieht die Sache wieder besser aus. Ganz einfach war auch die Handhabung nicht, wenn man etwas am Portfolio verändert hat, da musste man dann manuell rumschieben. Sollte man aus Versehen den Auszahlungsmechanismus aktiviert haben, konnte es sein, dass man Zinserträge (ab EUR 50) ungewollt ausbezahlt gekriegt hat. Zu guter Letzt gab es auch Abzug für die Ankündigung, dass man für die ersten 1000 Investoren ein spezielles Goody machen wird und passiert ist bis heute nichts. Es ist mir schon klar, dass es besser ist, wenn man sich auf die Kreditverfügbarkeit konzentriert, aber eben, versprochen ist versprochen 😉 (auch wenn ich gut ohne Goody mit 14% Zinsen leben kann).

Lenndy

Auch Lenndy hat einen Platz eingebüsst, befindet sich aber auf dem immer noch guten 4. Platz. Die Zinsen sind in der letzten Zeit rückläufig und tendieren um die 12 bis 13% je nach Laufzeit. Man wollte den Investoren schon lange SEPA Überweisungen auf ein Bankkonto anbieten, aber das konnte bis jetzt noch nicht umgesetzt werden (aufgrund fehlender IT Ressourcen). Daher bleibt den Investoren immer noch nur der Umweg via Paysera (wobei ich Paysera wirklich gut finde als Zahlungsdienstleister). Scheinbar ist es bei Paysera 2017 zu einigen Fehlern gekommen, wodurch der CEO seinen Hut nehmen musste. Das hat nichts mit Lenndy direkt zu tun (unsere Einlagen waren immer sicher), aber sollte man wissen. Positiv ist die Kreditverfügbarkeit seitens Lenndy, sowie das Verhalten der Plattform bei verspäteten Projekten (es gibt dort immer Status updates).

Estateguru

Estateguru macht einen Platz gut und stösst so neu in die Top 5 vor (als einzige «echte» p2p Plattform). Das Kreditvolumen hat sich spürbar vergrössert, und die Zinsen sind mehr oder weniger stabil geblieben. Man hat auch ein Informationssystem geschaffen, welches jetzt die Aktionen zeigt, welche ergriffen werden, sollte ein Kredit überfällig werden. Hier gibt es aber noch viel zu tun, denn es sieht teilweise so aus, dass nichts geschieht, obwohl etwas passieren sollte. Auch gibt es Kredite, welche länger als 45 Tage überfällig sind, aber nicht in der Ausfallstatistik aufgeführt werden. Man konnte jedoch an diesem Kredit sehen, dass eine Verwertung bei einem Ausfall möglich ist. Nach nur 7 Tagen auf einer Auktionsplattform konnte die Geschichte abgewickelt werden und die Investoren blieben schadlos. Das stimmt mich positiv, da es garantiert nicht der einzige Kredite bleiben wird, welcher «Zwangsversteigert» werden muss. Mal sehen was die nächsten Monate so bringen.

Die Plätze 6 bis 10 werden in den nächsten Tagen folgen.

Was sollte man tun, wenn Cash im Konto rumliegt?

Die aufkommende Beliebt- und Bekanntheit der p2p Plattformen führt unweigerlich dazu, dass mehr Investoren ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, als Kredite verfügbar sind. Was sollte man in diesem Moment tun? Erstmal ruhig Blut, durchatmen und überlegen. Nur weil mal einige Euros rumliegen, muss man nicht gleich in blinden Aktivismus verfallen. Als erstes würde ich mir folgende Rechnung vor Augen halten (am Beispiel von Swaper und Robocash): Beide Plattformen zahlen 14% pro Jahr. Das heisst (vereinfacht mit einer Milchbüchleinrechnung), dass wenn auch 10% des Kapitals ein ganzes Jahr rumliegen würden, erzielt man trotzdem noch eine Rendite von 12.6 Prozent. Hier ist der Zinseszinseffekt noch nicht berücksichtigt und meistens liegen nur wenige Prozent des Kapitals für einige Tage ungenutzt rum. Zudem ist das meist ein temporäres Phänomen. Im Fall von Robocash bin ich guter Dinge, dass die marginale Cashquote (welche es seit einigen Tagen wohl gibt) mit der Einführung der russischen Kredite wieder verschwindet. Es ist noch nicht klar, wann die Kredite kommen, aber diese dürften für Entspannung sorgen.

Und was, wenn doch zuviel Cash für längere Zeit rumliegt?

Natürlich sollte man handeln, wenn die Situation länger anhält. Es gibt (noch) weniger bekannte Plattformen, bei welchen man interessante und lukrative Angebote findet. Ich werde euch nachfolgend kurz einige nennen:

Lenndy mit bis zu 15% und Buyback

Das Kreditvolumen zieht an bei Lenndy und man kriegt beispielsweise Autokredite von 12% (bei Laufzeiten ab 5 Monaten) bis zu 15% (bei Laufzeiten von 5 Jahren, und 13/14% für Laufzeiten dazwischen). Zudem gibt es noch Rechnungsfinanzierungen mit kurzen Laufzeiten zu 12 bis 13 Prozent oder Firmenkredite mit Laufzeiten bis zu 15 Monaten. Die Rechnungen sind nur teilweise mit Buyback hinterlegt, die Firmenkredite mit persönlichen Garantien. Schaut euch vor der Investition an, ob ein Buyback besteht (ersichtlich in den Details und am Schild Symbol).

Es gibt auch Gründe, warum die Plattform noch nicht überrannt wurde: Es besteht noch kein Autoinvest, man muss manuell eingreifen. Neue Kredite werden mit Emails (1 Email pro Kredit) angekündigt, was etwas nervt. Und man muss einen Paysera Account haben, was viele Investoren als störend empfinden, ich zähle mich nicht dazu. Ich hatte keine Probleme mit Paysera. Bald soll dem aber Abhilfe geschaffen werden durch die Einführung von SEPA Zahlungen.

Grupeer bietet Kurzläufer mit bis zu 15% an

Vor einigen Wochen hat Grupeer ein neues Produkt lanciert. Seitdem gibt es mehrmals pro Woche einige kleinere Kredite auf der Plattform. Man muss sich manuell bedienen, sollte aber meistens zum Zug kommen. Das Volumen wird auch kontinuierlich steigen. Sollten keine 2 bis 3 monatigen Kurzläufer zu 15% verfügbar sein, hat es noch etwas länger laufende (6 Monate) zu 14 Prozent. Hier geht’s zu Grupeer.

DoFinance bietet 14% Zinsen und momentan noch 1% Cashback für Neuinvestoren

Lest diesen Artikel zu DoFinance, denn die Funktionsweise ist etwas spezieller Natur. Wenn ihr euch für ein Investment entscheidet, nutzt diesen Link für die Registrierung (ihr kommt so auf die Homepage von DoFinance und müsst noch registrieren drücken rechts oben), ihr kriegt dann 1% Cashback auf eure Einzahlungen während der ersten 30 Tage. Zahlt ihr mindestens 25k Euro ein, kriegt ihr automatisch 14% Zinsen, anstatt deren 12. Kredite hats aktuell genügend verfügbar.

Mintos hat die grösste Auswahl

Meistens sieht es bei den kurzlaufenden payday loans immer etwas dürftig aus bei Mintos. Aber die Plattform bietet eine grosse Vielfalt an verschiedenen Kreditarten. Mit Laufzeiten von bis zu 2 Jahren findet man eigentlich immer etwas investierbares. Man darf hier nicht vergessen, das ein guter Teil der Kredite vorzeitig abgelöst wird, so dass die Investitionsdauer des Portfolios kürzer ist als die Restlaufzeit der Kredite (theoretisch).

Auch Immobilien Investments können spanned sein, hier mehr dazu im ersten Teil meines Überblicks: „Immobilien Investments mit p2p„.

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Robocash – ein Update nach etwas mehr als vier Monaten

Im Februar 2017 wurde die www.robo.cash Plattform gelauncht. Ich bin seit Anfang an dabei und gehöre zu den ersten 5 registrierten Investoren. In den letzten Monaten ist viel passiert, so konnte robocash vermelden, dass bereits mehr als eine Million Euro an Investorengeld zugeflossen sind und Kredite in der Höhe von mehr als 2 Millionen Euro finanziert werden konnten. Man sieht also, dass viele Investoren ihr Geld samt Zinsen reinvestieren. Mittlerweile zählt robocash mehr als 500 Investoren, was etwa einem Durchschnittsinvestment von 2’000 Euro je Investor entspricht. Zudem ist man der lettischen Alternative Financial Services Association beigetreten. Dort sind auch Mintos, Twino, Viventor und viele mehr dabei.  Das Ziel (unter anderem) dieser Vereinigung ist das p2p lending weiterzuentwickeln

Das 10’000 Euro Limit

Der obige Durchschnittswert mag etwas tief scheinen, aber man muss meiner Meinung nach diesen Wert in Relation setzen. Erstens ist die Plattform erst wenige Monate alt, das heisst viele Investoren werden wohl oder haben zu Beginn eher vorsichtig agiert (was auch vollkommen richtig ist). Zweitens hat sich die Plattform selbst ein Limit von 10’000 Euro je Investor gesetzt. Das heisst, man kann bis heute nicht mehr als 10k Euro einzahlen. Erwirtschaftete Zinsen sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Das heisst also, man kann mehr als 10k Euro anlegen, aber nicht mehr einzahlen. Beispiel: Man zahlt 10k Euro ein, nach einem Monat hat man 120 Euro Zinsen erhalten, jetzt kann man 10’120 Euro anlegen. Einen zusätzlichen Euro einzahlen geht aber nicht und würde retourniert werden seitens der Plattform. Man begründet diesen Entscheid damit, dass man zuerst Erfahrung mit der Plattform sammeln möchte. Ich finde diesen Entscheid sehr gut und wohlüberlegt, andere Plattformen hätten wohl einfach eingesammelt was geht und eventuell wäre dann Geld uninvestiert rumgelegen. Ich glaube robocash wollte genau dies verhindern, was ja schlussendlich im Sinne der Investoren ist. Man wusste ja nicht wieviel Geld schlussendlich zusammenkommen würde, und ich denke wenn auf einen Schlag 10 Millionen Euro gekommen wären, hätte wohl nicht alles gleich weiter in Kredite ausgegeben werden können. Schlussendlich sind das aber nur Mutmassungen. Sicher ist jedoch, dass die Plattform schon mehrmals angekündigt hat, das Limit zu erhöhen (einmal im Mai, einmal im Juni). Passiert ist jedoch noch nichts und so hat die Limite weiter Bestand.

Loyalitätsprogramm ab 1’000 Investoren

Schon zum Launch hat robocash angekündigt für die ersten tausend Investoren ein Loyalitätsprogramm zu starten, sobald der tausendste Investor sich registriert hat. Voraussichtlich sollte man dann in den Genuss (noch) höherer Zinsen von mehr als 14 Prozent kommen. Keine Sorge, ihr habt noch Gelegenheit zu den ersten Tausend zu gehören, Stand Gestern Abend (28. Juni 2017 19:00 Uhr) waren „erst“ 514 Investoren registriert. Ihr könnt euch hier direkt registrieren (klick auf start investing) um beim Loyalitätsprogramm dabei zu sein.

Fehler sind was Gutes und man will besser werden

Wie zu erwarten war, habe ich immer wieder kleinere Fehler entdeckt und diese dem Support gemeldet. Manchmal wurde mir der Zinssatz eines Kredits als Dankeschön auf 15 Prozent hochgesetzt. Von daher haben Bugs manchmal auch etwas Gutes 😉 Es zeigt mir auch, dass man durchaus gewillt ist auf die Investoren zu hören und sich zu verbessern. Man kann das auch daran sehen, dass das Cockpit und die Funktionalitäten laufend angepasst werden. Zudem gibt es die Webseite seit einigen Wochen auch in Deutscher Sprache.

Fazit

Ich bin durchwegs positiv gestimmt, was die robocash betrifft. Mein Geld war immer komplett investiert, ohne dass ich eingreifen musste (ginge hier auch gar nicht). Das kann ich nicht von allen Plattformen behaupten… Seien wir mal gespannt wie es weitergeht.

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Robocash – meine Erfahrung mit der neuen p2p Plattform (mit Buyback)

Die Welle an neuen p2p Anbietern reisst scheinbar nicht ab. Nach Grupeer habe ich diese Woche eine weitere neue Plattform entdeckt: Robocash. Die Plattform wirbt mit buyback Krediten mit einer Verzinsung von bis zu 17% (in Euro natürlich). Das konnte ich mir ja nicht entgehen lassen 😉 Daher habe ich ein Investorenkonto erstellt, und siehe da, ich gehöre zu den ersten 5 Investoren (Ich sehe das anhand meiner Account Number, welche ich bei einer Einzahlung angeben muss). Die Registrierung schnell und einfach. Ein Identifikationsdokument kann man auch gleich hochladen, und man wird innerhalb eines Arbeitstages verifiziert (das Geld kann man aber schon vorher losschicken). Ich hatte Glück und war nach 1 Stunde bereits verifiziert. Das Geld ist dann am nächsten Bankwerktag gutgeschrieben worden.

Wer steckt hinter Robocash?

Robocash gehört zum russischen Kreditvermittler Zaymer, welcher vor 6 Jahren von Sergey Sedov gegründet wurde. Zaymer betreibt sein Geschäft in Kasachstan, Russland und Spanien. Die Plattform Robocash befindet sich in Riga, Lettland, wird aber aus Russland unterhalten. Daher sollte man die Zeitverschiebung und die russischen Feiertage miteinkalkulieren, wenn man den Support kontaktiert.

Was für Kredite werden angeboten?

Es werden grösstenteils payday Kredite angeboten, welche alle mit Buyback hinterlegt sind. Der Buyback greift wenn ein Kredit 30 Tage überfällig ist und zahlt das Kapital sowie die aufgelaufenen Zinsen zurück.

Autoinvest über alles

Bei Robocash kann man nicht manuell investieren, sondern muss sich mit dem Autoinvest begnügen. Man kann verschiedene Autoinvests (Portfolios) konfigurieren und parallel laufen lassen. Rechts seht ihr meine Einstellungen. Man kann dort die Zinsen einstellen, die Grösse des Portfolios wählen und angeben, wie hoch ein Kreditanteil maximal gewichtet sein darf.

Fazit

Die Leute hinter Robocash geben sich grosse Mühe eine funktionierende Plattform bereitzustellen. Dies gelingt ihnen meines Erachtens sehr gut, da ich keine grossen Unzulänglichkeiten feststellen konnte. Das hat mich doch eher überrascht bei so einer sehr neuen Plattform. Hier scheint man sich mehr Zeit genommen zu haben, Fehler zu beseitigen, als dies bei anderen Plattformen der Fall war. Was mich etwas stört ist, dass man mit 16 Prozent Krediten wirbt, und dann keine zur Verfügung stellt. Momentan gibt es „nur“ 14%er, was nicht weiter verwunderlich ist, denn auf anderen Plattformen kriegt man auch nicht mehr. Meiner Meinung nach wäre es schlauer gewesen, gleich mit 14 Prozent zu werben, als die Investoren zu enttäuschen. Aber ich komme drüber hinweg 😉 Noch eine Klarstellung: Robocash ist keine klassische P2P Plattform, sondern die Investoren leihen dem Kreditvermittler Zaymer Geld, mit welchem dieser weitere neue Kredite vergibt. Ich habe hier einmal einen Bericht darüber publiziert.