Reinvest 24 – in Renditeliegenschaften im Baltikum investieren

Mit Reinvest24 stelle ich euch heute eine relativ neue Plattform aus Estland wie angekündigt näher vor. Auf die Plattform bin ich während ihres Softlaunchs im Sommer gestossen. Damals war noch nicht allzuviel los dort, was sich aber nun ändert.

Grundlegende Informationen

Reinvest24 wurde von einigen Experten aus den Bereichen IT, Finance und Immobilien 2018 in Estland gegründet und hat ihren Sitz in Talinn. Nach eigenen Angaben verfügt das Team über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Bereich der Immobilienentwicklung. Zuerst hat das Team die Immobilienprojekte im privaten Kreis entwickelt, verwaltet und verkauft. Da die Anzahl der realisierbaren Projekte jedoch die verfügbaren Mittel überstieg, gründete man Reinvest24 und ermöglicht nun Privatanlegern (ab einem Betrag von 100 Euro) bei diesen Projekten zu partizipieren. Das spannende an der Geschichte sind nicht nur die Renditen, sondern auch die Art der Investments. Bei den meisten Projekten wird man quasi Anteilseigner einer Immobilie und erhält monatlich die Mieteinnahmen ausbezahlt. Zudem partizipiert man an der Wertveränderung der Immobilie (diese werden periodisch neu bewertet). Künftig kann man seine Anteile am Sekundärmarkt mit Ab- oder Aufschlag verkaufen und so die Wertsteigerung sichern (gehen wir mal davon aus, dass die Preise steigen ;)). Der Fokus der Plattform liegt jedoch auf Halten und Verwalten der Projekte.

Aktuelle und vergangene Projekte

Aktuell sind zwei Projekte zur Investition verfügbar (die Einzelheiten könnt ihr den detaillierten Projektbeschrieben entnehmen auf der Seite), eines mit einem fixen Zinssatz (14% jährlich, Laufzeit 9 Monate). Dieses Angebot wurde aufgeschaltet um neuen Investoren ein breiteres Angebot bieten zu können. Das zweite Angebot besteht aus einem sich in Teilsanierung befindlichen Mietshaus an guter Lage in Talinn, welches bereits Mieteinnahmen generiert (hier bin ich bereits dabei, sowie beim „Crypto Hotel“). Auf solche Projekte legt die Plattform, wie bereits gesagt, ihren Fokus. Bei guten Gelegenheiten werden jedoch auch andere Varianten aufgeschaltet.

Wenn ihr euch die Properties Seite anschaut, dann stellt ihr fest, dass auch bereits 2 Projekte mit “exited” bezeichnet werden. Das heisst die Immobilien wurden bereits verkauft. Diese Projekte waren jedoch nie öffentlich zugänglich, sondern nur dem Team zu Testzwecken der Plattform vorbehalten. In Zukunft wird es nur begrenzt solche exits geben, und vor allem haben die Anteilseigner auch ein Wörtchen mitzureden.

Gebühren für den Anleger

Pro 100 Euro, welche ihr investiert, erwerbt ihr eine gewisse Anzahl an Anteilen einer Immobilie. Dazu muss noch gesagt werden, dass beim Investment jeweils 2 Prozent der Anlagesumme als Gebühren abgezwackt werden (gilt auch für Käufe auf dem Sekundärmarkt, für den Verkäufer ist der Verkauf via Zweitmarkt kostenlos). Das heisst pro 100 Euro, investiert ihr 98 Euro in die Immobilie. Tönt nach viel im ersten Moment, im Vergleich mit anderen Plattformen ist das jedoch moderat und die Renditen kompensieren das schnell wieder. Schliesslich will die Plattform ja auch Geld verdienen. Sie tut das wie gesagt über diese 2 Prozent und behält einen Zehntel der Mieteinnahmen als Verwaltungsaufwand ein. Ich finde das geht in Ordnung.

Die Struktur der Investments

Die ganze Abwicklung läuft über ein sogenanntes SPV (Special Purpose Vehicle), welches die Interessen der Investoren vertritt. Dieses SPV ist im Grunde nichts weiter als eine juristische Person, also eine Unternehmung (ich bin kein Jurist und daher bitte ich die Verallgemeinerung zu entschuldigen). Bei der Investition erwirbt man aber nicht einen Anteil am SPV, sondern an der Immobilie direkt, welche von der Unternehmung verwaltet und bewirtschaftet wird. Es besteht also meines Erachtens kein direkter Bezug zwischen Immobilie und Investor, sondern eine Dreiecksbeziehung: Investor -> SPV -> Immobilie. Im ersten Moment fand ich das etwas speziell, aber genau die gleiche Struktur wird auch bei Property Partner (eine der grössten Immobilienplattformen in UK) genutzt. Aber wie immer beim Investieren in neue Plattformen, ohne ein bisschen Vertrauensvorschuss geht’s halt meistens nicht. Die andere Möglichkeit wäre für jedes Immobilienprojekt ein separates SPV zu gründen und den Investoren Anteile am SPV zu geben. Das ist aber scheinbar ein grosser Aufwand und würde sich bei einem Mindestinvestment von 100 Euro nicht rechnen. Und selbst wenn ein direkter Bezug von Investor zur Immobilie hergestellt würde: viel Spass bei der Durchsetzung eurer Ansprüche im Baltikum. Möglich, aber aufwändig und kostspielig. Darum schaltet man ja auch eine Plattform dazwischen. Ich finde man sollte das Ganze jetzt nicht überdramatisieren, aber bevor man investiert, sollte man sich dessen bewusst sein. Oh, und was noch gut ist an dieser Struktur: jedes Projekt bleibt eigenständig. Sollte es zu Problemen kommen bei einem Projekt, tangiert das die anderen nicht.

Und zum Schluss

Ich finde das Konzept von Reinvest24 spannend, da mir genau die Möglichkeit an Erträgen aus Immobilien zu partizipieren im Baltikum noch gefehlt hat. Es ist mal etwas anderes und das Team scheint topmotiviert zu sein. Ich hatte in den letzten Wochen immer wieder regen Austausch mit dem CEO Tanel Orro. Bei Fragen könnt ihr ihn auch direkt kontaktieren über die info Emailadresse auf der Plattformseite. Eventuell ist das notwending, da die Webseite noch etwas mager daher kommt was Informationen angeht. Zu Reinvest24 geht es hier lang. Eine deutsche Webseite ist übrigens in Arbeit und kommt in einigen Wochen.

Drei neue Plattformen im Schnelldurchlauf

Heute habe ich gleich drei neue Plattformen für euch, welche ich gerne kurz vorstellen möchte. Ein Post ist natürlich zu wenig um alle Plattformen detailliert abzuhandeln (zumal ich mich selbst auch bei zweien davon erst heute angemeldet habe), daher gibt es nur eine Kurzvorstellung. Ein kompletter Bericht folgt dann in den nächsten Tagen und Wochen. Also, los geht’s:

Reinvest24 – Immobilien im Baltikum mit Mieteinahmen

Ich hatte mich immer gefragt, warum es im Baltikum keine Plattform gibt, mit welcher Investoren Immobilien kaufen und vermieten können. In Grossbritannien ist dieses Model häufiger anzutreffen, und Reinvest24 ist vom Prinzip her Property Partner sehr ähnlich. Es handelt sich hierbei um eine sehr junge Plattform, welche erst seit einigen Monaten für Investoren offen ist. Ich bin bereits in einem Projekt dabei und habe schon die ersten Mieteinnahmen erhalten. Beim Zweiten Projekt habe ich bereits geboten, aber bis dieses vollständig finanziert ist, dauert es noch eine Weile. Von dieser Plattform gibt es wohl nächste Woche den detaillierten Bericht (ist jetzt online).

Bondster – P2P aus Tschechien mit Buyback und Cashback

Wie gesagt, eine Tschechische Plattform bei welcher in Tschechischen Kronen und Euro angelegt werden kann (hier ein Bericht zu der Währungsentwicklung versus Euro). Es gibt verschiedene Arten von Krediten und auch Buyback wird angeboten in einer Kategorie. Eigentlich selbsterklärend, der Buyback greift nach 60 Tagen, aber es gibt auch die Möglichkeit vorzeitig auszusteigen aus dem Kredit (wie bei Envestio). Das kostet aber natürlich etwas. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wem die Plattform gehört, aber ein bekannter Name taucht schon mal auf: ACEMA, ein Kreditvermittler, welcher auch auf Mintos Kredite finanziert hat in der Vergangenheit. Zudem wird die Plattform von der Tschechischen Nationalbank überwacht. Die Zinsen fallen mit 10 Prozent (ab sofort 12%) bei Buyback moderat aus. Nach 3 Monaten wird den Neuinvestoren auch eine Gebühr von 1 Prozent pro Jahr auferlegt, welche direkt von den Zinsen abgezogen wird. Wie gesagt, die ersten drei Monate sind davon befreit und obendrauf gibt es noch 1% Cashback auf das durschnittlich investierte Kapital (der ersten 3 Monate, jeweils monatlich ausbezahlt), wenn ihr euch mit diesem Code 4985 anmeldet (Der Code muss bei der Registrierung in das unterste Feld – referral code – eingetragen werden). Einen Steuerrückbehalt gibt es nicht. Hier geht es zu Bondster. Seite auf Englisch umstellen.

Debitum Network – P2P und Krypto made in Litauen

Auch hier habe ich mich heute angemeldet und blicke noch nicht so ganz durch. Man kann in Euro sowie Pfund, aber auch Kryptowährungen einzahlen. Der Kryptoteil ist erst nach einer Identitätsprüfung freigeschaltet. Man kann aber auch ganz normal mit Euro oder eben Pfund arbeiten. Aktuell sehe ich nur Kredite von Debifo (auch den kennen wir von Mintos, Rechnungsfinanzierung). Ich bin jetzt noch nicht wirklich so schlau geworden aus der Plattform, aber ich probiere diese mal mit einem geringen Betrag aus. Hier geht es zum Debitum Network.

Das wars für heute, bei Fragen einfach melden. Wie gesagt, Erfahrungsberichte werden folgen.