Top 10 p2p Plattformen (2. Teil)

Und nun folgt wie angekündigt der zweite Teil meiner Top 10 mit den Plätzen 6 bis 10 (zu den Plätzen 1 bis 5). Ein Grund für die Aufteilung in 2 Posts war übrigens auch, dass mein erster Post relativ lange wurde (circa 850 Wörter), stellt euch vor, der zweite Teil wäre auch so lange, dann hättet ihr gegen 1’700 Wörter lesen «dürfen». Das wäre für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten gewesen 😉

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
6Viainvest11.93%Viainvest
7Linked Finance9.63%Linked Finance
8Lendix6.97%Lendix
9Marketlend12.23%Marketlend
10DoFinance12.02%DoFinance

Viainvest

Viainvest verliert einen Platz und rutscht nun in die unteren Plätze. Einerseits ist das damit begründet, dass die spanischen Kredite nunmehr mit 10% (anstatt 12%) verzinst werden. Ich weiss ehrlichgesagt nicht, ob das einfach ein Test ist um zu schauen wie weit man runter gehen kann mit den Zinsen, oder ob das mit vielen Ausfällen im spanischen Raum zu tun hat (mehr Ausfälle = mehr Kapital wird gebraucht um die Verluste zu decken -> Erhöhung der Marge?). Das ist aber nur Spekulation. Andererseits ist meine Cashquote etwas angestiegen, was mich natürlich nicht freut. Schlussendlich scheint mir Viainvest eine stabile Plattform zu sein, mit einer solventen Trägerschaft (Via SMS Group).

Linked Finance

Die irische Plattform Linked Finance klettert 3 Ränge nach oben und belegt nunmehr den 7. Rang. Die Gründe: Ich bin jetzt dann ein Jahr dabei und habe noch keinen Ausfall erlebt im Portfolio. Einmal kam es bei einem Kredit zu einer Verzögerung von etwa einer Woche. Am ersten Tag der Überfälligkeit wurde ich bereits von Linked Finance darüber informiert und es wurde der Kontakt mit dem Schuldner gesucht. Nach wenigen Tagen kam dann die Zahlung und seither zahlen alle Kredite wieder pünktlich. Die irischen Plattformen (siehe auch Flender) scheinen die Sache im Griff zu haben. Es gibt viele neue Kredite, in die man meistens nur per Autoinvest investieren kann, da sie sehr schnell gefüllt sind. Es scheint also zu Laufen, was mich freut.

Lendix

Auch die französische Plattform Lendix scheint ihre Kreditprüfung im Griff zu haben. Ich bin jetzt über ein Jahr dabei und es ist weder zu einer Verzögerung noch zu einem Ausfall gekommen. Der Support arbeitet hervorragend. Die Zinsen waren schon immer eher tief im Vergleich mit den baltischen p2p Plattformen. Lendix Kredite sind eher mit Unternehmensanleihen zu vergleichen, aus meiner Sicht. Daher spielt mir der niedrigere Zinssatz nicht so eine Rolle. In letzter Zeit konnte ich beobachten, dass für Neukredite die Zinsen gesunken sind. Zudem wurden erst vor einigen Tagen 2 meiner Kredite vorzeitig zurückgezahlt (immerhin habe ich 2% Bonuszinsen erhalten). Ich denke, die Kreditnehmer konnten sich anderweitig zu besseren Konditionen refinanzieren. Daher werden wir wohl keinen steigenden Zinsen sehen. Ich habe auch zum ersten Mal in einen spanischen Kredit investiert, ich hoffe das geht gut 😉

Marketlend

Meine einzige Plattform aus Down Under stimmt mich glücklich. Jeweils am 5. jedes Monats ist Zahltag und es wurde noch keine Zahlung verpasst. Daher habe ich mein Engagement ausgebaut. Mittlerweile kriegt man beim Transferwise Borderless Account auch einen personalisierten Account mit Australischen Dollars (AUD), was die Überweisungen viel einfacher macht. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

DoFinance

Die, vom Handling her, doch etwas speziellere Plattform DoFinance macht seine Sache gut. Ich werde jeweils benachrichtigt, wenn Geld zurückgezahlt wurde und kann das neu Anlegen. Vielmehr gibt es dazu nicht zu sagen, aber die Plattform samt dahinterstehenden Kreditvermittler gibt es auch noch nicht so lange. Denkt daran, wenn ihr dort investiert. Und auch nicht vergessen, dass ihr unter Umständen keine Zinsen kriegt, solltet ihr das Geld vorzeitig «kündigen».

Es gibt noch weitere Plattformen, welche ich in Erwägung gezogen habe für die Top 10. Da wäre Flender zum Beispiel, wo ich auch noch keinen Verzug erlebt habe. Nur ist der Dealflow etwas zu wenig und die Finanzierungsdauer der Projekte enorm. Wenn sich das bessert, kann ich mir auch Flender in der Top 10 vorstellen. Peerberry macht auch einen soliden Eindruck, aber ist mir einfach noch zu kurz am Markt für die Top 10. Iuvo ist auch nicht von schlechten Eltern, und schafft es knapp nicht in die Top 10.

So, das war’s mit dem zweiten Teil der Top 10. Ich hoffe, ihr konntet etwas Interessantes darin finden

Meine Top 10 Plattformen per 31.12.2017 (Teil 1)

Es ist wieder so weit, das Top 10 Ranking meiner p2p Plattformen ist da. Eigentlich wollte ich es schon Anfang Januar veröffentlichen, aber hey, auch ein Held braucht mal eine Pause ;). Wie gesagt, die Rangierung ist meine persönliche Meinung (ihr dürft gerne eine andere haben). Auf meine Entscheidung haben viele Faktoren einen Einfluss und ich bin nicht primär auf die Rendite fokussiert. Dies ist die letzte Übersicht in diesem Rahmen, ich werde das Layout anpassen, sowie ein Scoringmodel entwickeln, wo die einzelnen (vordefinierten) Faktoren (gewichtet) Einfluss auf die Gesamtbeurteilung haben werden. Eine Neuerung gibt es aber schon: Ich werde die Top 10 in zwei Beiträge splitten und zuerst Platz 1 bis 5 verkünden. Die Plätze 6 bis 10 findet ihr hier.

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
1Mintos17.23%Mintos
2Grupeer13.91%Grupeer
3Robocash12.88%Robocash
4Lenndy13.17%Lenndy
5Estateguru10.47%Estateguru

Mintos

Mintos hat es gepackt und ist meiner Meinung nach momentan die beste p2p Plattform (und hat sich von Rang 4 auf 1 verbessert). Da kann auch der Eurocent Trubel nichts daran ändern. Es gibt aktuell keine Plattform die ein gleiches Kreditvolumen anbieten kann. Zudem wurden wir im Dezember mit einer Cashback Aktion von bis zu 5% verwöhnt, auch aktuell (bis zum 17. Februar) läuft ein Cashback (mit wieder bis zu 5%) auf langlaufende Mogo Autokredite. Die Anlage bei Mintos ist aktuell somit sehr lukrativ.

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Ich gebe auch zu beachten, dass solche Aktionen hohe Kosten verursachen. Ich nehme an, die Kreditvermittler und Mintos teilen sich diese, ich weiss es aber nicht. Das ganze wirkt sich natürlich auf die Profitabilität von Mintos aus, somit bin ich auf die Zahlen gespannt. Mir scheint Mintos betreibt momentan Wachstum zu jedem Preis, das wiederum muss nicht nur positiv sein. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass Mintos gar nie profitabel sein wird (oder arbeiten muss), denn für die Besitzer bietet die Plattform eine optimale Finanzierungsquelle. Ich werde meine Gedanken hierzu in einem separaten Post bald etwas ausführlicher darstellen. Nichts desto trotz führt momentan irgendwie kein Weg an Mintos vorbei.

Grupeer

Keine Veränderung auf dem 2. Platz gegenüber Mitte 2017. Grupeer wird meines Erachtens immer noch zu wenig wahrgenommen, also quasi noch ein Geheimtipp. Es gibt meistens 14% Zinsen, teilweise noch 1% Cashback obendrauf. Man hat auch ein neues Produkt entwickelt (russische KMU Kredite) und erfolgreich lanciert. Man hat das Geschäft aber noch nicht ausgeweitet, da man sich momentan darauf konzentriert die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, bevor man weiterwachsen will. Das macht Sinn und dient einer langfristigen Orientierung. Daher kann ich auch darüber hinweg schauen, dass es bisher keinen Autoinvest gibt. Die wenigen Kreditrückzahlungsdaten kann man sich im Kalender notieren und sollte ein Kredit vorzeitig zurückzahlen, wird man per Email benachrichtigt. Daher halb so wild.

Robocash

Tja, der Roboter verliert 2 Plätze und krallt sich dennoch Bronze. Zeitenweise waren einfach zu wenig Kredite verfügbar, womit dann viel Kapital rumlag. Mittlerweile sieht die Sache wieder besser aus. Ganz einfach war auch die Handhabung nicht, wenn man etwas am Portfolio verändert hat, da musste man dann manuell rumschieben. Sollte man aus Versehen den Auszahlungsmechanismus aktiviert haben, konnte es sein, dass man Zinserträge (ab EUR 50) ungewollt ausbezahlt gekriegt hat. Zu guter Letzt gab es auch Abzug für die Ankündigung, dass man für die ersten 1000 Investoren ein spezielles Goody machen wird und passiert ist bis heute nichts. Es ist mir schon klar, dass es besser ist, wenn man sich auf die Kreditverfügbarkeit konzentriert, aber eben, versprochen ist versprochen 😉 (auch wenn ich gut ohne Goody mit 14% Zinsen leben kann).

Lenndy

Auch Lenndy hat einen Platz eingebüsst, befindet sich aber auf dem immer noch guten 4. Platz. Die Zinsen sind in der letzten Zeit rückläufig und tendieren um die 12 bis 13% je nach Laufzeit. Man wollte den Investoren schon lange SEPA Überweisungen auf ein Bankkonto anbieten, aber das konnte bis jetzt noch nicht umgesetzt werden (aufgrund fehlender IT Ressourcen). Daher bleibt den Investoren immer noch nur der Umweg via Paysera (wobei ich Paysera wirklich gut finde als Zahlungsdienstleister). Scheinbar ist es bei Paysera 2017 zu einigen Fehlern gekommen, wodurch der CEO seinen Hut nehmen musste. Das hat nichts mit Lenndy direkt zu tun (unsere Einlagen waren immer sicher), aber sollte man wissen. Positiv ist die Kreditverfügbarkeit seitens Lenndy, sowie das Verhalten der Plattform bei verspäteten Projekten (es gibt dort immer Status updates).

Estateguru

Estateguru macht einen Platz gut und stösst so neu in die Top 5 vor (als einzige «echte» p2p Plattform). Das Kreditvolumen hat sich spürbar vergrössert, und die Zinsen sind mehr oder weniger stabil geblieben. Man hat auch ein Informationssystem geschaffen, welches jetzt die Aktionen zeigt, welche ergriffen werden, sollte ein Kredit überfällig werden. Hier gibt es aber noch viel zu tun, denn es sieht teilweise so aus, dass nichts geschieht, obwohl etwas passieren sollte. Auch gibt es Kredite, welche länger als 45 Tage überfällig sind, aber nicht in der Ausfallstatistik aufgeführt werden. Man konnte jedoch an diesem Kredit sehen, dass eine Verwertung bei einem Ausfall möglich ist. Nach nur 7 Tagen auf einer Auktionsplattform konnte die Geschichte abgewickelt werden und die Investoren blieben schadlos. Das stimmt mich positiv, da es garantiert nicht der einzige Kredite bleiben wird, welcher «Zwangsversteigert» werden muss. Mal sehen was die nächsten Monate so bringen.

Die Plätze 6 bis 10 werden in den nächsten Tagen folgen.

Der Monatsrückblick November

Das Jahr ist bald zu Ende, und bevor es Ende Dezember wieder meine persönliche Top Ten der Plattformen gibt, möchte ich euch einen Rückblick über die Entwicklungen im November geben.

Peerberry – eine neue Plattform

Ich war ja schon eher erstaunt, dass jetzt noch eine weitere Plattform in Lettland dazukommt, ich hatte erwartet, dass man damit zuwartet, bis die neuen Regularien bekannt sind. Aber scheinbar wird das auch nicht so heiss gegessen wie es gekocht wurde. Vor wenigen Tagen habe ich mit dem Investment gestartet und hier (wie auch hier) darüber berichtet. Peerberry läuft 1a, ein Kredit wurde vorzeitig zurückbezahlt und das Geld gleich vom Autoinvest selbentags reinvestiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass noch 2 Cent Zinsen auf meinem Konto sind, was aber meine Schuld ist, da ich dem AI gesagt habe, er dürfe maximal 10 Euro pro Kredit investieren. Ich muss mal schauen, ob ich das noch etwas optimieren kann.

Mintos bringt jetzt auch Kredite in GBP

Etwas überraschend kam für mich die Ankündigung von Mintos, jetzt auch GBP Kredite anzubieten. Überraschend deshalb, weil ich mir gedacht habe, dass Mintos das aus einem bestimmten Grund noch nicht gemacht hat (welcher mir unbekannt ist). Ich glaubte, sie wollen das aus strategischen Gründen nicht, sonst hätten sie es schon längst getan. Wie gesagt, für mich ist der Zeitpunkt etwas komisch, aber der Schritt ist nachvollziehbar. Die Briten gehören zu den p2p Pionieren in Europa, von daher ist deren Bevölkerung gegenüber neuen Anlageformen aufgeschlossener als andere. Durch den Wegfall des (oberflächlichen) Währungsrisikos für Brexiteers, wird Mintos für diese Region deutlich attraktiver. Zuerst gibt es Mogo Kredite zu 13 Prozent in GBP.

Estateguru bringt den ersten Ausfall (unbeschadet) hinter sich

Wirklich gefreut hat mich, dass Estateguru diesen Kredit (Details unter aktuelle Neuigkeiten) auf eine Auktionsplattform stellte, um das Geld für die Investoren einzutreiben. Nur gerade eine Woche später war der Kredit inklusive Zinsen beglichen. Ich weiss nicht, wer da zugeschlagen hat, obs der Schuldner war oder jemand bei der Auktion. Ist ja auch egal, hier hat sich gezeigt, dass die Belehnungsquote (LTV) adequat war um die Investoren schadlos zu halten. Es hat noch einige weitere Kredite, welche diesen Weg gehen werden. Ich bin zuversichtlich, dass die Ausfälle insgesamt sehr gering gehalten werden können für die Investoren. Ich werde die Situation weiter beobachten, aber ich muss Estateguru ein Lob aussprechen, wie sie diesen Fall gehandhabt haben (es wurden alle Investoren, nicht nur Betroffene informiert). Mehr zu Immobilieninvestments hier.

Swaper bringt wieder ein neues Design

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat Swaper seinen Auftritt überarbeitet. Die Farben sind

Swaper AI Portfolio

Geschmackssache 😉 Die Plattform ist nun aber sehr viel schneller geworden, was ich positiv finde. Wenn ich das richtig sehe wurden die Portfolios und die Autoinvests zusammengeführt (die Funktion der Portfolios hat eh nie jemand wirklich begriffen). Jetzt fungieren die beiden unter Autoinvest Portfolios, die Einstellungen wurden übernommen, zumindest von den AI’s. Eine nützliche Seite habe ich noch für euch, wenn ihr Cash rumliegen habt und dieses manuell investieren wollt: Beim P2P Monitor könnt ihr schön sehen ob es Kredite hat und wann die ungefähr kommen.

Mein Newsletter

Gestartet hatte ich zwar im Oktober mit dem Newsletter, aber den ersten Letter habe ich erst im November mit einigen Spezialangeboten verschickt. Ein weiterer Vorteil eines Newsletter Abos ist, dass ihr automatisch informiert werded, sobald ich etwas neues geposted habe. Die „wirklichen“ Newsletter mit Infos und Spezialangeboten halte ich bewusst selten. Ich plane nicht mehr als einmal im Monat einen zu versenden (weil ich ja Newsletter eigentlich hasse ;)). Es lohnt sich also, den Newsletter zu abonnieren.

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Ausblick

Auf allgemeinen Wunsch hin werde ich in den nächsten Tagen wohl eine dreiteilige Serie zu Kryptowährungen (Bitcoin im Fokus) bringen und eine Brücke zu p2p Plattformen schlagen.

Mein Besuch bei Advanon

Heute war ich bei Advanon zu Besuch und wurde persönlich von Leonie (Product Managerin) empfangen. Daniel (Chief Marketing und Customer Officer) hat sich per Skype aus Berlin zugeschaltet. Ich

Multifunktionaler Bürotisch bei Advanon 😉
konnte mich mit den Mitarbeitern beinahe zwei Stunden über die Plattform unterhalten. Ich habe viele neue Einblicke gewonnen und kann euch so einiges Neues mitteilen. Lustig war auch, dass der Tisch im Sitzungszimmer ein Ping Pong Tisch war (da würde ich auch gerne arbeiten ;)).

Zu Beginn habe ich den Mitarbeitern der Plattform nochmals mitgeteilt, dass sich wieder Geisterrechnungen (Rechnungen, die bereits finanziert waren etc) auf die täglichen Kreditmails verirrt hatten. Man hat mir versprochen sich diesem Problem anzunehmen. Man ist sich bewusst, dass dies nicht sein darf.

Wer darf investieren?

Ich hatte zuvor geschrieben, dass deutsche Investoren keine CHF Rechnungen kaufen dürfen, das ist jetzt überholt. Investieren dürfen Schweizer sowie auch deutsche Investoren. Für deutsche Investoren ist es jedoch relativ schwierig überweisungen in Schweizer Franken durchzuführen, respektive ist es relativ teuer. Bis es eine günstigere Variante gibt (Transferwise Borderless Account oder so), sind Schweizer Franken Rechnungen für deutsche Investoren wohl eher nicht interessant. Vom rechtlichen Standpunkt her dürften auch andere europäische Investoren mitbieten. Die Plattform ist momentan jedoch noch nicht bereit für Investoren außerhalb der Schweiz und Deutschlands. Als nächstes Land wird nach Österreich expandiert werden, das dauert aber noch bis mindestens Ende nächsten Jahres.

Paketgrössen

Nach Schweizer Gesetzgebung könnten die Rechnungen auch in kleinere Pakete aufgeteilt werden. Advanon ist hier aber noch nicht so weit, da viele Zahlungen noch manuelle Eingriffe nötig machen. Bis die Zahlungsverarbeitung automatisiert ist, was noch etwa bis zum 1. Quartal nächsten Jahres dauern wird, bleiben die Tranchen eher grösser. Danach wird jedoch eine massive Reduktion der Gebotsgrösse in Aussicht gestellt.

Ausfälle

Natürlich habe ich die Frage aller Fragen gestellt, da Advanon keine Daten zu Verzögerungen und Ausfällen publiziert. Eins vorweg: Die Daten werden Ende Jahr veröffentlicht (sobald die neue Advanon Seite live geht). Daniel konnte mir die aktuellen Zahlen jedoch auf Nachfrage gleich nennen. Die aktuelle effektive Verlustrate (Status Betreibung) liegt unter 0.2% für das Jahr 2017. Die restlichen Verzugsdaten tönten gut. Man hat mich darauf hingewiesen, dass es schnell einmal vorkommt, dass eine Rechnung bis zu 7 Tagen verspätet gezahlt wird. Darum ruft man den Schuldner auch erst am nach 7 Verzugstagen an. Häufig kommt es vor, dass die Rechnung dann während der ersten 30 Tage im Verzug beglichen wird. Nur eine kleine Prozentzahl verzögert sich mehr als 30 Tage und ein ganz kleiner Rest muss wirklich eingetrieben werden.

Ich habe gleich angeführt, dass der Eindruck vermittelt wird, dass bei Verzögerungen Advanon sich eher passiv verhält, man sieht einfach nicht, was passiert und gemacht wird. Man hat mir versichert, dass man im stetigen Austausch mit den Schuldnern ist um die Situationen bereinigen zu können. Mit dem neuen Release der Website wird man auch eine Historisierung der getätigten Aktionen aufschalten. Investoren sehen dann, dass Advanon den Schuldner angerufen hat und was das weitere Vorgehen ist. Ich habe nochmals betont, dass dies für Investoren sehr wichtig ist. Meine erste Euro Rechnung ist nun etwas mehr als 10 Tage in Verzug und ich habe Advanon um ein Update gebeten (welches ich erhalten habe: Es fanden bisher 8 Interaktionen zwischen Advanon, dem Schuldner und dem Rechnungsverkäufer statt. Nächste Woche sollte die Zahlung eintreffen und ich freue mich über die Zusatzzinsen). Nach meinem persönlichen Eindruck nimmt Advanon das Forderungsmanagement sehr ernst und hat dafür eigens Mitarbeiter und arbeitet mit einigen externen Anbietern zusammen.

Übersicht des Inkassoprozesses

Die Plattform wird überarbeitet

Wie schon angetönt, wird per Ende Jahr ein neuer Release ausgerollt, man hat mir bereits mal die Alphaversion gezeigt. Der Schwerpunkt liegt auf der Performance, denn die Plattform war früher deutlich schneller. Auch das Investoren Dashboard wird eingeführt und gibt einen guten Überblick über die aktuellen Investments.

Expansion in Deutschland wird vorangetrieben

Für die Deutschen Investoren interessant: Man hat die Deutschen Kredite erst vor einigen Wochen lanciert um Erfahrungswerte in der Abwicklung zu erhalten. Es sind jetzt Vorbereitungen von Partnerschaften mit grossen Deutschen Banken im Gange, zudem werden im ersten Quartal 2018 die Marketingmassnahmen hochgefahren. Man rechnet zur Zeit mit stetigem Wachstum auf tiefem Niveau, welches dann exponentiell wird sobald die Marketingmassnahmen greifen.

Fazit

Man spürt beim Besuch der Räumlichkeiten den Unternehmergeist und die Leichtigkeit eines Start-ups. Was für mich eine zentrale Erkenntnis war: Trotz des Start-up Spirits bewegt man sich aber in der Realität und setzt sich realistische Ziele. Man ist sich bewusst, dass Dinge Zeit brauchen, und man nicht gleich alles in den nächsten 2 Wochen auf die Beine stellen kann (was nicht alle Start-ups begriffen haben und das blaue vom Himmel versprechen). Ich bin durchwegs positiv gestimmt, habe jetzt aber natürlich eine Gewisse Erwartungshaltung gegenüber Advanon, was die Verbesserungen betrifft. Wegweisend für mich wird die angekündigte Transparenz (Ausfall- und Verzögerungsraten, sowie die Historisierung des Eintreibungsprozesses) sein. Davon ist abhängig ob ich weiter investieren werde. Der Ball liegt nun bei Advanon (ich weiss, dass ihr das lest ;)).

Falls dich Advanon interessiert, lies meine beiden einführenden Artikel (Artikel 1, Artikel 2), oder registriere dich gleich hier.

Immobilien Investments mit p2p Teil 2 (UK)

Vor einiger Zeit habe ich einen kleinen Überblick zu baltischen und europäischen p2p Plattformen gemacht, welche sich im Immobilienbereich bewegen. Heute schauen wir mal was es in Grossbriannien so an Immobilien-Plattformen gibt, und eins vorweg: Es gibt sehr viele, und ich werde nicht alle vorstellen können, aber ich hoffe die wichtigsten zu erwähnen.

Verschiedene Funktionsweisen

Bevor ich auf die einzelnen Plattformen eingehe möchte ich noch eine kleine Unterscheidung beschreiben: Es gibt 2 Hauptvarianten wie die Plattformen funktionieren. Man ist entweder Gläubiger, investiert also in Kredite und kriegt einen Zins dafür und ist (meistens) vom Wertanstieg (oder Wertverlust) des Objekts ausgeschlossen. Die andere Variante ist man beteiligt sich direkt als Aktionär am Projekt (Immobilie) und ist so berechtigt an den Erträgen sowie der Wertsteigerung zu partizipieren. Was aber alle Plattformen gemeinsam haben: Es ist am besten (wenn nicht gar Bedingung) ein UK Pfund Konto zu haben für die Ein- und Auszahlungen. Das ist ganz easy (und kostenlos) mit dem Transferwise Borderless Account. Viele der Plattformen bieten neuen Investoren einen Anfangsbonus, in meiner Übersicht seht ihr welche was bieten.

Kreditplattformen

Lendy (vormals Saving Stream, Zinsen bis zu 12%)

Lendy ist für p2p Verhältnisse schon lange im Geschäft und hat bereits Kredite in der Höhe von mehreren 100 Millionen finanziert. Hier investiert man in Kredite und kriegt dafür monatlich (sofern das Projekt nicht in Verzug ist) seine Zinsen am ersten Tag des Folgemonats gutgeschrieben. Das funktionierte (und funktioniert eigentlich immernoch) gut. Es befinden sich momentan einige Kredite im default (Ausfallstatus). Das muss noch nichts heissen, denn viele defaults konnten eingetrieben und die Investoren schadlos gehalten werden. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit bis das nicht mehr der Fall sein wird. Der Kundensupport war noch nie der schnellste oder freundlichste, aber man hat es doch geschafft sich vom tiefen Niveau in noch tiefere Sphären zu bewegen…. Hier könnt ihr mehr zur Funktionsweise von Lendy (aka Saving Stream) erfahren. Übrigens, es gibt einen Zweitmarkt.

Collateral (Zinsen bis zu 15%)

Eigentlich hat Collateral als “Onlinepfandleiher“ begonnen und Wertgegenstände als Besicherung angenommen. Mit der Zeit schwenkte man aber auf Immobilienkredite um. Gemäss der Plattform ist man weiter an solchen Deals interessiert, aber das Volumen sei erschöpft. Daher konzentriert man sich auf Immobilien. Ich verstehe die Strategie schon, aber ich habe Collateral als Alternative zu meinen Immobilien Plattformen gesehen, leider fällt diese nun weg. Wie gut die Immokredite sind wird sich noch zeigen in den nächsten Wochen. Bei den Pfandleihdeals machte Collateral auch bei Ausfällen eine gute Figur und konnte die Kredite durch Verwertung des Pfands schnell begleichen. Bis heute sind alle Investoren schadlos geblieben. Auch ein Zweitmarkt ist vorhanden.

Landlordinvest (Zinsen bis zu 20%)

Landlordinvest bietet sicherlich die höchsten maximal Zinsen. Wie der CEO mir gegenüber in einem Interview erklärte ist es aber nicht die Strategie nur die riskantesten Kredite anzubieten. Man will vielmehr ein Portfolio kreieren mit einem guten Chancen/Risiken-Profil. Daher habe ich auch schon Kredite im einstelligen Zinsbereich gesehen. Da die Plattform erst seit etwa einem Jahr live ist, besteht erst ein geringer Track Record, es gab bereits schon erste (vorzeitige) Rückzahlungen. Wie gesagt, es ist eine junge Plattform und der Kreditnachschub eher gering momentan. Zudem dauert es relativ lange von der Finanzierung bis zur Auszahlung der Kredite. Diese Zeit wird normalerweise mit einem Cashback von 3 bis 4 Prozent (annualisiert) überbrückt. Zweitmarkt gibt es auch noch.

Funding Secure (Zinsen bis zu 13%)

Auch Funding Secure hat als Onlinepfandhaus, ähnlich wie Collateral, gestartet, dies aber bereits 2013. Nach einigen Krediten auf Sachgegenstände ist der Immobilienanteil immer grösser geworden. Es gibt relativ viele Kredite, jedoch teilweise mit kleinem Volumen so um die zwanzig Tausend Pfund. Die Kredite werden jeweils im Vorfeld per Email angekündigt. Die Plattform hat mit einigen Ausfällen zu kämpfen, aber das erstaunt mich nicht, da sie ja bereits 4 Jahre im Geschäft ist. Auch die anderen Plattformen werden sich nicht ewig vor Ausfällen verstecken können. Zweitmarkt = yes.

Moneything (Zinsen bis 14 Prozent)

The Things, wie sich die Mitarbeiter von Moneythig selber nennen, sind sehr engagierte Leute. Der Gründer Ed (thing ;)) und seine Familie machen die Kommunikation wirklich gut. Es ist zu einigen Ausfällen gekommen und man hat dies transparent informiert. Ich finde diese Plattform geht vorbildlich mit Problemen um und kommuniziert folgerichtig. Es sind bis anhin 3 Problemfälle bekannt, wobei einer bereits abgewickelt werden konnte. Hier haben die Investoren keinen Schaden erlitten. Es gibt einen Zweitmarkt.

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Equity-Plattformen

Property Moose

Auf Property Moose bin ich vor etwa einem Jahr aufmerksam geworden. Diese Plattform vergibt nur eher selten Kredite. Vielmehr werden Immobilien gekauft und vermietet (BTL -> buy to let). Es gibt auch Projekte wo man eine Immobilie kauft, welche man renoviert und wieder veräussert (BTS -> buy to sell). Man partizipiert hier als Investor von den laufenden Erträgen (Miete) und dem Wertzuwachs beim Verkauf. Hierfür müssen die Immoblien aber bewohnt werden, sonst gibt es keine Mieterträge, und ob die Immoblie gewinnbringend verkauft werden kann, steht auch in den Sternen. Grundsätzlich ist es so, dass die Immoblien mit der Absicht gekauft werden, diese in 2 bis 5 Jahren wieder zu verkaufen. Am Ende der Projektdauer findet eine Abstimmung statt, wo das weitere Vorgehen geklärt wird. Die Investoren können dann abstimmen ob die Immobilie weiter vermietet oder  verkauft werden soll. Jeder Investor hat gemäss seinem Projektanteil Stimmrecht. Bei Property Moose sind teilweise eher günstigere Immoblien im Portfolio und man muss die prognostizierten Werte zur Wertsteigerung und den Mieterträgen eher als am oberen Band betrachten. Es kann durchaus sein (und ist mir auch schon passiert, dass die Werte effektiv tiefer liegen). Der Zweitmarkt ist vorhanden.

Property Partner

Property Partner ist eine weitere Plattform im Stile von Property Moose, macht aber eigentlich nur Vermietungsprojekte (BTL). Man hat sich hier ein höherklassiges Segment ausgesucht und ist mit den Erwartungen bezüglich Miete etc sehr nahe an der Realität. Auch ein Zweitmarkt ist vorhanden.

Uown

Auch Uown verfolgt eher den Ansatz von Vermietungsprojekten, welche dann irgendwann verkauft werden könnten. Es ist aber eine sehr junge Plattform, welche erst ein Projekt vollständig finanziert hat. Zwei weitere sind im funding Status, welcher aber sehr lange dauert. Erfahrungswerte gibt es daher noch nicht viele und auch ich habe mich erst gerade registriert und werde auf die offenen Projekte das Minimum von je 20 GBP bieten. Momentan gibt es noch keinen Zweitmarkt.

Brickowner

aktuellstes Brickowner Projekt

Und da wäre noch Brickowner, die Plattform passt meines Erachtens in kein Schema. Man kann bei Brickowner in Projekte investieren, welche sonst nur grösseren und institutionellen Anlegern vorbehalten sind und mit hohen Mindestvolumen verbunden sind. Brickowner macht es Kleinanlegern möglich ab GBP 100 bei solchen Projekten mitzumachen. Die Projekte bei Brickowner kommen aus dem gesamten Spektrum. Also BTS, BTL oder (eine Art-) Kreditfinanzierung. Aktuell ist ein Projekt investierbar. Hierbei handelt es sich um eine Art Kreditportfolio für Immobilienentwickler und läuft 2 Jahre, und wird mit 7.5 Prozent verzinst. Das schöne am Projekt ist, dass der Lead Manager (Nash Asset Lending) mit im Boot ist und selbst 10 Prozent der Investitionen stemmt. Noch besser ist, dass in einem Verlustfall diese 10 Prozent zuerst zur Deckung genommen werden, und so also ein erster Puffer besteht zu Gunsten der Brickowner Investoren. Der Lead Manager NAL ist bereit, falls diese 10 Prozent nicht ausreichen, den kompletten Verlust selbst zu tragen. Man hat hier also eine Art quasi Buyback. Aber wie gesagt, eine Garantie ist nur so gut, wie der Garantiegeber, und diesen kann ich nicht einschätzen, vertraue aber darauf, dass Brickowner diesen durchleuchtet hat. Es wäre für die Plattform fatal, falls bei den ersten Projekten etwas schieff geht. Falls ihr interessiert seid an Brickowner, dann nutzt diesen Link zur Registrierung und erhaltet GBP 50 Bonus, sobald ihr mindestens GBP 1’000.- investiert habt. Der Zeitraum spielt keine Rolle.

Neuigkeiten aus der p2p Welt

(Read this post in English) Wieder ist so einiges passiert in der p2p Welt. Gerne gebe ich euch einen Überblick dazu:

Mintos verzichtet auf die Zweitmarktgebühr

Bis anhin war es so, dass Mintos auf dem Zweitmarkt eine Gebühr von 1 Prozent des Transaktionswertes einbehalten hat. Die Gebühr ging zu Lasten des Verkäufers. Seit dem 1. November verzichtet Mintos auf diese Gebühr, das heisst der Zweitmarkt kann kostenfrei genutzt werden. Die Plattform hat damit in den etwas mehr als 3 Jahren die sie besteht gut 60k Euro verdient. Warum auf dieses Geld verzichten fragt ihr euch? Ich denke, dass ist Kalkül. Die Laufzeiten der Kredite bei Mintos sind länger geworden und ich denke man will hiermit den Investoren die Möglichkeit geben vorzeitig aussteigen zu können. Relativ gesehen gewinnen nun längere Laufzeiten an Attraktivität. Ich denke sowieso, dass bei den payday Krediten und teilweise den Autokrediten die Laufzeiten weniger eine Rolle spielen, da der Buybackmechanismus sowieso dazu führt, dass viele Kredite nicht über die volle Laufzeit laufen werden. Aber hey, mir solls Recht sein: Weniger Gebühren = mehr Rendite für uns 😉 Für Neukunden bietet Mintos übrigens ein Bonussystem an:: Registriert euch via dieser Mintos Seite und ihr erhaltet 1% Cashback (Bonus) auf euer durchschnittliches Investitionsvolumen der ersten 3 Monate. (Dies erhalte ich auch, ist jedoch kostenlos für euch.)

Swaper bietet wieder genügend Kredite

Seit einigen Tagen habe ich praktisch keine Cashbestände mehr in meinem Account und sehe oftmals viele Kredite auf der Plattform. Das hat einen Grund: Swaper (respektive der Mutterkonzern Wandoo Finance) vergibt seit einigen Wochen Kredite in Russland. Diese Kredite konnten jedoch aus regulatorischen Gründen nicht gleich auf die Plattform gestellt werden. Es sammelten sich also Kredite, welche auf einen Schlag nach Freigabe auf die Plattform kamen und so die ganze Liquidität aufsaugten.  Da jetzt stetig russische Kredite nachkommen, vergrössert sich natürlich das Kreditangebot. Mal sehen ob das nachhaltig ist. Eine Änderung gab es auch beim VIP Angebot. Früher war man mit einer Einzahlung von mindestens 5k dabei, jetzt muss man 5k mindestens 3 Monate im Durchschnitt auf der Plattform haben, bevor man VIP wird und 14 Prozent Zinsen kriegt.  Bei Swaper registrieren, hier lang.

Grupeer bringt wieder 15 Prozent Buyback Kredite

Es herrschte einige Zeit ein wenig Ebbe mit neuen 15 Prozent russischen Krediten. Grupeer wollte und will zuerst schauen wie die Zahlungsmoral ist (trotz Absicherung) und dann das Volumen kontinuierlich steigern. Momentan prüfen sie das Kreditportfolio und geben das Volumen von Zurückbezahlten Krediten wieder raus. Mein erster Kredit wurde diese Woche bedient und schon kam ein neuer auf die Plattform. Weitere werden folgen. Hier geht’s zur Anmeldung bei Grupeer (oben rechts klicken).

Housers mit 25 Euro Cashback nach erstem Investment

Bei Housers gibt es viele neue Kredite. Daher braucht die Plattform mehr Investoren um diese zu finanzieren. Als Anreiz gewährt Housers Neukunden 25 Euro Cashback, sobald diese in ein neues Projekt investiert haben. Mit 50 Euro Einsatz holt ihr so 25 Euro raus. Dieses Geld muss aber mindestens einmal investiert werden, bevor ihr es auszahlen lassen könnt. Heisst also, ihr müsst mindestens 75 Euro einzahlen, da der Mindestinvest 50 Euro pro Projekt ist. Bis jetzt scheinen meine ausschüttenden Projekte optimal zu laufen, es kleckert sich immer wiedermal was zusammen. Bei den endfälligen weiss ich es natürlich noch nicht. Via diesem link registrieren und ihr kriegt die 25 Euro, sobald ihr investiert habt.

Transferwise Borderless Account nun auch mit AUD

Diese Woche hat Transferwise in seinem borderless account personalisierte Australische Dollar Konten aufgeschaltet. Ich habe dies gleich mal getestet, und mir Geld von Marketlend (Bericht zur Plattform) ausgezahlt. Mit dem Transferwise borderless account habt ihr nun die Möglichkeit personalisierte Konten in EUR, GBP, AUD und USD zu erhalten. Ich hoffe es folgen noch viele weitere.

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Warum Mintos eine der besten p2p Plattformen ist

Und schon im Titel widerspreche ich mir, denn Mintos ist keine p2p Plattform im klassischen Sinne, da hier bereits gewährte Kredite verbrieft an Investoren verkauft werden. Das hindert mich aber nicht daran diesen Artikel zu verfassen.

Ich habe mich Anfang diesen Jahres darüber enerviert, dass die Spielregeln bei Mintos (Zinsen rauf/runter) immer wieder ändern. Es ist jetzt nicht so, dass mich das nicht mehr nerven würde, aber die Situation hat doch auch ihre Vorteile.

Mintos hat das breiteste Kreditangebot

Während andere Plattformen wie zum Beispiel Viainvest, Swaper und Robocash (mehrheitlich) nur die Plattformen für die eigenen Kreditvermittler darstellen, ist Mintos hier bereits einige Schritte weiter. Bei Mintos gibt es diverse Kreditvermittler, welche nicht mit Mintos verbandelt sind. Das ergibt viele Möglichkeiten für die Investoren um breit zu investieren. Das es dabei auch einmal zu Problemen kommen kann wie im Fall von Eurocent liegt auf der Hand. Aber wie ich bereits geschrieben hatte, glaube ich, dass dieser Fall (so unschön er auch sein mag) Mintos grundsätzlich stärkt und die Plattform in vielen Bereichen weiterentwickelt. Es wäre ein Irrglaube, dass dies der letzte Kreditvermittler ist, der Probleme haben wird. Nicht unbedingt nur auf Mintos bezogen, denn es kann auch sein, dass es eine andere Plattform trifft. Daher nie alle Eier in einen Korb legen, respektive nicht alles aufs gleiche Pferd setzen: Stichwort Diversifikation.

Mit Mintos verbandelte Kreditvermittler (Mogo, Lendo etc)

Hier gibt es eine Liste mit den Mintos Kreditvermittlern, führ mehr Infos auf das Logo klicken.. Auch wenn Mogo dort nicht als verbandelter Kreditvermittler aufgelistet ist (und gemäss IAS 24 keine Verbindung besteht, durchaus möglich, dass dies bei Anwendung anderer Standards doch der Fall wäre), vermute ich, dass dieser Loan Originator in den Dunstkreis von Mintos gehört. Mogo zum Beispiel ist an der gleichen Adresse ansässig wie Mogo. Lendo ist einfach der georgische Ableger des lettischen Kreditvermittlers Banknote (welcher oben in der Liste erscheint). Auch wenn solche Strukturen bereits einmal öffentlich kritisiert wurden, schreckt mich das nicht wirklich ab. Es gibt in der freien Marktwirtschaft diverse Beispiele von verbandelten Firmen. Der einzige Nachteil den ich sehe: Wenn eine Partei Kontrolle über andere ausübt ist, dass ein Dominoeffekt eintreten könnte im Falle eines Problems (oder unsauberer Buchführung etc). Das ist aber rein hypothetisch. Kommt es in einem Land zu einer Wirtschaftskrise, dann tangiert das die meisten Firmen sowieso und eine Firma zieht andere in Mitleidenschaft (der Vergleich hinkt natürlich ein wenig, da bei verflochtenen Firmen die Ereignisse schneller auf die anderen überschwappen können, aber vom Prinzip her ist es relativ gleich). Von daher habe ich kein Problem mit der Mintosstruktur. Ich gehe hier immer davon aus, dass das Eigeninteresse der Unternehmer Gewinne einzufahren höher wiegt, als irgendwelche “kriminellen” Strukturen zu schaffen. Ausschliessen kann ich es aber natürlich nicht (aber dass solch hohe Renditen mit Risiken behaftet sind, sollte jedem klar sein). Immerhin bestehen die Strukturen bereits einige Jahre und scheinen erfolgreich zu sein. Ich hege hier die Hoffnung, dass Mintos bei den Kreditvermittlern aus dem eigenen Dunstkreis noch mehr bemüht sein wird, dass es zu keinem Ausfall kommt (es würde die Plattform ja doppelt treffen). Zumindest deren Finanzsituation sollten sie bestens kennen 😉

Aktuell gibt es schöne Zinsen

Ich habe gerade letzte Woche in Lendo Payday Kredite investiert und dabei Zinsen von 13.5 Prozent erhalten, in Euro versteht sich und nicht in Georgischen Lari. Die Laufzeiten variierten von 24 bis 36 Monaten, was für Paydays eher ungewöhnlich scheint, da wir dort bis anhin eher kurze Laufzeiten oder bis zu 12 Monaten gesehen haben. Die Laufzeit schreckt mich nicht wirklich ab, weil viele der Kredite das anvisierte Rückzahlungsdatum nicht erreichen werden. Der Buyback greift vorher, da einige Kreditnehmer wohl die Bedingungen des Kredits anpassen (Ratenhöhe, Laufzeit, oder Umschulden) werden. Oder der Kredit nicht fristgerecht bezahlt wird. Dann kommt der Buyback und verkürzt die Anlagedauer erheblich 😉 Ich schätze, ohne das irgendwie Belegen zu können, dass mehr als 90 Prozent der 36 Monatskredite vorzeitig beendet werden. Wie komme ich da drauf? Wenn ich mir die Verzugs- respektive Buybackquoten von meinen anderen Paydays ansehe, welche im Bereich von 50 Prozent liegen, glaube ich, dass meine Schätzung für 3 Jahre passend sein wird 😉

Auf dem Zweitmarkt wird es schwieriger für Schnäppchenjäger

Ich hatte ja mal beinahe 20 Prozent Rendite (NAR, nicht XIRR) bei Mintos, und dies aufgrund guter Geschäfte auf dem Zweitmarkt. Mittlerweile bin ich etwas zurückgefallen. Das hat 2 Gründe: einige Kredite konnte ich nicht mehr abstossen zu den Preisen die ich wollte, und der Zweitmarkt ist umkämpfter. Konnte ich Anfang dieses Jahres noch viel manuell “abfischen” ist das seit Wochen sehr schwierig geworden. Einige IT affine Investoren haben Bots entwickelt welche den Zweitmarkt im Minutentakt durchforsten und (in den Augen der Investoren) gute Kredite automatisch kaufen. Leider ist mir so etwas nicht möglich, aber ab und zu finde ich trotzdem was. Das heisst für mich, dass meine Rendite in den nächsten Wochen und Monaten weiter sinken wird und sich wohl bei etwa 14 bis 15 Prozent einpendeln wird, was ja ein sehr gutes Ergebnis darstellt. Falls ihr auch bei Mintos mitmachen wollt, dann nutzt diesen Link zur Registrierung und erhaltet somit 1 Prozent Cashback auf eure Investments der ersten 3 Monate (kriege ich übrigens auch und ist kostenlos für euch). Einen Überblick zu aktuellen Bonusprogrammen findet ihr hier. Wenn ihr über neue Blogbeiträge und kurzfristige Aktionen informiert werden möchtet, dann tragt euch in untenstehenden Feldern ein.

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Wie man diesem Blog folgen kann (Newsletter etc).

(Read this article in English) Mal etwas in eigener Sache: Viele User wünschen sich einen Newsletter Service. Mein Problem: Ich hasse Newsletter 😉 und bestelle so ziemlich jeden ab, der mich erreicht.  Warum tue ich euch das also an? Ich habe mich lange gesträubt dagegen, aber einige User haben mich überzeugt einen Newsletter zu starten.

Es gibt oft kurzfristige Aktionen bei Plattformen, welche euch dann zu spät erreichen, da ich dafür nicht jedesmal was posten will. Mein Blog soll als (gehaltvolle) Informationsquelle (und nicht als Bonus Code Seite) verstanden werden. Zudem werdet ihr (bei Registrierung) immer über neue Posts informiert. Das ist aber auch schon möglich, wenn ihr den RSS Feed (unten rechts bei META) abonniert.

Ich sehe das ganze mal als Testlauf, welchen ich ausbaue, sollte wirklich Bedarf bestehen. Ich verspreche euch, es werden nicht zu viele Emails kommen, zudem werde ich sorgfältig mit euren Daten umgehen und diese nicht weitergeben.

Für den deutschsprachigen Newsletter könnt ihr euch hier eintragen:

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Was sollte man tun, wenn Cash im Konto rumliegt?

Die aufkommende Beliebt- und Bekanntheit der p2p Plattformen führt unweigerlich dazu, dass mehr Investoren ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, als Kredite verfügbar sind. Was sollte man in diesem Moment tun? Erstmal ruhig Blut, durchatmen und überlegen. Nur weil mal einige Euros rumliegen, muss man nicht gleich in blinden Aktivismus verfallen. Als erstes würde ich mir folgende Rechnung vor Augen halten (am Beispiel von Swaper und Robocash): Beide Plattformen zahlen 14% pro Jahr. Das heisst (vereinfacht mit einer Milchbüchleinrechnung), dass wenn auch 10% des Kapitals ein ganzes Jahr rumliegen würden, erzielt man trotzdem noch eine Rendite von 12.6 Prozent. Hier ist der Zinseszinseffekt noch nicht berücksichtigt und meistens liegen nur wenige Prozent des Kapitals für einige Tage ungenutzt rum. Zudem ist das meist ein temporäres Phänomen. Im Fall von Robocash bin ich guter Dinge, dass die marginale Cashquote (welche es seit einigen Tagen wohl gibt) mit der Einführung der russischen Kredite wieder verschwindet. Es ist noch nicht klar, wann die Kredite kommen, aber diese dürften für Entspannung sorgen.

Und was, wenn doch zuviel Cash für längere Zeit rumliegt?

Natürlich sollte man handeln, wenn die Situation länger anhält. Es gibt (noch) weniger bekannte Plattformen, bei welchen man interessante und lukrative Angebote findet. Ich werde euch nachfolgend kurz einige nennen:

Lenndy mit bis zu 15% und Buyback

Das Kreditvolumen zieht an bei Lenndy und man kriegt beispielsweise Autokredite von 12% (bei Laufzeiten ab 5 Monaten) bis zu 15% (bei Laufzeiten von 5 Jahren, und 13/14% für Laufzeiten dazwischen). Zudem gibt es noch Rechnungsfinanzierungen mit kurzen Laufzeiten zu 12 bis 13 Prozent oder Firmenkredite mit Laufzeiten bis zu 15 Monaten. Die Rechnungen sind nur teilweise mit Buyback hinterlegt, die Firmenkredite mit persönlichen Garantien. Schaut euch vor der Investition an, ob ein Buyback besteht (ersichtlich in den Details und am Schild Symbol).

Es gibt auch Gründe, warum die Plattform noch nicht überrannt wurde: Es besteht noch kein Autoinvest, man muss manuell eingreifen. Neue Kredite werden mit Emails (1 Email pro Kredit) angekündigt, was etwas nervt. Und man muss einen Paysera Account haben, was viele Investoren als störend empfinden, ich zähle mich nicht dazu. Ich hatte keine Probleme mit Paysera. Bald soll dem aber Abhilfe geschaffen werden durch die Einführung von SEPA Zahlungen.

Grupeer bietet Kurzläufer mit bis zu 15% an

Vor einigen Wochen hat Grupeer ein neues Produkt lanciert. Seitdem gibt es mehrmals pro Woche einige kleinere Kredite auf der Plattform. Man muss sich manuell bedienen, sollte aber meistens zum Zug kommen. Das Volumen wird auch kontinuierlich steigen. Sollten keine 2 bis 3 monatigen Kurzläufer zu 15% verfügbar sein, hat es noch etwas länger laufende (6 Monate) zu 14 Prozent. Hier geht’s zu Grupeer.

DoFinance bietet 14% Zinsen und momentan noch 1% Cashback für Neuinvestoren

Lest diesen Artikel zu DoFinance, denn die Funktionsweise ist etwas spezieller Natur. Wenn ihr euch für ein Investment entscheidet, nutzt diesen Link für die Registrierung (ihr kommt so auf die Homepage von DoFinance und müsst noch registrieren drücken rechts oben), ihr kriegt dann 1% Cashback auf eure Einzahlungen während der ersten 30 Tage. Zahlt ihr mindestens 25k Euro ein, kriegt ihr automatisch 14% Zinsen, anstatt deren 12. Kredite hats aktuell genügend verfügbar.

Mintos hat die grösste Auswahl

Meistens sieht es bei den kurzlaufenden payday loans immer etwas dürftig aus bei Mintos. Aber die Plattform bietet eine grosse Vielfalt an verschiedenen Kreditarten. Mit Laufzeiten von bis zu 2 Jahren findet man eigentlich immer etwas investierbares. Man darf hier nicht vergessen, das ein guter Teil der Kredite vorzeitig abgelöst wird, so dass die Investitionsdauer des Portfolios kürzer ist als die Restlaufzeit der Kredite (theoretisch).

Auch Immobilien Investments können spanned sein, hier mehr dazu im ersten Teil meines Überblicks: „Immobilien Investments mit p2p„.

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