News aus der P2P Welt

Lendix nennt sich nun „october“

Am 31. Oktober hat Lendix verkündet nun unter dem Namen october zu firmieren. Ich dachte zuerst, dass können sie nicht ernst meinen, aber sie meinen es ernst ;). Der CEO hat den Schritt dann in einer Email kommentiert. In Frankreich wurde der Weg für p2p scheinbar im Oktober 2014 durch eine Gesetzesänderung geebnet. Lendix wurde im Oktober gegründet. Man will sich von der Konkurrenz differenzieren) und wollte sich mit „LEND“ix nicht mehr weiter Schubladisieren lassen im Finanzbereich. Und zu guter Letzt meinte er noch, der Name müsse ja mit dem Produkt nichts zu tun haben, sehe man bei Apple… aja und october ist verständlich in vielen europäischen Sprachen. Ich fand Lendix eigentlich einen coolen Namen, aber dann verleihe ich halt Geld via october.

Peerberry gehört nicht mehr zur Aventus Group

Das mag ein alter Hug sein mittlerweile, aber ich möchte es trotzdem gerne kurz erwähnt haben. Ausra, CEO von Peerberry, bestätigte in einem Interview (so um 3m 15s), dass die Plattform an zwei Privatinvestoren (EU Bürger) verkauft wurde. Finde ich jetzt einen etwas komischen Move. Muss ja nichts Negatives sein, aber ich wüsste schon gerne warum. Ich sehe momentan noch davon ab mein Geld weiter zu transferieren.

Estateguru hat eine neue Webseite

Estateguru hat sich zum (bald) 5 jährigen bestehen einen neuen Web- und Markenauftritt gegönnt. Die Webseite ist noch nicht fehlerfrei und reagiert manchmal etwas behäbig. Das wird wohl in den nächsten Tagen noch verbessert. Schön ist, dass man nun eine bessere Übersicht hat zu seinen Krediten und generell mehr Informationen hat. Das ganze lenkt nun natürlich nicht davon ab, dass doch einige Kredite in Verzug und in Verwertung sind. Aber das liegt in der Natur der Sache. Abwicklungen dauern halt lange und türmen sich über die Jahre auf. Ich habe aktuell einen Kredit für den es nicht gut aussieht, mal sehen was hier passiert. Meine Rendite könnte einen Ausfall verkraften, aber wäre trotzdem unschön. Mal sehen wieviel Geld da noch kommt und vor allem wann.

Grupeer kündigt viele neue Kredite für November an

Grupeer ist aktuell ein Opfer seines Erfolgs. Grossartige Wachstumszahlen bei Neuinvestoren haben so langsam zu einem Austrocknen der Kreditverfügbarkeit geführt. Es kommen immer wieder einige neue, aber nicht genug für alle Investoren. Im November soll sich die Lage entspannen mit vielen neuen Krediten. Seien wir also gespannt, was Grupeer für uns bereit hält.

Haben wir die (p2p) Risiken im Griff?

Haben wir die Risiken beim p2p und / oder crowdlending im Griff? Diese Frage stelle ich mir immer mal wieder, denn die hohen Renditen, die Buyback Versprechen sowie die immer wiederkehrenden Platitüden von „Fintech“, „Finance 2.0“ und die meistens super einfachen Autoinvests…. wiegen mich teilweise in Sicherheit. Daher habe ich mal einige Plattformausfälle der kürzeren Vergangenheit zusammengetragen. Ich will damit niemandem den Spass am p2p oder der Anlage mit Buyback verderben. Es geht mir nur darum, die (durchaus) vorhandenen Risiken in Erinnerung zu rufen, damit man diese vor Augen hat, bevor man investiert oder während man seine Investments überwacht. Ein Ausfall eines Kreditvermittlers oder sogar einer ganzen Plattform sind keine Räubergeschichten, das hat es alles bereits gegeben und wird es wieder geben. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Collateral – eine üble Geschichte

Beginnen wir doch dort, wo p2p in Europa seinen Ursprung hat, nämlich Grossbritannien. Zopa, als erste Plattform in Europa nahm ihre Tätigkeit bereits vor 13 Jahren auf. Man sollte also davon ausgehen können, dass sich der p2p Markt dort bereits gut entwickelt hat und sich langsam der Kinderschuhe entledigt. Dachte ich auch, vorallem da die Regulierung in UK schon weit fortgeschritten erscheint und dem p2p Sektor wohlgesonnen ist. Und genau dort passiert es, Collateral geht unter und die englische Finanzmarktaufsicht FCA (vergleichbar mit BAFIN oder FINMA) macht keine gute Figur beim Handling. Hier gibt es eine spannende Diskussion zum chaotischen Verlauf…

Weitere Problemfälle…

Comunitae, eine Plattform aus Spanien geht durch einen Insiderbetrug in die Knie. Das Schweizer p2p/Fintech Aushängeschild Advanon hat mit einem massiven Betrugsfall alle Hände voll zu tun. Und im Reich der Mitte (oder sollen wir lieber vom Reich der Schattenbanken und so weiter reden), gibt es zahlreiche geprellte p2p Investoren. Nehmen wir dann noch den Eurocent Ausfall bei Mintos dazu, sehen wir, dass p2p Anlagen insgesamt doch sehr riskant sein können.

Was mich ehrlich gesagt noch etwas erstaunt ist die Tatsache, dass im Baltikum noch keine Plattform untergegangen ist (zumindest meines Wissens nicht). Erstaunlich erstens, da es dort viele junge p2p Plattformen gibt, und die sich zudem noch in einem eher unregulierten Raum bewegen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Geldwäscherei Skandal der Danske Bank in Estland dazu führen könnte, dass auch im p2p Markt härter durchgegriffen wird, oder genauer hingeschaut wird. Ich bin mir sicher, dass das Baltikum nun unter verstärkter Beobachtung der EU steht. Das wird auch den p2p Sektor treffen, auch wenn der Fall der Danske Bank höchstwahrscheinlich nichts mit p2p zu tun hat.

Schlussbemerkung

Wie gesagt, ich möchte hier niemandem die p2p Suppe versalzen, die Berichte zeigen aber meines Erachtens auf, dass die hohen Renditen mit hohen Risiken einher gehen. Wenn ein Kreditvermittler ausfällt, weil schlecht gewirtschaftet wurde, dann stösst mir das etwas sauer auf, aber damit muss man als Investor leben können, auch wenn es natürlich schmerzt. Es wird immer mal etwas passieren, wo man Geld verliert. Daher nichts investieren, was man nicht bereit ist zu verlieren. Bei Betrugsfällen könnte ich jedoch Kotzen, erstens weil es ein Verbrechen ist und zweitens weil in den meisten Fällen unsauber gearbeitet wurde und Kontrollen versagt haben (wenn solche überhaupt existierten). Ich glaube trotz allen genannten Problemen weiter an den p2p Sektor, sowie auch an das Baltikum als Standort, aber es wird eine Bereinigung stattfinden müssen.

Die Zinsen bei Mintos sind gefallen, was tun?

Diese Frage wurde mir von einem Leser gestellt, und ich versuche diese nun hier zu beantworten, da der Zinsrückgang bei Mintos wohl so einige betreffen wird (inklusive mir, der schon betroffen ist und cash auf dem Konto liegen hat). Also, erstmal ruhig durchatmen und die Situation analysieren. Paydaykredite und Mogo Auto Loans rentieren jetzt so um die 10 bis 11% wie es scheint. Also das ist zumindest das, was ich in den letzten Tagen beobachten konnte. Vor einigen Wochen sah es noch prekärer aus. Man hat jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder man arrangiert sich mit der Situation und kann damit leben einige Prozent Rendite abzugeben (10% ist immernoch sehr viel), da man im Gegenzug bei einer der etabliertesten p2p Buybackplattformen anlegt, welche mittlerweile schwarze Zahlen schreibt. Oder man sucht alternative Anlagemöglichkeiten. Einige Möglichkeiten (nicht abschliessend) stelle ich gerne kurz vor.

Peerberry hilft aktuell nur bedingt

Viele Investoren scheinen ihr Geld bereits zu Peerberry umgeschichtet zu haben. Meine Rückflüsse werden mit ein bis zwei Tagen Verzögerung aktuell noch reinvestiert. Alternativ kann man in ein Immobilienprojekt investieren, welches mit 11 Prozent verzinst wird. Ich erwarte hier aber eher noch eine Verschärfung der Kreditknappheit. Aber aktuell funktionierts noch ganz gut, hier geht’s zu Peerberry und ich führe euch zu einem älteren Peerberry post.

Grupeer zur Rettung?

Bei Grupeer kriegt ihr aktuell euer Geld zu 14 bis 15 Prozent unter und das bei Laufzeiten von einigen Monaten bis zu einem Jahr, mit monatlichen Zinszahlungen und Buyback versteht sich. Man hat bei Grupeer schon gesehen, dass die Kredite knapper wurden, aber die Plattform schafft es das Angebot zu erhöhen. Hier könnt ihr mehr über Grupeer lesen, oder direkt zur Plattform gehen. Ach ja, einen tollen Autoinvest gibt es auch 😉

Iuvo funktioniert bestens

Iuvo bietet attraktive Zinsen, aber der Buyback zahlt nur das Kapital zurück, nicht die aufgelaufenen Zinsen. Tönt etwas unattraktiv, muss es aber nicht sein, ich habe mal den Effekt genauer unter die Lupe genommen. Zudem bietet Iuvo einen 90 Euro Cashback, wenn man mindestens 2.5k Euro investiert (ab 1k gibt es 30 Euro), das würde im ersten Jahr für relativ viele Zinsausfälle entschädigen. Mehr dazu in obengenanntem Bericht. Der Autoinvest läuft übrigens auch tadellos.

Crowdestor hat gerade ein neues Projekt aufgeschaltet…

… welches 13 Prozent an Zinsen abwirft, und diese auch noch monatlich bezahlt. Das beste daran ist, dass die Zinsen ab dem ersten Tag des Investments bezahlt werden. Also auch wenn die Finanzierung etwas länger dauert, kann euch das egal sein. Alle vergangenen Crowdestor Projekte sind im Zahlungsplan oder haben bereits zurückgezahlt. Ich war ja zu Anfang nicht derart begeistert, aber meine Erfahrung mit der noch sehr jungen Plattform ist durchwegs positiv. Man erhält auch viele Detailinformationen zu den Projekten, was ich immer spannend finde. Hier geht es zu Crowdestor.

Bulkestate mit 17 Proezent Kredit, mit 3 Monaten Laufzeit

Bulkestate wird am Dienstag 28. August ein 800k grosses Zwischenfinanzierungsprojekt mit drei Monaten Laufzeit aufschalten. Bei grösseren Geboten liegen auch 2 Prozent extra drin, was dann 19% macht. Aber schaut es euch doch selbst an bei Bulkestate.

Es gibt natürlich noch weitaus mehr

Envestio ist eine relativ neue Plattform (und zahlt bei Anmeldung via vorangegangenem Link 0.5 Prozent Cashback für die ersten 9 Monate), mit der ich mich schon vor Monaten auseinandergesetzt habe und erst letzten Monat genügend Vertrauen gefasst hatte, um einen Test zu starten. Ich werde dieser Plattform bald einen separaten Post widmen (soviel vorab, es gibt enorme Zinsen, aber wohl auch ebenso grosse Risiken). Dann gibt es für Fortgeschrittene Anleger auch noch so eine Plattform, die nennt sich Bondora 😉 Ist natürlich sehr bekannt, da es die älteste p2p Plattform Kontinentaleuropas ist. Man kann dort einfach einen AI auswählen und investieren lassen oder man macht es manuell oder per API. Falls ihr dort anlegen wollt, nehmt euch bitte diese Infos zu herzen: Die Rendite sieht zu Anfang sensationell aus, mit der Zeit kommen einige Ausfälle hinzu und die erwartete Rendite sinkt. In dieser Situation solltet ihr eure laufenden Kredite nicht abstossen und liquidieren. Das führt meistens dazu, dass ihr weniger Rendite aus den guten Krediten holt und die schlechten Kredite zu billig verkauft, was in einem Verlust resultieren wird. Die bessere Variante ist das ganze laufen zu lassen, auch wenn es schwierig ist. Falls ihr manuell investiert, nur in Estnische Kredite investieren und nicht immer nur die mit den höchsten Zinsen nehmen. Für die ganz bequemen gibt es auch ein neues Produkt, welches sich go und grow nennt… ich bin noch immer kein grosser Fan der Plattform, aber vielleicht seht ihr das anders. Gibt übrigens mit diesem Link auch 5 Euro Startbonus.

Und zum Schluss..

Ich hoffe ich konnte euch einige Alternativen aufzeigen, was keine Aufforderung sein soll, das Geld von Mintos weiterzuverschieben. Ich bin kein Fan dieser hin und her Aktionen, zudem finde ich Mintos gerade für Einsteiger eine sehr gute Plattform. Und natürlich gibt es noch viel mehr Alternativen, ihr dürftet auf diesem Blog durchaus fündig werden.

Update zu Risiken mit Fremdwährungen

So, wie im Januar bereits angedroht, kommt nun das Quartalsupdate zu den Währungsentwicklungen. Der Euro ist über die ersten 3 Monate des ersten Quartals 2018 gegenüber den meisten Währungen im Vergleich erstarkt. Begründet liegt das wohl zum Einen in der gut laufenden Konjunktur in der Eurozone, der aktuellen politischen Stabilität in Europa sowie aber auch Unsicherheiten aus den USA (was den USD schwächt und andere Währungen zB EUR stärkt).

Ich habe wiederum die 10 Jahresperiode angeschaut, einfach ein Quartal nach vorne gerollt. Das heisst wir sehen nun hier die 10 Jahresperiode vom 31. März 2008 bis 30. März 2018 (der 31. März fiel auf einen Samstag, daher schliesst die Periode am Freitag). Es gab einige Veränderungen, welche ihr in der untenstehenden Grafik sehen könnt. Bitte beachtet, dass dies die jeweiligen Renditen der 10 Jahresperioden sind. Es wird also 31.12.2007 bis 30.12.2017 mit 31.03.2008 bis 30.03.2018 verglichen.

Quelle: Bloomberg / eigene Berechnungen

Wie ihr seht, konnte der Euro gegenüber dem Schweizer Franken, dem Britischen Pfund, dem Georgischen Lari sowie dem Australischen Dollar, teilweise beachtlich, zulegen. Gegenüber dem Polnischen Zloty und der Tschechischen Krone resultierten Verluste in der Vergleichsperiode. Aufgrund der Koppelung der Dänischen Krone an den Euro ist bei diesem Währungspaar keine Änderung eingetreten. Graphisch sieht dass dann so aus:

Quelle: Bloomberg/eigene Berechnungen (31.03.2008 – 30.03.2018)

Am eindrücklichsten sind natürlich die Bewegungen vom Euro gegenüber dem Schweizer Franken und dem Britischen Pfund. Während der Franken gegenüber dem Euro eingebüsst hat, ist das Pfund gegenüber dem Euro erstarkt. Pfundanlagen haben also gegen 8% an Wert gewonnen im verflossenen Quartal. Das hat sicherlich den einten oder anderen Euro Anleger in die Gewinnzone gebracht. Dies zeigt einfach schön, dass Währungen in nur wenigen Monaten locker zweistellig schwanken können. In Krisenzeiten können die Ausschläge natürlich noch heftiger ausfallen (siehe Jahrestabellen unten). Man sollte sich also daher zweimal überlegen, ob man wirklich Fremdwährungen ins Portfolio nehmen will. Es kann sich lohnen, aber auch nicht 😉 Im Sinne der Diversifikation wäre es natürlich angezeigt, auch etwas in den Währungen zu diversifizieren. Grossbritannien bietet da ja sehr viele Möglichkeiten im p2p Bereich. Schaut einfach, dass ihr keine zweite Collateral erwischt ;). Entschliesst man sich zum Währungswechsel, sollte man auf die Kosten achten. Die meisten Banken bieten relativ schlechte Wechselkurse. Meistens ist man mit Transferwise, Currencyfair (gibt 40 Euro Bonus für Neukunden, sofern mindestens 1K Euro getauscht werden, und mein Link genutzt wird) oder Revolut besser bedient.

Quelle: Bloomberg/eigene Darstellung; Jahresrenditen

und hier noch die anderen Währungen in tabellarischer Form:

Quelle: Bloomberg/eigene Darstellung; Jahresrenditen

Fazit

So, das wars mit einem kurzen Update zu den Währungen. Solltet ihr weitere Währungen wünschen, lasst es mich wissen. Ich nehme diese gerne in die Betrachtung auf. Das nächste Update folgt im Juli mit Daten per 30.06.2018. Entschuldigt bitte die lange Wartedauer seit meinem letzten Post, ich hatte mit technischen Unannehmlichkeiten zu kämpfen….

Insolvenz einer britischen p2p Plattform und weitere News

Heute gib es nur einige News aus der P2P Welt sowie Hinweise auf aktuelle Cashback Programme.

Collateral stellt den Betrieb ein

Diese Woche ist es passiert, Collateral war nicht mehr zu erreichen. Die Plattform scheint insolvent (?) zu sein und wird abgewickelt. Es scheint so, als ob die Plattform keine definitive Betriebserlaubnis erhalten hatte (von der FCA = Regulator in UK) als die temporäre Lizenz ausgelaufen ist. Scheinbar hat man dann trotzdem noch weitergemacht…. Auf jeden Fall werde ich die Geschichte detailliert aufrollen in den nächsten Wochen. Aktuell ist nicht viel zu machen, da ein Verwalter eingesetzt wurde, welcher jetzt die Geschichte abwickelt. Ich selber bin auch betroffener Anleger. Sofern die ausstehenden Kredite weiter bedient werden oder die Sicherheiten verwertet werden können, ist es möglich, dass die Anleger schadlos aus der Nummer rauskommen. Jetzt ist einfach Geduld gefragt, denn auch wenn es keine Verluste geben sollte, das Geld ist jetzt sicherlich Monate unereichbar. Es erstaunt mich, dass so etwas im europäischen Ursprungsmarkt Grossbritannien passiert. Das zeigt uns wieder einmal: Diversifikation ist alles, und kein Geld einsetzen, welches man kurzfristig braucht!

Viventor bietet 10 Euro Cashback

Ab sofort bietet Viventor Neukunden 10 Euro Cashback, sofern diese 500 Euro für mindestens 30 Tage anlegen. Solltet ihr via diesen Blog zu Viventor gelangt sein in den letzten Wochen, dann kommt ihr auch in den Genuss des Cashbacks, sobald 30 Tage vorbei sind bei euren Anlagen (sofern ihr mehr als 500 Euro angelegt habt). Neukunden können sich hier registrieren.

Currencyfair bietet aktuell 40 Euro Cashback bis zum 1. April

Solltet ihr Währungen tauschen wollen, bietet Currencyfair aktuell 40 Euro Cashback, wenn ihr mindestens 2k Euro wechseln wollt. Dies kann über mehrere Transaktionen geschehen. Bedingung ist einfach, dass ihr diesen Link zur Registrierung nutzt. Die Funktionsweise von Currencyfair könnt ihr hier nachlesen.

Estateguru neu auch mit spanischen Krediten

Vorletzte Woche wurde der erste spanische Kredit auf Estateguru platziert und gleich vollumfänglich investiert. Die Immobilie steht in Spanien, wurde aber von einer estnischen Firma belehnt. Ich denke daher nicht, dass wir allzuviele spanische Kredite sehen werden. Ich bleibe sowieso vorerst bei den baltischen Krediten, ausser es gibt „gute“ Finnen. Aktuell gibt es für Neuinvestoren noch 1% Cashback auf die Investitionen der ersten 3 Monate. Die Aktion endet sobald 11’000 Investoren bei Estateguru registriert sind, was in 2 bis 3 Wochen der Fall sein dürfte.

Was könnt ihr in den nächsten Wochen auf diesem Blog erwarten?

Ich werde bei vielen neueren Plattformen ein Fazit nach einem Jahr anlegen ziehen können (wie bei Robocash beispielsweise). Zudem kommen neue Plattformen dazu. Wie versprochen, werde ich versuchen die Collateral Insolvenz aufzuarbeiten. Und news gibt es immer wieder mal dazwischen. Möchtet ihr speziellere Themen behandelt haben? Lasst es mich wissen, ich bin immer auf Anregungen gespannt.

Wiedermal ein Kurzrückblick – es ist so einiges passiert

Estateguru ändert die Kreditstruktur nach Investitionsschluss

Ich hatte ja hier bereits über den ersten finnischen Kredit berichtet und meine Analyse dazu verlinkt. Nachdem der Kredit vollständig finanziert war, kam am Wochenende die Meldung, dass die Kreditstruktur angepasst wird. Ich dachte mir nur, dass kann doch nicht sein, dem habe ich nicht zugestimmt. Daher habe ich eine Email geschrieben, dass dies doch nicht geht. Mein Gebot wurde kurzerhand gelöscht, Estateguru hat meinen Kreditanteil übernommen. Eigentlich war das nicht die Meinung, denn ich hätte in den Kredit auch investiert, wenn diese Struktur klar gewesen wäre. Triin von Estateguru hat mir dann ausführlich erklärt, dass die Situation erst nach der Finanzierung des Projekts aufgetaucht ist, als man die letzten Vorbereitungen zu den Verträgen abschliessen wollte. Daher hat man entschieden weiterzumachen und die Investoren über den Umstand im Nachgang zu informieren. Objektiv betrachtet sehe ich die Vorgehensweise von Estateguru, denn die Situation der Investoren wird nicht wirklich schlechter durch die Strukturänderung (soweit ich das sehe). Subjektiv betrachtet passt es mir nicht, dass Projekte abgeändert werden können, nachdem ich geboten hatte. Glücklicherweise ist Estateguru in solchen Fällen kulant und lässt die Investoren raus. Ich frage mich nur, was passiert wäre, hätte ich einen grossen Kreditanteil… Ich werde auf jedenfall das Projekt weiterverfolgen, ich bin immernoch davon überzeugt, dass es gut kommt. Und das Estateguru an der Kommunikation arbeiten muss, ist ja nichts neues. Wer damit nicht umgehen kann, sollte die Finger von der Plattform lassen.

Im Statistikteil der Plattform sieht man nun, dass 2 Kredite im Status default sind und einer recovered wurde (es waren also bisher 3 Kredite die im Status ausgefallen waren.). Der Kapitalverlust steht immernoch bei 0, es ist also noch kein Investor zu schaden gekommen. Momentan hat es etwas mehr als 10’200 Investoren, bis dies 11’000 sind bietet Estateguru Neuinvestoren 1% Bonuszinsen auf alle Gebote während der ersten drei Monate. Um davon zu profitieren, meldet euch mit diesem Link an.

Mintos führt die Graceperiod ein

An sich ist das nichts neues, da die Kredite auch schon früher erst einige Tage (je nach Kreditvermittler) als verspätet gelistet wurden. Einen besonderen Status hatten die Kredite aber nicht, was jetzt geändert wurde. Im Geiste der Transparenz ist dies sicherlich ein Fortschritt. Ändert aber an der Tatsache nichts, dass für die Graceperiod keine Zinsen gezahlt werden ;). Die vielen Cashback Angebote machten auch bei der Darstellung der Kontenübersicht eine Anpassung notwendig. Neu weist Mintos die erhaltenen Boni in der Übersicht aus und deklariert diese im Kontoauszug nicht mehr als Deposit. In die Renditeberechnung fliessen diese aber glücklicherweise nicht ein (ja, wenn ihr aufgrund der Cashback Angebote sehr aktiv wart am Zweitmarkt, dann ist das ein Nachteil für euch). Man sollte der Renditeberechnung von Mintos aber ohnehin nicht zuviel Gewicht schenken und die Rendite nach XIRR berechnen in Excel.

Weitere Neuerungen bei den Anzeigeoptionen werden gerade implementiert, plus gibt es neu den ersten Kreditvermittler aus Südamerika (Kolumbien). Die Kredite sind leider in EUR gelisted, und nicht in USD.

V wie Viainvest oder doch besser Viventor?

Die Meldungen häufen sich, dass der autoinvest bei Viainvest die Gelder nicht mehr investiert. Es hat scheinbar einfach zu wenige Kredite. Schaut euch mal meinen aktuellen Artikel zu Viventor an, da gibt es genügend Kredite zu gleichen Kriterien wie bei Viainvest und das Ansässigkeitsformular für die Steuern habt ihr ja schon 😉 Neu brauchts keine Ansässigkeitsbestätigung mehr, nur noch Identifikationsdokument plus Wohnsitzbestätigung (= Stromrechnung oder Ähnliches. Ab jetzt gibt es 10 Euro Cashback, wenn ihr mindestens 500 Euro während 30 Tagen investiert. Registriert euch via diesem Link.

Brickowner

Ich habe ja das Entwicklungsprojekt von Brickowner bereits vorgestellt. Man kann dort übrigens auch ohne GBP Konto investieren und einfach per Kreditkarte zahlen. Warum ich immer nur auf ein Transferwise oder Revolut Konto hingewiesen habe? Ganz einfach: Will man das Geld nach Beendigung des Kredits wieder zurücküberweisen, fallen hohe Überweisungsspesen an, wenn man es sich auf sein Girokonto überweisen lässt. Dies nur so als Input am Rande.

Einige News aus der p2p Welt

Estateguru bietet neu auch Kredite für finnische Projekte an

Diese Woche kam mit EUR 1.65 Millionen das bislang grösste Projekt bei Estateguru auf die Plattform. Speziell an der Geschichte ist, dass es kein estnisches, sondern ein finnisches Projekt ist. Ich bin ja kein Fan von Auslandsexpansionen, aber diesem Kredit stehe ich eher positiv gegenüber. Ich habe meine Gedanken im p2p Kredite Forum festgehalten und werde dort weiterberichten, ob die Zahlungen pünktlich kommen.

Flender aktuell mit 4 offenen Krediten

Jetzt wäre wohl eine gute Gelegenheit um einzusteigen, man kann gleich 4 Kredite ins Portfolio aufnehmen. Es hat auch einige kleinere darunter, welche sich schnell füllen sollten. Bei grösseren Krediten konnte ich schon feststellen, dass diese früher geschlossen werden (zum Beispiel bei 40k von 100k) und dann in einer zweiten Tranche wieder auf die Plattform gestellt werden. Bis jetzt ist noch keiner Meiner Kredite eine Zahlung schuldig geblieben, es wurde immer pünktlich bezahlt. Hier geht’s zu Flender (aktuell mit 5% cashback).

Seedrs – Zweitmarkt wird weiter geöffnet

Als der Seedrs Zweitmarkt eingeführt wurde, konnte man nur Anteile von Firmen auf dem Zweitmarkt kaufen, in welche man selbst bereits investiert war. Seit heute kann man jegliche Anteile erwerben und so auch bei Projekten einsteigen, die man verpasst hat. Hierdurch werden die eher illiquiden Startup Aktien verkäuflicher. Es gibt jedoch keine Auf- oder Abschläge, es wird jeweils zum Fair Value (fairer Wert gemäss aktueller Bewertung, meistens die des letzten raises) verkauft und gekauft.

Brickowner – das Immobilienentwicklungsprojekt füllt sich stetig

Vor einigen Tagen habe ich euch ja von diesem Projekt berichtet.Brickowner Regen House project Aktuell sind bereits über 220k der benötigten 1.7 Mio GBP zugesagt worden. Ihr könnt euch also noch beteiligen, falls ihr wollt. Bezüglich der Fremdwährungsentwicklung habe ich hier etwas geschrieben im 10 Jahresvergleich. Für die GBP Überweisung nehmt ihr am besten das Transferwise borderless Konto, oder nutzt Revolut (als Investor mit Wohnsitz EU kriegt ihr ein personalisiertes GBP Konto bei beiden Anbietern, kostenlos. Für Schweizer geht das nur bei Transferwise). Currencyfair geht auch, aber ohne personalisiertes Konto.

Einfluss von Fremdwährungen auf die Rendite (aus Sicht EUR Anleger)

Heute geht es nicht um eine spezifische Plattform oder ein Projekt, sondern allgemeiner um den Einsatz und den Nutzen von Fremdwährungen im Anlagebereich. Gerade Mintos bietet hier eine enorme Vielfalt an investierbaren Währungen an. Ich habe weiter unten die Entwicklung einiger Fremdwährungen zum Euro über die letzten 10 Jahre festgehalten. Es ist also eine Betrachtung eines EURO-Anlegers, welcher in verschiedene Währungen investiert hat.

Warum in Fremdwährungen investieren?

Das kann viele Gründe haben, aber die meisten Leute, welche sich in eine andere Währung stürzen tun das wohl, um von einer höheren Verzinsung zu profitieren. Höhere Coupons scheinen einfach attraktiv. Wer möchte nicht in 5% Anleihen investieren, wenn es auf dem Heimmarkt nur noch 1% gibt (der Einfachheit halber setzte ich hier Coupon = Verfallsrendite, was jedoch nur stimmt, wenn die Anleihe bei 100% Kurs steht)? So einfach ist es aber auch nicht. Die 4% Differenz (5 – 1%) gibt es natürlich nicht ohne Risiko, nämlich dem Wechselkursrisiko, welches ihr dann eingeht. Es kann ganz schnell gehen, und der 4% Zinsvorteil kann sich schnell in Luft auflösen (meistens ist es so, dass sich höherverzinste Währungen abschwächen aufgrund höherer Inflationserwartung etc), oder ihr habt Glück und die Fremdwährung gewinnt gegenüber eurer Währung sogar noch an Wert. Man weiss es nie im Voraus! Zudem müsst ihr euch bewusst sein, dass jeder Währungswechsel Kosten verursacht, welche eure Rendite schmälern. Daher solltet ihr die Wechselkurse genau studieren. Meistens lohnen sich Transferwise, Currencyfair und/oder Revolut.

Wie verliefen die letzten 10 Jahre?

Quelle Bloomberg / eigene Darstellung, monatliche Kurse (31.12.07 bis 29.12.17), indexiert

In den letzten 10 Jahren haben wir einige Krisen gesehen (Finanzkrise, Euro-Schuldenkrise etc.). Daher herrschte bei den Währungen rege Bewegung. Schlussendlich bin ich trotzdem erstaunt, wiviele einigermassen stabile Währungspaare es doch gab, auch wenn mit Ausreissern. Unten seht ihr eine Graphik mit den Währungsentwicklungen von 7 Währungen zum Euro über die letzten 10 Jahre (31.12.2007 bis 29.12.2017). Weiter unten habe ich euch dann in tabellarischer Form noch die einzelnen Jahresrenditen aufgelistet.

Ihr seht also, hättet ihr eure Euro vor 10 Jahren in Schweizer Franken angelegt, hättet ihr über 40 Prozent Rendite gemacht. Gut, dass ist natürlich das Extrembeispiel. Gegen den sicheren Hafen CHF, hatten die meisten Währungen kein Brot während der letzten 10 Jahre. Die Graphik veranschaulicht aber auch, dass es mitunter grobe Kursausschläge gab. Über die Jahre relativiert sich das Ganze aber meistens wieder.

Ein genauerer Blick

Quelle Bloomberg / eigene Berechnungen, jährliche Renditen

Ich beginne mit der Tabelle unten. Ein Euro-Anläger hätte also mit einer Anlage in CHF profitiert, aber mit Anlagen in Britischen Pfund oder Polnischen Zloty das Nachsehen gehabt, auf eine 10 Jahresfrist natürlich. Und, ganz wichtig, hier sind keine Anlagerenditen miteinbezogen. Hättet ihr 10 Jahre lang bei p2p mit nur 5 Prozent angelegt, dann hättet ihr auch in den negativ tendierenden Währungen ordentlich profitiert. Bei 10 Prozent Verzinsung um so mehr, wenn man wirklich 10 Jahre durchgehalten, und reinvestiert hätte. Aber auch ohne Reinvestition hätte man gut verdient. Ihr seht, es sind eigentlich nur ein bis zwei Ausreisserjahre, welche die Ergebnisse massiv beinflusst haben.

Von den nächsten vier Währungen hat nur die Anlage in Georgische Lari negativ rentiert. Ein etwas spezieller Fall stellt die Dänische Krone dar. Man sieht dort nur jeweils minimale Abweichungen vom jährlichen Wechselkurs. Das ist damit begründet, dass die Dänische Nationalbank eingreift, und ein Wechselkursregime betreibt.

Quelle Bloomberg / eigene Berechnungen, jährliche Renditen

Fazit

Anlagen in Fremdwährungen können also durchaus lohnenswert sein, jedoch auch gleichermassen riskant. Wer die Schwankungen nicht ertragen kann, sollte im Euro bleiben, es gibt ja genügend Anlagemöglichkeiten. Ich werde die Daten künftig Quartalsweise nachziehen. Falls ihr weitere Währungen in der Übersicht wünscht, lasst es mich wissen. Und nochmals: In den Berechnungen sind keine Anlagerenditen enthalten. Das heisst, hätte man während 10 Jahren auch nur 2.5% jedes Jahr an Rendite erhalten, hätte man in keiner Währung Verluste erlitten! Das soll nicht als Anlageempfehlung verstanden werden, sondern nur als Entscheidungsgrundlage dienen.

Den P2P Hero Newsletter abonnieren

Top 10 p2p Plattformen (2. Teil)

Und nun folgt wie angekündigt der zweite Teil meiner Top 10 mit den Plätzen 6 bis 10 (zu den Plätzen 1 bis 5). Ein Grund für die Aufteilung in 2 Posts war übrigens auch, dass mein erster Post relativ lange wurde (circa 850 Wörter), stellt euch vor, der zweite Teil wäre auch so lange, dann hättet ihr gegen 1’700 Wörter lesen «dürfen». Das wäre für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten gewesen 😉

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
6Viainvest11.93%Viainvest
7Linked Finance9.63%Linked Finance
8Lendix6.97%Lendix
9Marketlend12.23%Marketlend
10DoFinance12.02%DoFinance

Viainvest

Viainvest verliert einen Platz und rutscht nun in die unteren Plätze. Einerseits ist das damit begründet, dass die spanischen Kredite nunmehr mit 10% (anstatt 12%) verzinst werden. Ich weiss ehrlichgesagt nicht, ob das einfach ein Test ist um zu schauen wie weit man runter gehen kann mit den Zinsen, oder ob das mit vielen Ausfällen im spanischen Raum zu tun hat (mehr Ausfälle = mehr Kapital wird gebraucht um die Verluste zu decken -> Erhöhung der Marge?). Das ist aber nur Spekulation. Andererseits ist meine Cashquote etwas angestiegen, was mich natürlich nicht freut. Schlussendlich scheint mir Viainvest eine stabile Plattform zu sein, mit einer solventen Trägerschaft (Via SMS Group).

Linked Finance

Die irische Plattform Linked Finance klettert 3 Ränge nach oben und belegt nunmehr den 7. Rang. Die Gründe: Ich bin jetzt dann ein Jahr dabei und habe noch keinen Ausfall erlebt im Portfolio. Einmal kam es bei einem Kredit zu einer Verzögerung von etwa einer Woche. Am ersten Tag der Überfälligkeit wurde ich bereits von Linked Finance darüber informiert und es wurde der Kontakt mit dem Schuldner gesucht. Nach wenigen Tagen kam dann die Zahlung und seither zahlen alle Kredite wieder pünktlich. Die irischen Plattformen (siehe auch Flender) scheinen die Sache im Griff zu haben. Es gibt viele neue Kredite, in die man meistens nur per Autoinvest investieren kann, da sie sehr schnell gefüllt sind. Es scheint also zu Laufen, was mich freut.

Lendix

Auch die französische Plattform Lendix scheint ihre Kreditprüfung im Griff zu haben. Ich bin jetzt über ein Jahr dabei und es ist weder zu einer Verzögerung noch zu einem Ausfall gekommen. Der Support arbeitet hervorragend. Die Zinsen waren schon immer eher tief im Vergleich mit den baltischen p2p Plattformen. Lendix Kredite sind eher mit Unternehmensanleihen zu vergleichen, aus meiner Sicht. Daher spielt mir der niedrigere Zinssatz nicht so eine Rolle. In letzter Zeit konnte ich beobachten, dass für Neukredite die Zinsen gesunken sind. Zudem wurden erst vor einigen Tagen 2 meiner Kredite vorzeitig zurückgezahlt (immerhin habe ich 2% Bonuszinsen erhalten). Ich denke, die Kreditnehmer konnten sich anderweitig zu besseren Konditionen refinanzieren. Daher werden wir wohl keinen steigenden Zinsen sehen. Ich habe auch zum ersten Mal in einen spanischen Kredit investiert, ich hoffe das geht gut 😉

Marketlend

Meine einzige Plattform aus Down Under stimmt mich glücklich. Jeweils am 5. jedes Monats ist Zahltag und es wurde noch keine Zahlung verpasst. Daher habe ich mein Engagement ausgebaut. Mittlerweile kriegt man beim Transferwise Borderless Account auch einen personalisierten Account mit Australischen Dollars (AUD), was die Überweisungen viel einfacher macht. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

DoFinance

Die, vom Handling her, doch etwas speziellere Plattform DoFinance macht seine Sache gut. Ich werde jeweils benachrichtigt, wenn Geld zurückgezahlt wurde und kann das neu Anlegen. Vielmehr gibt es dazu nicht zu sagen, aber die Plattform samt dahinterstehenden Kreditvermittler gibt es auch noch nicht so lange. Denkt daran, wenn ihr dort investiert. Und auch nicht vergessen, dass ihr unter Umständen keine Zinsen kriegt, solltet ihr das Geld vorzeitig «kündigen».

Es gibt noch weitere Plattformen, welche ich in Erwägung gezogen habe für die Top 10. Da wäre Flender zum Beispiel, wo ich auch noch keinen Verzug erlebt habe. Nur ist der Dealflow etwas zu wenig und die Finanzierungsdauer der Projekte enorm. Wenn sich das bessert, kann ich mir auch Flender in der Top 10 vorstellen. Peerberry macht auch einen soliden Eindruck, aber ist mir einfach noch zu kurz am Markt für die Top 10. Iuvo ist auch nicht von schlechten Eltern, und schafft es knapp nicht in die Top 10.

So, das war’s mit dem zweiten Teil der Top 10. Ich hoffe, ihr konntet etwas Interessantes darin finden

Meine Top 10 Plattformen per 31.12.2017 (Teil 1)

Es ist wieder so weit, das Top 10 Ranking meiner p2p Plattformen ist da. Eigentlich wollte ich es schon Anfang Januar veröffentlichen, aber hey, auch ein Held braucht mal eine Pause ;). Wie gesagt, die Rangierung ist meine persönliche Meinung (ihr dürft gerne eine andere haben). Auf meine Entscheidung haben viele Faktoren einen Einfluss und ich bin nicht primär auf die Rendite fokussiert. Dies ist die letzte Übersicht in diesem Rahmen, ich werde das Layout anpassen, sowie ein Scoringmodel entwickeln, wo die einzelnen (vordefinierten) Faktoren (gewichtet) Einfluss auf die Gesamtbeurteilung haben werden. Eine Neuerung gibt es aber schon: Ich werde die Top 10 in zwei Beiträge splitten und zuerst Platz 1 bis 5 verkünden. Die Plätze 6 bis 10 findet ihr hier.

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
1Mintos17.23%Mintos
2Grupeer13.91%Grupeer
3Robocash12.88%Robocash
4Lenndy13.17%Lenndy
5Estateguru10.47%Estateguru

Mintos

Mintos hat es gepackt und ist meiner Meinung nach momentan die beste p2p Plattform (und hat sich von Rang 4 auf 1 verbessert). Da kann auch der Eurocent Trubel nichts daran ändern. Es gibt aktuell keine Plattform die ein gleiches Kreditvolumen anbieten kann. Zudem wurden wir im Dezember mit einer Cashback Aktion von bis zu 5% verwöhnt, auch aktuell (bis zum 17. Februar) läuft ein Cashback (mit wieder bis zu 5%) auf langlaufende Mogo Autokredite. Die Anlage bei Mintos ist aktuell somit sehr lukrativ.

Den P2P Hero Newsletter abonnieren

Ich gebe auch zu beachten, dass solche Aktionen hohe Kosten verursachen. Ich nehme an, die Kreditvermittler und Mintos teilen sich diese, ich weiss es aber nicht. Das ganze wirkt sich natürlich auf die Profitabilität von Mintos aus, somit bin ich auf die Zahlen gespannt. Mir scheint Mintos betreibt momentan Wachstum zu jedem Preis, das wiederum muss nicht nur positiv sein. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass Mintos gar nie profitabel sein wird (oder arbeiten muss), denn für die Besitzer bietet die Plattform eine optimale Finanzierungsquelle. Ich werde meine Gedanken hierzu in einem separaten Post bald etwas ausführlicher darstellen. Nichts desto trotz führt momentan irgendwie kein Weg an Mintos vorbei.

Grupeer

Keine Veränderung auf dem 2. Platz gegenüber Mitte 2017. Grupeer wird meines Erachtens immer noch zu wenig wahrgenommen, also quasi noch ein Geheimtipp. Es gibt meistens 14% Zinsen, teilweise noch 1% Cashback obendrauf. Man hat auch ein neues Produkt entwickelt (russische KMU Kredite) und erfolgreich lanciert. Man hat das Geschäft aber noch nicht ausgeweitet, da man sich momentan darauf konzentriert die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, bevor man weiterwachsen will. Das macht Sinn und dient einer langfristigen Orientierung. Daher kann ich auch darüber hinweg schauen, dass es bisher keinen Autoinvest gibt. Die wenigen Kreditrückzahlungsdaten kann man sich im Kalender notieren und sollte ein Kredit vorzeitig zurückzahlen, wird man per Email benachrichtigt. Daher halb so wild.

Robocash

Tja, der Roboter verliert 2 Plätze und krallt sich dennoch Bronze. Zeitenweise waren einfach zu wenig Kredite verfügbar, womit dann viel Kapital rumlag. Mittlerweile sieht die Sache wieder besser aus. Ganz einfach war auch die Handhabung nicht, wenn man etwas am Portfolio verändert hat, da musste man dann manuell rumschieben. Sollte man aus Versehen den Auszahlungsmechanismus aktiviert haben, konnte es sein, dass man Zinserträge (ab EUR 50) ungewollt ausbezahlt gekriegt hat. Zu guter Letzt gab es auch Abzug für die Ankündigung, dass man für die ersten 1000 Investoren ein spezielles Goody machen wird und passiert ist bis heute nichts. Es ist mir schon klar, dass es besser ist, wenn man sich auf die Kreditverfügbarkeit konzentriert, aber eben, versprochen ist versprochen 😉 (auch wenn ich gut ohne Goody mit 14% Zinsen leben kann).

Lenndy

Auch Lenndy hat einen Platz eingebüsst, befindet sich aber auf dem immer noch guten 4. Platz. Die Zinsen sind in der letzten Zeit rückläufig und tendieren um die 12 bis 13% je nach Laufzeit. Man wollte den Investoren schon lange SEPA Überweisungen auf ein Bankkonto anbieten, aber das konnte bis jetzt noch nicht umgesetzt werden (aufgrund fehlender IT Ressourcen). Daher bleibt den Investoren immer noch nur der Umweg via Paysera (wobei ich Paysera wirklich gut finde als Zahlungsdienstleister). Scheinbar ist es bei Paysera 2017 zu einigen Fehlern gekommen, wodurch der CEO seinen Hut nehmen musste. Das hat nichts mit Lenndy direkt zu tun (unsere Einlagen waren immer sicher), aber sollte man wissen. Positiv ist die Kreditverfügbarkeit seitens Lenndy, sowie das Verhalten der Plattform bei verspäteten Projekten (es gibt dort immer Status updates).

Estateguru

Estateguru macht einen Platz gut und stösst so neu in die Top 5 vor (als einzige «echte» p2p Plattform). Das Kreditvolumen hat sich spürbar vergrössert, und die Zinsen sind mehr oder weniger stabil geblieben. Man hat auch ein Informationssystem geschaffen, welches jetzt die Aktionen zeigt, welche ergriffen werden, sollte ein Kredit überfällig werden. Hier gibt es aber noch viel zu tun, denn es sieht teilweise so aus, dass nichts geschieht, obwohl etwas passieren sollte. Auch gibt es Kredite, welche länger als 45 Tage überfällig sind, aber nicht in der Ausfallstatistik aufgeführt werden. Man konnte jedoch an diesem Kredit sehen, dass eine Verwertung bei einem Ausfall möglich ist. Nach nur 7 Tagen auf einer Auktionsplattform konnte die Geschichte abgewickelt werden und die Investoren blieben schadlos. Das stimmt mich positiv, da es garantiert nicht der einzige Kredite bleiben wird, welcher «Zwangsversteigert» werden muss. Mal sehen was die nächsten Monate so bringen.

Die Plätze 6 bis 10 werden in den nächsten Tagen folgen.