Crowdestor wartet mit einer Serie an Projekten auf

Im Februar hatte ich ja bereits das erste Mal über Crowdestor und sein Tesla Projekt berichtet. Ich hatte damals ja einige Fragen, auch bezüglich der Teslas. Hier hat mich jemand belehrt, dass in Estland Teslas hoch im Kurs sind und in der estnischen Version von Uber (Taxify) extra ein Tesla Button eingebaut ist. Mit diesem lässt sich ein Tesla als Taxi bestellen 😉 Ich lerne ja gerne dazu, aber noch wichtiger für mich ist, dass die Projekte auch zahlen. Beim Tesla Projekt ist dies der Fall. Gemäss Aussage der Plattform zahlen auch alle anderen Projekte brav zurück, wobei einige bereits komplett zurückgezahlt wurden.

Bis jetzt hat Crowdestor Wort gehalten und Projekte in den Bereichen gebracht, welche angekündigt wurden. Leider sind in den letzten Monaten erst eine handvoll von Projekten auf der Plattform gestartet, aber das wird in den nächsten Tagen besser. Die Projekte dauern aktuell relativ lange bis sie voll finanziert sind. Das spielt aber keine Rolle für die Investoren, denn die Verzinsung des Kapitals beginnt schon mit der Abgabe des Gebots. Die Zinsen werden auch gezahlt, falls das Projekt nicht zu Stande kommt (zu geringe Finanzierung). Das finde ich sehr fair von Crowdestor, aber machen wir uns nichts vor: In diesem Stadium ist es schwierig Projekte zu finanzieren und daher müssen wohl auch solche Massnahmen ergriffen werden. Und natürlich, was uns Investoren besonders freut, hohe Zinsen gezahlt werden 😉

Ein Start up, eine Immobilie und ein Berliner Restaurant (und mehr)

Aktuell ist Leben in Crowdestor gekommen. Ein Fashion Startup, namens INCH2, braucht einen Kredit zur Stärkung der liquiden Mittel. Die Projektfinanzierung läuft schon einige Tage, aber es werden noch etwa 60k Euro gesucht. Zinsen sind mit mindestens 17 Prozent schon relativ hoch, aber Start ups sind halt eine eher riskantere Angelegenheit. Dafür gibt es aber auch eine Erfolgsbeteiligung, falls der Umsatz des Unternehmens 2019 höher als 5 Millionen Euro ausfällt. Für jede 5 Millionen übersteigende Million gibt es ein zusätzliches Prozent an Zins. Bei 8 Millionen gibt es also 17 Prozent (Basiszinssatz) plus 3 Prozent (8m – 5m = 3m). Total also 20 Prozent. Ein ordentlicher Batzen. Am Dienstag 6. November um 18.00 sollte ein Immobilienprojekt in die Finanzierung starten. Das Gebäude befindet sich in Riga, wird mit 12 Prozent verzinst und läuft während 9 Monaten. Und eine Woche später wird das Restaurant the catch in Berlin in die Finanzierung gehen. 18 Prozent werden während 18 Monaten gezahlt, gesucht werden 100k Euro. Finde ich noch speziell hier ein deutsches Projekt zu sehen. Leider hat es noch nicht mehr Infos darüber auf der Webseite. Ich weiss auch nicht, ob ich das wirklich gut finden soll. Die meisten deutschen p2p Plattformen haben ja mit langen Verspätungen und Ausfällen zu kämpfen.

Crowdestor Restaurant Projekt
Restaurant Projekt in Berlin

Es sieht also so aus, als ob die Plattform fahrt aufgenommen hat. Zudem sollen in den nächsten zwei Wochen noch mindestens zwei weitere Projekte auf der Plattform erscheinen, von denen ist aber leider noch nichts bekannt. Hier geht es zu Crowdestor.

News aus der P2P Welt

Lendix nennt sich nun „october“

Am 31. Oktober hat Lendix verkündet nun unter dem Namen october zu firmieren. Ich dachte zuerst, dass können sie nicht ernst meinen, aber sie meinen es ernst ;). Der CEO hat den Schritt dann in einer Email kommentiert. In Frankreich wurde der Weg für p2p scheinbar im Oktober 2014 durch eine Gesetzesänderung geebnet. Lendix wurde im Oktober gegründet. Man will sich von der Konkurrenz differenzieren) und wollte sich mit „LEND“ix nicht mehr weiter Schubladisieren lassen im Finanzbereich. Und zu guter Letzt meinte er noch, der Name müsse ja mit dem Produkt nichts zu tun haben, sehe man bei Apple… aja und october ist verständlich in vielen europäischen Sprachen. Ich fand Lendix eigentlich einen coolen Namen, aber dann verleihe ich halt Geld via october.

Peerberry gehört nicht mehr zur Aventus Group

Das mag ein alter Hug sein mittlerweile, aber ich möchte es trotzdem gerne kurz erwähnt haben. Ausra, CEO von Peerberry, bestätigte in einem Interview (so um 3m 15s), dass die Plattform an zwei Privatinvestoren (EU Bürger) verkauft wurde. Finde ich jetzt einen etwas komischen Move. Muss ja nichts Negatives sein, aber ich wüsste schon gerne warum. Ich sehe momentan noch davon ab mein Geld weiter zu transferieren.

Estateguru hat eine neue Webseite

Estateguru hat sich zum (bald) 5 jährigen bestehen einen neuen Web- und Markenauftritt gegönnt. Die Webseite ist noch nicht fehlerfrei und reagiert manchmal etwas behäbig. Das wird wohl in den nächsten Tagen noch verbessert. Schön ist, dass man nun eine bessere Übersicht hat zu seinen Krediten und generell mehr Informationen hat. Das ganze lenkt nun natürlich nicht davon ab, dass doch einige Kredite in Verzug und in Verwertung sind. Aber das liegt in der Natur der Sache. Abwicklungen dauern halt lange und türmen sich über die Jahre auf. Ich habe aktuell einen Kredit für den es nicht gut aussieht, mal sehen was hier passiert. Meine Rendite könnte einen Ausfall verkraften, aber wäre trotzdem unschön. Mal sehen wieviel Geld da noch kommt und vor allem wann.

Grupeer kündigt viele neue Kredite für November an

Grupeer ist aktuell ein Opfer seines Erfolgs. Grossartige Wachstumszahlen bei Neuinvestoren haben so langsam zu einem Austrocknen der Kreditverfügbarkeit geführt. Es kommen immer wieder einige neue, aber nicht genug für alle Investoren. Im November soll sich die Lage entspannen mit vielen neuen Krediten. Seien wir also gespannt, was Grupeer für uns bereit hält.

Bondora Go and Grow schlägt jedes Tagesgeld (detaillierte Erklärung)

Letzthin habe ich in meinem Bondora Update auch das Go and Grow (Tagesgeldkonto) erwähnt, und es wohl nicht detailliert genug erklärt. Das schliesse ich jedenfalls aus den erhaltenen Rückfragen. Daher habe ich mich entschieden eine Anleitung zur Verfügung zu stellen.

Grundsätzliches zum Go & Grow Angebot

Das Bondora Go and Grow „Konto“ wird mit 6.75% pro Jahr verzinst, man erhält tägliche Zinsgutschriften. Die täglichen Zinsgutschriften fallen auf Tagesbasis etwas geringer aus als die Berechnung von 6.75%/365 ergeben würde. Dies ist damit begründet, dass bei den 6.75 Prozent der Zinseszinseffekt einberechnet wurde. Nach einem Jahr hat man aber 6.75% erwirtschaftet. Ich habe mir den Sachverhalt extra nocmals vom Support bestätigen lassen. An einer Stelle habe ich auch gelesen, dass die Zinsen bis zu 6.75 Prozent betragen, das würde ja Raum für Spekulation lassen, dass die Zinsen ja auch tiefer ausfallen könnten. Auch hier wurde die obige Handhabe bestätigt.
Das Geld ist bei Go&Grow jederzeit verfügbar, inklusive Zinsen. Ihr könnt es am Morgen auszahlen lassen (und so noch die Zinsen vom vorherigen Tag mitnehmen 😉 ) und solltet es Nachmittags oder spätestens am nächsten Werktag auf dem Konto haben. Habt ihr mit Kreditkarte eingezahlt, könnt ihr es auch dorthin wieder gutschreiben lassen. Steuerlich sollen die Zinsen erst bei Auszahlung zu versteuern sein gemäss Bondora. Das glaube ich nicht wirklich und wird wohl auch nicht auf jedes Land zutreffen (wenn überhaupt).

Registrierung und Einstellungen

Wenn ihr neu seid bei Bondora, registriert euch via diesem Link und erhaltet 5 Euro Startbonus (auch gültig für Go and Grow). Falls ihr schon registriert seid (oder nach der Anmeldung), klickt ihr im Dashboard auf go and grow und beginnt so das Konto einzurichten (ihr könnt mehrere Dienstleistungen gleichzeitig nutzen, dazu später mehr). Zuerst werdet ihr nach dem Grund gefragt, wofür ihr das Konto einrichten wollt (siehe Bild unten). Ihr könnt angeben, was ihr wollt, das hat überhaupt keinen Einfluss. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass diese Info für Bondora zur Analyse genutzt werden könnte.

Bondora go and grow spargrund
Schritt 1: Angabe des Sparzwecks

Danach könnt ihr euch ein Szenario „basteln“ mit einem fiktiven Startbetrag, monatlichen Zuzahlungen und dem Investitionszeitraum.

Bondora go and grow sparplan
Schritt 2: Sparplan erstellen
Auch diese Angaben beeinflussen eigentlich nichts. Einzig wird euch später in der Übersicht angezeigt, ob ihr auf gutem Weg seid mit eurem Sparziel oder nicht. Ist ja egal, 6.75 Prozent Zins kriegt ihr in jedem Fall jährlich, ob bei 100 oder 100k Euro. Vielleicht (ziemlich sicher) kommen auch Erinnerungen von Bondora, solltet ihr eurem Ziel hinterher hinken ;). Hier finde ich die Sache etwas zu fest aufgebauscht für eine grundsätzlich normale Kontolösung. Aber egal, ich spiele noch gerne solche Szenarien durch und es gibt einen guten Eindruck davon, was erreichbar ist mit dem go and grow.

Einzahlung und Auszahlung

Euer go and grow Konto ist nun bereit um mit Geld gefüttert zu werden. Klickt auf Geld einzahlen (siehe Screenshot unten). Euch werden dann verschiedene Optionen geboten. Direkt vom Bondora Account, falls ihr einen anderen Service bereits nutzt, SEPA, SOFORT, Transferwise und Kreditkarte. Am besten nutzt ihr SEPA, macht also eine normale Banküberweisung. Das geht schnell und ist kostenlos. Als Verwendungszweck müsst ihr folgendes angeben: Vorname Nachame, Bondora Refernz, Go and Grow Referenz. In meinem Fall sieht das dann etwa so aus: P2P Hero, 1234567, GG12345. Die Angaben findet ihr aber auch, wenn ihr auf SEPA klickt beim Einzahlen. Eine Auszahlung kann via dem Zahnrad angefordert werden, Kostenpunkt ist 1 Euro. Dort könnt ihr auch die Einstellungen ändern. Falls ihr bereits ein Portfolio bei Bondora habt, dann könnt ihr euch auch ein Angebot von Bondora machen lassen, für den Verkauf des Portfolios und Übertragung ins go and grow. Das ist aber nicht rückgängig zu machen. Ausserdem ist es möglich alle künftigen Eingänge aus Bondora Dienstleistungen direkt aufs go and grow zu erhalten.

Wie bei go and grow einzahlen Bondora
Schritt 3: Geld einzahlen

Wie sicher ist Go and Grow?

Schlussendlich hängt das ganz alleine von Bondora ab. Die Plattform ist mittlerweile doch bald 10 jährig und hat auch schon eine Rezession durchgestanden. Es handelt sich wohl am ehesten um ein langsam erwachsenwerdendes Startup. Wieviel Liquidität da verfügbar ist, wenn viele Leute gleichzeitig eine Rückzahlung anfordern, weiss ich auch nicht. Schlussendlich ist Bondora keine Bank, und 6.75 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld sind etwa das 20ig Fache, was ein durchschnittles Tagesgeldkonto bei einer Bank bezahlt. DKB zahlt glaube ich 0.2 Prozent, das heisst, Bondora zahlt in einem Monat mehr als die DKB in einem Jahr. Das zeigt sicherlich die Relation auf. Daher würde ich go and grow nur als Ergänzung zum Parken von Liqudität sehen und nicht als Alternative zum Tagesgeldkonto. Wahrscheinlich werden die Zinsen beim go and grow in Zukunft auch sinken, sobald die Dienstleistung einmal etabliert ist. Falls ihr noch nicht Investor bei Bondora seid, dann nutzt diesen Link und sichert euch 5 Euro Startbonus.

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