Reinvest 24 – in Renditeliegenschaften im Baltikum investieren

Mit Reinvest24 stelle ich euch heute eine relativ neue Plattform aus Estland wie angekündigt näher vor. Auf die Plattform bin ich während ihres Softlaunchs im Sommer gestossen. Damals war noch nicht allzuviel los dort, was sich aber nun ändert.

Grundlegende Informationen

Reinvest24 wurde von einigen Experten aus den Bereichen IT, Finance und Immobilien 2018 in Estland gegründet und hat ihren Sitz in Talinn. Nach eigenen Angaben verfügt das Team über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Bereich der Immobilienentwicklung. Zuerst hat das Team die Immobilienprojekte im privaten Kreis entwickelt, verwaltet und verkauft. Da die Anzahl der realisierbaren Projekte jedoch die verfügbaren Mittel überstieg, gründete man Reinvest24 und ermöglicht nun Privatanlegern (ab einem Betrag von 100 Euro) bei diesen Projekten zu partizipieren. Das spannende an der Geschichte sind nicht nur die Renditen, sondern auch die Art der Investments. Bei den meisten Projekten wird man quasi Anteilseigner einer Immobilie und erhält monatlich die Mieteinnahmen ausbezahlt. Zudem partizipiert man an der Wertveränderung der Immobilie (diese werden periodisch neu bewertet). Künftig kann man seine Anteile am Sekundärmarkt mit Ab- oder Aufschlag verkaufen und so die Wertsteigerung sichern (gehen wir mal davon aus, dass die Preise steigen ;)). Der Fokus der Plattform liegt jedoch auf Halten und Verwalten der Projekte.

Aktuelle und vergangene Projekte

Aktuell sind zwei Projekte zur Investition verfügbar (die Einzelheiten könnt ihr den detaillierten Projektbeschrieben entnehmen auf der Seite), eines mit einem fixen Zinssatz (14% jährlich, Laufzeit 9 Monate). Dieses Angebot wurde aufgeschaltet um neuen Investoren ein breiteres Angebot bieten zu können. Das zweite Angebot besteht aus einem sich in Teilsanierung befindlichen Mietshaus an guter Lage in Talinn, welches bereits Mieteinnahmen generiert (hier bin ich bereits dabei, sowie beim „Crypto Hotel“). Auf solche Projekte legt die Plattform, wie bereits gesagt, ihren Fokus. Bei guten Gelegenheiten werden jedoch auch andere Varianten aufgeschaltet.

Wenn ihr euch die Properties Seite anschaut, dann stellt ihr fest, dass auch bereits 2 Projekte mit “exited” bezeichnet werden. Das heisst die Immobilien wurden bereits verkauft. Diese Projekte waren jedoch nie öffentlich zugänglich, sondern nur dem Team zu Testzwecken der Plattform vorbehalten. In Zukunft wird es nur begrenzt solche exits geben, und vor allem haben die Anteilseigner auch ein Wörtchen mitzureden.

Gebühren für den Anleger

Pro 100 Euro, welche ihr investiert, erwerbt ihr eine gewisse Anzahl an Anteilen einer Immobilie. Dazu muss noch gesagt werden, dass beim Investment jeweils 2 Prozent der Anlagesumme als Gebühren abgezwackt werden (gilt auch für Käufe auf dem Sekundärmarkt, für den Verkäufer ist der Verkauf via Zweitmarkt kostenlos). Das heisst pro 100 Euro, investiert ihr 98 Euro in die Immobilie. Tönt nach viel im ersten Moment, im Vergleich mit anderen Plattformen ist das jedoch moderat und die Renditen kompensieren das schnell wieder. Schliesslich will die Plattform ja auch Geld verdienen. Sie tut das wie gesagt über diese 2 Prozent und behält einen Zehntel der Mieteinnahmen als Verwaltungsaufwand ein. Ich finde das geht in Ordnung.

Die Struktur der Investments

Die ganze Abwicklung läuft über ein sogenanntes SPV (Special Purpose Vehicle), welches die Interessen der Investoren vertritt. Dieses SPV ist im Grunde nichts weiter als eine juristische Person, also eine Unternehmung (ich bin kein Jurist und daher bitte ich die Verallgemeinerung zu entschuldigen). Bei der Investition erwirbt man aber nicht einen Anteil am SPV, sondern an der Immobilie direkt, welche von der Unternehmung verwaltet und bewirtschaftet wird. Es besteht also meines Erachtens kein direkter Bezug zwischen Immobilie und Investor, sondern eine Dreiecksbeziehung: Investor -> SPV -> Immobilie. Im ersten Moment fand ich das etwas speziell, aber genau die gleiche Struktur wird auch bei Property Partner (eine der grössten Immobilienplattformen in UK) genutzt. Aber wie immer beim Investieren in neue Plattformen, ohne ein bisschen Vertrauensvorschuss geht’s halt meistens nicht. Die andere Möglichkeit wäre für jedes Immobilienprojekt ein separates SPV zu gründen und den Investoren Anteile am SPV zu geben. Das ist aber scheinbar ein grosser Aufwand und würde sich bei einem Mindestinvestment von 100 Euro nicht rechnen. Und selbst wenn ein direkter Bezug von Investor zur Immobilie hergestellt würde: viel Spass bei der Durchsetzung eurer Ansprüche im Baltikum. Möglich, aber aufwändig und kostspielig. Darum schaltet man ja auch eine Plattform dazwischen. Ich finde man sollte das Ganze jetzt nicht überdramatisieren, aber bevor man investiert, sollte man sich dessen bewusst sein. Oh, und was noch gut ist an dieser Struktur: jedes Projekt bleibt eigenständig. Sollte es zu Problemen kommen bei einem Projekt, tangiert das die anderen nicht.

Und zum Schluss

Ich finde das Konzept von Reinvest24 spannend, da mir genau die Möglichkeit an Erträgen aus Immobilien zu partizipieren im Baltikum noch gefehlt hat. Es ist mal etwas anderes und das Team scheint topmotiviert zu sein. Ich hatte in den letzten Wochen immer wieder regen Austausch mit dem CEO Tanel Orro. Bei Fragen könnt ihr ihn auch direkt kontaktieren über die info Emailadresse auf der Plattformseite. Eventuell ist das notwending, da die Webseite noch etwas mager daher kommt was Informationen angeht. Zu Reinvest24 geht es hier lang. Eine deutsche Webseite ist übrigens in Arbeit und kommt in einigen Wochen.

Update zu Envestio – Alles im Lot?

Seit meinem letzten Bericht sind nun schon einige Wochen verstrichen und heute war meine erste Rückzahlung bei einem Projekt an der Reihe. Wie bei allen Zinszahlungen bisher, kam auch die Kapitalrückzahlung ohne die geringste Verspätung bei mir an. Nächste Woche ist dann die nächste Rückzahlung fällig. Mal schauen ob auch diese pünktlich kommt. Ehrlich Gesagt hatte ich mit Verspätungen gerechnet bei mindestens einem Projekt. Das alles ganz genau nach Zahlungsplan verläuft, machte (und macht mich weiter) stutzig. Ich finde das komisch, dass es bei solchen Projekten nie zu den geringsten Verspätungen kommt (eigentlich bizarr, dass ich mir eine Verzögerung wünsche). Envestio kommentiert meine dahin gerichtete Frage damit, dass die Schuldner immer ein bisschen vor dem im Zahlungsplan ersichtlichen Datum ihre Zahlung an die Plattform leisten…. Erst war ich ein bisschen sprachlos ab der Antwort, denn meines Erachtens geht diese am Kern der Sache vorbei. Ich ziehe folgende Schlüsse daraus: 1) Die Plattform macht einen sensationellen Job und hat alles vollständig im Griff (wobei man hier differenzieren muss, da die Kredite noch nicht lange laufen und erste Schwierigkeiten meistens so nach 6 bis 18 Monaten auftreten), oder 2) Ich habe die Natur dieser Art von Krediten nicht ganz verstanden oder schätze die Risiken völlig falsch ein, oder 3) Die verschiedenen Tranchen (Tier), werden zur Liquiditätssicherung genutzt. Was ich damit meine, beschreibe ich weiter unten.

Um es ganz deutlich zu formulieren: Ich werfe der Plattform keinen Betrug vor, dafür wäre es viel zu früh und Beweise gibt es auch keine (zumindest habe ich keine). Ich finde es einfach komisch wie gut alles zu laufen scheint und mache mir daher Gedanken zu den möglichen Szenarien. Ich halte mich hier an die Faustregel: Sehr hohe Zinsen = sehr hohe Risiken.

Die verschiedenen Tranchen

Es ist augenscheinlich, dass die gleichen Firmen immer wieder neue Kredite aufnehmen. Diese werden dann mit der entsprechenden Tranche (Tier) gekennzeichnet. Tier 6 bedeutet, dass die gleiche Firma hier die sechste Tranche (6. Kredit) aufgenommen hat. Aktuell gibt es eine Firma mit 9 Kredittranchen (Container), welche offene Kredite in der Höhe von EUR 650’000 hat. Mag ja sein, dass für jeden Kredit eine Sachsicherheit verfügbar ist, aber speziell finde ich das schon etwas. Und genau hier könnte man vermuten, dass die älteren Tranchen durch die neueren abgelöst werden. Solange das totale Kreditvolumen nicht erhöht wird, könnten es ja nur indirekte Verlängerungen sein. Steigt das Kreditvolumen aber über die Zeit an, dann stellen sich mir hier einige Fragen. Leider kommen auch nur selten ganz neue Projekte, sondern meistens weitere Tranchen von bestehenden Kreditnehmern.

Mögliche Strategien

Um mein Risiko etwas zu minimieren, versuche ich nur in eine (und wenn möglich in einer der frühen) Tranche pro Firma zu investieren. Zudem schaue ich auch, dass mir hier immer die Option mit 5 Prozent Abschlag zu verkaufen gegeben wird (nur bei secured debt, aber andere Kreditarten habe ich noch keine gesehen, aber theoretisch möglich). Weiter schaue ich, dass ich nur Kredite mit mindestens 3 Monaten Restlaufzeit kaufe. Dies aus dem einfach Grund, dass ich nach etwa 3 Monaten (bei 20% Verzinsung) ohne Verlust mit 5 Prozent Abschlag verkaufen könnte und so verlustfrei bleibe. Bei Verfall des Kredits, kann ich nur mit minimal 90 Prozent Rückzahlung rechnen (falls die Plattform das stemmen kann). Ob ich dann wirklich vor dem Rückzahlungstermin aussteige, steht auf einem anderen Blatt Papier. Ich halte mir einfach gerne die Optionen offen. Eine andere Frage stellt sich auch noch was passiert, wenn viele Investoren gleichzeitig zu 5 Prozent Abschlag verkaufen wollen, die Plattform müsste über eine enorme Liquidität verfügen. Ist ja eigentlich das gleiche wie wenn viele Sparer ihr Geld gleichzeitig bei der Bank abholen möchten (Bank run), genügend Bargeld wird nicht vorhanden sein. Hoffen wir mal, dass es nicht dazu kommen wird und uns die Antwort auf diese Frage erspart bleibt. Aber wie gesagt, vielleicht schätze ich die ganze Struktur auch falsch ein.

Noch was…

Rücküberweisungen von der Plattform auf euer Bankkonto sind kostenlos, sofern diese höher als 5 Euro betragen. Darunter erhebt Envestio eine Gebühr von 2 Euro. Die Bank von Envestio verlangt scheinbar Gebühren für ausgehende Überweisungen. Es soll einige Investoren gegeben haben, welche sich auch einige Cents auszahlen liessen. Daher ergriff man diese Massnahme.

Und zum Schluss

Vielleicht gehe ich mit Envestio etwas hart ins Gericht, aber ich bin hier einfach etwas skeptisch. Die Plattform hat jedoch eine Chance verdient, ich bleibe dabei und hoffe auf viele neue Kredite. Die hohen Zinsen von bis zu 22 Prozent pro Jahr helfen mir dabei 😉 Falls ihr euch auch zu einem Investment entschliessen solltet, mit diesem Link kriegt ihr 0.5 Prozent Cashback auf eure Investitionen der ersten 9 Monate.

Drei neue Plattformen im Schnelldurchlauf

Heute habe ich gleich drei neue Plattformen für euch, welche ich gerne kurz vorstellen möchte. Ein Post ist natürlich zu wenig um alle Plattformen detailliert abzuhandeln (zumal ich mich selbst auch bei zweien davon erst heute angemeldet habe), daher gibt es nur eine Kurzvorstellung. Ein kompletter Bericht folgt dann in den nächsten Tagen und Wochen. Also, los geht’s:

Reinvest24 – Immobilien im Baltikum mit Mieteinahmen

Ich hatte mich immer gefragt, warum es im Baltikum keine Plattform gibt, mit welcher Investoren Immobilien kaufen und vermieten können. In Grossbritannien ist dieses Model häufiger anzutreffen, und Reinvest24 ist vom Prinzip her Property Partner sehr ähnlich. Es handelt sich hierbei um eine sehr junge Plattform, welche erst seit einigen Monaten für Investoren offen ist. Ich bin bereits in einem Projekt dabei und habe schon die ersten Mieteinnahmen erhalten. Beim Zweiten Projekt habe ich bereits geboten, aber bis dieses vollständig finanziert ist, dauert es noch eine Weile. Von dieser Plattform gibt es wohl nächste Woche den detaillierten Bericht (ist jetzt online).

Bondster – P2P aus Tschechien mit Buyback und Cashback

Wie gesagt, eine Tschechische Plattform bei welcher in Tschechischen Kronen und Euro angelegt werden kann (hier ein Bericht zu der Währungsentwicklung versus Euro). Es gibt verschiedene Arten von Krediten und auch Buyback wird angeboten in einer Kategorie. Eigentlich selbsterklärend, der Buyback greift nach 60 Tagen, aber es gibt auch die Möglichkeit vorzeitig auszusteigen aus dem Kredit (wie bei Envestio). Das kostet aber natürlich etwas. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wem die Plattform gehört, aber ein bekannter Name taucht schon mal auf: ACEMA, ein Kreditvermittler, welcher auch auf Mintos Kredite finanziert hat in der Vergangenheit. Zudem wird die Plattform von der Tschechischen Nationalbank überwacht. Die Zinsen fallen mit 10 Prozent (ab sofort 12%) bei Buyback moderat aus. Nach 3 Monaten wird den Neuinvestoren auch eine Gebühr von 1 Prozent pro Jahr auferlegt, welche direkt von den Zinsen abgezogen wird. Wie gesagt, die ersten drei Monate sind davon befreit und obendrauf gibt es noch 1% Cashback auf das durschnittlich investierte Kapital (der ersten 3 Monate, jeweils monatlich ausbezahlt), wenn ihr euch mit diesem Code 4985 anmeldet (Der Code muss bei der Registrierung in das unterste Feld – referral code – eingetragen werden). Einen Steuerrückbehalt gibt es nicht. Hier geht es zu Bondster. Seite auf Englisch umstellen.

Debitum Network – P2P und Krypto made in Litauen

Auch hier habe ich mich heute angemeldet und blicke noch nicht so ganz durch. Man kann in Euro sowie Pfund, aber auch Kryptowährungen einzahlen. Der Kryptoteil ist erst nach einer Identitätsprüfung freigeschaltet. Man kann aber auch ganz normal mit Euro oder eben Pfund arbeiten. Aktuell sehe ich nur Kredite von Debifo (auch den kennen wir von Mintos, Rechnungsfinanzierung). Ich bin jetzt noch nicht wirklich so schlau geworden aus der Plattform, aber ich probiere diese mal mit einem geringen Betrag aus. Hier geht es zum Debitum Network.

Das wars für heute, bei Fragen einfach melden. Wie gesagt, Erfahrungsberichte werden folgen.

Crowdestor wartet mit einer Serie an Projekten auf

Im Februar hatte ich ja bereits das erste Mal über Crowdestor und sein Tesla Projekt berichtet. Ich hatte damals ja einige Fragen, auch bezüglich der Teslas. Hier hat mich jemand belehrt, dass in Estland Teslas hoch im Kurs sind und in der estnischen Version von Uber (Taxify) extra ein Tesla Button eingebaut ist. Mit diesem lässt sich ein Tesla als Taxi bestellen 😉 Ich lerne ja gerne dazu, aber noch wichtiger für mich ist, dass die Projekte auch zahlen. Beim Tesla Projekt ist dies der Fall. Gemäss Aussage der Plattform zahlen auch alle anderen Projekte brav zurück, wobei einige bereits komplett zurückgezahlt wurden.

Bis jetzt hat Crowdestor Wort gehalten und Projekte in den Bereichen gebracht, welche angekündigt wurden. Leider sind in den letzten Monaten erst eine handvoll von Projekten auf der Plattform gestartet, aber das wird in den nächsten Tagen besser. Die Projekte dauern aktuell relativ lange bis sie voll finanziert sind. Das spielt aber keine Rolle für die Investoren, denn die Verzinsung des Kapitals beginnt schon mit der Abgabe des Gebots. Die Zinsen werden auch gezahlt, falls das Projekt nicht zu Stande kommt (zu geringe Finanzierung). Das finde ich sehr fair von Crowdestor, aber machen wir uns nichts vor: In diesem Stadium ist es schwierig Projekte zu finanzieren und daher müssen wohl auch solche Massnahmen ergriffen werden. Und natürlich, was uns Investoren besonders freut, hohe Zinsen gezahlt werden 😉

Ein Start up, eine Immobilie und ein Berliner Restaurant (und mehr)

Aktuell ist Leben in Crowdestor gekommen. Ein Fashion Startup, namens INCH2, braucht einen Kredit zur Stärkung der liquiden Mittel. Die Projektfinanzierung läuft schon einige Tage, aber es werden noch etwa 60k Euro gesucht. Zinsen sind mit mindestens 17 Prozent schon relativ hoch, aber Start ups sind halt eine eher riskantere Angelegenheit. Dafür gibt es aber auch eine Erfolgsbeteiligung, falls der Umsatz des Unternehmens 2019 höher als 5 Millionen Euro ausfällt. Für jede 5 Millionen übersteigende Million gibt es ein zusätzliches Prozent an Zins. Bei 8 Millionen gibt es also 17 Prozent (Basiszinssatz) plus 3 Prozent (8m – 5m = 3m). Total also 20 Prozent. Ein ordentlicher Batzen. Am Dienstag 6. November um 18.00 sollte ein Immobilienprojekt in die Finanzierung starten. Das Gebäude befindet sich in Riga, wird mit 12 Prozent verzinst und läuft während 9 Monaten. Und eine Woche später wird das Restaurant the catch in Berlin in die Finanzierung gehen. 18 Prozent werden während 18 Monaten gezahlt, gesucht werden 100k Euro. Finde ich noch speziell hier ein deutsches Projekt zu sehen. Leider hat es noch nicht mehr Infos darüber auf der Webseite. Ich weiss auch nicht, ob ich das wirklich gut finden soll. Die meisten deutschen p2p Plattformen haben ja mit langen Verspätungen und Ausfällen zu kämpfen.

Crowdestor Restaurant Projekt
Restaurant Projekt in Berlin

Es sieht also so aus, als ob die Plattform fahrt aufgenommen hat. Zudem sollen in den nächsten zwei Wochen noch mindestens zwei weitere Projekte auf der Plattform erscheinen, von denen ist aber leider noch nichts bekannt. Hier geht es zu Crowdestor.

News aus der P2P Welt

Lendix nennt sich nun „october“

Am 31. Oktober hat Lendix verkündet nun unter dem Namen october zu firmieren. Ich dachte zuerst, dass können sie nicht ernst meinen, aber sie meinen es ernst ;). Der CEO hat den Schritt dann in einer Email kommentiert. In Frankreich wurde der Weg für p2p scheinbar im Oktober 2014 durch eine Gesetzesänderung geebnet. Lendix wurde im Oktober gegründet. Man will sich von der Konkurrenz differenzieren) und wollte sich mit „LEND“ix nicht mehr weiter Schubladisieren lassen im Finanzbereich. Und zu guter Letzt meinte er noch, der Name müsse ja mit dem Produkt nichts zu tun haben, sehe man bei Apple… aja und october ist verständlich in vielen europäischen Sprachen. Ich fand Lendix eigentlich einen coolen Namen, aber dann verleihe ich halt Geld via october.

Peerberry gehört nicht mehr zur Aventus Group

Das mag ein alter Hug sein mittlerweile, aber ich möchte es trotzdem gerne kurz erwähnt haben. Ausra, CEO von Peerberry, bestätigte in einem Interview (so um 3m 15s), dass die Plattform an zwei Privatinvestoren (EU Bürger) verkauft wurde. Finde ich jetzt einen etwas komischen Move. Muss ja nichts Negatives sein, aber ich wüsste schon gerne warum. Ich sehe momentan noch davon ab mein Geld weiter zu transferieren.

Estateguru hat eine neue Webseite

Estateguru hat sich zum (bald) 5 jährigen bestehen einen neuen Web- und Markenauftritt gegönnt. Die Webseite ist noch nicht fehlerfrei und reagiert manchmal etwas behäbig. Das wird wohl in den nächsten Tagen noch verbessert. Schön ist, dass man nun eine bessere Übersicht hat zu seinen Krediten und generell mehr Informationen hat. Das ganze lenkt nun natürlich nicht davon ab, dass doch einige Kredite in Verzug und in Verwertung sind. Aber das liegt in der Natur der Sache. Abwicklungen dauern halt lange und türmen sich über die Jahre auf. Ich habe aktuell einen Kredit für den es nicht gut aussieht, mal sehen was hier passiert. Meine Rendite könnte einen Ausfall verkraften, aber wäre trotzdem unschön. Mal sehen wieviel Geld da noch kommt und vor allem wann.

Grupeer kündigt viele neue Kredite für November an

Grupeer ist aktuell ein Opfer seines Erfolgs. Grossartige Wachstumszahlen bei Neuinvestoren haben so langsam zu einem Austrocknen der Kreditverfügbarkeit geführt. Es kommen immer wieder einige neue, aber nicht genug für alle Investoren. Im November soll sich die Lage entspannen mit vielen neuen Krediten. Seien wir also gespannt, was Grupeer für uns bereit hält.

Bondora Go and Grow schlägt jedes Tagesgeld (detaillierte Erklärung)

Letzthin habe ich in meinem Bondora Update auch das Go and Grow (Tagesgeldkonto) erwähnt, und es wohl nicht detailliert genug erklärt. Das schliesse ich jedenfalls aus den erhaltenen Rückfragen. Daher habe ich mich entschieden eine Anleitung zur Verfügung zu stellen.

Grundsätzliches zum Go & Grow Angebot

Das Bondora Go and Grow „Konto“ wird mit 6.75% pro Jahr verzinst, man erhält tägliche Zinsgutschriften. Die täglichen Zinsgutschriften fallen auf Tagesbasis etwas geringer aus als die Berechnung von 6.75%/365 ergeben würde. Dies ist damit begründet, dass bei den 6.75 Prozent der Zinseszinseffekt einberechnet wurde. Nach einem Jahr hat man aber 6.75% erwirtschaftet. Ich habe mir den Sachverhalt extra nocmals vom Support bestätigen lassen. An einer Stelle habe ich auch gelesen, dass die Zinsen bis zu 6.75 Prozent betragen, das würde ja Raum für Spekulation lassen, dass die Zinsen ja auch tiefer ausfallen könnten. Auch hier wurde die obige Handhabe bestätigt.
Das Geld ist bei Go&Grow jederzeit verfügbar, inklusive Zinsen. Ihr könnt es am Morgen auszahlen lassen (und so noch die Zinsen vom vorherigen Tag mitnehmen 😉 ) und solltet es Nachmittags oder spätestens am nächsten Werktag auf dem Konto haben. Habt ihr mit Kreditkarte eingezahlt, könnt ihr es auch dorthin wieder gutschreiben lassen. Steuerlich sollen die Zinsen erst bei Auszahlung zu versteuern sein gemäss Bondora. Das glaube ich nicht wirklich und wird wohl auch nicht auf jedes Land zutreffen (wenn überhaupt).

Registrierung und Einstellungen

Wenn ihr neu seid bei Bondora, registriert euch via diesem Link und erhaltet 5 Euro Startbonus (auch gültig für Go and Grow). Falls ihr schon registriert seid (oder nach der Anmeldung), klickt ihr im Dashboard auf go and grow und beginnt so das Konto einzurichten (ihr könnt mehrere Dienstleistungen gleichzeitig nutzen, dazu später mehr). Zuerst werdet ihr nach dem Grund gefragt, wofür ihr das Konto einrichten wollt (siehe Bild unten). Ihr könnt angeben, was ihr wollt, das hat überhaupt keinen Einfluss. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass diese Info für Bondora zur Analyse genutzt werden könnte.

Bondora go and grow spargrund
Schritt 1: Angabe des Sparzwecks

Danach könnt ihr euch ein Szenario „basteln“ mit einem fiktiven Startbetrag, monatlichen Zuzahlungen und dem Investitionszeitraum.

Bondora go and grow sparplan
Schritt 2: Sparplan erstellen
Auch diese Angaben beeinflussen eigentlich nichts. Einzig wird euch später in der Übersicht angezeigt, ob ihr auf gutem Weg seid mit eurem Sparziel oder nicht. Ist ja egal, 6.75 Prozent Zins kriegt ihr in jedem Fall jährlich, ob bei 100 oder 100k Euro. Vielleicht (ziemlich sicher) kommen auch Erinnerungen von Bondora, solltet ihr eurem Ziel hinterher hinken ;). Hier finde ich die Sache etwas zu fest aufgebauscht für eine grundsätzlich normale Kontolösung. Aber egal, ich spiele noch gerne solche Szenarien durch und es gibt einen guten Eindruck davon, was erreichbar ist mit dem go and grow.

Einzahlung und Auszahlung

Euer go and grow Konto ist nun bereit um mit Geld gefüttert zu werden. Klickt auf Geld einzahlen (siehe Screenshot unten). Euch werden dann verschiedene Optionen geboten. Direkt vom Bondora Account, falls ihr einen anderen Service bereits nutzt, SEPA, SOFORT, Transferwise und Kreditkarte. Am besten nutzt ihr SEPA, macht also eine normale Banküberweisung. Das geht schnell und ist kostenlos. Als Verwendungszweck müsst ihr folgendes angeben: Vorname Nachame, Bondora Refernz, Go and Grow Referenz. In meinem Fall sieht das dann etwa so aus: P2P Hero, 1234567, GG12345. Die Angaben findet ihr aber auch, wenn ihr auf SEPA klickt beim Einzahlen. Eine Auszahlung kann via dem Zahnrad angefordert werden, Kostenpunkt ist 1 Euro. Dort könnt ihr auch die Einstellungen ändern. Falls ihr bereits ein Portfolio bei Bondora habt, dann könnt ihr euch auch ein Angebot von Bondora machen lassen, für den Verkauf des Portfolios und Übertragung ins go and grow. Das ist aber nicht rückgängig zu machen. Ausserdem ist es möglich alle künftigen Eingänge aus Bondora Dienstleistungen direkt aufs go and grow zu erhalten.

Wie bei go and grow einzahlen Bondora
Schritt 3: Geld einzahlen

Wie sicher ist Go and Grow?

Schlussendlich hängt das ganz alleine von Bondora ab. Die Plattform ist mittlerweile doch bald 10 jährig und hat auch schon eine Rezession durchgestanden. Es handelt sich wohl am ehesten um ein langsam erwachsenwerdendes Startup. Wieviel Liquidität da verfügbar ist, wenn viele Leute gleichzeitig eine Rückzahlung anfordern, weiss ich auch nicht. Schlussendlich ist Bondora keine Bank, und 6.75 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld sind etwa das 20ig Fache, was ein durchschnittles Tagesgeldkonto bei einer Bank bezahlt. DKB zahlt glaube ich 0.2 Prozent, das heisst, Bondora zahlt in einem Monat mehr als die DKB in einem Jahr. Das zeigt sicherlich die Relation auf. Daher würde ich go and grow nur als Ergänzung zum Parken von Liqudität sehen und nicht als Alternative zum Tagesgeldkonto. Wahrscheinlich werden die Zinsen beim go and grow in Zukunft auch sinken, sobald die Dienstleistung einmal etabliert ist. Falls ihr noch nicht Investor bei Bondora seid, dann nutzt diesen Link und sichert euch 5 Euro Startbonus.

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