Ein kurzes Interview mit Swaper CEO Iveta Bruvele

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Ich hatte wiedereinmal einen Kontakt mit Iveta von Swaper / Wandoo, welche mir einige Fragen beantwortet hat und auch das erste aktive Jahr von Swaper Revue passieren liess.

Iveta, Swaper ging im Oktober live. Habt ihr eure Erwartungen bis zum Ende des Jahres 2016 erreicht? Kannst du mir einige Meilensteine nennen?

Wir konnten unsere Erwartungen sogar etwas übertreffen. Bis Ende 2016 wurden auf Swaper Investments von Euro 742’347 getätigt, kummuliert sogar 982k Euro.

Die Kreditvergabe (via Wandoo) war im Dezember besonders stark. Wir haben Kredite im Wert von 1.3 Millionen Euro vergeben. Dieser Trend hat sich im 2017 fortgesetzt und wir erwarten ein Kreditvolumen für Januar von mindestens 1.5 Millionen Euro.

Was würdest du als die grösste Herausforderung bezeichnen, um Swaper entwickeln und launchen zu können?

Unser grösstes Ziel bei der Entwiclung der Plattform war, diese den Wünschen und Anforderungen der Investoren anzupassen. Wir haben viel Feedback und Meinungen von erfahrenen Investoren eingeholt und

Iveta Bruvele, Swaper CEO

realisierten bald, dass wir uns weniger auf die online Plattform als die mobile Applikation fokussieren sollten. Was wir von den Investoren hörten war, dass sie einen schnellen  und einfachen online Zugriff auf ihre Investments wünschen. Weiter wurden einfache, und klare Übersichten, sowie konfigurierbare push Benachrichtigungen gewünscht. Es schien den Investoren wichtig zu sein, entscheiden zu können wann und welche Informationen sie erhalten werden.

Wir haben zuerst die Web Plattform gelauncht und kurz daraub die mobile App präsentiert. Damit avancierten wir zur ersten p2p Plattform mit eigener App.

Momentan beschäftigen wir uns mit einem kompletten Redesing der App. Alle Änderungen basieren auf Investoren Feedback. Hierüber werden wir im Januar weiter informieren.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass unsere grösste Herausforderung darin bestand (und weiterhin besteht), den Investoren ein massgeschneidertes Produkt zur Verfügung zu stellen, woran wir weiterhin arbeiten.

Werden wir 2017 Kredite aus weiteren Ländern auf der Plattform sehen?

Ja, wir planen dieses Jahr 2 bis 3 neue Länder aufzunehmen. Anmerkung p2phero: Welche wollte sie natürlich nicht verraten 😉

Welche updates und features können wir im 2017 erwarten?

Wie bereits gesagt wird es eine angepasste Version der mobile App geben, welche „Investoren freundlicher“ ausgestaltet wird.

Daneben kommen die 2 bis 3 neuen Länder ins Spiel, welche unseren Investoren eine grösse Auswahl an Krediten und Regionen bieten. Zudem werden wir neue Kreditprodukte neben unseren kurfristigen Krediten lancieren.

Unsere Investorenbasis kommt hauptsächlich aus Ländern wie Deutschland, Dänemark, Estland und so weiter. Da liegt es nahe, unseren ausländischen Investoren auch Kredite in deren Währungen anbieten zu können. Wir werden also 2017 Kredite in 3 weiteren Währungen anbieten. Um den Investoren weiter gerecht werden zu können, haben wir eine Deutsch sprachige Person für das Support Team eingestellt, was unsere Deutsch sprachigen Investoren schon bald bemerken werden 😉

Viele weitere Verbesserungen werden noch zusätlich folgen.

Was sind eure Ziele für 2017?

Aus dem finanziellen Standpunkt heraus betrachtet streben wir Investments via die Swaper Plattform von 12 Millionen Euro an. Weiter wollen wir die Kreditvergabe in unseren Hauptmärkten in einem ähnlichen Ausmass vorantreiben.

Aus der Produkt Perspektive wollen wir Swaper zu einer Plattform ausbauen, welche mehr bietet, als stetige Erträge. Wir wollen eine Plattform kreieren, welche unseren Investoren viele Finanzdienstleistungen – und Lösungen erbringt.

Wie geht ihr damit um, dass es zu Gesetzesänderungen in Georgien und Polen kommen könnte?

Momentan erfüllen wir die regulatorischen Anforderungen. In Zukunft werden wir unser Kreditangebot mit neuen Ländern erweitern, um unsere Abhängigkeit von der regulatorischen Stabilität Georgiens und Polens zu verringern.

Vergleichen wir den Prozess wie neue Regularien in der EU und Georgien umgesetzt werden, dann tut sich ein weiter Graben auf. In Georgien wird ein neues Gesetz verabschiedet und tritt wenige Tage später bereits in Kraft, ohne eine angemessene Frist zu gewähren, um die nötigen Anpassungen vornehmen zu können. Dies erschwert natürlich die Adaption an das neue Umfeld, aber es ist nicht unmöglich.

Iveta, Besten Dank für deine Ausführungen. Möchtest du meinen Lesern noch etwas mitteilen?

Ich danke all unseren Investoren herzlich, dass sie ihre Ansichten mit uns geteilt haben, und ermutige alle dies (weiterhin) zu tun. Wir sind dankbar für jegliche Tipps und Anmerkungen, diese helfen uns weiter zu wachsen und neue Dinge zu lernen.

Am 25. und 26. Januar wird Swaper am Pariser FinTech Forum, und am 7. Februar in London an der Finovate Europe 2017, vertreten sein. Sollte jemand von euch in der Stadt sein, kommt an unserem Stand vorbei, damit wir uns unterhalten können.

Mein Fazit

Meiner Meinung nach ist Swaper eine junge und hungrige Plattform, die etwas bewegen will und sich den Investoren stellt und auf diese hört. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass viele Plattformen wohl in Bezug auf Polen und Georgien umdenken müssen (oder dies bereits tun). Es bleibt also sehr spannend in der p2p Welt. Ich freue mich auf die Entwicklungen dieses Jahres.

ps: Mir ist jetzt auch klar, warum wir schon zu Beginn mit der App „genötigt“ wurden 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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