Meine Erfahrungen mit Cashare (2. Teil)

Nachdem mein erster Beitrag zu Cashare doch etwas lang wurde, habe ich versprochen, einen weiteren mit tieferen Einblicken zu Schreiben.

Ich möchte noch erwähnen, dass ich bezüglich des ersten Artikels in Kontakt mit der Plattform Cashare getreten bin. Ich wurde auf zwei kleine inhaltliche Fehler aufmerksam gemacht, die ich noch korrigiert habe. Hoch anrechnen möchte ich der Plattform, dass auf meine Kritik bezüglich fehlender Statistiken keine Beschönigende Versuche unternommen wurde. Man hat dies so akzeptiert, was ich für sehr fair halte.

Wie sieht die Portfolioansicht aus?

Das Portfolio wird im eingeloggten Bereich schlicht Darlehensverträge gennant, dort sieht man alle offenen Darlehensverträge (= Kredite) auf je einer Zeile. Man kann mit einem Klick auf die Detailansicht gelangen (siehe unten).

Cashare - Detailansicht eines
Cashare – Detailansicht eines

Eins vorweg: Das ist mein einziger Kredit in Verzug. Ich habe diesen gewählt, da man hier schön alles sieht (Mahnstufe, Verzugszinsen etc) und man sich hier ein Bild machen kann zu allen Vorgängen..

Man kann sich also jede Zahlung ansehen und sieht auf wann diese geplant ist, und ob diese schon verspätet ist. Nach 2 Tagen der Verspätung wird schon die erste Mahnung per Email versandt und Verzugszinsen werden ab hier für jeden Tag verrechnet (10% p.a.). Die angefallenen Verzugszinsen sieht man sehr schön ganz rechts. Diese werden jeweils per Ende Jahr zur Zahlung fällig.

Aktuell befindet sich der obere Kredit in Mahnstufe 1, ich habe bis anhin nur eine pünktliche Zahlung erhalten. Säumige Schuldner gibt es überall, daher ist es sehr wichtig, wie konsequent hier nachgefasst wird. Meiner Meinung nach macht Cashare das sehr gut. Unten habe ich euch das Vorgehen laut Cashare Support eins zu eins übernommen, daher in Anführungszeichen und kursiv.

Vorgehen bei verspäteter Zahlung (gemäss Cashare Support)

Sobald ein Darlehen in Verzug gerät, werden automatisch vom System die Mahnungen versendet.

Unser allgemeines Vorgehen kann ich Ihnen gerne kurz erläutern:

Die Eröffnung eines Inkassofalls beginnt mit der 1. Mahnung, welche nach 5 Verzugstagen automatisch vom System versendet wird. 
Gefolgt von der 2. Mahnung nach 10 Verzugstagen und nach 20 Verzugstagen die 3. Mahnung. 
Schlussendlich wird nach 30 Verzugstagen die 4. Mahnung ausgelöst welche die rechtlichen Inkassomassnahmen (Betreibung) androhen.

Zwischen 3. und 4. Mahnung probieren wir mit dem Darlehensnehmer Kontakt aufzunehmen.

Bei Ausbleiben der zweiten Ratenzahlung in Folge (30 Tage nach Fälligkeit der 1. Ratenzahlung) wird das Darlehen gemäss Darlehensvertrag inklusive geschuldeter Zinsen zur sofortigen Rückzahlung fällig. 
Dies ermöglicht den Gläubigern den gesamten ausstehenden Darlehensbetrag inkl. Zinsen zu betreiben anstelle nur der ausgebliebenen Ratenzahlung.

Falls keine Einigung gefunden werden kann oder der Schuldner nicht mehr Reagiert, wird in weiteren Schritten die Betreibung eingeleitet. 
Danach folgen die normalen Fristen der ordentlichen Betreibung die meistens in einer Lohnpfändung enden.“

Meiner Meinung nach ist das ein sehr gutes Verfahren und man kann die Stati der Einforderung einsehen (Mahnstufe 1 siehe oben). Mein gezeigter Kredit ist mal bis in die 3. Mahnstufe gekommen, kurz vor Auflösung des Vertrages gingen aber Zahlungen ein. Wäre Cashare hier nicht konsequent, hätte ich wohl bis heute kein Geld gesehen.

Fazit

Ich hoffe ich konnte euch Cashare etwas näher bringen und möchte noch kurz anfügen: Ich habe in zuwenige Kredite investiert, als dass ich eine statistisch signifikante Aussage zur Zahlungsmoral machen könnte (daher publiziere ich meine Zahlen auch nicht). Meine Resultate sind purer Zufall und haben keine statistische Relevanz. Falls jemand von euch in 100 oder mehr Darlehen investiert haben sollte, diese Zahlen können dann wohl eher herangezogen werden.

 

2 Antworten auf „Meine Erfahrungen mit Cashare (2. Teil)“

  1. Ich investierte bei cashare in 36 Darlehen mit einer Summe von 59K. Ich werde nicht mehr investieren, obwohl ich bewusst mehrheitlich in geringen Risiken investierte, sieht es so aus, dass inbesondere B qualifizierte zu Totalausfällen mutieren! Unter dem Strich ist mein Fazit, ausser Spesen nichts gewesen, ich hoffe nur noch, dass ich mit einem einigermassen blauen Auge davon komme und es in den nächsten Jahre nicht noch weitere Totalausfälle gibt. Mein Ratschlag, Finger weg, oder die einzelnen Kredite auf max. 100.- beschränken, dann allerdings wird der administrative Aufwand und die Überwachung zu gross.

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