Ein Zwischenfazit nach einem halben Jahr Housers

Nach bald einem halben Jahr mit Housers ist es an der Zeit mal ein Zwischenfazit zu ziehen. In meinem Investitionszeitraum hat sich einiges getan bei der Plattform. Man hat beispielsweise die ersten Projekte in Portugal finanziert bekommen, neue Städte in Italien erschlossen und nebenbei ein Hotel finanziert. Zudem wurde das Dashboard überarbeitet und man findet jetzt Daten und Übersichten zu allen Investments. Ich kriege detaillierte Einnahmenübersichten, Aufsplittung der Einnahmen und noch vieles mehr. Auch zeigt mir der Diversifikationsindex (siehe Bild), dass ich nur mittelmässig diversifiziert bin (66 von 100 Punkten).Housers Portfolio Shame on me 😉 Nur muss man dazu sagen, dass es relativ schwierig ist sich zu verbessern, denn einige Parameter sind von Natur aus limitiert (Art des Investments/Geographische Verteilung etc). Es gibt halt nicht mehr Optionen als in Vermietungsobjekte (BTL), Verkaufsobjekte (BTS) oder Entwicklungsprojekte (development loans) zu investieren. Von daher sehe ich mich also doch recht gut aufgestellt ;). Ich nehme an die Spinnennetzgraphik ist ihrer Zeit schon etwas voraus und wir werden noch neue Möglichkeiten sehen. Bei all den Daten sehe ich aber keine Renditezahl und das bringt mich auch schon zu meinem nächsten Punkt.

Daten, und noch mehr Daten

Die Fülle der Daten ist enorm, nur handelt es sich dort meistens um Schätzungen. Das alleine ist mir ja noch egal, nur ist es relativ mühsam nachzuvollziehen ob die Projekte wirklich so rentieren, wie sie sollten. Es geht schon zum Beispiel über die Transaktionsliste, welche man auch exportieren und in Excel weiterbearbeiten kann. Ich muss aber auch dazu sagen, dass mein Anlagehorizont noch zu kurz ist mit 6 Monaten, denn die Verkaufsprojekte haben eine Zeitdauer von 12 Monaten vorgesehen, das heisst noch keines dieser Objekte wurde verkauft. Man kann übrigens die Fortschritte auf Projektebene sehen, es gibt detaillierte Bilder dazu. Einige meiner Verkaufsprojekte sind jetzt aus der Renovationsphase raus und werden aktiv im Markt angeboten. Mal sehen wann das erste verkauft wird, und ob die erwartete Rendite erzielt werden kann. Bei den Entwicklungsprojekten ist es einfach, da haben wir einen fixen Zinssatz, und der wird pünktlich gezahlt (Abzug von 1/10 als Kommission für die Plattform). Auch die Vermietungsprojekte zahlen pünktlich ihre «Miete», da habe ich mich aber gefragt, woher denn das Geld kommt, denn die Immobilien sind erst gerade fertig renoviert worden und erst zur Vermietung ausgeschrieben. Das Geld kommt scheinbar aus dem Finanzierungsbetrag des Projekts, also haben die Investoren die Miete des ersten Jahres quasi bevorschusst. Das System nennt sich «instant yield» und die Mieteinahmen/Zinsen für das erste Jahr sind garantiert. Der Support hat mir jedoch noch nicht meine Frage beantwortet, in welcher Position des Business/Finanzplans das ersichtlich ist. Ich habe jetzt schon 4 Mal gemailt und noch keine befriedigende Antwort erhalten. Schlussendlich spielt es nicht so eine grosse Rolle, interessant wird es später, sobald die Immobilien vermietet sind. Dann sehen wir ob die Einnahmen steigen oder sinken, also können wir dann prüfen ob die Schätzungen einigermassen zutreffend waren seitens Housers.

Steigende Zinsen und Immobilienpreise

Aus aktuellem Anlass, da die Börsen verlieren, weil die Zinsen steigen, habe ich mir mal die Hauspreisentwicklung in Deutschland angesehen und der Renditeentwicklung von 10jährigen deutschen Staatsanleihen gegenübergestellt (siehe Bild unten). Es ging mir um den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen Zinsen und Immobilienpreisen.

Hedonische Immobilienpreise Renditen Staatsanleihen
Entwicklung hedonischer Hauspreisindex Deutschland versus Renditeentwicklung Bundesanleihen

Man liest eigentlich immer davon, dass niedrigere Zinsen mit höheren Immobilienpreisen einhergehen. Gemäss der Graphik (und den gewählten Instrumenten) kann man den Zusammenhang so ab 2011 schön beobachten. Während die blaue Linie (Häuserpreise, linke Skala) anzieht, gehen die Renditen (=Zinsen, rote Linie, rechte Skala) kontinuierlich nach unten. Es sieht also so aus als wenn die Zinsen unter 2% fallen, die Immobilienpreise stark anziehen. Das würde insofern Sinn ergeben, als viele Leute mehr Rendite als die ominösen 2% haben wollen, aber das ist alles Spekulation.

Auf was will ich hinaus?

Wenn wir davon ausgehen, dass die Zinsen steigen und so das Interesse an Immobilien abnimmt, drückt das automatisch die Preise. Das wäre dann besonders für meine Verkaufsprojekte bei Housers nicht so ideal, da die erwarteten Verkaufspreise wohl nicht realisiert werden könnten. Auch auf die Vermietungsobjekte hätte das einen negativen Einfluss, tiefere Mieten müssten wohl akzeptiert werden. Aber soweit sind wir ja noch nicht. Man sollte sich dessen einfach bewusst sein. Ich glaube auch nicht, dass die Zinsen massiv steigen werden in den nächsten 1 bis 2 Jahren. Aber was weiss ich schon 😉
Fazit
Ich bin zufrieden wie es bei Housers läuft. Ob das so bleibt hängt stark davon ab wie gut die Verkaufserlöse werden. In wenigen Monaten werde ich mehr wissen. Neukunden kriegen übrigens EUR 25 Bonus, wenn ihr diesen Link nutzt und mindestens 50 Euro investiert. Die 25 Euro müssen jedoch investiert werden, damit diese euch gehören. Da das Mindestinvestment bei 50 Euro liegt, solltet ihr mindestens 75 Euro einzahlen. So könnt ihr in zwei Projekte investieren.

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Einige News aus der p2p Welt

Estateguru bietet neu auch Kredite für finnische Projekte an

Diese Woche kam mit EUR 1.65 Millionen das bislang grösste Projekt bei Estateguru auf die Plattform. Speziell an der Geschichte ist, dass es kein estnisches, sondern ein finnisches Projekt ist. Ich bin ja kein Fan von Auslandsexpansionen, aber diesem Kredit stehe ich eher positiv gegenüber. Ich habe meine Gedanken im p2p Kredite Forum festgehalten und werde dort weiterberichten, ob die Zahlungen pünktlich kommen.

Flender aktuell mit 4 offenen Krediten

Jetzt wäre wohl eine gute Gelegenheit um einzusteigen, man kann gleich 4 Kredite ins Portfolio aufnehmen. Es hat auch einige kleinere darunter, welche sich schnell füllen sollten. Bei grösseren Krediten konnte ich schon feststellen, dass diese früher geschlossen werden (zum Beispiel bei 40k von 100k) und dann in einer zweiten Tranche wieder auf die Plattform gestellt werden. Bis jetzt ist noch keiner Meiner Kredite eine Zahlung schuldig geblieben, es wurde immer pünktlich bezahlt. Hier geht’s zu Flender (aktuell mit 5% cashback).

Seedrs – Zweitmarkt wird weiter geöffnet

Als der Seedrs Zweitmarkt eingeführt wurde, konnte man nur Anteile von Firmen auf dem Zweitmarkt kaufen, in welche man selbst bereits investiert war. Seit heute kann man jegliche Anteile erwerben und so auch bei Projekten einsteigen, die man verpasst hat. Hierdurch werden die eher illiquiden Startup Aktien verkäuflicher. Es gibt jedoch keine Auf- oder Abschläge, es wird jeweils zum Fair Value (fairer Wert gemäss aktueller Bewertung, meistens die des letzten raises) verkauft und gekauft.

Brickowner – das Immobilienentwicklungsprojekt füllt sich stetig

Vor einigen Tagen habe ich euch ja von diesem Projekt berichtet.Brickowner Regen House project Aktuell sind bereits über 220k der benötigten 1.7 Mio GBP zugesagt worden. Ihr könnt euch also noch beteiligen, falls ihr wollt. Bezüglich der Fremdwährungsentwicklung habe ich hier etwas geschrieben im 10 Jahresvergleich. Für die GBP Überweisung nehmt ihr am besten das Transferwise borderless Konto, oder nutzt Revolut (als Investor mit Wohnsitz EU kriegt ihr ein personalisiertes GBP Konto bei beiden Anbietern, kostenlos. Für Schweizer geht das nur bei Transferwise). Currencyfair geht auch, aber ohne personalisiertes Konto.

Iuvo näher unter der Lupe / guter Autoinvest

Ich war ja nicht immer so glücklich mit Iuvo und habe meinen Versuch mit der Plattform vor einem Jahr einmal abgebrochen. Neben der etwas anderen Umgangsart mit Verzugszinsen, war mir die Plattform auch etwas zu mühsam (Fehler, kein solider AI). Mittlerweile muss ich sagen bin ich vom Handling der Plattform her mehr angetan als auch schon (von der deutschen Übersetzung aber weniger ;)). Die Plattform läuft flüssig, der AI tut was er soll, und meine Rendite wird auch besser.

Die Handhabung von überfälligen Krediten bei Iuvo

Stand Heute sind alle Darlehen mit Buyback nach 60 Tagen abgesichert, jedoch nur das Kapital, nicht die aufgelaufenen Zinsen (die kriegt ihr nur, wenn der Kreditnehmer vor dem Buyback noch zahlt, dafür mit Strafzinsen). Das heisst ihr kriegt «nur» euer Kapital zurück, ohne Zinsen, wie das bei den meisten anderen Buyback Plattformen üblich ist. Dessen muss man sich vor einer Investition im Klaren sein. Auf der anderen Seite könnt ihr aber auch verspätete Darlehen kaufen und falls der Kreditnehmer noch zahlt, kriegt ihr die ganzen aufgelaufenen Zinsen und nicht nur die auf eure Haltefrist beschränkten. Ich habe es eine Zeit lang probiert und nur verspätete Kredite gekauft, das Ergebnis war jetzt nicht so toll 😉 Aber vielleicht erkennt ihr ein Muster, mit dem ihr vom Setup profitieren könnt.

Der Autoinvest hat viele Einstellungsmöglichkeiten

Ihr könnt bei Iuvo entweder manuell investieren (so wie ich das zu Testzwecken gemacht habe), oder einen Autoinvest konfigurieren. Der AI hat viele Einstellungsmöglichkeiten und so könnt ihr sehr genau investieren, wie ihr wollt. Dazu müsste man aber eine genaue Vorstellung haben, was am besten läuft (oder man probiert einfach aus, was einem am besten passt). Meine Tests haben für mich ergeben, dass ich wohl am besten fahre mit Krediten, welche kurze Ratendauern haben (7 bis 15 Tage) und Zinsen von mehr als 12% bezahlen. Ich gebe hier zu bedenken: Das lief bei meinen Tests gut, aber das muss noch nichts heissen. Es waren einfach zu wenige Kredite bisher in welche ich mit den genannten Kriterien investiert habe. Das Resultat kann also pures Glück sein, ich werde in den nächsten Monaten sehen, ob ich Recht hatte oder nicht.

Meinen AI habe ich wie folgt konfiguriert:

Schön finde ich auch, dass gleich angezeigt wird, wie viele Kredite mit meinen Kriterien übereinstimmen. Hier würde man also Fehler in den Einstellungen bemerken. Meine Rendite liegt aktuell zwischen 10 bis 11 Prozent, wobei ich mittlerweile zuversichtlich bin, über 12% zu kommen. Ich habe schon Renditen von anderen Investoren gesehen, welche über 12% kommen. Es ist also möglich. Noch etwas: Die Rendite, welche im Account angezeigt wird ist der durchschnittliche Zinssatz aller im Portfolio befindlichen Kredite und hat somit null Aussagekraft.

Fazit & Cashback Bonus

Ich bin einiges zuversichtlicher, was die Plattform betrifft als auch schon. Sollte meine Strategie aufgehen, habe ich hier eine valable Alternative und komme sogar noch ein bisschen Weg von Lettland, da Iuvo in Estland angesiedelt ist (ursprünglich Bulgarien). Wenn ihr euch darüber aufregt, dass ihr im Buyback Fall nur das Kapital zurück erhaltet, dann lasst die Finger von Iuvo. Nach meiner Auffassung macht dieser Umstand die Plattform sicherer als eine, welche für Kapital und Zinsen geradestehen muss. Dies kann natürlich zu Lasten der Rendite gehen.

Zum Schluss: Für Neuinvestoren gibt es ein interessantes Angebot: 30 Euro Cashback (entspricht 3%) bei EUR 1’000 Investition, oder sogar 90 Euro Cashback bei 2’500 Euro Investment (entspricht 3.6% Cashback). Nachdem ihr die ersten tausend Euro investiert habt, bleibt euch ein Zeitfenster von 60 Tagen um auf 2’500 zu erhöhen und so die Cashback Differenz einzusacken. Falls ihr von diesem Angebot profitieren möchtet, meldet euch bei mir via Kontaktformular. Ich muss dann eure Emailadresse (mit der ihr euren Account registrieren werdet) bei Iuvo hinterlegen in meinem Account. Erst danach könnt ihr euren Account erstellen (registriert ihr euch vorher, ist alles hinfällig). Sobald ich das getan habe, melde ich mich und ihr könnt loslegen. Es ist selbstredend, dass auch ich davon profitiere -> ich erhalte die gleichen Bonus Gutschriften wie ihr. Ihr unterstützt also so meinen Blog, das Ganze ist natürlich kostenlos für euch.

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Einfluss von Fremdwährungen auf die Rendite (aus Sicht EUR Anleger)

Heute geht es nicht um eine spezifische Plattform oder ein Projekt, sondern allgemeiner um den Einsatz und den Nutzen von Fremdwährungen im Anlagebereich. Gerade Mintos bietet hier eine enorme Vielfalt an investierbaren Währungen an. Ich habe weiter unten die Entwicklung einiger Fremdwährungen zum Euro über die letzten 10 Jahre festgehalten. Es ist also eine Betrachtung eines EURO-Anlegers, welcher in verschiedene Währungen investiert hat.

Warum in Fremdwährungen investieren?

Das kann viele Gründe haben, aber die meisten Leute, welche sich in eine andere Währung stürzen tun das wohl, um von einer höheren Verzinsung zu profitieren. Höhere Coupons scheinen einfach attraktiv. Wer möchte nicht in 5% Anleihen investieren, wenn es auf dem Heimmarkt nur noch 1% gibt (der Einfachheit halber setzte ich hier Coupon = Verfallsrendite, was jedoch nur stimmt, wenn die Anleihe bei 100% Kurs steht)? So einfach ist es aber auch nicht. Die 4% Differenz (5 – 1%) gibt es natürlich nicht ohne Risiko, nämlich dem Wechselkursrisiko, welches ihr dann eingeht. Es kann ganz schnell gehen, und der 4% Zinsvorteil kann sich schnell in Luft auflösen (meistens ist es so, dass sich höherverzinste Währungen abschwächen aufgrund höherer Inflationserwartung etc), oder ihr habt Glück und die Fremdwährung gewinnt gegenüber eurer Währung sogar noch an Wert. Man weiss es nie im Voraus! Zudem müsst ihr euch bewusst sein, dass jeder Währungswechsel Kosten verursacht, welche eure Rendite schmälern. Daher solltet ihr die Wechselkurse genau studieren. Meistens lohnen sich Transferwise, Currencyfair und/oder Revolut.

Wie verliefen die letzten 10 Jahre?

Quelle Bloomberg / eigene Darstellung, monatliche Kurse (31.12.07 bis 29.12.17), indexiert

In den letzten 10 Jahren haben wir einige Krisen gesehen (Finanzkrise, Euro-Schuldenkrise etc.). Daher herrschte bei den Währungen rege Bewegung. Schlussendlich bin ich trotzdem erstaunt, wiviele einigermassen stabile Währungspaare es doch gab, auch wenn mit Ausreissern. Unten seht ihr eine Graphik mit den Währungsentwicklungen von 7 Währungen zum Euro über die letzten 10 Jahre (31.12.2007 bis 29.12.2017). Weiter unten habe ich euch dann in tabellarischer Form noch die einzelnen Jahresrenditen aufgelistet.

Ihr seht also, hättet ihr eure Euro vor 10 Jahren in Schweizer Franken angelegt, hättet ihr über 40 Prozent Rendite gemacht. Gut, dass ist natürlich das Extrembeispiel. Gegen den sicheren Hafen CHF, hatten die meisten Währungen kein Brot während der letzten 10 Jahre. Die Graphik veranschaulicht aber auch, dass es mitunter grobe Kursausschläge gab. Über die Jahre relativiert sich das Ganze aber meistens wieder.

Ein genauerer Blick

Quelle Bloomberg / eigene Berechnungen, jährliche Renditen

Ich beginne mit der Tabelle unten. Ein Euro-Anläger hätte also mit einer Anlage in CHF profitiert, aber mit Anlagen in Britischen Pfund oder Polnischen Zloty das Nachsehen gehabt, auf eine 10 Jahresfrist natürlich. Und, ganz wichtig, hier sind keine Anlagerenditen miteinbezogen. Hättet ihr 10 Jahre lang bei p2p mit nur 5 Prozent angelegt, dann hättet ihr auch in den negativ tendierenden Währungen ordentlich profitiert. Bei 10 Prozent Verzinsung um so mehr, wenn man wirklich 10 Jahre durchgehalten, und reinvestiert hätte. Aber auch ohne Reinvestition hätte man gut verdient. Ihr seht, es sind eigentlich nur ein bis zwei Ausreisserjahre, welche die Ergebnisse massiv beinflusst haben.

Von den nächsten vier Währungen hat nur die Anlage in Georgische Lari negativ rentiert. Ein etwas spezieller Fall stellt die Dänische Krone dar. Man sieht dort nur jeweils minimale Abweichungen vom jährlichen Wechselkurs. Das ist damit begründet, dass die Dänische Nationalbank eingreift, und ein Wechselkursregime betreibt.

Quelle Bloomberg / eigene Berechnungen, jährliche Renditen

Fazit

Anlagen in Fremdwährungen können also durchaus lohnenswert sein, jedoch auch gleichermassen riskant. Wer die Schwankungen nicht ertragen kann, sollte im Euro bleiben, es gibt ja genügend Anlagemöglichkeiten. Ich werde die Daten künftig Quartalsweise nachziehen. Falls ihr weitere Währungen in der Übersicht wünscht, lasst es mich wissen. Und nochmals: In den Berechnungen sind keine Anlagerenditen enthalten. Das heisst, hätte man während 10 Jahren auch nur 2.5% jedes Jahr an Rendite erhalten, hätte man in keiner Währung Verluste erlitten! Das soll nicht als Anlageempfehlung verstanden werden, sondern nur als Entscheidungsgrundlage dienen.

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Brickowner bringt ein spezielles Projekt auf seine Plattform mit 32.66% Rendite

Ich habe euch schon einige Male von Brickowner berichtet. Zu der Plattform bin ich via Seedrs gestossen, als diese ihre Aktien erfolgreich platziert hat. Ich habe bei den beiden Equity Runden mitgemacht und bin nun Mitinhaber (wenn auch im marginalen Bereich, 0.0001%) der Plattform. Dies teile ich euch einfach aus Gründen der Transparenz mit, da hier ja ein (theoretischer) Interessenskonflikt meinerseits bestehen könnte. Ich werde die Berichterstattung so objektiv wie möglich halten.

Was hat Brickowner bisher auf die Beine gestellt?

Nebst den beiden Fundingrunden auf Seedrs sind mittlerweile 4 Projekte investiert worden, und weitere zwei sind noch in der Finanzierungsphase, wobei eines davon (Nash) wohl bald schliessen wird. Bisher haben zwischen 44 und 59 Investoren je Projekt investiert, die Volumen bewegten sich zwischen GBP 35k und GBP 101k, also relativ überschaubar. Ich bin bei einigen Projekten auch mit dabei.

Um was geht es beim neusten Projekt?

Das aktuelle Projekt, Regent House, sprengt alles bisher Gesehene bei Brickowner. Das Volumen mit 1.7 Mio GBP ist massiv höher als bei allen anderen Projekten zusammen, sowie auch die erwartete Rendite 32.66% (wobei euch up front 3% Gebühren belastet werden). Die vorhergehenden Projekte füllten sich nur sehr langsam, wie soll also so ein riesen Projekt in nützlicher Frist gestemmt werden? Hierzu rufe ich in Erinnerung, dass Brickowner nicht selbst Projekte durchführt, sondern mit Asset Managern zusammenarbeitet, welche ihre Projekte (welche normalerweise Grossinvestoren vorbehalten sind) Kleinanlegern zur Verfügung stellt. In diesem Fall ist es etwas spezieller, da hier ein Immobilienentwickler (Coyne Group) die Brickowner Plattform nutzt für die Abwicklung der Investitionen. Das ist für den Immobilienentwickler administrativ entlastend und für Brickowner ein gutes (Nischen-)Geschäftsmodell und bringt Wachstum.

Beim Projekt handelt es sich um eine Geschäftsliegenschaft, welche umgebaut wird, um diese mehrheitlich als Wohnfläche nutzen zu können. Es werden 1 bis 2 Zimmerwohnungen entstehen und im Erdgeschoss gibt es noch Platz für einen Fachhändler. Die Umnutzung sowie Verkauf der Liegenschaften soll innerhalb von 12 Monaten geschehen. Dafür wird ein Teil (1.7 Mio von 5.8 Mio) des notwendigen Kapitals über Brickowner gesucht.

Was sind die Risiken?

Es dürfte klar sein, dass man keine 30% Rendite in 12 Monaten erwirtschaftet ohne Risiken einzugehen. Die Investoren partizipieren hier direkt am Verkaufserlös, stellen dem Immobilienentwickler aber auch direkt Kapital zur Verfügung. Man kauft quasi «Aktien»-Anteile an der Immobilie. Passiert dort etwas Unvorhergesehenes, dann «hängt» man mit seinem Kapital drin. Es könnte ja sein, dass plötzlich Baumängel auftauchen, welche vorher nicht ersichtlich waren, und dann kostet es. Das geht dann zu Lasten der Rendite. Oder die erwarteten Verkaufspreise können nicht erzielt werden, auch das schmälert die Rendite. Zudem plant man die ganze Geschichte in 12 Monaten über die Bühne zu bringen, es kann gut sein, dass es zu Verzögerungen kommt und das Geld länger blockiert ist, sich der Immobilienmarkt abkühlt etc. So wie ich das sehe wird der restliche Finanzierungsbedarf über eine Anleihe finanziert, welche im Verwertungsfall bessergestellt ist, als die Investoren im Projekt selber. Dafür wird man auch mit einer höheren Rendite entschädigt.

Fazit

Ich habe bereits in das Projekt investiert (für Privatinvestoren ist das eine seltene Gelegenheit), dies im Wissen, dass es auch auf einen Totalverlust rauslaufen könnte, sollte etwas schiefgehen. Man muss sich bei dieser Art Investment der Risiken bewusst sein, bevor man investiert (gilt im Prinzip für alle Anlagen). Die Bewilligungen zum Umbau sind erteilt, es braucht einfach noch das Kapital um loszulegen. Ich bin gespannt.

Für Neuinvestoren gibt es einen Cashback von GBP 50, wenn ihr euch über diesen Link registriert (ich kriege auch eine kleine Provision, kostenlos für euch), und mindestens GBP 1000.- investiert (ob in 1 Projekt, oder 10 verschiedene über die Zeit, spielt keine Rolle). Und die bestehenden Investoren von Brickowner sich fragen, warum sie von der Plattform noch nichts zu diesem Projekt gehört haben, dann ist die Antwort ganz einfach: Brickowner Mitarbeiter und nahestehende Leute investieren immer zuerst und sobald einige investiert haben, wird die breite Öffentlichkeit übers Projekt investiert. Ich finde diesen Mechanismus gut, denn so sitzen die Leute, welche am nächsten am Projekt dran sind, bereits mit im Boot.

Top 10 p2p Plattformen (2. Teil)

Und nun folgt wie angekündigt der zweite Teil meiner Top 10 mit den Plätzen 6 bis 10 (zu den Plätzen 1 bis 5). Ein Grund für die Aufteilung in 2 Posts war übrigens auch, dass mein erster Post relativ lange wurde (circa 850 Wörter), stellt euch vor, der zweite Teil wäre auch so lange, dann hättet ihr gegen 1’700 Wörter lesen «dürfen». Das wäre für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten gewesen 😉

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
6Viainvest11.93%Viainvest
7Linked Finance9.63%Linked Finance
8Lendix6.97%Lendix
9Marketlend12.23%Marketlend
10DoFinance12.02%DoFinance

Viainvest

Viainvest verliert einen Platz und rutscht nun in die unteren Plätze. Einerseits ist das damit begründet, dass die spanischen Kredite nunmehr mit 10% (anstatt 12%) verzinst werden. Ich weiss ehrlichgesagt nicht, ob das einfach ein Test ist um zu schauen wie weit man runter gehen kann mit den Zinsen, oder ob das mit vielen Ausfällen im spanischen Raum zu tun hat (mehr Ausfälle = mehr Kapital wird gebraucht um die Verluste zu decken -> Erhöhung der Marge?). Das ist aber nur Spekulation. Andererseits ist meine Cashquote etwas angestiegen, was mich natürlich nicht freut. Schlussendlich scheint mir Viainvest eine stabile Plattform zu sein, mit einer solventen Trägerschaft (Via SMS Group).

Linked Finance

Die irische Plattform Linked Finance klettert 3 Ränge nach oben und belegt nunmehr den 7. Rang. Die Gründe: Ich bin jetzt dann ein Jahr dabei und habe noch keinen Ausfall erlebt im Portfolio. Einmal kam es bei einem Kredit zu einer Verzögerung von etwa einer Woche. Am ersten Tag der Überfälligkeit wurde ich bereits von Linked Finance darüber informiert und es wurde der Kontakt mit dem Schuldner gesucht. Nach wenigen Tagen kam dann die Zahlung und seither zahlen alle Kredite wieder pünktlich. Die irischen Plattformen (siehe auch Flender) scheinen die Sache im Griff zu haben. Es gibt viele neue Kredite, in die man meistens nur per Autoinvest investieren kann, da sie sehr schnell gefüllt sind. Es scheint also zu Laufen, was mich freut.

Lendix

Auch die französische Plattform Lendix scheint ihre Kreditprüfung im Griff zu haben. Ich bin jetzt über ein Jahr dabei und es ist weder zu einer Verzögerung noch zu einem Ausfall gekommen. Der Support arbeitet hervorragend. Die Zinsen waren schon immer eher tief im Vergleich mit den baltischen p2p Plattformen. Lendix Kredite sind eher mit Unternehmensanleihen zu vergleichen, aus meiner Sicht. Daher spielt mir der niedrigere Zinssatz nicht so eine Rolle. In letzter Zeit konnte ich beobachten, dass für Neukredite die Zinsen gesunken sind. Zudem wurden erst vor einigen Tagen 2 meiner Kredite vorzeitig zurückgezahlt (immerhin habe ich 2% Bonuszinsen erhalten). Ich denke, die Kreditnehmer konnten sich anderweitig zu besseren Konditionen refinanzieren. Daher werden wir wohl keinen steigenden Zinsen sehen. Ich habe auch zum ersten Mal in einen spanischen Kredit investiert, ich hoffe das geht gut 😉

Marketlend

Meine einzige Plattform aus Down Under stimmt mich glücklich. Jeweils am 5. jedes Monats ist Zahltag und es wurde noch keine Zahlung verpasst. Daher habe ich mein Engagement ausgebaut. Mittlerweile kriegt man beim Transferwise Borderless Account auch einen personalisierten Account mit Australischen Dollars (AUD), was die Überweisungen viel einfacher macht. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

DoFinance

Die, vom Handling her, doch etwas speziellere Plattform DoFinance macht seine Sache gut. Ich werde jeweils benachrichtigt, wenn Geld zurückgezahlt wurde und kann das neu Anlegen. Vielmehr gibt es dazu nicht zu sagen, aber die Plattform samt dahinterstehenden Kreditvermittler gibt es auch noch nicht so lange. Denkt daran, wenn ihr dort investiert. Und auch nicht vergessen, dass ihr unter Umständen keine Zinsen kriegt, solltet ihr das Geld vorzeitig «kündigen».

Es gibt noch weitere Plattformen, welche ich in Erwägung gezogen habe für die Top 10. Da wäre Flender zum Beispiel, wo ich auch noch keinen Verzug erlebt habe. Nur ist der Dealflow etwas zu wenig und die Finanzierungsdauer der Projekte enorm. Wenn sich das bessert, kann ich mir auch Flender in der Top 10 vorstellen. Peerberry macht auch einen soliden Eindruck, aber ist mir einfach noch zu kurz am Markt für die Top 10. Iuvo ist auch nicht von schlechten Eltern, und schafft es knapp nicht in die Top 10.

So, das war’s mit dem zweiten Teil der Top 10. Ich hoffe, ihr konntet etwas Interessantes darin finden

Meine Top 10 Plattformen per 31.12.2017 (Teil 1)

Es ist wieder so weit, das Top 10 Ranking meiner p2p Plattformen ist da. Eigentlich wollte ich es schon Anfang Januar veröffentlichen, aber hey, auch ein Held braucht mal eine Pause ;). Wie gesagt, die Rangierung ist meine persönliche Meinung (ihr dürft gerne eine andere haben). Auf meine Entscheidung haben viele Faktoren einen Einfluss und ich bin nicht primär auf die Rendite fokussiert. Dies ist die letzte Übersicht in diesem Rahmen, ich werde das Layout anpassen, sowie ein Scoringmodel entwickeln, wo die einzelnen (vordefinierten) Faktoren (gewichtet) Einfluss auf die Gesamtbeurteilung haben werden. Eine Neuerung gibt es aber schon: Ich werde die Top 10 in zwei Beiträge splitten und zuerst Platz 1 bis 5 verkünden. Die Plätze 6 bis 10 findet ihr hier.

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
1Mintos17.23%Mintos
2Grupeer13.91%Grupeer
3Robocash12.88%Robocash
4Lenndy13.17%Lenndy
5Estateguru10.47%Estateguru

Mintos

Mintos hat es gepackt und ist meiner Meinung nach momentan die beste p2p Plattform (und hat sich von Rang 4 auf 1 verbessert). Da kann auch der Eurocent Trubel nichts daran ändern. Es gibt aktuell keine Plattform die ein gleiches Kreditvolumen anbieten kann. Zudem wurden wir im Dezember mit einer Cashback Aktion von bis zu 5% verwöhnt, auch aktuell (bis zum 17. Februar) läuft ein Cashback (mit wieder bis zu 5%) auf langlaufende Mogo Autokredite. Die Anlage bei Mintos ist aktuell somit sehr lukrativ.

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Ich gebe auch zu beachten, dass solche Aktionen hohe Kosten verursachen. Ich nehme an, die Kreditvermittler und Mintos teilen sich diese, ich weiss es aber nicht. Das ganze wirkt sich natürlich auf die Profitabilität von Mintos aus, somit bin ich auf die Zahlen gespannt. Mir scheint Mintos betreibt momentan Wachstum zu jedem Preis, das wiederum muss nicht nur positiv sein. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass Mintos gar nie profitabel sein wird (oder arbeiten muss), denn für die Besitzer bietet die Plattform eine optimale Finanzierungsquelle. Ich werde meine Gedanken hierzu in einem separaten Post bald etwas ausführlicher darstellen. Nichts desto trotz führt momentan irgendwie kein Weg an Mintos vorbei.

Grupeer

Keine Veränderung auf dem 2. Platz gegenüber Mitte 2017. Grupeer wird meines Erachtens immer noch zu wenig wahrgenommen, also quasi noch ein Geheimtipp. Es gibt meistens 14% Zinsen, teilweise noch 1% Cashback obendrauf. Man hat auch ein neues Produkt entwickelt (russische KMU Kredite) und erfolgreich lanciert. Man hat das Geschäft aber noch nicht ausgeweitet, da man sich momentan darauf konzentriert die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, bevor man weiterwachsen will. Das macht Sinn und dient einer langfristigen Orientierung. Daher kann ich auch darüber hinweg schauen, dass es bisher keinen Autoinvest gibt. Die wenigen Kreditrückzahlungsdaten kann man sich im Kalender notieren und sollte ein Kredit vorzeitig zurückzahlen, wird man per Email benachrichtigt. Daher halb so wild.

Robocash

Tja, der Roboter verliert 2 Plätze und krallt sich dennoch Bronze. Zeitenweise waren einfach zu wenig Kredite verfügbar, womit dann viel Kapital rumlag. Mittlerweile sieht die Sache wieder besser aus. Ganz einfach war auch die Handhabung nicht, wenn man etwas am Portfolio verändert hat, da musste man dann manuell rumschieben. Sollte man aus Versehen den Auszahlungsmechanismus aktiviert haben, konnte es sein, dass man Zinserträge (ab EUR 50) ungewollt ausbezahlt gekriegt hat. Zu guter Letzt gab es auch Abzug für die Ankündigung, dass man für die ersten 1000 Investoren ein spezielles Goody machen wird und passiert ist bis heute nichts. Es ist mir schon klar, dass es besser ist, wenn man sich auf die Kreditverfügbarkeit konzentriert, aber eben, versprochen ist versprochen 😉 (auch wenn ich gut ohne Goody mit 14% Zinsen leben kann).

Lenndy

Auch Lenndy hat einen Platz eingebüsst, befindet sich aber auf dem immer noch guten 4. Platz. Die Zinsen sind in der letzten Zeit rückläufig und tendieren um die 12 bis 13% je nach Laufzeit. Man wollte den Investoren schon lange SEPA Überweisungen auf ein Bankkonto anbieten, aber das konnte bis jetzt noch nicht umgesetzt werden (aufgrund fehlender IT Ressourcen). Daher bleibt den Investoren immer noch nur der Umweg via Paysera (wobei ich Paysera wirklich gut finde als Zahlungsdienstleister). Scheinbar ist es bei Paysera 2017 zu einigen Fehlern gekommen, wodurch der CEO seinen Hut nehmen musste. Das hat nichts mit Lenndy direkt zu tun (unsere Einlagen waren immer sicher), aber sollte man wissen. Positiv ist die Kreditverfügbarkeit seitens Lenndy, sowie das Verhalten der Plattform bei verspäteten Projekten (es gibt dort immer Status updates).

Estateguru

Estateguru macht einen Platz gut und stösst so neu in die Top 5 vor (als einzige «echte» p2p Plattform). Das Kreditvolumen hat sich spürbar vergrössert, und die Zinsen sind mehr oder weniger stabil geblieben. Man hat auch ein Informationssystem geschaffen, welches jetzt die Aktionen zeigt, welche ergriffen werden, sollte ein Kredit überfällig werden. Hier gibt es aber noch viel zu tun, denn es sieht teilweise so aus, dass nichts geschieht, obwohl etwas passieren sollte. Auch gibt es Kredite, welche länger als 45 Tage überfällig sind, aber nicht in der Ausfallstatistik aufgeführt werden. Man konnte jedoch an diesem Kredit sehen, dass eine Verwertung bei einem Ausfall möglich ist. Nach nur 7 Tagen auf einer Auktionsplattform konnte die Geschichte abgewickelt werden und die Investoren blieben schadlos. Das stimmt mich positiv, da es garantiert nicht der einzige Kredite bleiben wird, welcher «Zwangsversteigert» werden muss. Mal sehen was die nächsten Monate so bringen.

Die Plätze 6 bis 10 werden in den nächsten Tagen folgen.

Investly – Im Januar auf Seedrs

Investly war für mich als Investor eine meiner Lieblingsplattformen, bis ich vor etwa einem Jahr ausgestiegen bin. Es herrschte zu viel Investorennachfrage und es gab zu wenig Rechnungen zum investieren, was die Renditen auf meistens 8 Prozent (in EUR) gedrückt hat. Die Situation hat sich nicht wirklich gebessert und so habe ich nur noch meine Rückflüsse aus Krediten dort investiert. Als Investor ist die Plattform nach wie vor nichts mehr für mich, aber als Aktionär finde ich die Plattform sehr spannend, daher freut es mich, dass Investly voraussichtlich im Januar auf Seedrs eine Finanzierungsrunde starten wird. Ich empfehle euch schon heute einen Seedrs Account zu erstellen, falls ihr mitmachen wollt. Denn die Identitätsprüfung kann einige Tage dauern, so seid ihr sicher, dass ihr gleich mitbieten könnt. Hier geht es zur Registrierung bei Seedrs.

Was ist eigentlich Investly?

Investly ist eine estnische p2p Plattform, welche eine Plattform für KMU’s bereitstellt, die gerne ihre Debitorenforderungen (Rechnungen) Investoren zum Kauf anbieten wollen um früher an die Liquidität zu kommen. Vergleichbar ist die Plattform mit zum Beispiel Advanon.

Begonnen hatte Investly mit der Kreditvergabe an KMU’s, und hat dann jedoch bald gemerkt, dass es eine grössere Nachfrage nach dem Factoring (Rechnungsfinanzierung) gibt. Bald hatte man dann bereits zwei Produkte im Angebot. Das Kreditgeschäft harzte jedoch und bald beschloss man sich auf die Rechnungsfinanzierung zu konzentrieren. Seit diesem Zeitpunkt wächst die Plattform monatlich. Ein weiterer Schritt war dann die Rechnungsfinanzierung auch in Grossbritannien anzubieten. Dort sind die Wachstumsraten (noch) nicht so beeindruckend wie in Estland, aber es sind stetige Fortschritte erkennbar. Ich finde gerade der UK Markt hat sicherlich noch viel Potential und wird Investly ein schönes Wachstum bescheren.

Die Eckdaten

Viel ist noch nicht bekannt, aber einige Eckwerte kann ich euch nennen. Man will mindestens GBP 500k bis maximal 2.5 Mio einnehmen mit dieser Finanzierungsrunde. Man wird mit einer Bewertung von GBP 6.67 Mio an den Start gehen, was doch eine stolze Bewertung darstellt aus meiner Sicht. Ich muss hier aber sagen, dass ich noch keine Kenntnisse von den Financials habe und meine Einschätzung auf den Statistiken von Investly basiert, welche jeweils monatlich verschickt wurden. Wie gesagt, das Startdatum der Finanzierungsrunde ist für Januar geplant. Das ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, denn hier ist viel juristische und formalistische Vorarbeit notwendig, und das kann sich schnell einmal etwas verzögern.

Fazit

Ich werde hier wohl mitmachen, da ich die Plattform mag (auch wenn nicht als Investor momentan). Die Bewertung erscheint mir wie gesagt eher sportlich und ich muss mir nochmals Gedanken machen, wie hoch mein Einsatz sein wird. Schaut euch mal Investly an, falls ihr die Plattform noch nicht kennt.

Seedrs – Wie mich elektronische Bügeleisen auf dem falschen Fuss erwischten

Dieses Jahr hatte ich ja begonnen bei Seedrs zu investieren, respektive Aktien von Start ups zu kaufen. Ich fand die Idee spannend mit kleinen Beträgen in einem Bereich mitmischen zu können, welcher sonst nur Grossinvestoren (Institutionelle, Venture Capitalists etc) vorbehalten ist. Das ist grundsätzlich gut so, denn hier besteht eine grosse Chance, dass die Firma pleite geht. Seedrs selbst schätzt, dass nur etwa 10 Prozent der gelisteten Firmen wirklich überleben werden. Ich selber wollte eigentlich nur in p2p Plattformen investieren, da ich mir dort am ehesten zutraue das Geschäftsmodel zu verstehen. Aber natürlich habe ich viele andere interessante Ideen gesehen, was mich zum heutigen Thema bringt:

The Funky Iron Company

Ich bin ja grundsätzlich ein rationaler Mensch, aber trotzdem lasse ich mich immer wieder zu impulsiven Handlungen hinreissen (und kaufe dann etwas, was ich lustig finde, im Wissen, dass ich es eigentlich nicht brauche und es eigentlich Müll ist. Aber in diesem Moment ist es einfach nur geil ;)). So geschehen als ich diesen Frühling den Sales pitch von den funky elektronischen Bügeleisen gesehen habe. Ich dachte nur, wow wieder etwas, was die Welt nicht braucht und habe das ganze als Witz abgetan. Dennoch musste ich natürlich dabei sein, und habe mich mit dem Minimum beteiligt (GBP 12 ergaben 3 Aktien, zu GBP 4 Einstand). Eigentlich hatte ich nicht erwartet, dass dieses Projekt komplett finanziert wird, aber es fanden sich scheinbar einige Grossinvestoren. An sich machte das Projekt eine gute Falle, die Gründer gaben detaillreich Auskunft und schienen einen Plan zu haben. Ich dachte mir, wenigstens krieg ich für mein Geld etwas Unterhaltung.

Ich habe vielmehr gekriegt als erwartet

Ihr seht, bis jetzt habe ich das Projekt als Witz abgetan. Ich konnte und kann mir immernoch nicht vorstellen, dass es eine Nachfrage gibt nach speziellen gestylten Bügeleisen. Lassen wir das aber beiseite, denn die Gründer haben Wort gehalten und monatliche Updates geposted und sind auf Fragen der Investoren eingegangen. Die Termine wurde gehalten, oder man wurde über Verzögerungen informiert. Da habe ich begriffen, die meinen das wirklich ernst. Die Qualität und die Quantität der Informationen habe ich noch selten bei solchen Projekten gesehen. Man fühlte sich wirklich als Aktionär der Firma, an den die Geschäftsleitung rapportiert. Das ist bei anderen Projekten deutlich schlechter. Es ist dann im November eine Folgerunde auf Seedrs gestartet worden, und die war sehr schnell finanziert und die Bügeleisen konnten sogar noch ins Overfunding (das ist wenn mehr als 100% finanziert sind, und die Gründer aber noch mehr Aktien platzieren wollen, was eigentlich immer der Fall ist) gehen. Wiederum hatte es Grossinvestoren mit Interesse.

Beinahe 100 Prozent Rendite

Die Aktien der Folgerunde wurden zum Preis von GBP 7.81 angeboten, was einen Wertzuwachs von 95.25 Prozent in etwa sieben Monaten entspricht. Hätte ich das gewusst…. aber eben, im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich könnte meinen Gewinn via dem Zweitmarkt bei Seedrs realisieren, mache ich aber nicht (bei hohen Ausfallquoten braucht es auch hohe Gewinne) . Es interessiert mich wirklich, wie das weitergeht. Ob die Firma jemals Geld verdienen wird, steht noch in den Sternen. Man konnte jedoch einige Kunden gewinnen und ist zuversichtlich für die Zukunft. Ich bin gespannt.

Fazit

Manchmal macht man einen Glücksgriff mit etwas, an das man nicht geglaubt hat. Ich finde die Story einfach witzig und hat mir gezeigt, dass ich von meinen Ideen nicht unbedingt auf andere schliessen sollte. Aber wie gesagt, es kann immernoch gut sein, dass hier ein Totalverlust aus meinem Investment entsteht. Dieser Case zeigt auch, dass man nicht überall dabei sein kann und ab und zu trotzdem über den Tellerrand schauen sollte….Und gerade hat es wieder so ein Projekt wo ich dachte, das geht sowieso schieff… mehr dazu in einigen Monaten, wenn sich da mehr rauskristallisiert.

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