Twino – ein Update

Lange ist es her seit ich etwas über Twino geschrieben habe. Seitdem ist sehr vieles passiert und Twino hat sich in meinen Augen verbessert. Auch wenn es Twino dieses Jahr nicht in die Top Ten geschafft hat, kann sich das ja Mitte Jahr wieder ändern.  Für mich sind diese drei Neuerungen am wichtigsten:

Mobile App

Im Herbst wurde eine mobile App lanciert und seitdem können die Investoren auch via App investieren. Das ist doch eine gute kompakte Sache für unterwegs. Natürlich ist dies nicht essentiell, denn man kann ja unterwegs auch auf die normale oder mobile Website surfen und dort alles erledigen. Aber für ein Fintech ist sowas fast ein Must.

Neue Website

Die Website hat ein total neues Layout erhalten, was meiner Meinung nach auch bitter nötig war. Die alte Version sah einfach schlecht aus und wirkte in keinster Weise wie eine Website aus 2016. Mit den neuen modernen und sehr gut lesbaren Layout hat Twino diesen Makel meines erachtens bestens behoben.

Kredite ohne Buyback / Russische Kredite mit Buyback und 14% Zinsen

Twino hatte mehrere Investorenbefragungen durchgeführt und dabei wurde der Wunsch geäussert auch in Kredite ohne buyback anzulegen wollen. Dieser Wunsch wurde erfüllt, und es gab Verzinsungen bis gegen 40 Prozent. In diese Kredite habe ich nicht investiert, das war mir zu unsicher. Ich finde es dennoch gut, dass diese Möglichkeit geboten wird, denn ich habe das noch auf keiner anderen Plattform gesehen. Die Ausfallraten dürften bei dieser Kreditkategorie sehr hoch sein, genaue Zahlen habe ich jedoch noch nicht gesehen. Die Tatsache, dass diese Kredite weiterhin angeboten werden, zeigt dass Nachfrage seitens der Investoren besteht.

Gegen Ende des Jahres sind dann auch Buyback Kredite mit einer Verzinsung von 14 Prozent auf die Plattform gekommen. Ich weiss nicht ob das ein Gleichziehen mit Swaper war, welche ja bekanntlich seinen VIP’s durchs Band 14% anbietet. Egal warum und weshalb, einfach gut, gibt es noch bessere Zinsen für die Investoren.

Fazit

Meine Rendite beträgt gemäss XIRR 12.83%, was ja eigentlich ein gutes Resultat ist. Mit den 14ern geht da noch mehr. Die Perfomance der Website ist leider ab und zu unbefriedigend, was aber mehr nervt ist, dass teilweise Zinsen verschwinden und wieder auftauchen nach einigen Stunden. Wenn das noch bessert, bin ich wieder zufrieden. Ich berichte gerne weiter.

 

 

Twino – mein Erfahrungsbericht

Twino ist eine weitere baltische p2p Plattform mit Sitz in Riga, Lettland. Twino bietet Konsumkredite in Georgien, Polen und Dänemark mit Laufzeiten bis zu 24 Monaten an. Die Zinssätze beginnen für polnische Kredite bei 10% und bei georgischen bei 12% für einmonatige Kredite. Die dänischen Kredite kann ich nicht beurteilen, da ich diese noch nie auf der Plattform gesehen habe. Es werden Kredite mit Buyback Garantie sowie unbesicherte Kredite angeboten, deren Zinsen viel höher sind. Die unbesicherten Kredite sind in Kategorien von A bis C eingeteilt, wobei ein Kredit mit einem C-Rating gegen 40% an Zinsen bezahlt. Vorsicht ist hier geboten, die Ausfallraten dürften massiv hoch sein, jedoch liegen hier noch keine Erfahrungswerte vor.

Auto-Invest als grosser Vorteil

Ein grosser Vorteil an Twino ist, dass man sich um die Bewirtschaftung seiner Anlagen keine allzugrossen Gedanken machen muss. Twino bietet einen automatischen Investitionsservice an: genannt Autoinvest. Man kann sich in seinem Account Portfolios nach seinen Vorstellungen einrichten, welche dann von der Plattform investiert und bei Auslauf von Krediten und erhaltene Zinsen wieder reinvestiert. Theoretisch ist so eine Rendite von 12.68% pro Jahr möglich (Rechnung: 12% pro Jahr = 1% pro Monat, wenn man dies 12 mal macht kann man 1% hoch 12 rechnen und erhält 12.68%), sofern man jeweils die Rückzahlungen und Zinsen zu gleichen Konditionen wieder anlegen kann. Zudem sollte der Autoinvest auch problemlos funktionieren, was gemäss diverser Meldungen nicht immer gegeben ist.

Risiken

Bei hohen Zinssätzen ist immer ein hohes Risiko gegeben. Twino will dem bei den mit buyback Garantie ausgestalteten Krediten entgegentreten. Twino kauft alle Kredite zurück, welche mehr als 60 Tage überfällig sind. Es wird die Einlage sowie die nicht erhaltenen Zinsen zurückerstattet, und sollte den Anleger somit schadfrei halten. Das ist natürlich eine gute Sache, aber man ist hier darauf angewiesen, dass Twino sein versprechen wahr macht und die Garantie einhält, man hat es hier also mit einem enormen Plattformrisiko zu tun. Wenn ihr euch mal die Kredite auf der Page anschaut, dann seht ihr, dass viele verspätet oder verlängert sind. Viele der Kredite werden wohl zurückgekauft werden müssen, und dies geht nur so lange gut, wie Twino von den Kreditnehmern das Geld eintreiben kann.

Fazit

Twino ist sicherlich eine geeignete Plattform für Anleger, welche die Anlageentscheidungen delegieren möchten. Das Risiko darf keinesfalls trotz Rückkaufgarantie unterschätzt werden. Ich für meinen Teil werde meine Einlage bei Twino vorderhand nicht erhöhen, ich bin hier eher skeptisch, aber das ist meine subjektive Meinung.

Bei Fragen einfach posten, happy investing!