Robocash – ein Update nach etwas mehr als vier Monaten

Im Februar 2017 wurde die www.robo.cash Plattform gelauncht. Ich bin seit Anfang an dabei und gehöre zu den ersten 5 registrierten Investoren. In den letzten Monaten ist viel passiert, so konnte robocash vermelden, dass bereits mehr als eine Million Euro an Investorengeld zugeflossen sind und Kredite in der Höhe von mehr als 2 Millionen Euro finanziert werden konnten. Man sieht also, dass viele Investoren ihr Geld samt Zinsen reinvestieren. Mittlerweile zählt robocash mehr als 500 Investoren, was etwa einem Durchschnittsinvestment von 2’000 Euro je Investor entspricht. Zudem ist man der lettischen Alternative Financial Services Association beigetreten. Dort sind auch Mintos, Twino, Viventor und viele mehr dabei.  Das Ziel (unter anderem) dieser Vereinigung ist das p2p lending weiterzuentwickeln

Das 10’000 Euro Limit

Der obige Durchschnittswert mag etwas tief scheinen, aber man muss meiner Meinung nach diesen Wert in Relation setzen. Erstens ist die Plattform erst wenige Monate alt, das heisst viele Investoren werden wohl oder haben zu Beginn eher vorsichtig agiert (was auch vollkommen richtig ist). Zweitens hat sich die Plattform selbst ein Limit von 10’000 Euro je Investor gesetzt. Das heisst, man kann bis heute nicht mehr als 10k Euro einzahlen. Erwirtschaftete Zinsen sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Das heisst also, man kann mehr als 10k Euro anlegen, aber nicht mehr einzahlen. Beispiel: Man zahlt 10k Euro ein, nach einem Monat hat man 120 Euro Zinsen erhalten, jetzt kann man 10’120 Euro anlegen. Einen zusätzlichen Euro einzahlen geht aber nicht und würde retourniert werden seitens der Plattform. Man begründet diesen Entscheid damit, dass man zuerst Erfahrung mit der Plattform sammeln möchte. Ich finde diesen Entscheid sehr gut und wohlüberlegt, andere Plattformen hätten wohl einfach eingesammelt was geht und eventuell wäre dann Geld uninvestiert rumgelegen. Ich glaube robocash wollte genau dies verhindern, was ja schlussendlich im Sinne der Investoren ist. Man wusste ja nicht wieviel Geld schlussendlich zusammenkommen würde, und ich denke wenn auf einen Schlag 10 Millionen Euro gekommen wären, hätte wohl nicht alles gleich weiter in Kredite ausgegeben werden können. Schlussendlich sind das aber nur Mutmassungen. Sicher ist jedoch, dass die Plattform schon mehrmals angekündigt hat, das Limit zu erhöhen (einmal im Mai, einmal im Juni). Passiert ist jedoch noch nichts und so hat die Limite weiter Bestand.

Loyalitätsprogramm ab 1’000 Investoren

Schon zum Launch hat robocash angekündigt für die ersten tausend Investoren ein Loyalitätsprogramm zu starten, sobald der tausendste Investor sich registriert hat. Voraussichtlich sollte man dann in den Genuss (noch) höherer Zinsen von mehr als 14 Prozent kommen. Keine Sorge, ihr habt noch Gelegenheit zu den ersten Tausend zu gehören, Stand Gestern Abend (28. Juni 2017 19:00 Uhr) waren „erst“ 514 Investoren registriert. Ihr könnt euch hier direkt registrieren (klick auf start investing) um beim Loyalitätsprogramm dabei zu sein.

Fehler sind was Gutes und man will besser werden

Wie zu erwarten war, habe ich immer wieder kleinere Fehler entdeckt und diese dem Support gemeldet. Manchmal wurde mir der Zinssatz eines Kredits als Dankeschön auf 15 Prozent hochgesetzt. Von daher haben Bugs manchmal auch etwas Gutes 😉 Es zeigt mir auch, dass man durchaus gewillt ist auf die Investoren zu hören und sich zu verbessern. Man kann das auch daran sehen, dass das Cockpit und die Funktionalitäten laufend angepasst werden. Zudem gibt es die Webseite seit einigen Wochen auch in Deutscher Sprache.

Fazit

Ich bin durchwegs positiv gestimmt, was die robocash betrifft. Mein Geld war immer komplett investiert, ohne dass ich eingreifen musste (ginge hier auch gar nicht). Das kann ich nicht von allen Plattformen behaupten… Seien wir mal gespannt wie es weitergeht.

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Robocash – meine Erfahrung mit der neuen p2p Plattform (mit Buyback)

Die Welle an neuen p2p Anbietern reisst scheinbar nicht ab. Nach Grupeer habe ich diese Woche eine weitere neue Plattform entdeckt: Robocash. Die Plattform wirbt mit buyback Krediten mit einer Verzinsung von bis zu 17% (in Euro natürlich). Das konnte ich mir ja nicht entgehen lassen 😉 Daher habe ich ein Investorenkonto erstellt, und siehe da, ich gehöre zu den ersten 5 Investoren (Ich sehe das anhand meiner Account Number, welche ich bei einer Einzahlung angeben muss). Die Registrierung schnell und einfach. Ein Identifikationsdokument kann man auch gleich hochladen, und man wird innerhalb eines Arbeitstages verifiziert (das Geld kann man aber schon vorher losschicken). Ich hatte Glück und war nach 1 Stunde bereits verifiziert. Das Geld ist dann am nächsten Bankwerktag gutgeschrieben worden.

Wer steckt hinter Robocash?

Robocash gehört zum russischen Kreditvermittler Zaymer, welcher vor 6 Jahren von Sergey Sedov gegründet wurde. Zaymer betreibt sein Geschäft in Kasachstan, Russland und Spanien. Die Plattform Robocash befindet sich in Riga, Lettland, wird aber aus Russland unterhalten. Daher sollte man die Zeitverschiebung und die russischen Feiertage miteinkalkulieren, wenn man den Support kontaktiert.

Was für Kredite werden angeboten?

Es werden grösstenteils payday Kredite angeboten, welche alle mit Buyback hinterlegt sind. Der Buyback greift wenn ein Kredit 30 Tage überfällig ist und zahlt das Kapital sowie die aufgelaufenen Zinsen zurück.

Autoinvest über alles

Bei Robocash kann man nicht manuell investieren, sondern muss sich mit dem Autoinvest begnügen. Man kann verschiedene Autoinvests (Portfolios) konfigurieren und parallel laufen lassen. Rechts seht ihr meine Einstellungen. Man kann dort die Zinsen einstellen, die Grösse des Portfolios wählen und angeben, wie hoch ein Kreditanteil maximal gewichtet sein darf.

Fazit

Die Leute hinter Robocash geben sich grosse Mühe eine funktionierende Plattform bereitzustellen. Dies gelingt ihnen meines Erachtens sehr gut, da ich keine grossen Unzulänglichkeiten feststellen konnte. Das hat mich doch eher überrascht bei so einer sehr neuen Plattform. Hier scheint man sich mehr Zeit genommen zu haben, Fehler zu beseitigen, als dies bei anderen Plattformen der Fall war. Was mich etwas stört ist, dass man mit 16 Prozent Krediten wirbt, und dann keine zur Verfügung stellt. Momentan gibt es „nur“ 14%er, was nicht weiter verwunderlich ist, denn auf anderen Plattformen kriegt man auch nicht mehr. Meiner Meinung nach wäre es schlauer gewesen, gleich mit 14 Prozent zu werben, als die Investoren zu enttäuschen. Aber ich komme drüber hinweg 😉 Noch eine Klarstellung: Robocash ist keine klassische P2P Plattform, sondern die Investoren leihen dem Kreditvermittler Zaymer Geld, mit welchem dieser weitere neue Kredite vergibt. Ich habe hier einmal einen Bericht darüber publiziert.