Bulkestate erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Nachdem ich bald ein Jahr nichts mehr zu Bulkestate geposted habe, gibt es wiedermal ein Update. Ich gebe zu, die Überschrift klingt etwas reisserisch und könnte den Eindruck erwecken, dass sich Bulkestate in den letzten Monaten nicht weiterentwickelt hat. Aber genau so sah es teilweise aus (zumindest für Aussenstehende), da zum Beispiel über Monate keine neuen Kredite aufgeschaltet wurden. Es wurde jedoch im Hintergrund vieles aufgegleist und man hat auch die Homepage sowie den Loginbereich überarbeitet. Man kann nun (eigentlich schon länger) auch Geld auf die Plattform einzahlen und dann damit auf Kredite bieten. Man muss also nicht wie früher jedes Gebot separat überweisen vom Bankkonto.

In den letzten Wochen sind viele neue Projekte finanziert worden und die Pipeline ist scheinbar gut gefüllt und es sollten in den nächsten Wochen nochmals einige Projekte kommen. Gleich morgen geht es mit einem weiter, aber dazu später mehr. Zwischenzeitlich wurden auch die Bulkdeals (=Gruppenkäufe) gestartet. Ihr könnt momentan noch ein Appartement in einer Hotelanlage in Bulgarien kaufen, wenn ihr möchtet und über das notwendige Kleingeld verfügt 😉 Spass beiseite, dass ist mir eine Nummer zu gross. Was mich eigentlich am meisten freut, ist die Tatsache, dass letzte Woche ein Projekt zurückbezahlt wurde. In den nächsten Wochen werden einige Projekte fällig, und daran werde ich die Plattform messen, wie gut die Zahlungen eintreffen. Bei solchen Deals muss man immer Verspätungen einkalkulieren, aber es kommt für mich auch darauf an, wie man in solchen Fällen kommuniziert und natürlich wie diese schlussendlich ausgehen. Warten wir es einfach mal ab.

Ein neues Projekt mit guter Verzinsung

Morgen Nachmittag um 15.00 Uhr (20. Juni 2018) kommt das abgebildete Projekt auf die Plattform. Die Beleihungsquote ist eher tief (sofern die Bewertung verlässlich ist) und die Zinsen mit 14 Prozent doch eher auf der höheren Seite anzutreffen. Die Bewertung der Immobilie ist doch eher moderat, aber das liegt natürlich daran, dass diese mitten im Grünen, etwas abseits gelegen ist. Schaut euch die Lage auf Google Maps mal an. Vermutlich ist daher der Interessentenkreis doch eher eingeschränkt, was diese Immobilie angeht. Müsste diese veräussert werden, dürfte das wohl etwas länger dauern. Die Laufzeit ist etwas länger als ein Jahr und der Kredit ist endfällig. Mal schauen wie lange es dauert, bis dieser Kredit finanziert ist. Ich schätze mal so 2 bis 3 Wochen dürfte es schon dauern. Falls ihr noch nicht bei Bulkestate dabei seid, schaut euch die Plattform doch mal an.

Peerberry: 8 Monate dabei, es läuft (nahezu) reibungslos

Im letzten November startete etwas überraschend die Aventus Group ihre p2p Plattform Peerberry. Überraschend deshalb, da ich nicht damit gerechnet hatte noch weitere Plattformen in Lettland zu sehen, so lange die Regulierung noch nicht definitv ist in diesem Bereich. Ich war bereits damals recht angetan von der Plattform, da sie bereits über eine Autoinvestfunktion verfügte, und auch sonst recht ansprechend wirkte. Jetzt ist also Zeit für ein Update.

Was ist in den letzten Monaten passiert?

Peerberry wurde weiterentwickelt und auch einige externe Loan Originatoren (Kreditvermittler) wurden auf der Plattform zugelassen. Aventus ging somit weg vom Gedanken, dass die Plattform einzig der Finanzierung der Aventus Gruppe dient, so wie Vianinvest das beispielsweise macht. Die Plattform geht somit eher Richtung Mintos. Die Finanzzahlen der neuen Originatoren sehen vernünftig aus, auch wenn diese teilweise noch relativ jung sind.

Das Kreditangebot wurde auch auf andere Länder ausgeweitet. Dänemark wollte man mit 11 Prozent Krediten in Umlauf bringen, was jedoch an der Renditeerwartung der Investoren scheiterte. Sobald die Verzinsung auf 12 Prozent angehoben wurde, sind die Kredite schnell weggegangen. 12 Prozent scheint einie magische Marke im p2p Bereich zu sein 😉 Es ist gut, dass die Plattform nicht mit 11 Prozent durchgekommen ist. Sonst kämen weitere Kredite dann mit 10 Prozent usw 😉 Das wollen wir ja alle nicht. Grundsätzlich habe ich ja kein Problem mit tieferen Renditen, aber nicht bei unbesicherten Privatkrediten. Sobald eine Sicherheit verfügbar ist, und ich rede hier nicht von Buyback, kann man darüber reden. Immobilien zum Beispiel bei Estateguru.

Wie ihr in untenstehender Graphik sehen könnt, steigt das Kreditvolumen monatlich. Ich gehe davon aus, dass dies kummulative Werte sind, das heisst der Kreditzuwachs ist nicht die Balkengrösse, sondern die Differenz zwischen zwei Monaten. Also beispielsweise etwa 420k von April auf Mai Es sind also keine kummulativen Werte, sondern absolute Zahlen. Somit hat die Plattform bereits locker zweistellige Millionenbeträge finanziert, Chapeau!. Per Ende Mai waren 1354 Investoren bei Peerberry registriert, welche seit Beginn circa 55k Euro an Zinsen eingesackt haben. Ich finde den Leistungsausweis nicht schlecht.

Der liebe Autoinvest und meine Rendite

Noch ein Wort zum Autoinvest, bevor ich auf die Rendite zu sprechen komme. Der Autoinvest läuft scheinbar nur einmal pro Tag und das vornehmlich in den späten Abendstunden. Ich schätze er läuft so gegen 22.00 Uhr, also etwa eine Stunde vor Tageswechsel in Lettland. So werden die Gelder gleichentags reinvestiert, sofern genügend Kredite verfügbar sind. Es ist auch schon vorgekommen, dass mal ein Tag Cash rumlag, aber das ist klar bei starkem Investorenwachstum.

Meine Rendite wird mir mit 12.43 Prozent angezeigt. Ich kann den Wert nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich die XIRR berechne, dann liege ich drunter. Das liegt aber auch daran, dass die XIRR in einer Anlageperiode unter einem Jahr weniger aussagekräftig ist. In den nächsten Monaten sollten sich die Werte jedoch angleichen. Ich rechne etwa mit einer Rendite von über 12 Prozent nach einem Jahr.

In den nächsten Monaten sollten wir weitere Verbesserungen der Plattform sehen, sowie neue Originatoren begrüssen dürfen. Hoffen wir mal, dass diese die gleiche Qualität aufweisen wie die bisherigen. Zur Plattform geht’s hier lang.

Grupeer neu mit Autoinvest und einigen Statistiken

Endlich gibt es nun den Autoinvest auch bei Grupeer. Vor etwa zwei Wochen wurde diese Funktion eingeführt. Aufgrund der niedrigen Anzahl von Krediten und derer guter Verfügbarkeit, ist der Autoinvest momentan eine nice to have Funktion, aber macht meiner Ansicht nach das Investieren einfacher. Ich kann mir das Einloggen sparen, nach den Zins- und Rückzahlungsemails. Gerne beschreibe ich euch kurz wie ich meinen Autoinvest eingestellt habe. Ihr seht das in der folgenden Grafik (den Autoinvest findet ihr übrigens unter Invest in eurem Account):

Leider muss man bei den Zinsen ein Minimum und Maximum setzen. Ich wollte die Zinsspanne von 14 Prozent gegen oben offen lassen, aber das geht leider nicht. Das selbe bei dem Investitionszeitraum. Zudem muss man ein Ablaufdatum für den AI setzen, auch dort kann man das Feld nicht leer lassen. Vorallem diesen Punkt finde ich verbesserungswürdig. Für was braucht es ein Enddatum bei einem Autoinvest? Gut, man kann das umgehen und das Datum weit in die Zukunft setzen. Grundsätzlich eine saubere und intuitive Lösung. Unter den Einstellungen gibt es noch einen Funktionsbeschrieb, falls ihr den braucht. Der Autoinvest investiert innerhalb von 5 Minuten, nachdem ihr ihn aktiviert habt. Bei mir hat er gleich zugeschlagen und in das Projekt mit dem höchsten Zinssatz investiert, was ich natürlich top finde. Er hätte auch zu 14% investieren können und wäre in meinen Parametern gewesen. Es scheint also im Hintergrund noch die Einstellung zu geben, dass zuerst in die besser verzinsenden Projekte investiert wird. Leider war es ein Projekt ohne Cashback, aber naja, man kann nicht alles haben 😉

In der Übersicht des Autoinvests seht ihr ganz rechts noch die Funktion invest in old. Wenn ihr diesen Button drückt, investiert der AI nochmals in Projekte, welche ihr schon im Portfolio habt. Bei jedem Buttondrücken macht er das jeweils einmal. Bei wenigen Krediten könnt ihr so euer Investment trotzdem verteilen.

Statistiken: ein klarer Uptrend

Im ersten Betriebsjahr hat Grupeer etwa 2 Millionen Euro an Krediten finanziert. Mittlerweile sind es über 5 Millionen, das heisst in den letzten 3 Monaten wurden etwa 3 Millionen Euro finanziert. Und der Trend geht weiter, so will man das Kreditvolumen merklich steigern in den nächsten Wochen. Es soll bereits am Montag losgehen. Die Marketingabteilung hat mir noch eine schöne Grafik zugestellt:

Man sieht ganz klar Zunahmen bei den neuen Investoren und beträchtliche Zuwächse im Volumen. Spannend finde ich, dass im April und Mai die Spanier mehr als die Hälfte der Investitionssumme gestemmt haben. Die Spanier sind auch bei anderen Plattformen weit vorne vorzufinden, aber nie so heftig wie hier. Ok, die Grafik zeigt natürlich schon nicht das ganze Bild, da nur zwei Monate angeschaut werden. Dennoch finde ich dies bemerkenswert. Die Spanier scheinen dem Crowdfunding- respektive Lending sehr aufgeschlossen gegenüberzustehen. Ich sehe auch beim Traffic meines Blogs, dass viele Besucher aus Spanien kommen. Wahrscheinlich lesen sie die Artikel in English oder benutzen google translate. Hoffen wir, dass die Plattformen so weiter wachsen kann und wir weiterhin keine Ausfälle bekunden müssen. Hier geht es zur Grupeer Registrierung.