Grupeer gibt Gas

Auch bei Grupeer ist es mittlerweile schon über ein Jahr her, seitdem ich eingestiegen bin. Am 17. Februar 2017 habe ich meine ersten Investitionen auf der Plattform getätigt. Ich mag die Plattfrom wirklich, auch wenn diese einige Mankos aufweist (mehr dazu unten), trotzdem habe ich Grupeer in den Top 3 meiner Lieblingsplattformen von 2017 berücksichtigt.

Das Kreditangebot steigt beträchtlich

In den letzten Wochen gab es immer mehr Kredite, welche auf den Primärmarkt kamen. Auch das Angebot an russischen Krediten zu 15 Prozent steigt kontinuirlich und sollte langsam bei etwa 200k Euro pro Monat liegen. Aktuell hat es noch ein Kreditvolumen verfügbar von über 300k Euro, Tendenz steigend. Es handelt sich dabei um Kredite mit einer maximalen Laufzeit von 12 Monaten (einige kürzere), welche Zinssätze von 14 und 15 Prozent bieten. Die 14er bieten teilweise auch noch 1 Prozent Cashback. Der Cashback wird übrigens gleich nach dem Investment eurem Konto gutgeschrieben.

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Die russischen Kredite werden via zwei Firmen in Russland vergeben, an denen Grupeer die Mehrheit hält um die Kontrolle behalten zu können. Immobilienprojekte hat es aktuell keine. Das Hotel Dominik Projekt wurde bereits komplett zurückgezahlt.

Was noch fehlt

Der Zweitmarkt fehlt immernoch, obwohl dieser bereits letztes Jahr hätte lanciert werden sollen. Ok, die Kredite laufen nicht zu lange, von daher verkraftbar. Aber ein Zweitmarkt gehört meines Erachtens zum Standard einer jeden Plattform. Leider kann ich euch kein Datum nennen, wann es soweit sein wird. Einfach irgendwann ist er dann da 😉

So wie es scheint, sind alle Kredite immer pünktlich bedient worden, abgesehen von einem oder zwei Tagen Verspätung aufgrund eines Wochenendes. Da stellt sich die Frage: wie kann das sein? Leider habe ich hierauf noch keine abschliessende Antwort erhalten. Ich bleibe aber dran und kann hoffentlich bald etwas dazu sagen.

Letten dürfen nicht investieren

Eher zufällig habe ich mitbekommen, dass Letten oder besser gesagt Investoren mit Wohnsitz Lettland, nicht investieren dürfen. Auf den ersten Blick tönt das sehr erstaunlich, da die Plattform ja in Lettland domiziliert ist. Es gibt jedoch eine einfache Erklärung dafür: In Lettland ist es verboten gewährte Kredite an Privatinvestoren zu verkaufen (daher hatte Mintos beispielsweise die Kreditverträge vor einigen Wochen abgeändert). Aus diesem Grund hat die Plattform entschieden, keine lettischen Investoren zuzulassen. Scheinbar machen diese eine Minderheit bei Grupeer aus.

Fazit

Wie gesagt, mir passt die Plattform gut, aber scheinbar ist diese noch ein wenig zu unbekannt. Es wurden bisher auch erst Kredite im Umfang von etwa 1.5 Millionen Euro finanziert, was etwa in einer Liga mit Robocash angesiedelt ist. Das es nicht mehr geworden ist, liegt natürlich auch an der Kreditknappheit während derersten Monate. Ich melde mich wieder, sobald ich mehr weiss bezüglich den nicht vorhandenen Verzügen. Hier geht es zu Grupeer.

Crowdestate: Update nach mehr als einem Jahr

Nach etwas mehr als einem Jahr des Investierens mit Crowdestate, kann ich nun ein Update geben, da mein erstes Investment (vorzeitig) zurückgezahlt wurde. Gestern erhielt ich die entsprechende Meldung, dass mein Projekt früher zurückgezahlt wird, die Verkäufe der Appartements waren wohl besser als antizipiert. Auf meinen 100 Euro (= Mindestinvestment) habe ich 17.04 Euro Zinsen erhalten, das entspricht einer XIRR von 15.22%. Ich bin vollends zufrieden mit diesem Projekt. Von der Gestaltung der Projektunterlagen bis zu den regelmässigen Updates war alles bestens. Ich hoffe nun, dass meine weiteren Investments einen ähnlichen Verlauf nehmen 😉 Die kommenden Wochen und Monate werden es zeigen. Hier könnt ihr meinen ersten Artikel zu Crowdestate lesen, meine Erwartungen wurden erfüllt.

Wer kann investieren?

Die Investitionen sind nicht auf EU Bürger beschränkt, sondern es kann aus der ganzen Welt aus investiert werden. Das Geld muss einfach per Überweisung auf das Estnische Konto von Crowdestate überwiesen, geht das nicht per Banküberweisung, schlage ich Transferwise oder Currencyfair (gibt noch 40 Euro Bonus bis zum 1.4, falls mindestens 1’000.- EUR transferiert werden) vor. Einzige Einschränkung: man muss mindestens 18 Jahre alt sein, respektive volljährig in seinem Wohnland.

Neu mit Autoinvest – ist auch nötig

Als ich begonnen hatte zu investieren, war der AI noch kein Thema. Man hatte zuerst 24 Stunden Zeit sich das Projekt anzusehen und dann einen beschränkten Betrag zu investieren. Nach weiteren 24 Stunden wurden die Schranken aufgehoben und man konnte so viel investieren wie man wollte (bis zum maximalen Projektbetrag natürlich).

Die letzten Projekte waren innert Minuten ausverkauft so wie ich das sehe. Das muss also über den Autoinvest gelaufen sein. Man kann diesen grob oder fein einstellen. Grob: Projektart, Zinssatz und Laufzeit. Bei den Feineinstellungen kann man viele Ebenen tiefer gehen und verschiedene Finanzierungs- und Besicherungsformen ein- oder ausschliessen. Das ganze ist meines Erachtens selbsterklärend. Ich werde wohl meinen AI einfach auf der obersten Stufe (Projektart, Zinssatz und Laufzeit einstellen).

Gemäss der Plattform sollten wir in den nächsten Wochen ein viel höheres Angebot an neuen Projekten sehen, als das in der Vergangenheit der Fall war (das Angebot hat gefühlt schon in den letzten Wochen zugenommen).

Fazit

Mir gefällt die Plattform wirklich gut, auch wenn die Risiken nicht zu unterschätzen sind (sieht man auch an den Zinsen). Bei Bauprojekten und/oder Finanzierungen kann immer mal etwas passieren. Aufgrund der verfügbaren Projektunterlagen bin ich aber der Ansicht, dass diese sauber geprüft werden und gibt mir Vertrauen. Ihr könnt euch die alten Projekte in eurem Account anschauen um euch selbst ein Bild zu machen. Schlussendlich seid ihr bei den meisten Projekten von Crowdestate eher Aktionär als Gläubiger, also im Problemfall schlechter gestellt. Das sollte euch einfach bewusst sein. Hier geht es zu Crowdestate.

Fragen einfach posten oder das Kontaktformular benutzen.

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Viainvest mit solidem Jahresergebnis 2017

Viainvest, oder besser gesagt der Mutter Konzern Via SMS Group, hat ihren noch nicht geprüften Jahresbericht für 2017 veröffentlicht. Ungeprüft bedeuted, dass dieser noch nicht von einer Revisionsgesellschaft wie PWC, E&Y oder so geprüft wurde. Gehen wir mal davon aus, dass die Zahlen korrekt sind 😉 Mein erster Gedanke: Sind die nicht fähig eine schöne Kopie des Geschäftsberichts hochzuladen? Oder zumindest gerade einscannen? Ändert an dem Zahlenmaterial nichts, aber der erste Eindruck ist halt eher dilletantisch. Ich persönlich würde mir als Firma grosse Mühe geben, solche Berichte in einer schöneren Form zu präsentieren.

Tieferer Reingewinn aufgrund der Expansion

Der Reingewinn sank von über 1.1 Millionen Euro im Jahr 2016 auf etwas über 838k für 2017. Das war zu erwarten, denn im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde Geld investiert für die Viainvest Plattform und weitere Märkte wurden erschlossen. Um Geld zu verdienen, muss man halt Geld investieren ;). Die Zahlen wirken solide und ich möchte auch nicht zu sehr ins Detail gehen damit, denn für Aussenstehende ist die Interpretation relativ schwierig. Buchhalterisch ist es immer möglich Sachverhalte zu beschönigen. Am Ende sehen wir sowieso nur die Oberfläche.

Was mir ins Auge sticht

Bei der Durchsicht des Berichts fand ich es relativ spannend zu sehen, dass die Via SMS Gruppe über Liquidität von mehr als 2 Millionen Euro verfügt. Fehlende Liquidität wäre ein Warnzeichen. Man sollte die Lage aber auch nicht als zu rosig anschauen, sollte es mal zu einer Rezession kommen und somit die Ausfälle steigen, wird die Kapitaldecke automatisch dünner. Viel Verwertbares im Sinne von Immobilien oder sonstigen Sachanlagen, welche gewisse Sicherheit bieten, kann die Via SMS Gruppe nicht vorweisen. Die Hauptanlage sind die ausstehenden Kredite, was wenig verwundert. Die Bilanz findet ihr auf Seite 9 des oben verlinkten pdf’s.

Richtig interessant wird es ab Seite 18…

..denn da seht ihr eine Aufstellung der Kreditquoten in den jeweiligen Verzugsstadien. Etwas mehr als ein Fünftel ist im Bereich von 90 und mehr Tagen Verspätung, und dieser Wert wird daher auch vom Gesamtportfolio abgezogen. Das ist etwas besser als 2016, wie ihr auf Seite 19 sehen könnt. Man kann also sagen: Die Ausweitung des Kreditvolumens hat nicht zu einer Verschlechterung der Nichtzahlquote geführt. Schon mal gut, in einem Jahr wissen wir, ob das eine nachhaltige Entwicklung sein wird. Zudem seht ihr auf Seite 19 noch die Verteilung der Kredite nach Land. Auf Seite 23 sind die einzelnen Subunternehmen der Gruppe aufgeführt, beinahe alle sind in komplettem Besitz der Gruppe.

Viainvest scheint 2018 auch noch in neue Geschäftsfelder vorzudringen, denn es wurde in Litauen ein Zahlungsprovider (e-money wie zum Beispiel Paysera) gegründet. Auch im Bereich Kredite mit Kryptowährungen tut sich etwas.

Fazit

Wie gesagt, ein solides Ergebnis. Viainvest ist sicherlich, zusammen mit Peerberry, aus finanzieller Sicht eine der solidesten baltischen p2p Plattformen. Man darf einfach nicht vergessen, dass die Karten in einer Rezession neu gemischt werden. Auch möchte ich noch zum Ausdruck bringen, dass auch wenn sich 839k Euro Reingewinn sehr gut anhören, Gewinnzahlen immer mit Vorsicht zu geniessen sind. Gewinne sind nicht Liquidität auf dem Konto, und die braucht es zum Überleben. Gewinne können auf illiquiden Buchpositionen basieren, welche man vielleicht nicht ins Trockene bringen kann (jaja ich weiss, es gibt Buchhaltungsstandards etc die genau das verhindern sollen. Die Vergangenheit hat einfach gezeigt, dass dies nicht immer funktioniert ;). Ich will den Jahresabschluss überhaupt nicht madig machen, aber ich finde eine gesunde Portion Skepsis und gesunder Menschenverstand ist nie fehl am Platz ;). Alles in allem aber: Well done Viainvest!

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Insolvenz einer britischen p2p Plattform und weitere News

Heute gib es nur einige News aus der P2P Welt sowie Hinweise auf aktuelle Cashback Programme.

Collateral stellt den Betrieb ein

Diese Woche ist es passiert, Collateral war nicht mehr zu erreichen. Die Plattform scheint insolvent (?) zu sein und wird abgewickelt. Es scheint so, als ob die Plattform keine definitive Betriebserlaubnis erhalten hatte (von der FCA = Regulator in UK) als die temporäre Lizenz ausgelaufen ist. Scheinbar hat man dann trotzdem noch weitergemacht…. Auf jeden Fall werde ich die Geschichte detailliert aufrollen in den nächsten Wochen. Aktuell ist nicht viel zu machen, da ein Verwalter eingesetzt wurde, welcher jetzt die Geschichte abwickelt. Ich selber bin auch betroffener Anleger. Sofern die ausstehenden Kredite weiter bedient werden oder die Sicherheiten verwertet werden können, ist es möglich, dass die Anleger schadlos aus der Nummer rauskommen. Jetzt ist einfach Geduld gefragt, denn auch wenn es keine Verluste geben sollte, das Geld ist jetzt sicherlich Monate unereichbar. Es erstaunt mich, dass so etwas im europäischen Ursprungsmarkt Grossbritannien passiert. Das zeigt uns wieder einmal: Diversifikation ist alles, und kein Geld einsetzen, welches man kurzfristig braucht!

Viventor bietet 10 Euro Cashback

Ab sofort bietet Viventor Neukunden 10 Euro Cashback, sofern diese 500 Euro für mindestens 30 Tage anlegen. Solltet ihr via diesen Blog zu Viventor gelangt sein in den letzten Wochen, dann kommt ihr auch in den Genuss des Cashbacks, sobald 30 Tage vorbei sind bei euren Anlagen (sofern ihr mehr als 500 Euro angelegt habt). Neukunden können sich hier registrieren.

Currencyfair bietet aktuell 40 Euro Cashback bis zum 1. April

Solltet ihr Währungen tauschen wollen, bietet Currencyfair aktuell 40 Euro Cashback, wenn ihr mindestens 2k Euro wechseln wollt. Dies kann über mehrere Transaktionen geschehen. Bedingung ist einfach, dass ihr diesen Link zur Registrierung nutzt. Die Funktionsweise von Currencyfair könnt ihr hier nachlesen.

Estateguru neu auch mit spanischen Krediten

Vorletzte Woche wurde der erste spanische Kredit auf Estateguru platziert und gleich vollumfänglich investiert. Die Immobilie steht in Spanien, wurde aber von einer estnischen Firma belehnt. Ich denke daher nicht, dass wir allzuviele spanische Kredite sehen werden. Ich bleibe sowieso vorerst bei den baltischen Krediten, ausser es gibt „gute“ Finnen. Aktuell gibt es für Neuinvestoren noch 1% Cashback auf die Investitionen der ersten 3 Monate. Die Aktion endet sobald 11’000 Investoren bei Estateguru registriert sind, was in 2 bis 3 Wochen der Fall sein dürfte.

Was könnt ihr in den nächsten Wochen auf diesem Blog erwarten?

Ich werde bei vielen neueren Plattformen ein Fazit nach einem Jahr anlegen ziehen können (wie bei Robocash beispielsweise). Zudem kommen neue Plattformen dazu. Wie versprochen, werde ich versuchen die Collateral Insolvenz aufzuarbeiten. Und news gibt es immer wieder mal dazwischen. Möchtet ihr speziellere Themen behandelt haben? Lasst es mich wissen, ich bin immer auf Anregungen gespannt.