Ein Jahr Robocash und 14.44% Rendite

Robocash feierte Gestern am 21. Februar sein einjähriges Jubiläum. Ich wusste, dass ich einer der ersten fünf Investoren war damals, aber ich hatte keine Ahnung mehr, ob ich bereits am ersten Tag investiert hatte. Ein Blick auf den Kontoauszug bestätigt mir, dass ich meinen Account am 21. Februar mit meiner Einlage aufgefüllt hatte. Mein erstes Investment wurde am 22. Februar 2017 gemacht, somit habe ich heute mein einjähriges Robocash Jubiläum. Ich glaube mich zu erinnern, dass ich am 21. Februar versucht hatte in 16 oder 17 prozentige Darlehen zu investieren, da damals Zinsen von 14 bis 17 Prozent angekündigt waren. Es hatte jedoch immer nur 14%er (was ja toll ist). Daraufhin habe ich meine Ansprüche gesenkt und auch 14er zugelassen ;). Das erklärt wohl, warum ich erst heute ein Jahr investiert bin.

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In einem Jahr ist viel passiert, aber auch irgendwie nichts

Ein Blick auf meinen Kontostand zeigt mir einen Totalwert von 1’144.40 Eurorobocash robot an (wobei 1’360 investiert sind und 84.4 aufgelaufene Zinsen darstellen). Da ich nach der Einzahlung von EUR 1’000 mein Konto einfach laufen liess, ist die Renditeberechnung sehr einfach 1’144.40 / 1000 = 14.44%, ich brauche mir Heute also keine Gedanken zur XIRR Berechnung zu machen 😉 Interessant finde ich die Rendite allemal, denn wenn ich von 14% ausgehe und diese monatlich verzinst und wiederangelegt kriege, sollte ich dank Zinseszins auf 14.93% kommen (theoretisch). Ich will überhaupt nicht klagen, 14.44 Prozent ist super, mit quasi null Aufwand (aber nicht wirklich einschätzbarem Risiko). Ich frage mich einfach woher die Differenz kommt, und die ist erklärbar damit, dass während einer Phase die Gelder nicht immer taggleich reinvestiert wurden. Ich liess das Geld liegen und schaute ab und an ob es investiert wurde. Ich konnte mal eine zweiwöchige Phase ausmachen, wo praktisch alles rumlag, danach war immer mal wieder ein wenig Geld auf dem Konto. Wie ich jetzt sehe, hat mich die ganze Geschichte nur 0.49% Rendite gekostet (ok, das stimmt nicht ganz, denn die Robocash Darlehen laufen eigentlich weniger als 30 Tage – sofern kein Buyback passiert – somit wäre meine theoretische Rendite etwas höher als 14.93 Prozent. Aber der Einfachheit halber lassen wir das ;)).

Robocash hat seine Funktionalitäten verbessert, jedoch sieht die Oberfläche noch recht ähnlich aus. Das meine ich mit irgendwie ist fast nichts passiert, obwohl eben doch vieles gemacht wurde.

Die Geschichte mit der Maximaleinlage von 10k Euro

Das Einzahlungslimit war auf 10k Euro festgesetzt worden pro Investor. Mehr einzahlen ging nicht. Jetzt ist es scheinbar so, dass dieses Limit pro Jahr gesetzt ist. Das heisst nach und nach können Investoren ihre Einlage über 10k erhöhen, auf maximal 20k.

Wenn jetzt so noch viel Geld von bestehenden Investoren nachfliesst, welche bisher limitiert waren, könnte das zu Engpässen führen bei den Krediten. Theoretisch zumindest, praktisch glaube ich es nicht. Aktuell sind etwa 1’800 Investoren registriert, welche etwa 3 Millionen Euro investiert haben. Das macht gut 1’667 Euro pro Investor. Zudem sind in den 3 Millionen wohl noch Reinvestments mit drin (weiss ich aber nicht), so dass der durchschnittlich angelegte Betrag pro Investor noch tiefer sein dürfte. Die Limitierung hat meiner Ansicht nach nur sehr wenige Investoren eingeschränkt, so dass ich denke, dass hier keine Gefahr für das Kreditangebot von dieser Seite besteht. Wissen tue ichs aber auch nicht 😉

Fazit

Robocash hat mir eine schöne Rendite beschehrt, ohne dass ich nur einmal etwas verstellt hätte. Dies kommt passivem Investieren sehr sehr nahe, der Roboter macht seinen Job wirklich gut. Nicht verwunderlich, dass Robocash in meiner Top 10 weit vorne ist. Es bleibt zu hoffen, dass das Kreditangebot weiter ausgebaut werden kann um die Investoren zu bedienen. Auch hoffe ich, dass die ersten tausend Investoren jetzt im 2018 in den Genuss des versprochenen Loyalitätsprogrammes kommen, welches schon lange versprochen wurde.

Crowdestor: neue Plattform mit erstem Projekt (17% Zinsen)

Vor einigen Tagen bin ich über die neue Plattform Crowdestor mit Sitz in Talinn, Estland gestolpert. Man kann auf der Homepage bereits zwei Projekte sehen, eines ist nun live (mehr dazu weiter unten). Die Plattform ist von zwei Unternehmern gegründet worden, welche ihre Erfahrung im Energie- und Immobilienbereich gesammelt haben. Daher erstaunt es nicht, dass über diese Plattform Projekte aus diesen Sektoren finanziert werden sollen. Zudem crowdestor logosollen auch Projekte aus dem Transportbereich kommen und sich auch Startups finanzieren können. Es sieht also so aus, als ob die Plattform sowohl Kredite vergeben wird, wie auch Eigenkapital (Aktien) an den Investor bringen wird.

Rahmenbedingungen und Registrierung

Investieren kann jeder, welcher mindestens 18 Jahre alt ist und über ein Bankkonto verfügt. Es sieht so aus, dass Investoren aus beinahe allen Ländern der Welt willkommen sind (ist bei Mintos übrigens auch so). Sicher ist auf jedenfall, dass Investoren aus dem EU Raum sowie der Schweiz investieren können. Die Mindestanlage liegt bei EUR 100 pro Gebot und kann nach Gebotsabgabe auf das Investorenkonto überwiesen werden.

Die Anmeldung geht rasch, Emailadresse bestätigen und schon hat man seinen Account. Bevor man aber Gebote abgeben kann, muss das Profil ausgefüllt sowie ein Identifikationsdokument hochgeladen werden. Die Angaben werden dann innerhalb von 24 Stunden überprüft und der Account für Gebote freigeschaltet. Dauerte bei mir nur 3 Stunden. Danach kann man die Überweisungsdaten anfordern indem man auf add funds klickt, es geht ein pop-up auf und ihr seht die Angaben. Diese werden euch noch separat per Email zugestellt.

Das Tesla Taxi Projekt

Crowdestor startet mit seinem ersten Projekt, bei welchem ein Taxiunternehmen aus Riga eine Finanzierung sucht um drei gebrauchte Teslas (mit niedrigem Kilometerstand) zu erwerben. So wird die bestehende Flotte erweitert. Gesucht werden minimal 45k bis maximal 80k Euro. Verzinst wird das Ganze mit 17%, wobei die Zinszahlungen monatlich geleistet werden. Die Laufzeit beträgt 12 Monate.

crowdestor tesla first project

Grundsätzlich finde ich die Idee mit den Elektrotaxis gut, aber ich frage mich warum man 3 Teslas und nicht 6 günstigere Elektroautos kauft? Ich bin jetzt nicht so der Kenner der Elektroautos und Teslas haben sicher ihren Reiz, aber macht das Sinn? Gut, die Batterie der Teslas ist stark, aber für den Taxibetrieb gibt es sicher auch günstigere geeignete Autos (Nissan LEAF ist ja schon in der Flotte). Man betreibt seine Flotte mit der Taxify app, was ein Uber Konkurrent aus Estland ist. Das kann irgendwie von der Preisstruktur her nicht gewinnbringend sein. Wie gesagt, meine Meinung, ohne viel Ahnung zu den lokalen Gegebenheiten noch vom Business an sich zu haben.
Die Finanzierung finde ich auch etwas speziell: Das Unternehmen holt sich via Crowdfunding Eigenkapital, least 3 Teslas (und holt sich die Restfinanzierung via Kredit bei der Plattform, also ist es kein 100% Leasing). Auch sieht mir die Firma irgendwie nach Flickwerk aus. Man ist scheinbar noch ins Logistikbusiness eingestiegen nebenbei. Ok, Taxi und Logistik sind verwandte Bereiche und können sicher Synergien schaffen. Ich stelle aber hier ein Fragezeichen dahinter.

Fazit -> ich investiere

Ihr seht, mich reisst das Projekt jetzt nicht aus den Socken und ich habe viele Fragezeichen, ob das wirklich funktioniert. Schlussendlich siegt hier jedoch mein Testergen und ich gehe mit dem Mindestgebot von EUR 100.- rein. Die monatlichen Zinszahlungen sowie die Tatsache (oder Hoffnung), dass crowdestor ihr erstes Projekt hoffentlich nicht vergeigt, stimmen mich etwas positiv. Falls hier schon bei den monatlichen Zahlungen Verzögerungen auftreten, werde ich mir die nächsten Projekte nicht mehr ansehen. Obwohl bald ein Immobilienprojekt in Riga mit 15% Verzinsung kommen wird (könnt ihr euch übrigens schon ansehen auf der Homepage).

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Wiedermal ein Kurzrückblick – es ist so einiges passiert

Estateguru ändert die Kreditstruktur nach Investitionsschluss

Ich hatte ja hier bereits über den ersten finnischen Kredit berichtet und meine Analyse dazu verlinkt. Nachdem der Kredit vollständig finanziert war, kam am Wochenende die Meldung, dass die Kreditstruktur angepasst wird. Ich dachte mir nur, dass kann doch nicht sein, dem habe ich nicht zugestimmt. Daher habe ich eine Email geschrieben, dass dies doch nicht geht. Mein Gebot wurde kurzerhand gelöscht, Estateguru hat meinen Kreditanteil übernommen. Eigentlich war das nicht die Meinung, denn ich hätte in den Kredit auch investiert, wenn diese Struktur klar gewesen wäre. Triin von Estateguru hat mir dann ausführlich erklärt, dass die Situation erst nach der Finanzierung des Projekts aufgetaucht ist, als man die letzten Vorbereitungen zu den Verträgen abschliessen wollte. Daher hat man entschieden weiterzumachen und die Investoren über den Umstand im Nachgang zu informieren. Objektiv betrachtet sehe ich die Vorgehensweise von Estateguru, denn die Situation der Investoren wird nicht wirklich schlechter durch die Strukturänderung (soweit ich das sehe). Subjektiv betrachtet passt es mir nicht, dass Projekte abgeändert werden können, nachdem ich geboten hatte. Glücklicherweise ist Estateguru in solchen Fällen kulant und lässt die Investoren raus. Ich frage mich nur, was passiert wäre, hätte ich einen grossen Kreditanteil… Ich werde auf jedenfall das Projekt weiterverfolgen, ich bin immernoch davon überzeugt, dass es gut kommt. Und das Estateguru an der Kommunikation arbeiten muss, ist ja nichts neues. Wer damit nicht umgehen kann, sollte die Finger von der Plattform lassen.

Im Statistikteil der Plattform sieht man nun, dass 2 Kredite im Status default sind und einer recovered wurde (es waren also bisher 3 Kredite die im Status ausgefallen waren.). Der Kapitalverlust steht immernoch bei 0, es ist also noch kein Investor zu schaden gekommen. Momentan hat es etwas mehr als 10’200 Investoren, bis dies 11’000 sind bietet Estateguru Neuinvestoren 1% Bonuszinsen auf alle Gebote während der ersten drei Monate. Um davon zu profitieren, meldet euch mit diesem Link an.

Mintos führt die Graceperiod ein

An sich ist das nichts neues, da die Kredite auch schon früher erst einige Tage (je nach Kreditvermittler) als verspätet gelistet wurden. Einen besonderen Status hatten die Kredite aber nicht, was jetzt geändert wurde. Im Geiste der Transparenz ist dies sicherlich ein Fortschritt. Ändert aber an der Tatsache nichts, dass für die Graceperiod keine Zinsen gezahlt werden ;). Die vielen Cashback Angebote machten auch bei der Darstellung der Kontenübersicht eine Anpassung notwendig. Neu weist Mintos die erhaltenen Boni in der Übersicht aus und deklariert diese im Kontoauszug nicht mehr als Deposit. In die Renditeberechnung fliessen diese aber glücklicherweise nicht ein (ja, wenn ihr aufgrund der Cashback Angebote sehr aktiv wart am Zweitmarkt, dann ist das ein Nachteil für euch). Man sollte der Renditeberechnung von Mintos aber ohnehin nicht zuviel Gewicht schenken und die Rendite nach XIRR berechnen in Excel.

Weitere Neuerungen bei den Anzeigeoptionen werden gerade implementiert, plus gibt es neu den ersten Kreditvermittler aus Südamerika (Kolumbien). Die Kredite sind leider in EUR gelisted, und nicht in USD.

V wie Viainvest oder doch besser Viventor?

Die Meldungen häufen sich, dass der autoinvest bei Viainvest die Gelder nicht mehr investiert. Es hat scheinbar einfach zu wenige Kredite. Schaut euch mal meinen aktuellen Artikel zu Viventor an, da gibt es genügend Kredite zu gleichen Kriterien wie bei Viainvest und das Ansässigkeitsformular für die Steuern habt ihr ja schon 😉 Neu brauchts keine Ansässigkeitsbestätigung mehr, nur noch Identifikationsdokument plus Wohnsitzbestätigung (= Stromrechnung oder Ähnliches. Ab jetzt gibt es 10 Euro Cashback, wenn ihr mindestens 500 Euro während 30 Tagen investiert. Registriert euch via diesem Link.

Brickowner

Ich habe ja das Entwicklungsprojekt von Brickowner bereits vorgestellt. Man kann dort übrigens auch ohne GBP Konto investieren und einfach per Kreditkarte zahlen. Warum ich immer nur auf ein Transferwise oder Revolut Konto hingewiesen habe? Ganz einfach: Will man das Geld nach Beendigung des Kredits wieder zurücküberweisen, fallen hohe Überweisungsspesen an, wenn man es sich auf sein Girokonto überweisen lässt. Dies nur so als Input am Rande.

Viventor ist wieder da

Wirklich verschwunden war die Plattform ja nie, ich hatte sie einfach aus meinem Investitionsuniversum verbannt, da mein Geld nicht investiert wurde, und das über einen längeren Zeitraum. Die Plattform hat nie versucht so schnell wie möglich zu wachsen, sondern hat hier in weiser Vorraussicht gehandelt. Interessante Einblicke in die Vorgehensweise gibt es hier. Mir hat Viventor immer zugesagt, aber eben, was soll ich mein Geld Wochen uninvestiert rumliegen lassen, wenn es doch Alternativen gibt? So wie sich die Lage aktuell darstellt, ist Viventor nun zu einer Alternative zu Viainvest oder auch Swaper geworden, wo es doch einige Berichte gibt über zuviel Cash das rumliegt. Bei mir hält sich das noch in vertretbarem Rahmen (10 bis 15% Cash), sollte die Quote aber höher werden, werde ich Umschichten.

Welche Kredite gibt es?

Aktuell gibt es über tausend Kredite mit Buyback zu 12%, das Volumen dürfte eine Million Euro locker übersteigen. Die Kredite haben Laufzeiten von bis zu 3 Jahren, werden aber monatlich amortisiert, was die effektive Kapitalbindungsdauer reduziert. Zudem glaube ich nicht, dass viele dieser Kredite die volle Dauer laufen werden, ich halte ein Buybackevent für wahrscheinlicher während der Laufzeit. Es gibt manchmal auch Kredite mit 14% Rendite, die sind aber eher selten, und ich würde eher nicht damit rechnen, solche zu erhalten. Lustig finde ich auch, dass die meisten Kredite von alten Bekannten Kreditvermittlern wie Aforti oder Mybucks kommen. Na klingelt es bei diesen Namen? Genau, diese Kreditvermittler finanzieren sich auch bei Mintos. Ich vermute die Vermittler wollen einfach mehrere Anlaufstellen für die Kapitalfinanzierung haben, falls mal bei einer Plattfrom Ebbe herrscht. Ich glaube so einen Fall haben wir momentan, da Mintos aktuell eine agressive Cashbackaktion fährt bei den Payday Krediten und natürlich werden da die Eigengewächse Lendo etc bevorzugt.

Viventor Primaermarkt Kredite
Aktuelle Übersicht von 12 Prozent Krediten

Was gilt es zu beachten?

Ich habe die Situation mit dem Kreditvolumen nun einige Wochen beobachtet und denke, dass diese stabil ist. Das kann sich natürlich schnell wieder ändern. Ich glaube aber, dass Viventor hier eine nachhaltige Strategie verfolgt und langsam noch weitere Kreditvermittler auf die Plattform lassen wird. Und jetzt kommt etwas mühsameres: Viventor verlangt eine Ansässigkeitsbestätigung vom Steuersitz, die Viainvest Investoren kennen das schon. Investieren kann man auch ohne diese Bestätigung, es werden einfach Zinsen zurückbehalten, welche aber bei Vorlage des Steuerzertifikats vergütet werden. Dies ist zumindest mein letzter Stand. Neuerdings braucht es keine Ansässigkeitsbestätigung mehr!

Fazit

Wie ich bereits geschrieben habe, mag ich die von Viventor gefahrene Strategie. Diese ist wohlüberlegt und nicht hektisch. Man will nicht jeden Kreditvermittler auf der Plattform haben und ist dafür gewillt auf Volumen zu verzichten. Technisch läuft die Plattform sehr schnell und der autoinvest ist sehr gut. Wenn das Volumen stimmt, ist Viventor für mich eine Top 10 Plattform. Der einzige Grund warum die Plattform nicht dabei war, ist dass es bis etwa Oktober letzten Jahres schier unmöglich war sein Geld dort unterzubringen. Registrieren könnt ihr euch über diesen Link und kriegt 10 Euro Cashback, wenn ihr mindestens 500 Euro investiert

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Ein Zwischenfazit nach einem halben Jahr Housers

Nach bald einem halben Jahr mit Housers ist es an der Zeit mal ein Zwischenfazit zu ziehen. In meinem Investitionszeitraum hat sich einiges getan bei der Plattform. Man hat beispielsweise die ersten Projekte in Portugal finanziert bekommen, neue Städte in Italien erschlossen und nebenbei ein Hotel finanziert. Zudem wurde das Dashboard überarbeitet und man findet jetzt Daten und Übersichten zu allen Investments. Ich kriege detaillierte Einnahmenübersichten, Aufsplittung der Einnahmen und noch vieles mehr. Auch zeigt mir der Diversifikationsindex (siehe Bild), dass ich nur mittelmässig diversifiziert bin (66 von 100 Punkten).Housers Portfolio Shame on me 😉 Nur muss man dazu sagen, dass es relativ schwierig ist sich zu verbessern, denn einige Parameter sind von Natur aus limitiert (Art des Investments/Geographische Verteilung etc). Es gibt halt nicht mehr Optionen als in Vermietungsobjekte (BTL), Verkaufsobjekte (BTS) oder Entwicklungsprojekte (development loans) zu investieren. Von daher sehe ich mich also doch recht gut aufgestellt ;). Ich nehme an die Spinnennetzgraphik ist ihrer Zeit schon etwas voraus und wir werden noch neue Möglichkeiten sehen. Bei all den Daten sehe ich aber keine Renditezahl und das bringt mich auch schon zu meinem nächsten Punkt.

Daten, und noch mehr Daten

Die Fülle der Daten ist enorm, nur handelt es sich dort meistens um Schätzungen. Das alleine ist mir ja noch egal, nur ist es relativ mühsam nachzuvollziehen ob die Projekte wirklich so rentieren, wie sie sollten. Es geht schon zum Beispiel über die Transaktionsliste, welche man auch exportieren und in Excel weiterbearbeiten kann. Ich muss aber auch dazu sagen, dass mein Anlagehorizont noch zu kurz ist mit 6 Monaten, denn die Verkaufsprojekte haben eine Zeitdauer von 12 Monaten vorgesehen, das heisst noch keines dieser Objekte wurde verkauft. Man kann übrigens die Fortschritte auf Projektebene sehen, es gibt detaillierte Bilder dazu. Einige meiner Verkaufsprojekte sind jetzt aus der Renovationsphase raus und werden aktiv im Markt angeboten. Mal sehen wann das erste verkauft wird, und ob die erwartete Rendite erzielt werden kann. Bei den Entwicklungsprojekten ist es einfach, da haben wir einen fixen Zinssatz, und der wird pünktlich gezahlt (Abzug von 1/10 als Kommission für die Plattform). Auch die Vermietungsprojekte zahlen pünktlich ihre «Miete», da habe ich mich aber gefragt, woher denn das Geld kommt, denn die Immobilien sind erst gerade fertig renoviert worden und erst zur Vermietung ausgeschrieben. Das Geld kommt scheinbar aus dem Finanzierungsbetrag des Projekts, also haben die Investoren die Miete des ersten Jahres quasi bevorschusst. Das System nennt sich «instant yield» und die Mieteinahmen/Zinsen für das erste Jahr sind garantiert. Der Support hat mir jedoch noch nicht meine Frage beantwortet, in welcher Position des Business/Finanzplans das ersichtlich ist. Ich habe jetzt schon 4 Mal gemailt und noch keine befriedigende Antwort erhalten. Schlussendlich spielt es nicht so eine grosse Rolle, interessant wird es später, sobald die Immobilien vermietet sind. Dann sehen wir ob die Einnahmen steigen oder sinken, also können wir dann prüfen ob die Schätzungen einigermassen zutreffend waren seitens Housers.

Steigende Zinsen und Immobilienpreise

Aus aktuellem Anlass, da die Börsen verlieren, weil die Zinsen steigen, habe ich mir mal die Hauspreisentwicklung in Deutschland angesehen und der Renditeentwicklung von 10jährigen deutschen Staatsanleihen gegenübergestellt (siehe Bild unten). Es ging mir um den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen Zinsen und Immobilienpreisen.

Hedonische Immobilienpreise Renditen Staatsanleihen
Entwicklung hedonischer Hauspreisindex Deutschland versus Renditeentwicklung Bundesanleihen

Man liest eigentlich immer davon, dass niedrigere Zinsen mit höheren Immobilienpreisen einhergehen. Gemäss der Graphik (und den gewählten Instrumenten) kann man den Zusammenhang so ab 2011 schön beobachten. Während die blaue Linie (Häuserpreise, linke Skala) anzieht, gehen die Renditen (=Zinsen, rote Linie, rechte Skala) kontinuierlich nach unten. Es sieht also so aus als wenn die Zinsen unter 2% fallen, die Immobilienpreise stark anziehen. Das würde insofern Sinn ergeben, als viele Leute mehr Rendite als die ominösen 2% haben wollen, aber das ist alles Spekulation.

Auf was will ich hinaus?

Wenn wir davon ausgehen, dass die Zinsen steigen und so das Interesse an Immobilien abnimmt, drückt das automatisch die Preise. Das wäre dann besonders für meine Verkaufsprojekte bei Housers nicht so ideal, da die erwarteten Verkaufspreise wohl nicht realisiert werden könnten. Auch auf die Vermietungsobjekte hätte das einen negativen Einfluss, tiefere Mieten müssten wohl akzeptiert werden. Aber soweit sind wir ja noch nicht. Man sollte sich dessen einfach bewusst sein. Ich glaube auch nicht, dass die Zinsen massiv steigen werden in den nächsten 1 bis 2 Jahren. Aber was weiss ich schon 😉
Fazit
Ich bin zufrieden wie es bei Housers läuft. Ob das so bleibt hängt stark davon ab wie gut die Verkaufserlöse werden. In wenigen Monaten werde ich mehr wissen. Neukunden kriegen übrigens EUR 25 Bonus, wenn ihr diesen Link nutzt und mindestens 50 Euro investiert. Die 25 Euro müssen jedoch investiert werden, damit diese euch gehören. Da das Mindestinvestment bei 50 Euro liegt, solltet ihr mindestens 75 Euro einzahlen. So könnt ihr in zwei Projekte investieren.

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Einige News aus der p2p Welt

Estateguru bietet neu auch Kredite für finnische Projekte an

Diese Woche kam mit EUR 1.65 Millionen das bislang grösste Projekt bei Estateguru auf die Plattform. Speziell an der Geschichte ist, dass es kein estnisches, sondern ein finnisches Projekt ist. Ich bin ja kein Fan von Auslandsexpansionen, aber diesem Kredit stehe ich eher positiv gegenüber. Ich habe meine Gedanken im p2p Kredite Forum festgehalten und werde dort weiterberichten, ob die Zahlungen pünktlich kommen.

Flender aktuell mit 4 offenen Krediten

Jetzt wäre wohl eine gute Gelegenheit um einzusteigen, man kann gleich 4 Kredite ins Portfolio aufnehmen. Es hat auch einige kleinere darunter, welche sich schnell füllen sollten. Bei grösseren Krediten konnte ich schon feststellen, dass diese früher geschlossen werden (zum Beispiel bei 40k von 100k) und dann in einer zweiten Tranche wieder auf die Plattform gestellt werden. Bis jetzt ist noch keiner Meiner Kredite eine Zahlung schuldig geblieben, es wurde immer pünktlich bezahlt. Hier geht’s zu Flender (aktuell mit 5% cashback).

Seedrs – Zweitmarkt wird weiter geöffnet

Als der Seedrs Zweitmarkt eingeführt wurde, konnte man nur Anteile von Firmen auf dem Zweitmarkt kaufen, in welche man selbst bereits investiert war. Seit heute kann man jegliche Anteile erwerben und so auch bei Projekten einsteigen, die man verpasst hat. Hierdurch werden die eher illiquiden Startup Aktien verkäuflicher. Es gibt jedoch keine Auf- oder Abschläge, es wird jeweils zum Fair Value (fairer Wert gemäss aktueller Bewertung, meistens die des letzten raises) verkauft und gekauft.

Brickowner – das Immobilienentwicklungsprojekt füllt sich stetig

Vor einigen Tagen habe ich euch ja von diesem Projekt berichtet.Brickowner Regen House project Aktuell sind bereits über 220k der benötigten 1.7 Mio GBP zugesagt worden. Ihr könnt euch also noch beteiligen, falls ihr wollt. Bezüglich der Fremdwährungsentwicklung habe ich hier etwas geschrieben im 10 Jahresvergleich. Für die GBP Überweisung nehmt ihr am besten das Transferwise borderless Konto, oder nutzt Revolut (als Investor mit Wohnsitz EU kriegt ihr ein personalisiertes GBP Konto bei beiden Anbietern, kostenlos. Für Schweizer geht das nur bei Transferwise). Currencyfair geht auch, aber ohne personalisiertes Konto.

Iuvo näher unter der Lupe / guter Autoinvest

Ich war ja nicht immer so glücklich mit Iuvo und habe meinen Versuch mit der Plattform vor einem Jahr einmal abgebrochen. Neben der etwas anderen Umgangsart mit Verzugszinsen, war mir die Plattform auch etwas zu mühsam (Fehler, kein solider AI). Mittlerweile muss ich sagen bin ich vom Handling der Plattform her mehr angetan als auch schon (von der deutschen Übersetzung aber weniger ;)). Die Plattform läuft flüssig, der AI tut was er soll, und meine Rendite wird auch besser.

Die Handhabung von überfälligen Krediten bei Iuvo

Stand Heute sind alle Darlehen mit Buyback nach 60 Tagen abgesichert, jedoch nur das Kapital, nicht die aufgelaufenen Zinsen (die kriegt ihr nur, wenn der Kreditnehmer vor dem Buyback noch zahlt, dafür mit Strafzinsen). Das heisst ihr kriegt «nur» euer Kapital zurück, ohne Zinsen, wie das bei den meisten anderen Buyback Plattformen üblich ist. Dessen muss man sich vor einer Investition im Klaren sein. Auf der anderen Seite könnt ihr aber auch verspätete Darlehen kaufen und falls der Kreditnehmer noch zahlt, kriegt ihr die ganzen aufgelaufenen Zinsen und nicht nur die auf eure Haltefrist beschränkten. Ich habe es eine Zeit lang probiert und nur verspätete Kredite gekauft, das Ergebnis war jetzt nicht so toll 😉 Aber vielleicht erkennt ihr ein Muster, mit dem ihr vom Setup profitieren könnt.

Der Autoinvest hat viele Einstellungsmöglichkeiten

Ihr könnt bei Iuvo entweder manuell investieren (so wie ich das zu Testzwecken gemacht habe), oder einen Autoinvest konfigurieren. Der AI hat viele Einstellungsmöglichkeiten und so könnt ihr sehr genau investieren, wie ihr wollt. Dazu müsste man aber eine genaue Vorstellung haben, was am besten läuft (oder man probiert einfach aus, was einem am besten passt). Meine Tests haben für mich ergeben, dass ich wohl am besten fahre mit Krediten, welche kurze Ratendauern haben (7 bis 15 Tage) und Zinsen von mehr als 12% bezahlen. Ich gebe hier zu bedenken: Das lief bei meinen Tests gut, aber das muss noch nichts heissen. Es waren einfach zu wenige Kredite bisher in welche ich mit den genannten Kriterien investiert habe. Das Resultat kann also pures Glück sein, ich werde in den nächsten Monaten sehen, ob ich Recht hatte oder nicht.

Meinen AI habe ich wie folgt konfiguriert:

Schön finde ich auch, dass gleich angezeigt wird, wie viele Kredite mit meinen Kriterien übereinstimmen. Hier würde man also Fehler in den Einstellungen bemerken. Meine Rendite liegt aktuell zwischen 10 bis 11 Prozent, wobei ich mittlerweile zuversichtlich bin, über 12% zu kommen. Ich habe schon Renditen von anderen Investoren gesehen, welche über 12% kommen. Es ist also möglich. Noch etwas: Die Rendite, welche im Account angezeigt wird ist der durchschnittliche Zinssatz aller im Portfolio befindlichen Kredite und hat somit null Aussagekraft.

Fazit & Cashback Bonus

Ich bin einiges zuversichtlicher, was die Plattform betrifft als auch schon. Sollte meine Strategie aufgehen, habe ich hier eine valable Alternative und komme sogar noch ein bisschen Weg von Lettland, da Iuvo in Estland angesiedelt ist (ursprünglich Bulgarien). Wenn ihr euch darüber aufregt, dass ihr im Buyback Fall nur das Kapital zurück erhaltet, dann lasst die Finger von Iuvo. Nach meiner Auffassung macht dieser Umstand die Plattform sicherer als eine, welche für Kapital und Zinsen geradestehen muss. Dies kann natürlich zu Lasten der Rendite gehen.

Zum Schluss: Für Neuinvestoren gibt es ein interessantes Angebot: 30 Euro Cashback (entspricht 3%) bei EUR 1’000 Investition, oder sogar 90 Euro Cashback bei 2’500 Euro Investment (entspricht 3.6% Cashback). Nachdem ihr die ersten tausend Euro investiert habt, bleibt euch ein Zeitfenster von 60 Tagen um auf 2’500 zu erhöhen und so die Cashback Differenz einzusacken. Falls ihr von diesem Angebot profitieren möchtet, meldet euch bei mir via Kontaktformular. Ich muss dann eure Emailadresse (mit der ihr euren Account registrieren werdet) bei Iuvo hinterlegen in meinem Account. Erst danach könnt ihr euren Account erstellen (registriert ihr euch vorher, ist alles hinfällig). Sobald ich das getan habe, melde ich mich und ihr könnt loslegen. Es ist selbstredend, dass auch ich davon profitiere -> ich erhalte die gleichen Bonus Gutschriften wie ihr. Ihr unterstützt also so meinen Blog, das Ganze ist natürlich kostenlos für euch.

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