Investly – Im Januar auf Seedrs

Investly war für mich als Investor eine meiner Lieblingsplattformen, bis ich vor etwa einem Jahr ausgestiegen bin. Es herrschte zu viel Investorennachfrage und es gab zu wenig Rechnungen zum investieren, was die Renditen auf meistens 8 Prozent (in EUR) gedrückt hat. Die Situation hat sich nicht wirklich gebessert und so habe ich nur noch meine Rückflüsse aus Krediten dort investiert. Als Investor ist die Plattform nach wie vor nichts mehr für mich, aber als Aktionär finde ich die Plattform sehr spannend, daher freut es mich, dass Investly voraussichtlich im Januar auf Seedrs eine Finanzierungsrunde starten wird. Ich empfehle euch schon heute einen Seedrs Account zu erstellen, falls ihr mitmachen wollt. Denn die Identitätsprüfung kann einige Tage dauern, so seid ihr sicher, dass ihr gleich mitbieten könnt. Hier geht es zur Registrierung bei Seedrs.

Was ist eigentlich Investly?

Investly ist eine estnische p2p Plattform, welche eine Plattform für KMU’s bereitstellt, die gerne ihre Debitorenforderungen (Rechnungen) Investoren zum Kauf anbieten wollen um früher an die Liquidität zu kommen. Vergleichbar ist die Plattform mit zum Beispiel Advanon.

Begonnen hatte Investly mit der Kreditvergabe an KMU’s, und hat dann jedoch bald gemerkt, dass es eine grössere Nachfrage nach dem Factoring (Rechnungsfinanzierung) gibt. Bald hatte man dann bereits zwei Produkte im Angebot. Das Kreditgeschäft harzte jedoch und bald beschloss man sich auf die Rechnungsfinanzierung zu konzentrieren. Seit diesem Zeitpunkt wächst die Plattform monatlich. Ein weiterer Schritt war dann die Rechnungsfinanzierung auch in Grossbritannien anzubieten. Dort sind die Wachstumsraten (noch) nicht so beeindruckend wie in Estland, aber es sind stetige Fortschritte erkennbar. Ich finde gerade der UK Markt hat sicherlich noch viel Potential und wird Investly ein schönes Wachstum bescheren.

Die Eckdaten

Viel ist noch nicht bekannt, aber einige Eckwerte kann ich euch nennen. Man will mindestens GBP 500k bis maximal 2.5 Mio einnehmen mit dieser Finanzierungsrunde. Man wird mit einer Bewertung von GBP 6.67 Mio an den Start gehen, was doch eine stolze Bewertung darstellt aus meiner Sicht. Ich muss hier aber sagen, dass ich noch keine Kenntnisse von den Financials habe und meine Einschätzung auf den Statistiken von Investly basiert, welche jeweils monatlich verschickt wurden. Wie gesagt, das Startdatum der Finanzierungsrunde ist für Januar geplant. Das ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, denn hier ist viel juristische und formalistische Vorarbeit notwendig, und das kann sich schnell einmal etwas verzögern.

Fazit

Ich werde hier wohl mitmachen, da ich die Plattform mag (auch wenn nicht als Investor momentan). Die Bewertung erscheint mir wie gesagt eher sportlich und ich muss mir nochmals Gedanken machen, wie hoch mein Einsatz sein wird. Schaut euch mal Investly an, falls ihr die Plattform noch nicht kennt.

Seedrs – Wie mich elektronische Bügeleisen auf dem falschen Fuss erwischten

Dieses Jahr hatte ich ja begonnen bei Seedrs zu investieren, respektive Aktien von Start ups zu kaufen. Ich fand die Idee spannend mit kleinen Beträgen in einem Bereich mitmischen zu können, welcher sonst nur Grossinvestoren (Institutionelle, Venture Capitalists etc) vorbehalten ist. Das ist grundsätzlich gut so, denn hier besteht eine grosse Chance, dass die Firma pleite geht. Seedrs selbst schätzt, dass nur etwa 10 Prozent der gelisteten Firmen wirklich überleben werden. Ich selber wollte eigentlich nur in p2p Plattformen investieren, da ich mir dort am ehesten zutraue das Geschäftsmodel zu verstehen. Aber natürlich habe ich viele andere interessante Ideen gesehen, was mich zum heutigen Thema bringt:

The Funky Iron Company

Ich bin ja grundsätzlich ein rationaler Mensch, aber trotzdem lasse ich mich immer wieder zu impulsiven Handlungen hinreissen (und kaufe dann etwas, was ich lustig finde, im Wissen, dass ich es eigentlich nicht brauche und es eigentlich Müll ist. Aber in diesem Moment ist es einfach nur geil ;)). So geschehen als ich diesen Frühling den Sales pitch von den funky elektronischen Bügeleisen gesehen habe. Ich dachte nur, wow wieder etwas, was die Welt nicht braucht und habe das ganze als Witz abgetan. Dennoch musste ich natürlich dabei sein, und habe mich mit dem Minimum beteiligt (GBP 12 ergaben 3 Aktien, zu GBP 4 Einstand). Eigentlich hatte ich nicht erwartet, dass dieses Projekt komplett finanziert wird, aber es fanden sich scheinbar einige Grossinvestoren. An sich machte das Projekt eine gute Falle, die Gründer gaben detaillreich Auskunft und schienen einen Plan zu haben. Ich dachte mir, wenigstens krieg ich für mein Geld etwas Unterhaltung.

Ich habe vielmehr gekriegt als erwartet

Ihr seht, bis jetzt habe ich das Projekt als Witz abgetan. Ich konnte und kann mir immernoch nicht vorstellen, dass es eine Nachfrage gibt nach speziellen gestylten Bügeleisen. Lassen wir das aber beiseite, denn die Gründer haben Wort gehalten und monatliche Updates geposted und sind auf Fragen der Investoren eingegangen. Die Termine wurde gehalten, oder man wurde über Verzögerungen informiert. Da habe ich begriffen, die meinen das wirklich ernst. Die Qualität und die Quantität der Informationen habe ich noch selten bei solchen Projekten gesehen. Man fühlte sich wirklich als Aktionär der Firma, an den die Geschäftsleitung rapportiert. Das ist bei anderen Projekten deutlich schlechter. Es ist dann im November eine Folgerunde auf Seedrs gestartet worden, und die war sehr schnell finanziert und die Bügeleisen konnten sogar noch ins Overfunding (das ist wenn mehr als 100% finanziert sind, und die Gründer aber noch mehr Aktien platzieren wollen, was eigentlich immer der Fall ist) gehen. Wiederum hatte es Grossinvestoren mit Interesse.

Beinahe 100 Prozent Rendite

Die Aktien der Folgerunde wurden zum Preis von GBP 7.81 angeboten, was einen Wertzuwachs von 95.25 Prozent in etwa sieben Monaten entspricht. Hätte ich das gewusst…. aber eben, im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich könnte meinen Gewinn via dem Zweitmarkt bei Seedrs realisieren, mache ich aber nicht (bei hohen Ausfallquoten braucht es auch hohe Gewinne) . Es interessiert mich wirklich, wie das weitergeht. Ob die Firma jemals Geld verdienen wird, steht noch in den Sternen. Man konnte jedoch einige Kunden gewinnen und ist zuversichtlich für die Zukunft. Ich bin gespannt.

Fazit

Manchmal macht man einen Glücksgriff mit etwas, an das man nicht geglaubt hat. Ich finde die Story einfach witzig und hat mir gezeigt, dass ich von meinen Ideen nicht unbedingt auf andere schliessen sollte. Aber wie gesagt, es kann immernoch gut sein, dass hier ein Totalverlust aus meinem Investment entsteht. Dieser Case zeigt auch, dass man nicht überall dabei sein kann und ab und zu trotzdem über den Tellerrand schauen sollte….Und gerade hat es wieder so ein Projekt wo ich dachte, das geht sowieso schieff… mehr dazu in einigen Monaten, wenn sich da mehr rauskristallisiert.

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Lend – ein Update und Ausfallsdefinition

Gerne gebe ich wiedereinmal ein Update zu meinen Erfahrungen mit LEND, dies aus aktuellem Anlass. Erstens habe ich letztens den Werbespot von LEND gesehen (de Huber brucht Gäld) und zweitens sind mir in der gleichen Woche drei der Gründer in einem Restaurant in Zürich (Thai Bamboo, ein Geheimtipp, Preis-/Leistungsverhältnis stimmt absolut)  über den Weg gelaufen. Die Gründer habe ich Anfang dieses Jahres an einem LEND Event sowie bei einem Besuch im Büro kennengelernt. Daher habe ich wiedermal geschaut was so passiert ist bei der Plattform. Ich muss gestehen, mein Portfolio habe ich nicht wirklich gross angeschaut in der letzten Zeit (gut, hat auch nur 2 Kredite drin), aber die Zahlungen sind auch mehr oder weniger pünktlich gekommen. Also schon mal gut.

LEND hat noch immer 0 Ausfälle – was heisst das genau?

Gemäss den Angaben von LEND ist noch kein Kredit ausgefallen (defaulted). Das ist doch wunderbar? Natürlich, aber man muss sich damit auseinandersetzen, wie ein Ausfall definiert wird. LEND hält sich hier an die Definition der peer to peer finance association (runter scrollen) , welche einen Kredit als ausgefallen gilt, sobald er mehr als 120 Tage überfällig ist (plus weitere Kriterien). Zusätzlich findet man bei der p2pfa auch eine Definition zu Verspätungen und Dergleichen, sowie Statistiken. Die p2pfa ist ein Zusammenschluss von (momentan) 7 britischen p2p Plattformen, welcher sich zum Ziel gesetzt hat eine einheitliche Regelung sowie Transparenz im p2p Markt zu schaffen.

Das heisst nun im Fall von LEND, dass noch kein Kredit mehr als 120 Tage überfällig ist. Das ist schon einmal eine starke Leistung und zeigt, dass die Plattform auf einem soliden Fundament steht. Das heisst aber auch, dass es theoretisch eine hohe Anzahl an Darlehen geben könnte, welche verspätet sind bis zu 120 Tagen. Das dem nicht so ist, kann man zum Beispiel an den publizierten erwarteten Ausfallraten erkennen. Aber auch hier, mit Vorsicht zu geniessen, denn es ist ja noch kein Kredit ausgefallen, also beziehen sich die Daten auf Erwartungen (welche für den Schweizer Privatkreditmarkt allgemeingültig sein können), aber nicht direkt auf das Kreditportfolio von LEND. Die Erwartungen könnten sich also als ungenau erweisen.

Warum man bei LEND investieren (oder einen Kredit aufnehmen) kann

Ich schreibe bewusst, warum man investieren (oder aufnehmen)  kann, und nicht soll, da ich finde, dass diese Entscheidung jedem Investor (Schuldner) selbst überlassen werden sollte. Für LEND sprechen aus meiner Sicht die folgenden Argumente:

Das Gründerteam ist erfahren und hat schon so einiges erreicht im Berufsleben. Trotzdem sind die Herren nicht abgehoben und man kann gut mit Ihnen reden (und ein Bier trinken ;)). Der bisherige Verlauf spricht für LEND, auch was die Transparenz angeht. Zum Vergleich: eine andere Schweizer Plattform vertröstet mich schon mehr als ein Jahr bezüglich Ausfalldaten etc (obwohl man schon bald 10 Jahre am Markt ist). Auch ein Grund für mich (Vergleich in der Grafik) sind natürlich die enorm tiefen Zinsen im Schweizer Franken. Auf dem Sparkonto gibt es nichts und Anleihen mit BBB Rating (das ist eine Stufe über Junk, und vor 10 Jahren hätten die meisten Anleger diese Kategorie gemieden) rentieren deutlich unter einem Prozent. Ich bin nicht ganz einverstanden, dass das Sparkonto und der BBB Bond mit Privatkrediten aus Risikosicht verglichen werden können, aber als Anschauungsbeispiel geht das allemal.

Investor oder Kreditnehmer werden geht ganz einfach über diesen Link.

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Mintos mit neuer Cashback Aktion (bis zu 5%)

Im letzten Quartal versuchen die Plattformen meistens noch ihr Jahresergebnis zu verbessern und soviel Neugeld reinzuholen, wie möglich. Daher ist die Vorweihnachtszeit auch die Schnäppchenzeit für Investoren. Da kann man schön Cashback, Boni und allerlei andere gute Geschäfte machen. Flender hat vorgelegt, und jetzt kommt Mintos noch mit einer weiteren Aktion hinterher (und das beste ist, für Neuinvestoren gibt’s zusätzlich 1% Cashback während der ersten drei Monate).

Mintos bietet bis zum 31. Dezember bis zu 5% Cashback auf jedes Investment (auf dem Primärmarkt), welches eine Mindestdauer von 2 Jahren hat. Die genaue Verteilung seht ihr in der Grafik unten. Vorraussetzung um in den Genuss der Aktion zu kommen ist: 1) Ihr habt einen Mintos Account (wenn nicht, dann via diesen Link registrieren und zusätzlich 1% Cashback erhalten). 2) Ihr müsst an dem Programm teilnehmen (enroll klicken). Das ist alles und schon kriegt ihr den Cashback innerhalb von 6 Tagen nach eurem Investment. Ich habe mir die Bedingungen durchgelesen. Es heisst nirgends, dass ihr das Investment nicht wieder verkaufen könnt. Der Cashback gehört also in jedem Fall euch, auch wenn ein Kredit durch Buyback am nächsten Tag zurückgekauft werden sollte.

Um daran zu partizipieren, müsst ihr dem Programm beitreten

Warum tut das Mintos?

Ich vermute es gibt 2 Gründe dafür. Erstens will man vor Jahresende noch soviel Neugeld anziehen wie möglich. Zweitens versucht man die längeren Laufzeiten zu pushen, was ich ja schon seit der Einstellung der Zweitmarktgebühr glaube. Ihr könnt momentan Privatkredite von Mozipo zu 14.7% erwerben und je nach Laufzeit kriegt ihr noch 2 – 3% Cashback obendrauf. Da die Privatkredite eine recht hohe Verzugsquote aufweisen, werden die wenigsten Ihr Enddatum wirklich erreichen. Es gibt aber auch andere Varianten um vom Cashback zu profitieren. Aktuell hat es gegen 23’500 Kredite auf dem Primärmarkt, welche den Kriterien (>24 Monate Laufzeit & Buyback) entsprechen. Investiert aber nur soviel, wie ihr bereit seit länger zu binden (oder auch zu verlieren, die Möglichkeit besteht immer, auch mit Buyback), denn es gibt keine Liquiditätsgarantie! Schaut euch auch die Loan Originatoren an, denn der Fall Eurocent zeigt, dass jederzeit etwas passieren kann. Wer noch keinen Account hat, hier registrieren und zusätzlich 1% Cashback während der ersten 3 Monate sichern.

So, das wars, happy Cashback.

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Flender bis jetzt mit reiner Weste (keine Verspätungen) und Spezialangebot (50 Euro Bonus) bis zum 17. Dezember

Seit etwa 11 Monaten ist Flender nun am Start. In dieser Zeit hat sich vieles getan und die Plattform hat sich entwickelt. Man hat ein virtuelles Konto eingeführt (Pluspunkt, da es sonst wirklich mühsam ist jeden Kreditanteil per Kreditkarte zu bezahlen) und eine Übersicht zu den erwarteten und erhaltenen Rückzahlungen eingeführt. Das sind nur 2 Punkte von vielen, aber für mich sehr hilfreich. Weitere Artikel zu Flender findet ihr hier.

Wie sieht es mit verspäteten Zahlungen aus?

Wie ich bereits einmal geschrieben habe, bildet ein Bestandteil der Kreditprüfung bei Flender die Kontrolle, ob genügend flüssige Mittel verfügbar sind um die ersten 3 Raten zu begleichen. Ist diese Vorraussetzung nicht erfüllt, fällt der Kreditentscheid negativ aus. Bis jetzt scheint die Kreditauswahl gelungen, denn es gab bis anhin noch keine verspätete Zahlung oder gar einen Ausfall (gemäss Aussagen des CEO’s Kristjan Koik). Ein Blick auf meine Zahlungsübersicht bestätigt dies. Das Ganze ist aber mit Vorsicht zu geniessen, denn bis jetzt wurden nur sehr wenige Kredite finanziert und somit ist das bis jetzt gute Resultat halt statistisch gesehen nicht signifikant, da die Grundgesamtheit (= alle Kredite) einfach zu klein ist. Trotzdem, der Start ist mehr als geglückt würde ich sagen, und aller Anfang ist ja bekanntlich schwierig. Untenstehend seht ihr meine Übersicht für das Jahr 2017. Gewinnt keinen Schönheitswettbewerb, aber tut seine Sache (wenn auch nur auf aggregierter Ebene eine Aussage gemacht wird).

Auszug 2017 meiner Flender Anlagen

Wie führt Flender die Kreditprüfung durch?

Zuerst muss sich ein Geschäftsleitungsmitglied des potentiellen Schuldners auf der Plattform registrieren und Details zur Firma zur Verfügung stellen. Mit den Daten wird gleich online eine Prüfung durchgeführt, ob das Anliegen überhaupt finanziell tragbar ist (Tragbarkeitsrechnung). Ist das Resultat positiv, holt Flender sich eine Wirtschaftsauskunft via Equifax ein. Ist diese positiv, werden weitere Informationen beim Schuldner eingefordert. Dies umfasst die aktuellste Erfolgsrechnung sowie Bilanz, geprüfte Finanzberichte, Bankauszüge der letzten 6 Monate, eine erwartete Erfolgsrechnung der nächsten Monate, eine Bestätigung, dass die Steuern akzeptiert wurden und eine Aufstellung aller Schulden. Danach wird der Kreditzweck nochmals abgefragt, Informationen zur Firma/Geschäftszweck eingeholt sowie das alter der Firma geprüft und die Management- und Besitzstruktur angeschaut.

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Aus diesen Unterlagen wird ein Kreditreport erstellt, welcher falls dieser positiv ausfällt dem Flender Kredit Kommittee vorgelegt wird. Abschliessend entscheidet das Kommitee über die Gewährung des Kredits.

Für mich sieht die Kreditprüfung serös und gewissenhaft aus, auch wenn ich in diesem Bereich kein Experte bin. Insbesondere die Prüfung der Bankauszüge der letzten 6 Monate erachte ich als sehr vielversprechend.

Was ist nicht so positiv bei Flender?

Die Kreditverfügbarkeit ist gut, aber das auch nur, weil die Kredite Wochen benötigen um vollständig finanziert zu werden 😉 Spass beiseite, das ist etwas was mich halt ein wenig nervt. Es war auf jedenfall bis jetzt immer so, dass immer wenn ein Kredit finanziert wurde, bereits der nächste bereitstand. Von daher ist für Nachschub gesorgt, nur bei der Finanzierung haperts ein wenig. Das Investoren Geld wird während der Finanzierungszeit nicht verzinst.

Flender mit Spezialangebot bis zum 17. Dezember

Dem obigen Punkt will man mit diversen Massnahmen Abhilfe schaffen. Aktuell kriegt man als Investor 50 Euro Cashback, wenn man in einen Kredit mindestens 450 Euro investiert. Das entspricht einem Bonus von mehr als 10 Prozent. Ihr müsst euch dafür über diesen Link registrieren und 450 Euro investieren. Danach dem Support schreiben, um eure EUR 50 zu erhalten. Aktuell gibt es zwei offene Kredite zum Investieren.

Happy investing, und Fragen einfach posten.

Bitcoins – Kaufen und Aufbewahren (Teil 1)

Wie angekündigt bringe ich nun auf allgemeinen Wunsch hin etwas zum Thema Bitcoin (kurz: BTC) und Kryptowährungen. Keine Sorge, ich wende mich nicht vom P2P Markt ab, diese dreiteilige Serie bildet die Ausnahme. Warum aber dieser Exkurs? Ich bin mir sicher, dass Bitcoin (oder etwas anderes digitales) in Zukunft eine Rolle im Zahlungsverkehr übernehmen wird (wie und in welcher Form sei dahingestellt). Daher wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis Bitcoin (ich benutze Bitcoin hier stellvertretend für Kryptowährungen) auch bei P2P Plattformen ein Thema werden (es gab/gibt schon Versuche damit). Ich bin kein Experte für Kryptowährungen und masse mir nicht an, Kryptowährungen wirklich zu verstehen. Ich glaube auch, dass es weltweit nur einige Tausend Leute gibt, welche die volle Tragweite der Kryptowährungen (und der Blockchain Technologie) wirklich verstehen. Meinen ersten Bitcoin habe ich etwa vor einem Jahr gekauft, bin also in diesem Bereich ein Grünschnabel. Bedenkt dies bitte, wenn ihr den Artikel lest. Und noch eine Warnung: Kryptowährungen sind hoch spekulativ, es kann gut sein, dass ihr einen Totalverlust erleidet. Also nur mit dem Einsteigen (wenn überhaupt), was ihr verkraften könnt zu verlieren. Ein Bitcoin hat momentan einen Wert von etwa USD 11’000.-, die Entwicklung von Bitcoin könnt ihr in der untenstehenden Grafik nachvollziehen. Ich schaue die Preisentwicklung immer nur zum USD an.

Bitcoin USD Chart finanzen.net

Was sind Bitcoins?

Ohne jetzt zu tief ins Detail zu gehen: Bitcoins können als digitale Währung bezeichnet werden, auch wenn sie grundsätzlich keinen Geldwert besitzen. Schlussendlich stellen Bitcoins nur ein Buchungssystem dar, wobei zu jedem Zeitpunkt klar ist, wo sich die Bitcoins befinden (aber nicht bei wem). Die verschiedenen Transaktionen werden von einem Peer-to-Peer Computernetzwerk bestätigt, daher spricht man auch von einem dezentralen System. Anders bei Echtgeldtransaktionen (welche eben zentral gehandhabt werden), bei welchen immer eine zentrale Stelle (Clearing Stelle der Zentralbank oder anderer Institution) als Relais dazwischen stehen. Der Wert eines Bitcoins resultiert also aus der Bereitschaft eines Käufers/Verkäufers den Bitcoin in eine echte Währung zu einem spezifischen Preis zu tauschen. Alles unklar? Ging mir am Anfang auch so 😉 Daher empfehle ich das deutschsprachige Buch «Bitcoin kurz und gut» von Joerg Platzer. Es ist etwas abstrakt (wie könnte das in diesem Thema auch anders sein), aber trotzdem gut zugänglich und verständlich. Noch etwas: alle anderen digitalen Währungen nennt man Altcoins, da diese eine Alternative zu Bitcoin darstellen sollen.

Wo und wie kauft man Bitcoins?

Bitcoins kann man heute (in der Schweiz zumindest) auch schon an Ticketautomaten kaufen. Wie das genau funktioniert, weiss ich nicht. Ich halte mich da eher an die «herkömmliche» Variante. Ich kaufe die Bitcoins bei einer online Börse. Davon gibt es viele. Aber nur wenige, welche auch Echtgeld (auch FIAT Geld genannt) gegen Bitcoins oder andere Altcoins tauschen. Die meisten Tauschbörsen beschränken sich auf einige wenige Kryptowährungen. Um kleinere Altcoins kaufen zu können ist meistens ein Umweg über Bitcoin zu machen. Man muss also Bitcoins kaufen, und diese dann an einer anderen Börse gegen die gewünschte Kryptowährung tauschen. Ich kaufe Bitcoins (Ether und Litecoin) meistens bei Coinbase (ihr kriegt dort noch USD 10 geschenkt als Neukunde, wenn ihr für mehr als USD 100 Bitcoins kauft und meinen Link zur Registrierung nutzt). Dort kann man einfach online EUR einzahlen und diese dann umtauschen. Per Kreditkarte geht auch, kostet aber ziemlich Gebühren (um die 4%). Kraken bietet auch eine EUR Einzahlung, aber die Verifizierung dauert momentan sehr lange für ein neues Konto. Das sollte sich aber im Laufe des Dezembers bessern. Um Bitcoins (und alle anderen Kryptowährungen) aufzubewahren, benötigt man eine Wallet, also einen digitalen Geldbeutel. Die Wallet ist eigentlich eine Adresse auf der Blockchain, welche angibt, wo die Coins sind und euch die Zugangsdaten gibt.

Wie und wo bewahrt man seine Coins auf?

Nachdem ihr Coins gekauft habt, müsst ihr euch entscheiden, wo ihr diese «lagern» wollt. Natürlich könnt ihr diese auch bei der Börse lagern, wo ihr sie gekauft habt. Das Problem ist aber, dass die Coins verloren sind, sollte die Börse ihren Betrieb einstellen. Ihr kommt dann in den meisten Fällen nicht mehr an die Coins, da ihr die Zugangsschlüssel dazu nicht habt. Es gibt weitere Varianten für die Aufbewahrung:

1) Online Wallet
Online Wallets haben den Vorteil, dass sie von überall her verwendet werden können (es gibt diverse Anbieter von kostenlosen Wallets). Der Vorteil ist auch gleich der grösste Nachteil: Jeder kann versuchen darauf Zugriff zu erhalten. Daher für online Wallets am besten eine separate Emailadresse einrichten und ein Passwort, dass ihr nirgends sonst verwendet, und welches aus vielen Spezialzeichen, Zahlen und Gross-Kleinbuchstaben besteht.

2) Wallet auf eurem Rechner
Ihr könnt euch auch lokal ein Wallet auf eurem Rechner installieren, dafür sind aber einige Programme notwendig. Der Vorteil ist, dass jemand zuerst Zugang zu eurem Rechner haben müsste, um die Bitcoins zu stehlen (oder nur schon um dies zu versuchen). Wie ihr wisst, ist dies aber gar nicht so schwer, für jemanden, der sich auskennt. Ein Nachteil der lokalen Speicherung ist aber, dass die Coins sehr wahrscheinlich verloren sind, sollte der Rechner kaputt gehen, oder ihr keinen Zugriff mehr auf eure Daten habt.

3) Paper Wallet
Eine Wallet besteht ja bekanntlich nur aus Adressen und Schlüsseln (ja habe ich bisher nicht so detailliert erwähnt). Man kann nun diese Daten auch anlegen für eine Papierwallet und diese dann ausdrucken. So seid ihr sicher vor Cyberattacken und Hardwarefehlern, aber nicht vor menschlichem Versagen 😉 Wenn ihr das Papier verliert, ist alles weg.

4) Physische Wallet in Form eines Nano Ledgers oder Trezor
Es gibt auch physische Geräte, welche ihr kaufen könnt, um eure Bitcoins (und je nach Version andere Altcoins) zu speichern und sicher aufzubewahren. Zwei der bekanntesten Geräte sind der Ledger Nano S und der Trezor, welche beide zur Aufbewahrung von Bitcoins genutzt werden können. Der grosse Vorteil ist, dass ihr die Geräte physisch vor Ort bei euch habt, und diese mit Passwort geschützt sind. Es müsste euch also jemand das Gerät stehlen und euer Passwort kennen, um die Bitcoins stehlen zu können. Das Gerät verfügt auch über eine recovery Funktion, welche es einfach erlaubt, eure Daten wieder herzustellen. Die Geräte sind relativ preiswert (je nach Version). Sicherlich die einfachste und sicherste Methode.

Fazit

Ich habe jetzt mehr als tausend Wörter gebraucht für diesen Artikel (und hätte eigentlich noch das Mining anschauen wollen, was ich aber auf den nächsten Post verschiebe), und habe nur an der Oberfläche gekratzt. Ihr seht also, das Bitcoin Thema ist enorm vielfältig. Ich empfehle euch wirklich die Lektüre des Buches von Joerg Platzer. Dieses hat mir sehr geholfen beim Verständnis (ohne mich den Verstand zu kosten, obschon des abstrakten Themas ;)).

Gerne dürft ihr mir Fragen stellen, ich versuche diese zu beantworten. Vielleicht ist ein Leser des Blogs sehr bewandert in diesem Thema, und möchte noch etwas dazu beitragen? Immer wieder gerne (auch bitte mit Hinweis, falls ich etwas nicht korrekt wiedergegeben habe).

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Der Monatsrückblick November

Das Jahr ist bald zu Ende, und bevor es Ende Dezember wieder meine persönliche Top Ten der Plattformen gibt, möchte ich euch einen Rückblick über die Entwicklungen im November geben.

Peerberry – eine neue Plattform

Ich war ja schon eher erstaunt, dass jetzt noch eine weitere Plattform in Lettland dazukommt, ich hatte erwartet, dass man damit zuwartet, bis die neuen Regularien bekannt sind. Aber scheinbar wird das auch nicht so heiss gegessen wie es gekocht wurde. Vor wenigen Tagen habe ich mit dem Investment gestartet und hier (wie auch hier) darüber berichtet. Peerberry läuft 1a, ein Kredit wurde vorzeitig zurückbezahlt und das Geld gleich vom Autoinvest selbentags reinvestiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass noch 2 Cent Zinsen auf meinem Konto sind, was aber meine Schuld ist, da ich dem AI gesagt habe, er dürfe maximal 10 Euro pro Kredit investieren. Ich muss mal schauen, ob ich das noch etwas optimieren kann.

Mintos bringt jetzt auch Kredite in GBP

Etwas überraschend kam für mich die Ankündigung von Mintos, jetzt auch GBP Kredite anzubieten. Überraschend deshalb, weil ich mir gedacht habe, dass Mintos das aus einem bestimmten Grund noch nicht gemacht hat (welcher mir unbekannt ist). Ich glaubte, sie wollen das aus strategischen Gründen nicht, sonst hätten sie es schon längst getan. Wie gesagt, für mich ist der Zeitpunkt etwas komisch, aber der Schritt ist nachvollziehbar. Die Briten gehören zu den p2p Pionieren in Europa, von daher ist deren Bevölkerung gegenüber neuen Anlageformen aufgeschlossener als andere. Durch den Wegfall des (oberflächlichen) Währungsrisikos für Brexiteers, wird Mintos für diese Region deutlich attraktiver. Zuerst gibt es Mogo Kredite zu 13 Prozent in GBP.

Estateguru bringt den ersten Ausfall (unbeschadet) hinter sich

Wirklich gefreut hat mich, dass Estateguru diesen Kredit (Details unter aktuelle Neuigkeiten) auf eine Auktionsplattform stellte, um das Geld für die Investoren einzutreiben. Nur gerade eine Woche später war der Kredit inklusive Zinsen beglichen. Ich weiss nicht, wer da zugeschlagen hat, obs der Schuldner war oder jemand bei der Auktion. Ist ja auch egal, hier hat sich gezeigt, dass die Belehnungsquote (LTV) adequat war um die Investoren schadlos zu halten. Es hat noch einige weitere Kredite, welche diesen Weg gehen werden. Ich bin zuversichtlich, dass die Ausfälle insgesamt sehr gering gehalten werden können für die Investoren. Ich werde die Situation weiter beobachten, aber ich muss Estateguru ein Lob aussprechen, wie sie diesen Fall gehandhabt haben (es wurden alle Investoren, nicht nur Betroffene informiert). Mehr zu Immobilieninvestments hier.

Swaper bringt wieder ein neues Design

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat Swaper seinen Auftritt überarbeitet. Die Farben sind

Swaper AI Portfolio

Geschmackssache 😉 Die Plattform ist nun aber sehr viel schneller geworden, was ich positiv finde. Wenn ich das richtig sehe wurden die Portfolios und die Autoinvests zusammengeführt (die Funktion der Portfolios hat eh nie jemand wirklich begriffen). Jetzt fungieren die beiden unter Autoinvest Portfolios, die Einstellungen wurden übernommen, zumindest von den AI’s. Eine nützliche Seite habe ich noch für euch, wenn ihr Cash rumliegen habt und dieses manuell investieren wollt: Beim P2P Monitor könnt ihr schön sehen ob es Kredite hat und wann die ungefähr kommen.

Mein Newsletter

Gestartet hatte ich zwar im Oktober mit dem Newsletter, aber den ersten Letter habe ich erst im November mit einigen Spezialangeboten verschickt. Ein weiterer Vorteil eines Newsletter Abos ist, dass ihr automatisch informiert werded, sobald ich etwas neues geposted habe. Die „wirklichen“ Newsletter mit Infos und Spezialangeboten halte ich bewusst selten. Ich plane nicht mehr als einmal im Monat einen zu versenden (weil ich ja Newsletter eigentlich hasse ;)). Es lohnt sich also, den Newsletter zu abonnieren.

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Ausblick

Auf allgemeinen Wunsch hin werde ich in den nächsten Tagen wohl eine dreiteilige Serie zu Kryptowährungen (Bitcoin im Fokus) bringen und eine Brücke zu p2p Plattformen schlagen.