Peerberry im live Test (inkl. Autoinvest)

Letzte Woche hatte ich euch über die neue Plattform Peerberry der aventus group berichtet. Mittlerweile ist mein Geld dort angelegt, also denke ich, kann ich ein kleines Update durchgeben. Die Plattform steht übrigens nicht nur Investoren aus Europa (+Schweiz, Russland, Ukraine) offen, sondern auch noch vielen weiteren aus Südamerika (Brazilien), Asien (China, Thailand, UAE und vielen weiteren). Auch Investoren aus beispielsweise Südafrika sind willkommen. Ganz ehrlich, das erstaunt mich ein wenig, aber ist bei zum Beispiel Mintos auch so, dort kann man von beinahe überall in der Welt anlegen.

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Einzahlung

Meine Einzahlung habe ich morgens losgeschickt und eigentlich nicht mehr damit gerechnet, dass diese noch am gleichen Tag ankommt. Um etwa 22 Uhr hatte ich jedoch eine Eingangsbestätigung in meinem Postfach. Das Geld war sicherlich schon vorher da, die Plattform wird aber wohl nur gesammelt die Meldungen verschickt haben. Anders kann ich mir das nicht erklären. Wenn ich um 19.00 Uhr geschaut hätte, bin ich überzeugt, dass ich das Geld schon erblickt gehabt hätte. Ausser die Plattform benötigt einige Zeit für die Verbuchung. Möglich, aber nur Spekulation und eigentlich auch egal 😉

Investieren und Autoinvest

Ich habe zuerst einen Kredit manuell gekauft, das ging ganz fix und ohne Probleme. Danach habe ich einen Autoinvest angelegt (siehe

Peerberry Autoinvest Settings

Bild). Ich dachte der Autoinvest wird gleich alles investieren, es tat sich aber nichts in den nächsten Minuten. Da habe ich die Einstellungen nochmals überprüft und konnte keinen Fehler entdecken. Ich habe mir dann gedacht ich warte mal den nächsten Tag ab um zu schauen obs troztdem funktioniert hat. Am nächsten Morgen konnte ich feststellen, dass alles Cash investiert wurde am Tag davor. Der Autoinvest muss also zwischen circa 22.15 und 24.00 zugeschlagen haben. Einen genauen Zeitpunkt kann ich aber nicht ersehen. Der Autoinvest funktioniert also wie er soll. Einzig ist es mir nicht gelungen mehrere Optionen anzuwählen bei den Ländern (konnte nur Tschechien oder Polen auswählen), und den Kreditstati (nur current oder delayed). Das heisst, man muss wohl für jedes Kreditland einen separaten Autoinvest anlegen, zumindest momentan. Wie man beim Beispiel Swaper sieht, ist es vielleicht gar nicht mal das dümmste, wenn man mehrere AI’s am laufen hat. OK, es hat mehr als genügend Kredite momentan, aber könnte ja noch wichtig werden für die Zukunft.

Gesamteindruck

Grundsätzlich bin ich positiv beeindruckt von der Plattform. Es ist alles relativ leicht verständlich und umgänglich. Das Layout finde ich schön dezent und modern. Einige Sachen stimmen aber noch nicht ganz. Wenn ich zum Beispiel etwas an meinen Daten ändere erscheint eine Meldung in der Art von „Danke, dass Sie investieren“. Das passt noch nicht ganz, aber wird sicherlich angepasst werden. So, in einigen Wochen werde ich mehr berichten können über Rückzahlungen etc. Hier geht es zur Anmeldung bei Peerberry.

Peerberry – neue p2p Platform mit Buyback

Peerberry ist eine brandneue p2p Plattform, welche aktuell kurzlaufende Kredite (ein Monat) zu 12% Zinsen inklusive Buyback anbietet. Momentan gibt es Tschechische und Polnische Kredite.

Wer steckt hinter der Plattform?

Hinter Peerberry steht die AV Marketplace SIA mit Sitz in Riga, Lettland. Diese wiederum gehört zum lithauischen Kreditanbieter Aventus Group, welche in der Tschechei, Lettland, Polen, Georgien und seit 2017 auch in der Ukraine und Kazachstan aktiv ist. Die Aventus Group wurde 2009 gegründet und ist gemäss eigener Angaben seither profitabel unterwegs. Aventus hat 500’000 Kunden, 16’000 kommen monatlich dazu, sowie mehr als 120 Mitarbeiter. Pro Monat werden mehr als 2.5 Millionen Euro in neue Kredite ausgegeben.

Wie funktioniert der Buyback?

Der Buyback greift sobald eine Rückzahlung für mehr als 60 Tage verzögert ist. Es werden dann das Kapital plus die aufgelaufenen Zinsen zurückgezahlt, also eigentlich wie wir das beispielsweise von Mintos her kennen (was auch Sinn macht, da Aventus sich früher via Mintos finanziert hat). Es gibt jedoch auch noch die Möglichkeit eines «sell back», eine Art Kündigung des Kredits seitens des Investors, wenn er sein Kapital zurückwill. Wird ein sell back initiiert, kriegt man nach 14 Tagen Wartefrist das Kapital plus die Zinsen ausbezahlt (ähnlich wie bei DoFinance, aber immer mit garantierten Zinsen). Diese Option ist aber für die Monatskredite nicht verfügbar, sondern gemäss FAQ nur für länger laufende Kredite, was aber bis jetzt nicht genau definiert ist. Und es hat auch noch keine längeren Kredite auf der Plattform.

Wer kann investieren?

Investieren kann jeder mit Wohnsitz in der EU (plus Schweiz, Russland und Ukraine), und mindestens 18 Jahre alt ist. Eine Identitätsprüfung findet erst statt, sobald man etwas auszahlen lassen möchte. Ich empfehle euch aber, beantragt gleich nach Zahlungseingang die Auszahlung von EUR 10, damit ihr sicher seid, dass alles funktioniert und eure Identitätsprüfung erfolgreich war.

Was gibt es noch zu sagen?

Es existiert ein Autoinvest, welchen ich noch nicht ausprobieren konnte. Mein Geld ist erst unterwegs. Der Mindestanlagebetrag ist mit 10 Euro standardgemäss. Zum Thema Steuerrückbehalt habe ich nichts gefunden, und gehe davon aus, dass hier kein Steuerrückbehalt (wie bei Viainvest) stattfindet.

Fazit

Hier bietet sich eine weitere Alternative im p2p Markt, welche in etwa vergleichbar ist mit Swaper, Viainvest, Robocash und DoFinance. Ich werde bald weiter berichten von meinen Erfahrungen.Hier geht es zur Anmeldung bei Peerberry

Bei Fragen, einfach posten.

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Rendity – In Österreichische Immobilien Crowdinvest-Darlehen investieren

Eher zufällig habe ich diese Österreichische Immobilien Plattform entdeckt. Ich war bisher der Auffassung, dass für Investoren, welche Ihren Wohnsitz nicht in Österreich haben, es nicht möglich ist in Österreich zu investieren. Ich habe mich, zumindest bei dieser Plattform, getäuscht.

Wer darf Investieren?

Investieren darf jede Person, welche mindestens 18 Jahre alt ist und über eine Bankverbindung in der EU verfügt. Auch Firmen (juristische Personen) können investieren, sofern sie ihren Sitz in der EU haben. Bevor ihr investieren könnt müsst ihr ein Ausweisdokument hochladen (habt aber bereits Zugriff auf alle Infos auf der Plattform, inklusive den Projekten). Die Prüfung hat bei mir einen halben Werktag gedauert. Solltet ihr mehr als 10k Euro investieren wollen, müsst ihr noch einen Adressnachweis nachliefern. Bei mir ist das momentan optional.

Informationen zum Investment

Das minimale Investment liegt bei EUR 1’000.-. Ich habe mich via Empfehlungslink angemeldet und so gleich 50 Euro Startguthaben erhalten (auf Probe). Ich habe nun 14 Tage Zeit die restlichen 950 Euro einzuzahlen und zu investieren (Geld sollte Morgen bereits da sein). Danach gehört der Bonus mir. Gemäss Richtlinien darf ich während 14 Tagen nach meinem Investment davon zurücktreten und kriege mein Geld zurück. Das ist noch gut, falls mir noch etwas auffällt, was ich zuerst übersehen habe.

Steuern

Gemäss Rendity unterliegen die Einkünfte aus Crowdinvest-Darlehen der Einkommenssteuer gem. § 27 Abs. 1 EStG iVm § 27 Abs 2 Z 2 leg cit, wobei der jährliche Steuerfreibetrag von €730 zur Anwendung kommt (gilt nur für Investoren mit Steuersitz AT). Die Einkünfte sind selbständig zu deklarieren. Daraus lese ich, dass für alle anderen Investoren kein Steuerrückbehalt gemacht wird und man die Einkünfte selbständig deklariert (ohne Gewähr).

Projekte und Zinsen

Die Projekte bewegen sich mehrheitlich im Raum Wien, wobei es auch schon eines in Berlin gegeben hat. Das erste finanzierte Projekt ist bereits zurückgezahlt worden. Es handelt sich bei den Projekten um nachrangige Darlehen (im Insolvenzfall werden zuerst alle erstrangigen Gläubiger bedient), das heisst man hat kein Mitbestimmungsrecht, da man als Gläubiger und nicht Eigenkapitalgeber auftritt. Die Zinsen bewegen sich um die 6 bis 7.5 Prozent, was einem Aufschlag gegenüber zum Beispiel Bundesanleihen von etwa dem selben Ausmass entspricht. Es gibt viele Details zu den Projekten, man kann sich ein Bild über die Vorhaben machen, das sieht professionell aus.

aktuelles Rendity Projekt

Die Projekte sind bereits finanziert, das heisst sollte ein Projekt nicht komplett finanziert werden, spielt das keine Rolle. Die Gebote sind gültig und werden spätestens 21 Tage nach Ablauf der Finanzierungsrunde verzinst. Vorher gibt es leider keine Zinsen.

Aktuell ist ein Projekt in Wien zur Finanzierung bereit und zahlt 6.5 Prozent Zinsen (jährlich) und läuft über 36 Monate. Solltet ihr euch den Bonus von 50 Euro sichern (über diesen Link anmelden), dann erreicht ihr im ersten Jahr sogar eine Totalrendite von 12.11% (950/50+65).

Risiken

Die Auswahl an Projekten ist beschränkt, aber ihr könnt im Dashboard alle Details zu jedem Projekt ansehen. Es wurde erst ein Projekt zurückgezahlt, also verfügen wir nicht über einen grossen Track Record. Bei Immobilien-Entwicklungsprojekten können immer Probleme auftauchen (Wohnungen können nicht verkauft oder vermietet werden, höhere Kosten etc), welche dann zu Verzögerungen und/oder Schmälerungen der Rendite führen. Bedenkt diese Punkte immer vor einem Investment.

Fazit

Ich habe einen generell positiven ersten Eindruck von der Plattform. Sie gefällt mir von der Aufmachung und der Handhabung her. Die Projekte sehen vernünftig aus, wobei ich den Österreichischen Immobilienmarkt nicht kenne und somit keine Einschätzung machen kann. Ich muss mich hier auf die Plattform verlassen.

Vielleicht gibt es ja bereits einige Investoren unter meinen Lesern, wäre toll, wenn ihr eure Erfahrungen mitteilen könntet.

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Mein Besuch bei Advanon

Heute war ich bei Advanon zu Besuch und wurde persönlich von Leonie (Product Managerin) empfangen. Daniel (Chief Marketing und Customer Officer) hat sich per Skype aus Berlin zugeschaltet. Ich

Multifunktionaler Bürotisch bei Advanon 😉
konnte mich mit den Mitarbeitern beinahe zwei Stunden über die Plattform unterhalten. Ich habe viele neue Einblicke gewonnen und kann euch so einiges Neues mitteilen. Lustig war auch, dass der Tisch im Sitzungszimmer ein Ping Pong Tisch war (da würde ich auch gerne arbeiten ;)).

Zu Beginn habe ich den Mitarbeitern der Plattform nochmals mitgeteilt, dass sich wieder Geisterrechnungen (Rechnungen, die bereits finanziert waren etc) auf die täglichen Kreditmails verirrt hatten. Man hat mir versprochen sich diesem Problem anzunehmen. Man ist sich bewusst, dass dies nicht sein darf.

Wer darf investieren?

Ich hatte zuvor geschrieben, dass deutsche Investoren keine CHF Rechnungen kaufen dürfen, das ist jetzt überholt. Investieren dürfen Schweizer sowie auch deutsche Investoren. Für deutsche Investoren ist es jedoch relativ schwierig überweisungen in Schweizer Franken durchzuführen, respektive ist es relativ teuer. Bis es eine günstigere Variante gibt (Transferwise Borderless Account oder so), sind Schweizer Franken Rechnungen für deutsche Investoren wohl eher nicht interessant. Vom rechtlichen Standpunkt her dürften auch andere europäische Investoren mitbieten. Die Plattform ist momentan jedoch noch nicht bereit für Investoren außerhalb der Schweiz und Deutschlands. Als nächstes Land wird nach Österreich expandiert werden, das dauert aber noch bis mindestens Ende nächsten Jahres.

Paketgrössen

Nach Schweizer Gesetzgebung könnten die Rechnungen auch in kleinere Pakete aufgeteilt werden. Advanon ist hier aber noch nicht so weit, da viele Zahlungen noch manuelle Eingriffe nötig machen. Bis die Zahlungsverarbeitung automatisiert ist, was noch etwa bis zum 1. Quartal nächsten Jahres dauern wird, bleiben die Tranchen eher grösser. Danach wird jedoch eine massive Reduktion der Gebotsgrösse in Aussicht gestellt.

Ausfälle

Natürlich habe ich die Frage aller Fragen gestellt, da Advanon keine Daten zu Verzögerungen und Ausfällen publiziert. Eins vorweg: Die Daten werden Ende Jahr veröffentlicht (sobald die neue Advanon Seite live geht). Daniel konnte mir die aktuellen Zahlen jedoch auf Nachfrage gleich nennen. Die aktuelle effektive Verlustrate (Status Betreibung) liegt unter 0.2% für das Jahr 2017. Die restlichen Verzugsdaten tönten gut. Man hat mich darauf hingewiesen, dass es schnell einmal vorkommt, dass eine Rechnung bis zu 7 Tagen verspätet gezahlt wird. Darum ruft man den Schuldner auch erst am nach 7 Verzugstagen an. Häufig kommt es vor, dass die Rechnung dann während der ersten 30 Tage im Verzug beglichen wird. Nur eine kleine Prozentzahl verzögert sich mehr als 30 Tage und ein ganz kleiner Rest muss wirklich eingetrieben werden.

Ich habe gleich angeführt, dass der Eindruck vermittelt wird, dass bei Verzögerungen Advanon sich eher passiv verhält, man sieht einfach nicht, was passiert und gemacht wird. Man hat mir versichert, dass man im stetigen Austausch mit den Schuldnern ist um die Situationen bereinigen zu können. Mit dem neuen Release der Website wird man auch eine Historisierung der getätigten Aktionen aufschalten. Investoren sehen dann, dass Advanon den Schuldner angerufen hat und was das weitere Vorgehen ist. Ich habe nochmals betont, dass dies für Investoren sehr wichtig ist. Meine erste Euro Rechnung ist nun etwas mehr als 10 Tage in Verzug und ich habe Advanon um ein Update gebeten (welches ich erhalten habe: Es fanden bisher 8 Interaktionen zwischen Advanon, dem Schuldner und dem Rechnungsverkäufer statt. Nächste Woche sollte die Zahlung eintreffen und ich freue mich über die Zusatzzinsen). Nach meinem persönlichen Eindruck nimmt Advanon das Forderungsmanagement sehr ernst und hat dafür eigens Mitarbeiter und arbeitet mit einigen externen Anbietern zusammen.

Übersicht des Inkassoprozesses

Die Plattform wird überarbeitet

Wie schon angetönt, wird per Ende Jahr ein neuer Release ausgerollt, man hat mir bereits mal die Alphaversion gezeigt. Der Schwerpunkt liegt auf der Performance, denn die Plattform war früher deutlich schneller. Auch das Investoren Dashboard wird eingeführt und gibt einen guten Überblick über die aktuellen Investments.

Expansion in Deutschland wird vorangetrieben

Für die Deutschen Investoren interessant: Man hat die Deutschen Kredite erst vor einigen Wochen lanciert um Erfahrungswerte in der Abwicklung zu erhalten. Es sind jetzt Vorbereitungen von Partnerschaften mit grossen Deutschen Banken im Gange, zudem werden im ersten Quartal 2018 die Marketingmassnahmen hochgefahren. Man rechnet zur Zeit mit stetigem Wachstum auf tiefem Niveau, welches dann exponentiell wird sobald die Marketingmassnahmen greifen.

Fazit

Man spürt beim Besuch der Räumlichkeiten den Unternehmergeist und die Leichtigkeit eines Start-ups. Was für mich eine zentrale Erkenntnis war: Trotz des Start-up Spirits bewegt man sich aber in der Realität und setzt sich realistische Ziele. Man ist sich bewusst, dass Dinge Zeit brauchen, und man nicht gleich alles in den nächsten 2 Wochen auf die Beine stellen kann (was nicht alle Start-ups begriffen haben und das blaue vom Himmel versprechen). Ich bin durchwegs positiv gestimmt, habe jetzt aber natürlich eine Gewisse Erwartungshaltung gegenüber Advanon, was die Verbesserungen betrifft. Wegweisend für mich wird die angekündigte Transparenz (Ausfall- und Verzögerungsraten, sowie die Historisierung des Eintreibungsprozesses) sein. Davon ist abhängig ob ich weiter investieren werde. Der Ball liegt nun bei Advanon (ich weiss, dass ihr das lest ;)).

Falls dich Advanon interessiert, lies meine beiden einführenden Artikel (Artikel 1, Artikel 2), oder registriere dich gleich hier.

Immobilien Investments mit p2p Teil 2 (UK)

Vor einiger Zeit habe ich einen kleinen Überblick zu baltischen und europäischen p2p Plattformen gemacht, welche sich im Immobilienbereich bewegen. Heute schauen wir mal was es in Grossbriannien so an Immobilien-Plattformen gibt, und eins vorweg: Es gibt sehr viele, und ich werde nicht alle vorstellen können, aber ich hoffe die wichtigsten zu erwähnen.

Verschiedene Funktionsweisen

Bevor ich auf die einzelnen Plattformen eingehe möchte ich noch eine kleine Unterscheidung beschreiben: Es gibt 2 Hauptvarianten wie die Plattformen funktionieren. Man ist entweder Gläubiger, investiert also in Kredite und kriegt einen Zins dafür und ist (meistens) vom Wertanstieg (oder Wertverlust) des Objekts ausgeschlossen. Die andere Variante ist man beteiligt sich direkt als Aktionär am Projekt (Immobilie) und ist so berechtigt an den Erträgen sowie der Wertsteigerung zu partizipieren. Was aber alle Plattformen gemeinsam haben: Es ist am besten (wenn nicht gar Bedingung) ein UK Pfund Konto zu haben für die Ein- und Auszahlungen. Das ist ganz easy (und kostenlos) mit dem Transferwise Borderless Account. Viele der Plattformen bieten neuen Investoren einen Anfangsbonus, in meiner Übersicht seht ihr welche was bieten.

Kreditplattformen

Lendy (vormals Saving Stream, Zinsen bis zu 12%)

Lendy ist für p2p Verhältnisse schon lange im Geschäft und hat bereits Kredite in der Höhe von mehreren 100 Millionen finanziert. Hier investiert man in Kredite und kriegt dafür monatlich (sofern das Projekt nicht in Verzug ist) seine Zinsen am ersten Tag des Folgemonats gutgeschrieben. Das funktionierte (und funktioniert eigentlich immernoch) gut. Es befinden sich momentan einige Kredite im default (Ausfallstatus). Das muss noch nichts heissen, denn viele defaults konnten eingetrieben und die Investoren schadlos gehalten werden. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit bis das nicht mehr der Fall sein wird. Der Kundensupport war noch nie der schnellste oder freundlichste, aber man hat es doch geschafft sich vom tiefen Niveau in noch tiefere Sphären zu bewegen…. Hier könnt ihr mehr zur Funktionsweise von Lendy (aka Saving Stream) erfahren. Übrigens, es gibt einen Zweitmarkt.

Collateral (Zinsen bis zu 15%)

Eigentlich hat Collateral als “Onlinepfandleiher“ begonnen und Wertgegenstände als Besicherung angenommen. Mit der Zeit schwenkte man aber auf Immobilienkredite um. Gemäss der Plattform ist man weiter an solchen Deals interessiert, aber das Volumen sei erschöpft. Daher konzentriert man sich auf Immobilien. Ich verstehe die Strategie schon, aber ich habe Collateral als Alternative zu meinen Immobilien Plattformen gesehen, leider fällt diese nun weg. Wie gut die Immokredite sind wird sich noch zeigen in den nächsten Wochen. Bei den Pfandleihdeals machte Collateral auch bei Ausfällen eine gute Figur und konnte die Kredite durch Verwertung des Pfands schnell begleichen. Bis heute sind alle Investoren schadlos geblieben. Auch ein Zweitmarkt ist vorhanden.

Landlordinvest (Zinsen bis zu 20%)

Landlordinvest bietet sicherlich die höchsten maximal Zinsen. Wie der CEO mir gegenüber in einem Interview erklärte ist es aber nicht die Strategie nur die riskantesten Kredite anzubieten. Man will vielmehr ein Portfolio kreieren mit einem guten Chancen/Risiken-Profil. Daher habe ich auch schon Kredite im einstelligen Zinsbereich gesehen. Da die Plattform erst seit etwa einem Jahr live ist, besteht erst ein geringer Track Record, es gab bereits schon erste (vorzeitige) Rückzahlungen. Wie gesagt, es ist eine junge Plattform und der Kreditnachschub eher gering momentan. Zudem dauert es relativ lange von der Finanzierung bis zur Auszahlung der Kredite. Diese Zeit wird normalerweise mit einem Cashback von 3 bis 4 Prozent (annualisiert) überbrückt. Zweitmarkt gibt es auch noch.

Funding Secure (Zinsen bis zu 13%)

Auch Funding Secure hat als Onlinepfandhaus, ähnlich wie Collateral, gestartet, dies aber bereits 2013. Nach einigen Krediten auf Sachgegenstände ist der Immobilienanteil immer grösser geworden. Es gibt relativ viele Kredite, jedoch teilweise mit kleinem Volumen so um die zwanzig Tausend Pfund. Die Kredite werden jeweils im Vorfeld per Email angekündigt. Die Plattform hat mit einigen Ausfällen zu kämpfen, aber das erstaunt mich nicht, da sie ja bereits 4 Jahre im Geschäft ist. Auch die anderen Plattformen werden sich nicht ewig vor Ausfällen verstecken können. Zweitmarkt = yes.

Moneything (Zinsen bis 14 Prozent)

The Things, wie sich die Mitarbeiter von Moneythig selber nennen, sind sehr engagierte Leute. Der Gründer Ed (thing ;)) und seine Familie machen die Kommunikation wirklich gut. Es ist zu einigen Ausfällen gekommen und man hat dies transparent informiert. Ich finde diese Plattform geht vorbildlich mit Problemen um und kommuniziert folgerichtig. Es sind bis anhin 3 Problemfälle bekannt, wobei einer bereits abgewickelt werden konnte. Hier haben die Investoren keinen Schaden erlitten. Es gibt einen Zweitmarkt.

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Equity-Plattformen

Property Moose

Auf Property Moose bin ich vor etwa einem Jahr aufmerksam geworden. Diese Plattform vergibt nur eher selten Kredite. Vielmehr werden Immobilien gekauft und vermietet (BTL -> buy to let). Es gibt auch Projekte wo man eine Immobilie kauft, welche man renoviert und wieder veräussert (BTS -> buy to sell). Man partizipiert hier als Investor von den laufenden Erträgen (Miete) und dem Wertzuwachs beim Verkauf. Hierfür müssen die Immoblien aber bewohnt werden, sonst gibt es keine Mieterträge, und ob die Immoblie gewinnbringend verkauft werden kann, steht auch in den Sternen. Grundsätzlich ist es so, dass die Immoblien mit der Absicht gekauft werden, diese in 2 bis 5 Jahren wieder zu verkaufen. Am Ende der Projektdauer findet eine Abstimmung statt, wo das weitere Vorgehen geklärt wird. Die Investoren können dann abstimmen ob die Immobilie weiter vermietet oder  verkauft werden soll. Jeder Investor hat gemäss seinem Projektanteil Stimmrecht. Bei Property Moose sind teilweise eher günstigere Immoblien im Portfolio und man muss die prognostizierten Werte zur Wertsteigerung und den Mieterträgen eher als am oberen Band betrachten. Es kann durchaus sein (und ist mir auch schon passiert, dass die Werte effektiv tiefer liegen). Der Zweitmarkt ist vorhanden.

Property Partner

Property Partner ist eine weitere Plattform im Stile von Property Moose, macht aber eigentlich nur Vermietungsprojekte (BTL). Man hat sich hier ein höherklassiges Segment ausgesucht und ist mit den Erwartungen bezüglich Miete etc sehr nahe an der Realität. Auch ein Zweitmarkt ist vorhanden.

Uown

Auch Uown verfolgt eher den Ansatz von Vermietungsprojekten, welche dann irgendwann verkauft werden könnten. Es ist aber eine sehr junge Plattform, welche erst ein Projekt vollständig finanziert hat. Zwei weitere sind im funding Status, welcher aber sehr lange dauert. Erfahrungswerte gibt es daher noch nicht viele und auch ich habe mich erst gerade registriert und werde auf die offenen Projekte das Minimum von je 20 GBP bieten. Momentan gibt es noch keinen Zweitmarkt.

Brickowner

aktuellstes Brickowner Projekt

Und da wäre noch Brickowner, die Plattform passt meines Erachtens in kein Schema. Man kann bei Brickowner in Projekte investieren, welche sonst nur grösseren und institutionellen Anlegern vorbehalten sind und mit hohen Mindestvolumen verbunden sind. Brickowner macht es Kleinanlegern möglich ab GBP 100 bei solchen Projekten mitzumachen. Die Projekte bei Brickowner kommen aus dem gesamten Spektrum. Also BTS, BTL oder (eine Art-) Kreditfinanzierung. Aktuell ist ein Projekt investierbar. Hierbei handelt es sich um eine Art Kreditportfolio für Immobilienentwickler und läuft 2 Jahre, und wird mit 7.5 Prozent verzinst. Das schöne am Projekt ist, dass der Lead Manager (Nash Asset Lending) mit im Boot ist und selbst 10 Prozent der Investitionen stemmt. Noch besser ist, dass in einem Verlustfall diese 10 Prozent zuerst zur Deckung genommen werden, und so also ein erster Puffer besteht zu Gunsten der Brickowner Investoren. Der Lead Manager NAL ist bereit, falls diese 10 Prozent nicht ausreichen, den kompletten Verlust selbst zu tragen. Man hat hier also eine Art quasi Buyback. Aber wie gesagt, eine Garantie ist nur so gut, wie der Garantiegeber, und diesen kann ich nicht einschätzen, vertraue aber darauf, dass Brickowner diesen durchleuchtet hat. Es wäre für die Plattform fatal, falls bei den ersten Projekten etwas schieff geht. Falls ihr interessiert seid an Brickowner, dann nutzt diesen Link zur Registrierung und erhaltet GBP 50 Bonus, sobald ihr mindestens GBP 1’000.- investiert habt. Der Zeitraum spielt keine Rolle.

Neuigkeiten aus der p2p Welt

(Read this post in English) Wieder ist so einiges passiert in der p2p Welt. Gerne gebe ich euch einen Überblick dazu:

Mintos verzichtet auf die Zweitmarktgebühr

Bis anhin war es so, dass Mintos auf dem Zweitmarkt eine Gebühr von 1 Prozent des Transaktionswertes einbehalten hat. Die Gebühr ging zu Lasten des Verkäufers. Seit dem 1. November verzichtet Mintos auf diese Gebühr, das heisst der Zweitmarkt kann kostenfrei genutzt werden. Die Plattform hat damit in den etwas mehr als 3 Jahren die sie besteht gut 60k Euro verdient. Warum auf dieses Geld verzichten fragt ihr euch? Ich denke, dass ist Kalkül. Die Laufzeiten der Kredite bei Mintos sind länger geworden und ich denke man will hiermit den Investoren die Möglichkeit geben vorzeitig aussteigen zu können. Relativ gesehen gewinnen nun längere Laufzeiten an Attraktivität. Ich denke sowieso, dass bei den payday Krediten und teilweise den Autokrediten die Laufzeiten weniger eine Rolle spielen, da der Buybackmechanismus sowieso dazu führt, dass viele Kredite nicht über die volle Laufzeit laufen werden. Aber hey, mir solls Recht sein: Weniger Gebühren = mehr Rendite für uns 😉 Für Neukunden bietet Mintos übrigens ein Bonussystem an:: Registriert euch via dieser Mintos Seite und ihr erhaltet 1% Cashback (Bonus) auf euer durchschnittliches Investitionsvolumen der ersten 3 Monate. (Dies erhalte ich auch, ist jedoch kostenlos für euch.)

Swaper bietet wieder genügend Kredite

Seit einigen Tagen habe ich praktisch keine Cashbestände mehr in meinem Account und sehe oftmals viele Kredite auf der Plattform. Das hat einen Grund: Swaper (respektive der Mutterkonzern Wandoo Finance) vergibt seit einigen Wochen Kredite in Russland. Diese Kredite konnten jedoch aus regulatorischen Gründen nicht gleich auf die Plattform gestellt werden. Es sammelten sich also Kredite, welche auf einen Schlag nach Freigabe auf die Plattform kamen und so die ganze Liquidität aufsaugten.  Da jetzt stetig russische Kredite nachkommen, vergrössert sich natürlich das Kreditangebot. Mal sehen ob das nachhaltig ist. Eine Änderung gab es auch beim VIP Angebot. Früher war man mit einer Einzahlung von mindestens 5k dabei, jetzt muss man 5k mindestens 3 Monate im Durchschnitt auf der Plattform haben, bevor man VIP wird und 14 Prozent Zinsen kriegt.  Bei Swaper registrieren, hier lang.

Grupeer bringt wieder 15 Prozent Buyback Kredite

Es herrschte einige Zeit ein wenig Ebbe mit neuen 15 Prozent russischen Krediten. Grupeer wollte und will zuerst schauen wie die Zahlungsmoral ist (trotz Absicherung) und dann das Volumen kontinuierlich steigern. Momentan prüfen sie das Kreditportfolio und geben das Volumen von Zurückbezahlten Krediten wieder raus. Mein erster Kredit wurde diese Woche bedient und schon kam ein neuer auf die Plattform. Weitere werden folgen. Hier geht’s zur Anmeldung bei Grupeer (oben rechts klicken).

Housers mit 25 Euro Cashback nach erstem Investment

Bei Housers gibt es viele neue Kredite. Daher braucht die Plattform mehr Investoren um diese zu finanzieren. Als Anreiz gewährt Housers Neukunden 25 Euro Cashback, sobald diese in ein neues Projekt investiert haben. Mit 50 Euro Einsatz holt ihr so 25 Euro raus. Dieses Geld muss aber mindestens einmal investiert werden, bevor ihr es auszahlen lassen könnt. Heisst also, ihr müsst mindestens 75 Euro einzahlen, da der Mindestinvest 50 Euro pro Projekt ist. Bis jetzt scheinen meine ausschüttenden Projekte optimal zu laufen, es kleckert sich immer wiedermal was zusammen. Bei den endfälligen weiss ich es natürlich noch nicht. Via diesem link registrieren und ihr kriegt die 25 Euro, sobald ihr investiert habt.

Transferwise Borderless Account nun auch mit AUD

Diese Woche hat Transferwise in seinem borderless account personalisierte Australische Dollar Konten aufgeschaltet. Ich habe dies gleich mal getestet, und mir Geld von Marketlend (Bericht zur Plattform) ausgezahlt. Mit dem Transferwise borderless account habt ihr nun die Möglichkeit personalisierte Konten in EUR, GBP, AUD und USD zu erhalten. Ich hoffe es folgen noch viele weitere.

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