Was sollte man tun, wenn Cash im Konto rumliegt?

Die aufkommende Beliebt- und Bekanntheit der p2p Plattformen führt unweigerlich dazu, dass mehr Investoren ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, als Kredite verfügbar sind. Was sollte man in diesem Moment tun? Erstmal ruhig Blut, durchatmen und überlegen. Nur weil mal einige Euros rumliegen, muss man nicht gleich in blinden Aktivismus verfallen. Als erstes würde ich mir folgende Rechnung vor Augen halten (am Beispiel von Swaper und Robocash): Beide Plattformen zahlen 14% pro Jahr. Das heisst (vereinfacht mit einer Milchbüchleinrechnung), dass wenn auch 10% des Kapitals ein ganzes Jahr rumliegen würden, erzielt man trotzdem noch eine Rendite von 12.6 Prozent. Hier ist der Zinseszinseffekt noch nicht berücksichtigt und meistens liegen nur wenige Prozent des Kapitals für einige Tage ungenutzt rum. Zudem ist das meist ein temporäres Phänomen. Im Fall von Robocash bin ich guter Dinge, dass die marginale Cashquote (welche es seit einigen Tagen wohl gibt) mit der Einführung der russischen Kredite wieder verschwindet. Es ist noch nicht klar, wann die Kredite kommen, aber diese dürften für Entspannung sorgen.

Und was, wenn doch zuviel Cash für längere Zeit rumliegt?

Natürlich sollte man handeln, wenn die Situation länger anhält. Es gibt (noch) weniger bekannte Plattformen, bei welchen man interessante und lukrative Angebote findet. Ich werde euch nachfolgend kurz einige nennen:

Lenndy mit bis zu 15% und Buyback

Das Kreditvolumen zieht an bei Lenndy und man kriegt beispielsweise Autokredite von 12% (bei Laufzeiten ab 5 Monaten) bis zu 15% (bei Laufzeiten von 5 Jahren, und 13/14% für Laufzeiten dazwischen). Zudem gibt es noch Rechnungsfinanzierungen mit kurzen Laufzeiten zu 12 bis 13 Prozent oder Firmenkredite mit Laufzeiten bis zu 15 Monaten. Die Rechnungen sind nur teilweise mit Buyback hinterlegt, die Firmenkredite mit persönlichen Garantien. Schaut euch vor der Investition an, ob ein Buyback besteht (ersichtlich in den Details und am Schild Symbol).

Es gibt auch Gründe, warum die Plattform noch nicht überrannt wurde: Es besteht noch kein Autoinvest, man muss manuell eingreifen. Neue Kredite werden mit Emails (1 Email pro Kredit) angekündigt, was etwas nervt. Und man muss einen Paysera Account haben, was viele Investoren als störend empfinden, ich zähle mich nicht dazu. Ich hatte keine Probleme mit Paysera. Bald soll dem aber Abhilfe geschaffen werden durch die Einführung von SEPA Zahlungen.

Grupeer bietet Kurzläufer mit bis zu 15% an

Vor einigen Wochen hat Grupeer ein neues Produkt lanciert. Seitdem gibt es mehrmals pro Woche einige kleinere Kredite auf der Plattform. Man muss sich manuell bedienen, sollte aber meistens zum Zug kommen. Das Volumen wird auch kontinuierlich steigen. Sollten keine 2 bis 3 monatigen Kurzläufer zu 15% verfügbar sein, hat es noch etwas länger laufende (6 Monate) zu 14 Prozent. Hier geht’s zu Grupeer.

DoFinance bietet 14% Zinsen und momentan noch 1% Cashback für Neuinvestoren

Lest diesen Artikel zu DoFinance, denn die Funktionsweise ist etwas spezieller Natur. Wenn ihr euch für ein Investment entscheidet, nutzt diesen Link für die Registrierung (ihr kommt so auf die Homepage von DoFinance und müsst noch registrieren drücken rechts oben), ihr kriegt dann 1% Cashback auf eure Einzahlungen während der ersten 30 Tage. Zahlt ihr mindestens 25k Euro ein, kriegt ihr automatisch 14% Zinsen, anstatt deren 12. Kredite hats aktuell genügend verfügbar.

Mintos hat die grösste Auswahl

Meistens sieht es bei den kurzlaufenden payday loans immer etwas dürftig aus bei Mintos. Aber die Plattform bietet eine grosse Vielfalt an verschiedenen Kreditarten. Mit Laufzeiten von bis zu 2 Jahren findet man eigentlich immer etwas investierbares. Man darf hier nicht vergessen, das ein guter Teil der Kredite vorzeitig abgelöst wird, so dass die Investitionsdauer des Portfolios kürzer ist als die Restlaufzeit der Kredite (theoretisch).

Auch Immobilien Investments können spanned sein, hier mehr dazu im ersten Teil meines Überblicks: „Immobilien Investments mit p2p„.

Für p2p news (und Spezialaktionen) sowie Information wenn ein neuer Artikel erscheint,  abboniert den Newsletter:

Bondora ist keine Plattform für p2p Anfänger

Mein Verhältnis mit Bondora ist zugegebenermassen etwas zwiespältig (ich selbst bin da ausgestiegen vor etwa einem Jahr und habe mir jetzt aus Spass wieder einen Account angelegt). Einerseits ist Bondora eine der ältesten p2p Plattformen, die wir im europäischen Raum kennen und bietet eine Fülle statistischer Daten, welche nur kaum von anderen Plattformen geboten wird. Andererseits ist Bondora eine Marketingmaschine sondergleichen und suggeriert allen Interessierten (und nicht Interessierten), dass hier hohe Renditen erwirtschaftet werden können, und das problemlos, es ist ja alles so einfach…. Es stimmt natürlich, dass auch heute noch positive Renditen erwirtschaften werden können, aber meiner Meinung nach nur für Investoren, welche über einige Erfahrung im p2p Bereich verfügen (oder Investoren, welche in der Lage sind statitische Daten auszuwerten und über programmier skills verfügen). Für den Ottonormalverbraucher und p2p Neuling ist das wohl aufgrund der Komplexität, welche sich in Tat und Wahrheit hinter Bondoras lächelnder Fassage verbirgt, eher schwierig erreichbar.

Was mich an Bondora stört

Punkt eins ist einfach die Marketingmaschine, welche die Salesleute miteinbezieht. Ich kenne keine andere Plattform, welche Investoren in vergleichbar penetrantem Ausmass bearbeitet. Sogar bei der Registrierung kann man gleich seine Einzahlung vornehmen. Einen Tag später kriegt man bereits Emails, dass man noch nicht eingezahlt hat. Das wiederholt sich dann wieder und schliesslich wird man noch

Renditeverteilung gem. Bondora
telefonisch kontaktiert mit einer billigen Nachfrage ob man noch Fragen habe. Dort geht es einzig und allein drum Gelder reinzuholen (meine Meinung). Zweitens wird suggeriert, dass alles easy geht, einfach Portfolio Manager anschmeissen und gut ist. Der Portfolio Manager ist bei Neuinvestoren übrigens standardgemäss eingeschaltet, das heisst eingezahltes Geld wird sofort investiert. Ich zumindest möchte hier aber das Sagen haben, wann investiert wird und möchte keine Überraschung erleben. Drittens präsentiert man sich (in meinen Augen in einem zu guten Licht) sehr gut. Wenn man aber die Grafik der Renditeverteilung ansieht, dann merkt man schnell, dass es auch Investoren mit negativen oder nur sehr leicht positiven Renditen gibt.

Sobald man mal einige Monate bei Bondora ist, wird man unweigerlich mit Ausfällen und Verspätungen konfrontiert sein. Dann wird man sich spätestens den Zweitmarkt anschauen und feststellen, dass es doch gar nicht so einfach ist. Man erhält Zugriff auf sehr viele Daten und kann diese Auswerten und so besser anlegen. Das setzt aber voraus, dass man sich intensiv mit der Materie beschäftigen muss. Wer das möchte und kann, für den ist Bondora sicherlich geeignet, aber für Anfänger eher weniger. Zudem sollte man über Fähigkeiten in der Programmierung verfügen (für die API), wenn man vorne mitmischen will. Denn die besten Angebote gehen automatisch weg… Für Interessierte empfehle ich den Oktaeder Blog, er hat viel Erfahrung mit Bondora und auch gleich noch ein Plugin für Firefox entwickelt, welches die Handhabung von Bondora für Fortgeschrittene vereinfacht. Wer Bondora trotzdem von Anfang an nutzen möchte, kann sich mit diesem Link registrieren und kriegt gleich noch 5 Euro Startguthaben geschenkt.

Was ist denn „die“ richtige Plattform für einen p2p Anfänger?

Die einzig wahre Plattform gibt es meines erachtens nicht, aber irgendwo muss man doch anfangen 😉 Ich würde aber empfehlen mit Mintos zu starten um erstmal ein Gefühl für den p2p Markt zu bekommen. Ihr könnt dort mit Buyback anlegen (wie ja Eurocent zeigt ist das nicht ohne Risiko) und diverse autoinvests anlegen. Nach einiger Zeit seht ihr auch, dass es Verspätungen, vorzeitige Ablösungen und Buybacks gibt. Um anzufangen erachte ich daher Mintos als eine der geeignetsten Plattformen. Zudem kriegt ihr als Neuinvestor (aber nur wenn ihr euch über diesen Link registriert) 1 Prozent cashback auf eure Anlagen der ersten 3 Monate. Investiert ihr also 1000 Euro, kriegt ihr 10 Euro als Dankeschön obendrauf. Mintos bietet eine Fülle an Krediten, von kurzfristigen Payday Krediten, über Autokredite, zu Immobilienkrediten, Rechnungsfinanzierungen und so weiter. Daher meine Empfehlung zu Mintos als Einstiegsplattform.

Denkbar wären meines Erachtens auch noch Robocash, Viainvest (derzeit aber sehr wenige Kredite) oder Swaper. Die sind alle einfach in der Handhabung, es gibt aber nicht soviel Auswahl wie bei Mintos.

Flender aus (meiner) Investoren Sicht

Vor einigen Monaten hatte ich euch ein Interview mit dem CEO von Flender, Kristjan Koik, präsentiert. Die Plattform ging erst vor einigen Monaten and den Start und dementsprechend rar waren bis jetzt auch die Kreditprojekte. Auf den öffentlichen Marktplatz haben es erst etwas mehr als 10 Projekte geschafft. Öffentlicher Marktplatz? Ja genau, es gibt auch einen privaten Bereich, verwirrt? Ich versuche es zu erklären:

Wie Flender funktioniert

Flender ist etwas spezieller konzipiert als andere Plattformen, dies entspringt der Grundidee von Flender, welche Freunden und Bekannten von Kreditnehmern eine Plattform bieten möchte. Daher auch der Name Flender, welcher sich zusammensetzt aus „friend“ und „lender“, also aus Freund und Kreditgeber. Die Idee dahinter ist, dass wenn jemand Geld braucht (egal ob Privatkredit oder Firmenkredit), der Kreditnehmer auf der Plattform zuerst ein privates Projekt starten kann, welches nicht öffentlich zugänglich ist, sondern nur einem ausgewählten Investorenkreis. Sollte der Kredit nicht durch Freunde und Bekannte zustande kommen, kann der Kreditnehmer immernoch entscheiden, dass er den Kredit der breiten Masse zugänglich machen will. Bei Privatkrediten ist das bis jetzt noch nicht geschehen, und mir liegen auch keine konkreten Daten vor wieviele solcher Darlehensanfragen es bis heute gab. Ich finde es sowieso fraglich ob das so funktioniert. Wenn ich mir vorstelle Geld zu brauchen, dann würde ich höchstens meine besten Freunde fragen und das nicht via Plattform regeln (obwohl es natürlich für die Kreditgeber den Vorteil hat, dass dort ein rechtsverbindlicher Vertrag ensteht). Ich kann mich auch täuschen und die Nachfrage hierfür besteht im Privatbereich (Ich bin schon einige Male daneben gelegen, so zum Beispiel etwa 2011, als ich nicht daran glaubte, dass Tablets eine Chance im Markt hatten….).

Die Idee von Flender ist aber dennoch gut, für mich aber vorallem im Bereich der Firmenkredite anwendbar. Wenn mir ein Bekannter eine Kreditanfrage stellen würde für sein Business, dann hätte ich das gerne via Plattform geregelt, damit die Regeln klar und verbindlich sind (Ich habe keine Lust einen Vertrag aufzusetzen, der dann juristisch wohl nicht standhält). Für meinen Bekannten wäre das insofern gut, dass er viele Leute so anfragen könnte. In den meisten Fällen dürften die privaten Beiträge nicht reichen und dann kommen diese Projekte auf den Marktplatz. Und genau dort sehe ich einen grossen Vorteil für uns Investoren: und zwar ein psychologischer. Der Kreditnehmer hat sich also bereits in seinem privaten Umfeld verschulted und wird so wohl noch motivierter sein die Angelegenheit gütlich über die Bühne zu bringen. Wer will schon sein Gesicht im Freundeskreis verlieren, weil er das Geld nicht zurückzahlt? Wenn man dann in solch ein Projekt investiert glaube ich, dass die Rückzahlungsmoral aus diesem Grund höher ist, es gibt also eine zusätzliche, wenn auch nicht fassbare, Sicherheit. Und da der Kreditnehmer nur jeweils einen fixen monatlichen Betrag zahlt, können keine Anleger (seine Freunde) bevorzugt werden. Natürlich könnte der Kreditnehmer seine Bekannten ausserhalb der Plattform bezahlen, was ihm aber nichts bringt, denn die Forderung wird seitens Plattform sowieso durchgesetzt, was schlimmstenfalls in seiner Insolvenz enden könnte. Das ist natürlich alles etwas theoretisch, aber ich glaube das Model kann so funktionieren. Ich jedenfalls habe ein besseres Gefühl, wenn ich weiss, dass bei einem Kreditprojekt auf Bekannte des Kreditnehmers beteiligt sind. Natürlich ist das keine Garantie und man sieht den Projekten auch nicht an, ob da Freunde dabei sind. Nachfragen kann man aber 😉

Bis jetzt bin ich in 4 Projekten drin

Investiert habe ich in 4 Projekte, wobei erst eines seit mehr als einem Monat aktiv ist. Dieses Projekt hat die ersten beiden Raten pünktlich beglichen. Die anderen 3 Projekte werden gegen Ende September fällig, mal sehen ob die auch pünktlich begleichen werden.

Was ist sonst noch wichtig?

Aktuell dauert es aufgrund der eher geringen Anzahl an Investoren eher lange bis ein Kredit gefüllt wird, und in dieser Zeit wird unser Geld nicht verzinst. Ich hoffe dem wird bald Abhilfe geschaffen. Momentan hat es nur ein investierbares Projekt verfügbar, aber ihr könnt jederzeit beim Support nachfragen ob es mehr Projekte gibt. Ihr kriegt dann einen link zu mindestens einem Projekt, welches sich noch im privaten Modus befindet. Bei der Kreditprüfung ist übrigens ein Kriterium, dass der Kreditnehmer belegen muss, dass er über die Liquidität verfügt um die ersten 3 Raten zahlen zu können. Schonmal gut, auch wenn sich diese Situation im Laufe des Kredits ändern kann.

Was ich mir von Flender wünsche

Ich wünsche mir einen Zweitmarkt 😉 Das würde mir etwas mehr Sicherheit geben, da ich im Notfall aussteigen könnte, sollte ich das Geld benötigen. Bevor das aber wohl realisiert wird, wäre ich froh, wenn die Plattform etwas verständlicher würde, eine Portfolioansicht würde helfen. Wünschenswert wäre sicherlich auch, dass die Kredite schneller finanziert würden, oder während der Finanzierungsdauer ein Cashback ausgerichtet würde. Am wichtigsten aber ist für mich, dass die Kredite pünktlich zahlen, ich hoffe also auf eine rigorose Kreditprüfung (wenn nicht, ist die Plattform sehr schnell am Ende, das ist den verantwortlichen bewusst). Linked Finance hat bereits bewiesen, dass man im irischen Kreditmarkt mit sehr tiefen Ausfallraten operieren kann. Irische Kreditnehmer sind sehr gute Zahler, was auch dazu geführt hatte, dass Irland (einer der PIGS Staaten) während der Eurokrise, am schnellsten aus dem Schlamassel raus war und keine Umschuldung vornehmen musste. Ein weiterer Wunsch: Ich hoffe der Support ist weiterhin so fix wie bisher, man merkt wirklich, dass die Jungs von Flender (hier gehts zur Anmeldung, rechts oben) etwas bewegen wollen, so engagiert wie sie sind.

Ich werde in etwa einem Monat wieder berichten, ob die Investitionen nach Plan laufen. Bei Fragen einfach posten.

DoFinance Neuigkeiten: Cashback und Loyalitätsprogramm

Vor einiger Zeit habe ich euch bereits die DoFinance Plattform vorgestellt (unbedingt lesen wegen buyback Funktionalität). Seitdem sind einige Wochen verstrichen und die Plattform hat intensiv an sich selbst gearbeitet. Jetzt ist es soweit und man kann Neuerungen mitteilen.

Cashback für Neukunden

Wenn ihr euch über einen DoFinance link (direkt zur Anmeldung) auf diesem Blog anmeldet, erhaltet ihr automatisch 1% cashback auf eure durchschnittliche Anlagesumme während der ersten 30 Tage nach Registrierung (gilt ab Mindesteinzahlung von EUR 100). Ihr kriegt also pro hundert investierten Euro jeweils einen obendrauf, macht bei tausend Euro schon einen Zehner und ihr könnt damit Döner essen gehen 😉 Oder was auch immer. Wichtig: Es gibt nur Cashback wenn ihr einen meiner Links nutzt. Wenn ihr sogar mit 25k startet, gibt es obendrauf noch bessere Zinsen (siehe nächster Abschnitt).

 

 

Loyalitätsprogamm für bestehende und neue Investoren (14% Zinsen)

Auch für die bestehenden Investoren (natürlich auch für Neuinvestoren gültig) gibt es Grund zur Freude: DoFinance startet sein Loyalitätsprogramm. Es gibt 2 Möglichkeiten dort aufgenommen zu werden: Entweder ihr investiert mindestens 25k Euro (und das dürfte für die meisten – mich inklusive – zuviel sein). Oder (und jetzt wirds ein schwammig): Ihr helft der Plattform aktiv mit sich zu verbessern und gebt regelmässig Feedback was zu verbessern wäre oder ihr bringt neue Ideen. Ich kann das leider weder qaulitativ noch quantitativ beziffern wie ihr da genau vorgehen müsst. Die Entscheidung ob ihr aufgenommen werdet aufgrund eurer Feedbacks obliegt alleine DoFinance.

Zudem erhalten die VIP’s einen schnelleren Kundenservice, das heisst die Anfragen und Probleme von VIP’s werden prioritär behandelt und gelöst. Keine Sorge, man hat mir versichert, dass auch wir normalsterblichen weiterhin zügig bedient werden 😉

Was gibt es sonst noch?

Ihr merkt, bei DoFinance herrscht Aufbruchstimmung und man will etwas bewegen. Als nächste Schritte sind etwa die Einführung mehrere Währungen geplant. Man will auch mehr Transparenz schaffen und den Investoren mehr Daten zu den Kreditnehmern zugänglich machen. Zudem soll das Investieren leichter gemacht werden und neue Filtermöglichkeiten bereitgestellt werden. Und natürlich werden eure Ideen umgesetzt sofern diese auf eine breite Unterstützung treffen. Teilweise haben wir Investoren also die Weiterentwicklung der Plattform in der Hand. Mit diesem Link gibts 1 Prozent Cashback.

Bei Fragen einfach posten, ich tue mein Möglichstes euch schnell zu antworten.

Was der (quasi) Ausfall von Eurocent für Mintos und uns bedeuted

Ich hatte schon mehrmals darüber berichtet, dass Eurocent, ein Loan Originator auf Mintos, mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hat. Die Kredite werden weiterhin zurückgekauft, aber ausserhalb der 60 Tage Buyback Frist. Es fliesst also noch Geld zurück an die Investoren, wie lange und wieviel das noch sein wird, wissen wir nicht. Ich würde aber davon ausgehen, dass die Investoren nicht alles Geld retour erhalten werden. Ein Schaden wird bestehen bleiben. Ob Mintos da einspringt? Ich weiss es nicht, glaube aber kaum. Dieser Vorfall ist wichtig für die Plattform und uns, warum werde ich im nachfolgenden Artikel erläutern.

Was ist passiert?

Einige Monate nachdem Eurocent der Mintos Plattform beigetreten ist, sind Berichte über Zahlungsschwierigkeiten aufgekommen und keine neuen Kredite wurden mehr auf der Plattform platziert. Auch die bestehenden Kredite wurden vom Handel auf dem Zweitmarkt ausgesetzt. Gemäss einer Erklärung von Mintos liegt der Grund für die Liquiditätsschwierigkeiten in der ausbleibenden Refinanzierung einer austehenden Anleihe. Und genau das hätte man bei der Überprüfung von Eurocent (bevor man den Loan Originator auf die Plattform augeschaltet hatte) nicht vorhersehen können. Scheinbar gab es damals keinen Grund daran zu zweifeln, dass die Anleihe refinanziert werden könnte. Nunja, auch wenn dem so gewesen sein sollte, zeigt es doch sehr schön auf, dass die Loan Originatoren nicht sehr gut kapitalisiert sind, und gewisse Ereignisse gleich zu Liquiditätsschwierigkeiten führen können.

Warum ist das jetzt gut für uns und Mintos? 3 Gründe:

1) Die Buyback Garantie ist nicht sakrosankt:

Am Beispiel Eurocent kann man erkennen (was ich übrigens immer wieder betont hatte auf diesem Blog), dass die Buyback Garantie nur soviel Wert ist, wie es die Fianzstruktur des Garantiegebers zulässt.

2) Diversifikation ist auch mit Buyback wichtig und richtig:

Bei Mintos haben wir wohl die grösste Auswahl an Kreditvermittlern (zumindest in Europa), von welchen wir Kredite erwerben können. Daher kann man sein Geld über viele verschiedene Firmen streuen und somit die Auswirkungen eines Ereignisses wie bei Eurocent abfedern.

3) Mintos wird künftig (noch) genauer hinschauen:

Mintos hat bereits bekannt gegeben, dass Massnahmen eingeleitet wurden, dass sich ein Eurocent Vorfall nicht wiederholen soll. Finde ich noch etwas speziell, denn weiter oben habe ich ja geschrieben, dass sich Mintos auf den Standpunkt stellt, dass die Geschichte nicht vorhersehbar war. Da frage ich mich, wie kann man denn Massnahmen ergreifen für etwas, was nicht vorhergesehen werden kann? Ich gebe zu, etwas ketzerisch ist die Frage schon, aber allemal gerechtfertigt. In diesem Fall, wird man nun wissen, was schief gelaufen ist und kann sich darauf vorbereiten. Aber man wird nei alles voraussehen können, und das ist der Punkt, den ich zu machen versuche: Es kann immer etwas passieren, jede Investition birgt nunmal ein Risiko. Schlussendlich sollte aber dieser Vorfall dazu beitragen, dass Mintos insgesamt sicherer wird.

Warum Diversifikation nicht das Alleinheilmittel ist

Diversifikation ist gut und ein Grundprinzip des Anlegens. Man verteilt so sein Risiko, und ein Ausfall hat einen geringeren Schaden zur Folge. Insgesamt erhöht man aber sein Risiko, von einem Ausfall betroffen zu werden, nur die Auswirkungen sind viel geringer. Gut, jetzt nehmen wir also an, wir haben unser Geld über 100 verschiedene Firmen verteilt, und wir können nun beruhigt schlafen. So lange die Wirtschaft (und somit die Geschäfte) brummt ist alles gut. Kriegen wir es jedoch mit einer Rezession zu tun, dann hilft uns die Diversifikation wohl auch nur bedingt. Die Kredite bei Mintos sind in so fern risikobbehaftet, als dass sie wohl eher schlechteren Schuldnern (subprime) gewährt wurden, welche wohl zuerst in Schieflage geraten, sollten sie ihren Job verlieren. Und wenn wir nur solche Schuldner im Portfolio halten, nützt die Diversifikation viel weniger. Das Stichwort hier ist Korrelation. Verhalten sich zwei Anlagen sehr ähnlich, spricht von von einer positiven Korrelation. Das heisst nun, dass auch wenn wir diversifiziert sind, uns das nicht viel nutzt, da wohl überall die selbe Art Schuldner hinter den Krediten steht.

Behaltet das einfach im Hinterkopf, sollten wir in eine Rezession schliddern, dann wird der gesamte p2p Sektor wohl hohe Ausfälle verbuchen müssen. Das ist natürlich nur eine Hypothese von mir und ich hoffe, ich werde nicht Recht bekommen. Sicher ist einfach, es wird eine Rezession kommen. Vielleicht nicht morgen, aber irgendwann sicher.

Was könnte man noch machen um seine Risiken zu minimieren?

Man könnte versuchen die Finanzkennzahlen (Bilanz und Erfolgsrechnung) zu analysieren, wenn diese überhaupt zugänglich sind. Das Problem hierbei ist wohl auch, dass nur wenige Investoren über ein solches know how verfügen um dies bewerkstelligen zu können. Ich traue mir das durchaus zu, bin aber von diesem Vorhaben wieder abgekommen. Warum? Es ist enorm zeitaufwändig und die Aussagekraft wohl eher beschränkt, denn die Kreditvermittler werden über keine starke Kapitalbasis verfügen. Was ich mir anschaue sind die Abschlüsse der Plattformen.

Fazit – wie mache ich weiter?

Ich fahre meine Strategie genau gleich weiter wie bisher: Diversifikation im Wissen, dass die Korrelation wohl gegen mich laufen wird, sollte es zu einer Rezession kommen (vom Grundprinzig her ähnelt das stark einer Anlage in ETF). Ich hoffe, dies dann rechtzeitig erkennen zu können. Ob es mir gelingen wird, sei dahingestellt. Wer nun nach diesem Post oder den Vorkomnissen mit Eurocent Panik gekriegt hat, dem rate ich folgendes: Zieht euer Geld aus dem p2p Sektor ab, und zwar komplett. Wer bei p2p investiert, muss sich bewusst sein, dass er sich in ein Hochrisikogebiet des Anlegens begeben hat. Bei 12% und mehr Zinsen muss man sich damit abfinden, dass es zu einem Totalausfall kommen kann. Und noch weitere Ratschläge: Versucht beim Investieren den gesunden Menschenverstand walten zu lassen, und seid kritisch. Glaubt nicht alles was Bankberater, Finanzexperten, Blogger (inklusive mir ;)) und eure Freunde am Stammtisch erzählen. Meistens hört man nur die Erfolgsgeschichten, Pleiten werden da ausgeblendet. Oder hat euch schonmal ein Freund davon erzählt wie er Geld in den Sand gesetzt hat? Eher weniger, wenn ich mich so umhöre, dann komme ich mir immer etwas dumm vor und scheinbar bin ich der einzige Mensch, der an der Börse auch mal Geld verloren hat ;). Was ich damit sagen will: die meisten Menschen verfolgen Eigeninteressen, auch wenn diese nicht immer monetären Charakter haben müssen. Manchen Menschen reicht es auch einfach in den Augen anderer gut dazustehen und bewundert zu werden. Bankberater, Finanzexperten und auch Blogger können mit ihren Botschaften finanzielle Ziele verfolgen. Seid euch dem bewusst, und versucht euch eine eigene Meinung zu bilden. Seid kritisch, auch dem gegenüber, was ich hier schreibe. Es kann sein, dass ich gewisse Umstände falsch interpretiere oder Tatsachen übersehe. Ich versuche meine Texte so objektiv wie möglich zu schreiben und werde nie etwas empfehlen, was ich nicht selber gut finde und dort investiere (auch wenn ich affiliate links nutze).

So, heute wurde es mal etwas länger, ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt 😉 Bei Fragen einfach posten.

Für p2p news (und Spezialaktionen) sowie Information wenn ein neuer Artikel erscheint,  abboniert den Newsletter: