Nach 6 Monaten operativen Geschäft, ein follow up mit Landlordinvest CEO Filip

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Beim Markteintritt im Januar konnte ich bereits ein Interview mit Landlordinvest führen. Sechs Monate später hat mich natürlich die Entwicklung sowie ein Ausblick interessiert. Vielen Dank an Filip, der sich wiedereinmal Zeit genommen hat, uns einige Neuigkeiten zu präsentieren.

Filip, wie waren die letzten 6 Monate für euch?

Die letzten sechs Monate waren wirklich aufregend, interessant und natürlich von viel Arbeit geprägt. Wir konnten Kredite von mehr als £1 million vermitteln, mehr als 700 Investoren gewinnen und waren die erste UK Platform, welche ein IFISA (Steuerbegünstigtes investieren im Immobiliensektor) lancieren konnte. Erst kürzlich konnten wir uns Kapital von einem Direktor einer sich im Privatbesitz befindlichen Immobilieninvestment Firma beschaffen. Die Firma ist mit mehr als einer Milliarde an Anlagen kein Leichtgewicht.

Da wir jetzt genügend Zeit hatten um unsere Infrastrukur und Abläufe zu testen, können wir uns mehrheitlich der Aufgleisung von neuen Investitionsprojekten widmen, sowie unsere Plattform weiter ausbauen und unsere Prozesse effizienter gestalten.

Kannst du mir einige Statistiken nennen? Ausfälle? Vielleicht ist es noch zu früh für eine Aussage..

Keiner unserer Kredite hat bis jetzt die Endfälligkeit erreicht, daher kam es auch zu keinerlei Ausfällen. Auch wenn es mal passieren sollte, wir kennen die Abläufe genau, welche wir in so einem Fall ergreifen müssen. Wir würden dann unter anderem mit einer führenden Recovery Gesellschaft zusammenarbeiten, welche sich auf die Verwertung solcher Projekte spezialisiert hat. Die ganze administrative Abwicklung könnte dadurch so effizient wie möglich gestaltet werden.

Was erwartest du vom Rest des Jahres?

Unsfer Fokus liegt klar darin viele neue Kreditprojekte zu lancieren, da unsere Investoren genau dieses Manko kritisiert haben. Wir verstehen natürlich diese Problematik und sind uns bewusst, dass die Investoren genügend Diversifikationsmöglichkeiten brauchen, um eine ausgewogenes Portfolio aufbauen zu können.


Von einem Investment, bis die Gelder ausbezahlt werden, kann es unter Umständen mehrere Wochen dauern. Ist hier etwas geplant, um diesen Prozess zu beschleunigen?

In unserem Geschäftsmodell ohne jegliches pre-funding, können wir die juristischen Ausarbeitungen erst anstossen, wenn wir sehr sicher sind, dass der Kredit finanziert wird. Die Kosten für die juristischen Ausarbeitungen sind substantiell und können bis zu einem Prozent der Kreditsumme an Kosten bedeuten für den Schuldner. Erschwerend kommt hinzu, dass die juristische Kompletierung des Projekts viele Parteien involviert und es daher schwierig ist, diesen Prozess zu streamlinen. Wir haben leider nicht Einfluss auf alle involvierten Parteien in diesem Prozess. Daher kann es vorkommen, dass wenn nur eine Partei etwas in Verzug gerät, dass sich das ganze Projekt erheblich verspätet.

Momentan ist ein Projekt in Finanzierung, welches mit 17.3% (2. Rang Hypo, Überbrückungskredit). Werded ihr künftig vermehrt auf die riskanteren Projekte abzielen, oder ist das die Ausnahme?

Wir fokussieren uns auf Kredite, welche ein gutes Risiko/Renditeverhältnis aufweisen. Kredite, welche als hochriskant eingestuft werden (hoher LTV und/oder schlechte Kredithistorie seitens des Schuldners), werden mit bis zu 20 Prozent rentieren, währenddessen risikoärmere Projekte weniger rentieren. Unsere Zinssätze befinden sich auf Marktniveau.

Filip, nochmals vielen Dank für die Antworten. Es ist immer wieder eine Freude sich mit dir zu unterhalten.

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