Und weiter geht’s mit Omaraha….

Wie ich bereits berichtet hatte, viel es mir in der letzten Zeit schwer bei Omaraha mit meinen voreingestellten autoinvests estnische Kredite abfischen zu können. Ich hatte mir dann zwei Massnahmen überlegt, um der Situation Herr zu werden. 1) Den gewünschten Zinssatz senken, und 2) den Bonus erhöhen oder eine Kombination davon. Ich habe mit der Kombination gestartet, und als ich einige Stunden später nachgeschaut habe, war mein Geld bereits investiert. Im Nachgang habe ich dann den Bonus wieder auf 0 Prozent gesetzt. Das Resultat war wie erwartet, ich habe zwar Kredite gekriegt, aber erst viel später. Es dauerte also länger bis das Geld investiert wird, aber das ist es mir momentan Wert. Nachfolgend könnt ihr meine aktuelle Einstellung bei den Esten sehen:

Die Finnen

Seit einigen Tagen, oder Wochen sind auch finnische Kredite verfügbar. Viele davon habe ich nicht gesehen, und diejenigen die ich erlickte, waren eher uninteressant. 9 Prozent Zinsen für 2 Jahre sind mir deutlich zu wenig, und das noch in einem neuen Markt. Da lasse ich euch gerne den Vortritt 😉 Ich muss natürlich differenzieren, denn ich denke, die meisten Kredite gingen mit den Autoinvests weg. Sicher sein kann ich aber nicht, denn in den Statistiken sehe ich praktisch nichts davon. Vielleicht noch zu früh?

Die Slovaken

In meinem letzten Post habe ich ja mit mir gerungen, ob ich mich komplett aus den slovakischen Loans zurückziehen soll. Bis Dato habe ich ja nur beschlossen, dass ich keine slovakischen Kredite mit tiefer Bonität mehr ins Portfolio nehme. Da mir diese Woche auch ein Kredit mit dem maximal Score von 1000 ausgefallen ist (ok, wenigstens wurde ein bisschen abgezahlt, aber nicht viel), habe ich mich entschieden, komplett aus den Slovaken auszusteigen, respektive kein neues Geld mehr in den slovakischen Investment Account einzuzahlen. Dies wohlwissend, dass gemäss Statistik mit den guten Bonitäten scheinbar doch Geld verdient werden kann. Von daher ist es eher ein Bauchentscheid, aber ich bin momentan nicht bereit Geld in die Hand zu nehmen um eine gute Diversifikation bei den Slovaken zu erreichen. Bei meinem Selbstversuch zeigt sich wieder wie wichtig eine breite Streuung beim Anlegen in p2p Kredite ist.

An meine slovakischen Leser: Bitte nehmt die Äusserungen nicht persönlich, ich glaube nicht, dass Slovaken generell schlechte Schuldner sind, ich denke nur, hier wird ein subprime Segment bedient, und daher die hohen Ausfälle. Wenn ich von Slovaken rede, sind die Kredite auf den Plattformen gemeint 😉

Meine Top 10 Plattformen 2017 (Stand 30.06.17)

Bereits Ende letzten Jahres habe ich eine persönlich Auswahl meiner 10 Lieblingsplattformen getroffen und mit euch geteilt. Gerne ziehe ich nun nach dem ersten Halbjahr 2017 eine Zwischenbilanz. Die Auflistung ist meine persönliche Präferenz, darf aber von jedem Leser freilich anders gesehen werden. Ich werde meinem Schema treu bleiben und zuerst die top 5 präsentieren, und dann unter der Tabelle eine Kurzerklärung abgeben.

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
1Robocash14.21%Robocash
2Grupeer13.87%Grupeer
3Lenndy13.69%Lenndy
4Mintos18.21%Mintos
5Viainvest12.88%Viainvest

Robocash

Eventuell mag die Wahl etwas erstaunen, da die Plattform ja erst im Februar gestartet ist, aber gerne möchte ich meine Beweggründe darlegen. Erstens sehe ich einen stetigen Verbesserungswillen seitens Robocash. Zweitens ist das Zinsniveau mit 14 Prozent wirklich attraktiv. Und drittens muss ich beim investieren nicht eingreifen. Ich kann den AI laufen lassen und gut ist. Ich checke alle 2 Wochen mal ab wie es aussieht, und merke, ich muss nichts machen. Das Anlegen ist wirklich passiv. Einziges Manko ist die selbstauferlegte Einlagenbeschränkung von 10’000.- Euro pro Investor.

Grupeer

Auch diese Wahl ist wohl etwas überraschend, aber ich mag die Plattform und sehe sie als ein (ok nicht ganz so geheimer 😉 ) Geheimtipp. Ich denke die Plattform wird oft übersehen, was eigentlich gut ist für mich, so kann ich von den laufenden Cashback Angeboten profitieren. Die Plattform ist schnell und mit Zinsen bis 14 Prozent spielt Grupeer in der Oberliga. Mankos sind der fehlende AI sowie Zweitmarkt. Aber das wird noch kommen.

Lenndy

Wieder eine neue Plattform in den Top 3. Leider gibt es bei Lenndy keinen AI oder Zweitmarkt (vom VIP Club abgesehen). Das Zinsniveau mit bis zu 15 Prozent und Buyback ist top. Viele Investoren haben ein Problem mit der Plattform, da die Geldverwaltung über Paysera läuft. Paysera war etwas mühsam um einen Account zu erstellen und den verifiziert zu kriegen. Danach lief alles top und die Überweisungen gehen einiges schneller als von meinem Bankkonto. Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen: Ich finde Paysera gut (duck und weg ;)). Ernsthaft, ich denke Paysera ist besser als sein Ruf.

Mintos

Die letztjährige Top Plattform hat einige Ränge eingebüsst. Dies vorallem wegen einem Faktor: Inkonsistenz bei den Zinsen und dem Kreditangebot. Das erste Halbjahr 2017 war geprägt von Zinsauf- und Abschwüngen, sowie von Nachfrage wie auch Angebotsüberhängen. Daher meine Kritik: Was nützt mir ein AI, wenn ich die Konditionen ständig anpassen muss? Momentan sieht es so aus, als ob die Situation bei Mintos nun stabil ist und man verstanden hat, dass Investorengeld abfliesst, wenn die Zinsen nachhaltig unter 12 Prozent sinken, oder Geld herumliegt. Ich hoffe auf ein weniger volatiles zweites Halbjahr. In diese Bewertung ist übrigens die Tatsache, dass der Kreditgeber Eurocent mit Problemen konfrontiert ist, nicht eingeflossen, aber ich möchte diesen Umstand nicht unerwähnt lassen. Es war klar, dass bei den vielen Kreditgebern auf Mintos, einer irgendwann mal Probleme kriegen wird. Was mich aber erstaunt ist die Geschwindigkeit mit der das passiert ist. Der Kreditgeber ist nach nur etwa 3 Monaten auf Mintos in Probleme geraten, da frage ich mich, wie gut die Zulassungsprüfung von Mintos hierbei war….

Viainvest

Eigentlich ist Viainvest eine Anwärterin auf den ersten Platz. Warum dann nur Platz 5? Erstens ist mir die Plattform etwas zu bürokratisch. Man brauchte zu Anfang ein Zertifikat, welches das Steuerdomizil bestätigt, ansonsten wurde ein Teil der Zinsen zurückbehalten, ohne Chance auf Gegenrechnung etc. Das war ja ok, Steuerzertifikat einholen und gut ist. Nicht ganz, denn plötzlich gab es polnische Kredite, auf welchen es Zinsrückbehalt gibt. Diesen kann man theoretisch bei der Steuererklärung gegenrechnen, aber das ist aufwändig. Dann war kurzzeitig das Kreditangebot eingeschränkt, was aber wieder gebessert hat. Mein Geld ist nahtlos reinvestiert worden. Der AI funktioniert bestens, also doch noch was positives zum Schluss 😉

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
6Estateguru10.25%Estateguru
7Lendix7.38%Lendix
8Collateral12.78%Collateral
9Lend5.67%Lend
10Linked Finance8.95%Linked Finance

Estateguru

Estateguru verbessert sich um einen Platz und kratzt an den Top 5. Mich hat die Entwicklung der Plattform in vielen Bereichen positiv überrascht. Zuerst wurde das Kreditvolumen gesteigert. Viele Kredite wurden nach Ende der Laufzeit zurückbezahlt, was mir insgesamt ein gutes Bild vermittelt. Es gibt Kredite, welche etwas länger brauchen, aber das liegt in der Natur der Überbrückungskredite. Immobilienplanung- und Entwicklung ist nunmal keine exakte Wissenschaft. Es kann immer etwas unvorhergesehenes passieren. Was mich am meisten freut ist die Tatsache, dass Estateguru jetzt ein Updatetab bei den Krediten eingeführt hat. So können wir Investoren sehen, was Stand der Dinge ist, und welche Massnahmen Estateguru ergreift. Hier kann man noch einiges verbessern, aber man ist auf dem richtigen Weg denke ich.

Lendix

Lendix verliert einen Platz, ist aber immernoch sehr gut klassiert mit dem siebten Platz. An der Kreditqualität (ich investiere bisland nur in Franzosen) kann ich überhaupt nicht klagen. Aktuell hatte ich bei meinen 32 Projekten noch keinen einzigen Zahlungsausfall, geschweige denn eine Verzögerung. Der Hauptgrund für die niedrigere Klassierung ist, dass bis etwa im März praktisch keine neuen Kredite gelistet wurden. Ab März/April sah es dann besser aus. Insgesamt würde ich mir noch etwas mehr Kreditprojekte wünschen. Mit der Auslandsexpansion nach Spanien und Italien wurde das Angebot ausgeweitet. Gemäss Statistiken sieht es dort auch gut aus, aber mir ist es noch zu früh um dort zu investieren.

Collateral

Collateral mag ich wirklich. Die Zinsen werden immer am 1. des Folgemonats gezahlt, der Support ist sehr schnell und die Zinssätze wirklich gut mit bis zu 14 Prozent. Die Plattform kommt aber nicht weiter nach vorne, da nun auch viele Immobilienkredite gelisted werden und man sich soch von seinen Wurzeln mit den Juwelen, Autos etc entfernt. Wenn ich Immobilienkredite möchte, gibt es für mich genügend Alternativen. Scheinbar kam es bei Autokrediten zu Ausfällen, aber scheinbar sind die ersten bereits verwertet und die Investoren ausbezahlt und verlustfrei gehalten worden.

Lend

Auf dem neunten Platz eine Schweizer Plattform. LEND hat seinen Betrieb im 2015 aufgenommen und konnte stattlich wachsen. Ich durfte die LEND Gründer bereits persönlich kennenlernen und habe einen durchwegs positiven Eindruck. Meine Investitionen laufen, die Rendite ist für Schweizer Verhältnisse überragend (wenn man mit 10 jährigen Staatsanleihen vergleicht, welche 0 rentieren). Ich bin mir sicher, dass ich von LEND noch viel positives berichten kann in Zukunft.

Linked Finance

Bei Linked Finance überzeugt mich die Kreditqualität. Bis jetzt habe ich noch keine Verzögerung. Was mich stört ist, dass die Plattform den Investoren eine Gebühr von 1.2 Prozent pro Jahr aufbürdet. In den letzten Wochen ist scheinbar auch das Kreditangebot kleiner geworden, ob das an Flender liegt?

On the outside looking in….

Hier noch einige Plattformen, welche ich zwar mag, aber noch nicht in die Top 10 aufnehmen konnte. Allen voran Flender, welche mir einen top Eindruck macht, aber ich noch zu wenige Erfahrung sammeln konnte. Ich denke, ceteris paribus, dass wir Flender Ende Jahr in den Top 10 sehen werden.

Aufmerksame Leser haben bemerkt, dass Lendy (vormals Saving Stream) und Finbee aus den Top 10 geflogen sind. Das hat mit vielen Änderungen seitens der Plattformen zu tun. Genaueres werde ich in den nächsten Wochen publizieren. Viventor flog raus, da es mir nicht mehr möglich war mein Geld zu investieren. Swaper finde ich immernoch gut und ist sehr rentabel, aber der Fokus auf die App Anwendung passt mir nicht so ganz. Oder ist zumindest sehr gewöhnungsbedürftig. Auch die Ankündigung von neuen Kreditländern, die dann doch ewig nicht kommen, haben zu diesem Entscheid geführt. Von der Rendite her, spielt Swaper weiter oben mit.

So, dass war’s mit meiner Einschätzung vom ersten Halbjahr 2017. Ich hoffe, ihr konntet etwas davon profitieren. Gegenteilige Meinungen dürft ihr gerne hier posten. Eine rege Diskussion unter Gleichgesinnten schätze ich immer sehr.

Für p2p news (und Spezialaktionen) sowie Information wenn ein neuer Artikel erscheint,  abboniert den Newsletter:

Bulkestate – eine relativ junge Plattform mit guten Zinsen (aktuell 14%)

So, mal wieder eine neue Plattform welche ich euch gerne näher vorstellen werde. Vor einigen Monaten bin ich eher zufällig über Bulkestate gestolpert und habe interessehalber bei einem Projekt das minimale Investment von EUR 50 geboten und eingezahlt. Der Kredit läuft noch bis nächstes Jahr, daher kann ich noch keine konkreten Infos liefern, denn der Kredit ist endfällig. Gemäss Angaben der Plattform sind bereits zwei Kredite retourgezahlt worden, was bei der geringen Projektanzahl doch schon beachtlich ist ;). Ich würde die Plattform irgendwo zwischen Estateguru und Crowdestate ansiedeln. Grundsätzlich bewegen sich alle drei Plattformen mehr oder minder im Segment der Bau- oder Immobilienfinanzierung. Ok, das ist wahrscheinlich etwas zu kurz gegriffen, aber stimmt grösstenteils halt doch.

Wer kann bei Bulkestate anlegen und wie registriert man sich?

Anlegen kann jede natürliche Person, welche mindestens 18 Jahre alt ist, oder juristische Personen (Firmen). Eine Einschränkung oder ein Ausschluss gewisser Länder ist scheinbar nicht vorgesehen. Explizit wird weder ein Bankkonto verlangt, noch muss dieses in der EU sein. Faktisch ist das (EU-)Bankkonto ein Muss, denn sonst kann man ja seine Investments nicht bezahlen. Und ich möchte mal sehen was passiert, wenn jetzt plötzlich eine Zahlung aus Singapur oder den USA reinkommt 😉 Ich schätze, die würde zurückgehen. Aber genug der Spekulation 😉

Die Registrierung ist schnell gemacht, wenn man denn den Ort findet, wo man diese machen kann. Ihr müsst einfach auf login klicken (rechts oben auf der Startseite). Danach öffnet sich ein Fenster um sich einzuloggen. Neue Investoren klicken ganz unten auf den Hinweis „Or register if you are a new user“. Danach kann man sich wirklich schnell registrieren.

Wie man investieren kann

Wie bereits angesprochen, beläuft sich das Mindestinvestment bei Bulkestate auf 50 Euro. Das Investieren ist denkbar einfach, ihr müsst euch einfach das Projekt ansehen und findet dort den „Invest now“ Knopf. Danach gebt ihr euren gewünschten Investmentbetrag ein und bestätigt diesen (Banküberweisung ist momentan die einzig aktive Zahlungsoption). Die Zahlungsdaten könnt ihr dann entweder gleich ansehen mittels „download receipt“, oder ihr findet diese auch in eurem Email Postfach. Ihr habt dann 72 Stunden Zeit, bis das Geld bei Bulkestate gutgeschrieben sein muss. Andernfalls droht die Streichung eures Gebotes. In der Praxis glaube ich kaum, dass dies so gehandhabt wird. Erstens läuft die Finanzierungsrunde meistens mehr als 2 Wochen. Zudem füllen sich die Projekte nur langsam, so denke ich, man wird euch auch etwas mehr Zeit einräumen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Überweisungsbestätigung an der Support zu senden, euer Investment wird sogleich bestätigt. Ich denke aber nicht, dass dies notwendig ist.

Ein aktuelles Projekt

Gegenwärtig werden 70k Euro gesucht um eine bestehende Hypothek auf einem Appartement zu refinanzieren. Der Besitzer möchte dieses verkaufen und sucht daher eine Übergangsfinanzierung. Die Laufzeit beträgt 12 Monate, und man wird mit stattlichen 14 Prozent Zinsen entschädigt. Der Belehnungsgrad (LTV = loan to value) beträgt gemäss Angaben 61 Prozent. Das heisst, das Objekt ist nur mit etwas mehr als der Hälfte belehnt. Dieser Wert basiert einfach auf dem Schätzwert der Immobilie. Ist dieser zu hoch angesetzt, kommt ein zu tiefer Belehnungsgrad heraus. Behaltet diese Information einfach generell im Hinterkopf, wenn ihr mit Belehnungsgraden konfrontiert seid. Ich werde hier auch nochmals einige Euro anlegen. Ach fast hätte ichs vergessen. Etwas verwirrt hat mich das Bild des Hochhauses sowie die Angabe mit den 9 Stockwerken. Ich dachte zuerst die komplette Immobilie sei Gegenstand des Projekts, das kann aber nicht sein, da 9 Appartements einen höheren Wert haben dürften. Das Appartement befindet sich einfach im 9. Stockwerk 😉

Fazit

Mir gefällt die Aufmachung der Seite und natürlich die Zinsen. Es sind noch wenige Projekte, aber ich hoffe, die Anzahl steigt und die Qualität bleibt auf hoffentlich hohem Niveau. (Anmerkung: Ich hatte geschrieben, dass es für alle Investoren einen Steuerrückbehalt von 10 Prozent auf den Zinsen gibt. Das stimmt nach Aussagen der Plattform nicht, diese Regelung trifft nur auf Investoren mit Steuerdomizil Estland zu. Alle anderen kriegen die vollen 14 Prozent ausbezahlt). Hier geht’s zu Bulkestate.

Kurzupdates und cashback Angebote

Grupeer bietet 1% cashback auf bestimmte Kredite

Momentan bietet Grupeer 1% cashback auf die Kredite von der Kurtour GmbH, welche mit 13% verzinst werden. Ihr erkennt den Cashback am blauen Symbol im Beispielbild. Daneben hat es noch einen Kredit von Solut, welcher 5 Monate läuft und mit 14 Prozent verzinst wird. Ihr seht also, einige gute Angebote sind vorhanden.

Flender bietet 10% Cashback

Die Aktion wurde von Flender (Klick auf den Link, und dann gleich registrieren, so könnt ihr das Angebot nutzen) verlängert und läuft bis Ende Juli. Ihr erhaltet 10% Cashback, wenn ihr eine Gesamtsumme von mehr als ein tausend Euro anlegt. Das Angebot ist nicht nach oben begrenzt. Die Investitionen müssen einzig und allein während 30 Tagen nach der Registrierung erfolgen. Das heisst, wenn ihr euch am 20. Juli registriert (und obigen Flender Link nutzt), kriegt ihr 10 Prozent Cashback wenn ihr mehr als 1k Euro anlegt, und das bis spästestens 19. August tut. Es hat aktuell nur wenige öffentlich sichtbare Kredite verfügbar. Ihr könnt aber dem Support schreiben, dann kriegt ihr eine grössere Auswahl um euer Geld auf mehrere Kredite streuen zu können. Hier noch einige Infos zu Flender.

Lenndy bietet bis zu 15% auf Autokredite mit buyback

Seit die Plattform ihren Sitz von Litauen nach Lettland verlegt hat, habe ich keine News mehr dazu veröffentlicht. Ich wollte abwarten, wie es so weitergeht. Mittlerweile ist alles wieder beim Alten. Ausser, dass es jetzt buyback gesicherte Kredite im Angebot, welche sogar mit 15 Prozent verzinst werden. Die Laufzeit ist deshalb etwas höher als gewohnt, aber mit 36 Monaten vertretbar. Hier geht’s zu Lenndy.

Viainvest läuft bestens und erweitert Kreditangebot auf Polen

Kurzzeitig sah es so aus, als ob die Nachfrage grösser als das Angebot bei Viainvest war. Das wurde aber behoben und es hat soviele Kredite wie noch nie. Dies hat aber auch damit zu tun, dass jetzt polnische Kredite angeboten werden. Ich rate aber von einer Investition in diese ab, da Viainvest hier 5 Prozent Steuerrückbehalt geltend macht. Ihr kriegt die Zinsen auch nicht zurück, wenn ihr das Steuerformular eingereicht habt. Es gibt genügend andere Kredite, also Finger weg. Die Zurückgehaltenen Zinsen sollte man theoretisch mit der Steuererklärung verrechnen können, aber das kann durchaus eine langwierige Geschichte werden, und ob es am Schluss wirklich klappt, weiss ich nicht. Hier geht es zu Viainvest.

Kreditvermittler bei Mintos in Schwierigkeiten

Vor einigen Monaten stiess der polnische Kreditvermittler zu Mintos. Ende Juni hat Mintos keine neuen Kredite von Eurocent zugelassen, da sich die Firma in Liquiditätsschwierigkeiten befindet. Seither wurden die Kredite aber weiterbedient und das ausstehende Kreditvolumen verringert sich täglich. Es sieht so aus, als ob es gut kommt. Ich möchte hier aber erst etwas detailliertes veröffentlichen, sobald man etwas konkretes weiss. Alles andere wäre voreilig. Das ist einfach ein schönes Beispiel dafür, dass der Buyback halt nur so sicher ist, wie derjenige der ihn gewährt (aber das habe ich ja schon oft erzählt).

Omaraha – offizielle Statistik und die Finnen kommen

Wiedermal ist ein Monat um seit meinem letzten Artikel zu Omaraha. Die Plattform beschäftigt mich des öfteren, da immer wieder mal etwas Neues passiert. Und bevor ich es vergesse: Die Finanzzahlen von SIA Best Lizings wurden mir noch nicht zugesendet. Ich werde mir diese dann halt für 9 Euro kaufen, wenn es anders nicht funktioniert.

Seit 2 Wochen keinen Kredit mehr abbekommen

Wahrscheinlich habe ich auf diesem Blog Omaraha zu sehr bekannt gemacht und der Plattform viele neue Investoren gebracht, und als Resultat kriege ich jetzt keine estnischen Kredite mehr 😉 Das ist vielleicht ein kleiner Teil der Wahrheit, viel eher liegt die Sache aber darin begraben, dass es momentan einfach weniger Kredite hat (Esten) und Omaraha die langen Laufzeiten momentan nicht mehr im Angebot hat. Ich versuche es jetzt einfach in dem ich meinem Autoinvest auf leicht tiefere Zinsen einstelle (oder mehr Bonus gewähre).

Jetzt kommen die Finnen

Seit einigen Tagen bietet Finzo (betreiber von Omaraha) auch in Finnland Kredite an. Die ersten finnischen Kredite sollten am Montag, den 3. Juli ihren Weg auf die Plattform finden. Einen Autoinvest kann man bereits einrichten. Seien wir mal gespannt, wie viele Kredite und vor allem in welcher Qualität diese kommen werden. Ich habe schon mehrfach meine Bedenken geäussert gegenüber Auslandexpansionen. Man kann das an den Slovaken gut sehen, dass es nicht immer ohne Probleme geht. Die finnischen Schuldner sind aus meiner Erfahrung bei anderen Plattformen relativ gute Zahler, aber doch etwas weniger solide als Esten. Mit solchen generalistischen Aussagen muss man aufpassen, da die Zahlungsmoral natürlich auch davon abhängt auf welche Klientel man sich stürzt. Ich werde wohl einen Testballon bei den Finnen starten.

Ein Blick auf die offiziellen Statistiken

Hier könnt ihr euch einen Überblick über das aktuelle Kreditbuch der Plattform verschaffen. Wenn man es gesamthaft betrachtet, sieht es so aus, als ob die Ausfallrate 2017 verschwindend gering ist, ein klareres Bild werden wir aber erst in den nächsten Monaten sehen:

Spielt man etwas mit den Einstellungen herum, sieht man ganz klar, dass die tiefen slovakischen Ratings auf aggregierter Stufe zu einem Verlust führten. Von daher war meine Einschätzung richtig, künftig die Finger davon zu lassen. Was mich aber eher erstaunt ist die Tatsache, dass über alle Scores gesehen bei den Slovaken scheinbar gute Renditen erzielbar sein sollten. Ich kann hier aus meiner Erfahrung sagen, dass die Scores von 900 bis 1000 zwar besser bezahlen, ich aber trotzdem auch dort wohl Ausfälle haben werde. Fairerweise muss ich hier sagen, dass meine Grundgesamtheit an diesen Krediten zu klein ist, um statistisch signifikante daraus ableiten zu dürfen.

Ihr seht, es geht einiges und man muss sich wirklich mit der Plattform auseinandersetzen. Das ist für mich aber eine willkomene Abwechslung zu all den Buyback Plattformen, wo man nur seinen AI laufen lassen kann. Bei Fragen einfach posten.

Das Transferwise borderless Konto

Lange habe ich nach einer Möglichkeit gesucht um Geld von einer UK Plattform auf eine andere ohne Währungswechsel verschieben zu können. Folgende Möglichkeiten boten sich mir bisher: Ein GBP Bankkonto bei meiner Bank aufzumachen und die Gelder so nicht wechseln zu müssen. Das scheiterte aber daran, dass für Überweisungen in GBP über die Landesgrenze hinaus horrende Gebühren fällig waren. Die zweite Möglichkeit war – so glaubte ich zumindest – ein Bankkonto in Grossbritannien zu eröffnen. Das ist für einen Schweizer (für EU Bürger soltle es in der Theorie aber möglich sein) aber beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Bei Barclays wurde ich dennoch fündig, hätte aber ständig mindestens 25k GBP auf dem Konto haben müssen, und von den Gebühren her war das auch nicht interessant. Ich hatte die Hoffnung bereits aufgegeben, bis ich vom Transferwise borderless Konto erfahren habe.

Das Transferwise borderless Konto

Zuerst eins vorweg: Transferwise ist keine Bank und verfügt demnach auch über keine Banklizenz. Es handelt sich um ein Unternehmen mit einer e-money Lizenz. Hierbei gelten gewisse Vorschriften, welche unter anderem die Höhe der Zahlungen etc etwas einschränken.

Das borderless Konto ermöglicht es euch jetzt eine Art Bankkonto in Fremdwährungen mit nur einem Klick zu eröffnen. Momentan stehen die folgenden drei Währungen mit einer eigenen Kontonummer bereit: US-Dollar, Britisches Pfund und Euro. Zusätzlich könnt ihr ein Konto in folgenden Währungen eröffnen (habt aber keine eigene Kontonummer, könnt aber Fremdwährungen dort halten): Australische Dollar (AUD), Hong Kong Dollar (HKD), Neuseeland Dollar (NZD), Kanadischer Dollar (CDN), Ungarische Forint (HUF), Polnische Zloty (PLN), Schweizer Franken (CHF), Japanische Yen (JPY), Schwedische Kronen (SEK), Dänische Kronen (DKK), Norwegische Kronen (NOK), Singapur Dollar (SGD).

Und wie funktioniert das jetzt?

Ganz einfach, registriert euch bei transferwise und klickt dann auf borderless konto (mit vorherigem link ist die erste Überweisung kostenlos). Ihr müsst noch eine ID hochladen, und einige Tage später (momentan herrscht ein reger Andrang, daher dauert es etwas länger) sollte euer Konto freigeschaltet worden sein. Sobald ihr die Aktivierungsmeldung erhalten habt, könnt ihr eure Währungen dem Konto hinzufügen und loslegen. Wie gesagt, einmalige Kontodaten erhaltet ihr momentan nur bei USD, GBP und EUR, mehr Währungen werden folgen.

Ihr könnt dann direkt von eurem Bankkonto auf das borderless Konto überweisen (kostenfrei) und dann entscheiden, wann und ob ihr einen Währungswechsel machen wollt. Beim Wechsel erhaltet ihr den sehr guten Wechselkurs von Transferwise. Wenn ihr Geld vom borderless Konto auf eine Plattform oder euer Bankkonto transferieren wollt, kostet das eine kleine Gebühr. Aktuell kostet eine EUR Vergütung 0.6 Euro und eine in GBP 0.5 Pfund.

Meine Tests

Ich habe kleinere Beträge zwischen einigen UK Plattformen verschoben um den Service einmal zu testen. Die Transfers gingen flott, wenn die Plattform die Auszahlung, respektive die Gutschrift automatisiert hat. In so einem Fall dauerte die Überweisung keine 60 Sekunden. Andernfalls maximal einen Tag.

Gibt es auch Probleme?

Probleme würde ich nicht sagen, aber doch ist mir etwas nerviges passiert. Ich habe Geld zu Lendy (vormals Saving Stream) überwiesen, damit mein GBP Konto dort für Rückzahlungen hinterlegt werden kann (wie in diesem Artikel beschrieben, ändern Plattformen das Auszahlungskonto meistens nur, wenn man damit einzahlt). Ich habe danach festgestellt, dass die hinterlegte Kontonummer nicht der meinigen entspricht. Das hat damit zu tun, dass Transferwise die Zahlungen von einem Sammelkonto macht und nicht direkt von eurem Borderless Konto. Nach einigen Erklärungen an die Plattform, wurde dann meine Kontoverbindung hinterlegt. Seid euch dieser Unzulänglichkeit einfach bewusst.

Fazit

Sehr guter Service, genau was ich als p2p Anleger (vorallem für UK) brauche. Das Konto kann ich mir aber auch durchaus vorstellen um Währungsspekulationen durchzuführen, da die Wechselkurse einiges besser sind als bei den Banken und keine Kontoführungsgebühren anfallen.

Bei Fragen einfach posten.