Saving Stream – ein tieferer Einblick in die Funktionsweise

Ich werde häufiger gefragt, wie Saving Stream funktioniert und ob man dort investieren soll. Scheinbar haben meine beiden Artikel noch nicht genügend Licht ins Dunkel gebracht. Daher unternehme ich den Versuch einer Erläuterung der Funktionsweise und gebe Tipps zur Evaluation der Investments.

Los gehts mit dem Einstieg

Nachdem ihr euch eingeloggt habt (oder zuerst registriert habt) kommt ihr in den eingeloggten Bereich und seht folgende Übersicht:

 

 

 

Willkommen auf dem Zweitmarkt (Lasche Available loans). Die Kreditangebote die ihr seht, sind nichts anderes als Kredite, welche von den Investoren zum Verkauf aufgegeben wurden. Es gibt hier übrigens keine Möglichkeit mit Auf- oder Abschlägen zu handeln. Ihr kauft den Kredit und der wird im Hintergrund sofort verzinst. Die Zinsen werden immer am ersten Tag des Folgemonats direkt bezahlt.

Was man im oberen Bild sieht ist die Kreditnummer (PBL 106 in diesem Fall), dann ob der Kredit bereits abgerufen wurde vom Kreditnehmer (Drawndown: Ja oder Nein). % PA gibt die Höhe der Verzinsung, hier 12 Prozent, an. Der Schätzwert des Kredits (Asset Value), die Kreditsumme (Loan) sowie die Höhe der Belehnung (LTV = Loan to Value -> Kreditsumme/Schätzwert). Remaining Term gibt die Restlaufzeit in Tagen an. Auf die negativen Resttage komme ich weiter unten zu sprechen, denn das ist sehr wichtig dort genau Bescheid zu wissen. Invested zeigt euch, ob und wieviel ihr schon in diesem Kredit angelegt habt. Available ist die Anzeige der kaufbaren Kreditsumme auf dem Zweitmarkt.

Wenn ihr oben bei available loans nach rechts schaut, seht ihr die Lasche live loans, dort könnt ihr alle laufenden Kredite anschauen. Danach kommen die Pipeline loans, welche der eigentliche Primärmarkt ist. Darauf gehe ich später noch konkret ein. Danach kommt die Lasche Defaulted Loans, dort seht ihr die ausgefallenen Kredite, bei welchen Saving Stream die Verwertung anstrebt. Aktuell ist ein Projekt dort drin (bisher gab es erst zwei Ausfälle, der abgewickelte ist glimpflich verlaufen und die Investoren haben KEIN Geld verloren), und man kann die Fortschritte anschauen. Unter Repaid Loans kann man alle bereits zurückgezahlten Kredite begutachten und mttels Recent Updates kann man die neusten Informationen zu Krediten nachlesen. Die neusten Infos gibt es aber auch direkt auf dem gewählten Kredit, ohne langes suchen direkt hier (klick auf den Kredit):

Wir befinden uns jetzt direkt im Kredit und können Details erfahren in der Overview und so weiter. Zudem kann man hier auch den Kredit kaufen (rechts). Richtig interessant ist aber die Lasche Recent Updates, da dort die Neuigkeiten versteckt sind (klick auf Recent Updates):

Hier sehen wir die letzten beiden Einträge. Man hat den Kredit verlängert und vor einer Woche kam die Info, dass der Kreditnehmer bei einem anderen Institut refinanzieren wird. Das muss jetzt nicht heissen, dass alles gut wird, aber die Chance besteht. Man muss sich hier einfach vor Augen halten wie das Geschäft der Immobilienentwicklung- und Finanzierung läuft. Es können immer Verzögerungen auftreten, und eine Ablösung des Kredits zu einer Bank nimmt nunmal einfach viel Zeit in Anspruch. Die genauen Fristen sind dort nicht planbar. Daher bei negativen Restlaufzeiten immer genau hinsehen. Es kann auch sein, dass der Kredit verlängert wurde (wie in diesem Fall), aber Saving Stream die Restlaufzeit nicht angepasst hat.

Der Primärmarkt -> Pipeline Loans

Wenn ihr oben in der Leiste die Pipeline Loans anwählt, kommt ihr zu dieser Ansicht:

Dies ist der „Reservierungs Bereich“ und dort könnt ihr euren Wunschbetrag platzieren. Das heisst nicht, dass ihr diesen auch in vollem Umfang kriegt, aber die Chancen stehen gut. Wenn ein Kredit überzeichnet ist, werden die Anteile runtergebrochen. Ihr könnt entweder für alle Kredite das gleiche Gebot abgeben (oben mit Save bestätigen), oder individuelle Höhen für jeden Kredit eingeben. Ihr seht, ich habe den 8 Prozent Kredit auf 0 gestellt, davon möchte ich momentan nichts haben. Mit einem Klick auf den Kredit könnt ihr die Beschreibung und weitere Informationen ansehen. Ihr werded per Email vorinformiert bevor ein neuer Kredit live geht, und habt dann noch Zeit in der Pipeline das Prefunding einzustellen. Vor diesem Email ist nicht klar, wann der Kredit auf den Markt kommt.

Einzahlung auf Saving Stream

Momentan empfehle ich Currencyfair zur Einzahlung zu nutzen, da dort gerade ein schönes Neukundenangebot besteht und man 45 Euro Bonus erhält. Die Funktionsweise seht ihr hier.

Fazit

Ich hoffe ich konnte mit diesem Artikel etwas dazu beitragen damit ihr die Plattform versteht. Gepaart mit meinen anderen Artikeln sollte ihr über alle notwendigen Informationen verfügen um Investieren zu können. Fast hätte ich es vergessen: Saving Stream hat einen Sicherheitsfonds, welcher im Fall von einem Ausfall, den Kreditgebern zu Hilfe kommen kann. Das war jedoch noch nie notwendig, daher weiss man nicht genau, wie das funktionieren würde.

 

 

 

 

 

 

 

Monatsrückblick: Und wieder ist viel passiert

Auch wenn der Januar noch nicht ganz vorbei ist, gibt es jetzt einen ersten Rückblick. Es ist viel passiert!

Estateguru lanciert den auto invest

Lange mussten wir Investoren auf diese Neuerung warten, aber endlich ist sie da. Endlich alles gut? Nicht ganz, da der Auto Invest leider erst ab einer Gebotsgrösse aktiviert wird. Zudem gibt es keine Feineinstellung mit der man nachranige Besicherungen ausklammern könnte. Die Richtung die Estateguru eingeschlagen hat stimmt, es gibt aber noch viel zu verbessern.

Die Lage bei Mintos entspannt sich 

Ich hatte ja vor einigen Wochen geschrieben, dass es nicht genügend Angebote an Konsumkrediten zum investieren gibt. Langsam scheint sich die Lage zu entspannen und man kann wieder zu 12.1 Prozent (maximal) investieren. Sollte sich das Angebot weiter ausweiten, werden auch die Zinsen wieder steigen. Davon bin ich überzeugt. Etwas unübersichtlich wurde es, da man jetzt auch Kredite in anderen Währungen als Euro anlegen könnte. Es stehen Polnische Zloty (PLN), Georgische Lari (GEL), Dänische Kronen (DKK) sowie Tschechische Kronen (CKR) zur Verfügung. Das Geld kann man direkt via Support bei Mintos wechseln. Mintos sagt, dass keine Kosten dafür anfallen. Das ist nur die halbe Wahrheit, denn bei einem Währungswechsel fallen immer Gebühren in vorm von leicht schlechteren Wechselkursen im Vergleich zum Interbankenkurs an. Dies nennt sich Spread und wird auf allen Währungschanges belastet. Ich weiss nicht wie hoch die Spreads sind, aber behaltet diese Info im Hinterkopf.

Swaper macht vorwärts

Im Interview hat die CEO und Gründerin von Swaper schön dargelegt wie gut es läuft mit Swaper. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, aus Investorensicht läuft es sehr gut. Ich bin VIP Investor (wird man automatisch, wenn man EUR 5k eingezahlt hat) und der auto invest funktioniert einwandfrei. Mein Geld wurde immer gleichentags wieder angelegt. Dies auch, wenn keine Kredite verfügbar waren. Bei Swaper tröpfeln die Kredite immer wieder durch den Tag ein und mein AI hat immer schön zugeschlagen. Der Nachschub an Krediten ist auch gesichert.

Bei Lendix sind meine ersten Rückzahlungen eingetroffen

Diesen Monat sind meine ersten Rückzahlungen bei Lendix eingetroffen. Alle fälligen Kredite haben bezahlt, eine super Quote also. Zudem wurden auch wieder zahlreiche neue Kredite auf die Plattform gestellt, so dass ich meinem Ziel von 25 Krediten immer näher komme.

ViaInvest mein Wiedereinstieg

Nachdem ich bei ViaInvest ausgestiegen war, musste ich notgedrungen wieder einstiegen, da ich bei Viventor nach wie vor mein Geld nicht weiter unterbringen konnte. Ich hatte noch Bedenken, ob mir dies auch mit Mintos blüht, aber dort sieht es gut aus. Daher habe ich Viainvest wieder aufgenommen und bin zufrieden. Es hat mehr als genügend Kredite verfügbar und der AI bedient sich gnadenlos 😉 Zudem sollten in den nächsten Wochen weitere Länder mit neuen Krediten folgen. Aktuell gibt es nur spanische sowie tschechische. Ich bin gespannt.

45 Euro Bonus für Neukunden bei currencyfair

Ihr erhaltet 45 Euro Bonus, (plus eine Gratisüberweisung) wenn ihr euch über diesen Link bei Currencyfair anmeldet, und mindestens 400 Euro transferiert und in eine andere Währung tauscht. Dann müsst ihr das Geld nur noch auszahlen. Das wäre also eine gute Gelegenheit zum Beispiel in UK bei Saving StreamRebuilding SocietyCollateralAblrate oder einer anderen Plattform einzusteigen. (Anmerkung p2phero: falls es mit dem Bonus nicht automatisch klappt, bitte mich kontaktieren. Der Bonus kann via Support eingefordert werden.)

Bei Omaraha habe ich die erste Rückzahlung erhalten

Omaraha gefällt mir mittlerweile ganz gut, auch wenn ich noch nicht den Durchblick habe. Auf jedenfall erwähnenswert finde ich, dass mein erster Kredit die erste Rate pünktlich bezahlt hat. Nachdem ich hier eine erste Anleitung publiziert habe, wird eine weitere folgen, da ich noch mehr entdeckt habe.

Ausblick

Ihr dürft euch freuen. Ich habe wieder neue Plattformen für euch getestet und eine davon hat mich begeistert. Die Berichte folgen in den nächsten Tagen. So stay tuned 😉

 

 

 

 

Viainvest – Nach dem Ausstieg folgt der Wiedereinstieg

Ich hatte dieses Jahr begonnen und gleich meinen Ausstieg bei Viainvest angekündigt. Der Ausstieg erschien mir damals als richtig, da die Plattform im Vergleich mit Twino und Viventor austauschbar erschien. Daran halte ich fest, die Rahmenbedingungen haben sich einfach insofern verändert, als dass es bei Viventor schier unmöglich ist an neue Kredite zu kommen (die Nachfrage ist einfach zu gross). Bei Twino ist es weniger schlimm, aber doch ärgerlich. Da es bei Viainvest genügend Kredite zum Investieren gibt, und es sich bei der Plattform um einen multinationalen Kreditvermittler handelt, werde ich dort wieder anfangen zu investieren. Meine Gelder von Viventor fliessen vollumfänglich dort hin. Ich bin zuersichtlich, dass Viventor (insbesondere nach diesem Interview), bald wieder attraktiver für Investments wird. Bis dahin bleibt das Geld aber bei Viainvest. Zudem werde ich einen Teil meiner Gelder von Twino zu Swaper verlagern (das schöne an Swaper ist, dass der autoinvest sehr gut funktioniert und den ganzen Tag arbeitet. Sobald es neue Kredite gibt, wird investiert.).

Warum dieser Sinneswandel?

Eigentlich mag ich solche hin- und herschiebe Aktionen nicht, aber ich sehe aktuell keine andere Möglichkeit. Zudem möchte ich doch eine gewisse Streuung zwischen Plattformen haben und nicht alles auf Mintos und Swaper konzentriert sehen (im payday Bereich). Ich hatte es bereits letztes Jahr angekündigt, dass ich den Plattformen nicht mehr so treu sein werde, wie ich das früher war. Geld ist mobil, und schnell bei einer anderen Plattform angelegt, von daher wäre es unsinnig es irgendwo unverzinst rumliegen zu lassen.

Ein Vorteil von Viainvest

Viainvest hat momentan einen Vorteil gegenüber anderen Plattformen. Aus den Interviews mit Viventor und Swaper geht klar hervor, dass man den Anteil an Krediten aus Georgien und Polen verringern beziehungsweise gar nicht aufnehmen möchte. Dies aufugrund von antizipierten Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen. Bei Viainvest gibt es momentan tschechische Kredite zu 12 Prozent und spanische zu 11.2 Prozent in Hülle und Fülle. Allesamt mit buyback ausgestattet. Daher sollte der Nachschub von diesen Ländern gewährleistet sein.

Was gilt es zu beachten?

Bevor ihr investiert, solltet ihr nach der Registrierung die Ansässigkeitsbestätigung hochladen. Somit ist garantiert, dass keine Quellensteuern zurückbehalten werden und ihr über die gesamten Zinseinnahmen verfügen könnt. Ansonsten werden die Steuern gleich zurückbehalten. Falls ihr zuerst investiert und danach die Bestätigung hochladet, werden keine Rückbehalte für Investments danach geltend gemacht. Auch wenn die Investments, welche ihr vor dem Hochladen der Bestätigung getätigt habt, noch keine Zinsen gezahlt haben, werden dort Steuern zurückbehalten. Der Stichtag ist der Tag an dem das Formular hochgeladen und akzeptiert wurde.

Fazit

In diesen Tagen scheint es wichtig zu sein, dass man schnell ist. Das Angebot ist entweder zu gering, oder die Nachfrage zu hoch. Da muss man halt flexibel bleiben und auf andere Plattformen ausweichen.

Kennt ihr weitere Plattformen mit buyback, welche ich noch nicht vorgestellt habe? Ich danke für eine Benachrichtigung.

 

 

 

Lendix – meine ersten Rückzahlungen sind eingetroffen und weitere Informationen

Ich hatte euch nachdem ich kurz hintereinander drei Lendix Artikel (hier, hier und hier) veröffentlicht hatte versprochen, erst wieder etwas zu schreiben, wenn es Neuigkeiten gibt. Jetzt ist es soweit, und gerne berichte ich darüber.

Die ersten Rückzahlungen

Am 15. Januar sind die ersten Rückzahlungen eingetroffen. Diese kommen von Projekten, welche bis zum 20. November 2016 vollständig finanziert wurden. Es wird so gehandhabt, dass Projekte welche bis zum 20. des Monats finanziert wurden, am Ende des nächsten Monats fällig werden. Projekte nach dem 20. Tag werden erst im übernächsten Monat fällig. Keine Sorge, es wird taggenau verzinst, da spielt das für uns keine Rolle. Ich teile euch das nur vollständigkeitshalber mit, damit ihr den Mechanismus versteht. Alle geplanten Zahlungen wurden fristgerecht beglichen, das ist die Hauptsache.

Lendix arbeitet an mehrsprachingen Emails und Beschreibungen

Wie bereits erwähnt habe ich mit den französischen Projektbeschreibungen und Update Emails keine Mühe, da ich die Sprache in der Schule gelernt habe. Für andere Investoren ist das natürlich nicht wirklich befriedigend. Ich habe angeregt, dass man in Deutsch, aber sicher in Englisch Emails verschickt und Projektbeschreibungen anbietet. Lendix sieht dieses Anliegen, und arbeitet daran die Emails zu neuen Projekten sowie die Projektbeschreibung zumindet in English zur Verfügung zu stellen. Sehr gut, ein Schritt auf die nicht frankophonen Investoren zu.

Lendix Croissance, das geht irgendwie immer an mir vorbei

Vielleicht ist euch zwischen den Projekten auch mal ein Lendix Crossance (mit Nummer, zum Beispiel 21) aufgefallen. Ich dachte, was ist denn das? Ich habe doch keine Email erhalten. Man sieht auch keine weiteren Details, wenn man es anklickt, kommt die Meldung, dass diese Projekte nur für qualifizierte Anleger sind. Dies scheint regulatorische Gründe zu haben. Lendix ist scheinbar eine Lösung am Erarbeiten, dass diese Projekte auch den Privatinvestoren zugänglich gemacht werden können.

Solche Sachen packen mich dann immer, ich muss einfach wissen was dahinter steckt 😉 Ich wurde etwas enttäuscht, es sind nur Leasing Projekte, welche finanziert werden, und die dürfen nicht von Privatinvestoren mitfinanziert werden. Das ist wohl eine rechtliche Eigenheit in Frankreich (wobei ich die Rechtslage in anderen Ländern hierbei nicht genau kenne). Nicht weiter schlimm, jetzt wissen wir ja worum es geht.

Noch etwas zur Auszahlung auf das Bankkonto

Es gibt eine Rücküberweisungsgrenze von mindestens EUR 100, was mir nicht aufgefallen war. Ich hatte als mein Konto freigeschaltet wurde EUR 100 eingezahlt, damit ich bei Projekten mitmachen konnte, da die Banküberweisung noch nicht angekommen war. Als die Banküberweisung angekommen war, habe ich die 100 Euro wieder retour überweisen lassen. Durch Zufall ist mir dann später aufgefallen, da kleinere Beträge nicht gehen, ausser es ist der Restsaldo auf dem Konto, dann geht auch dieser. Ich fragte Lendix, warum denn diese Regelung gelte. Die Antwort war, um die Kosten niedrig zu halten. Ich weiss jetzt nicht ob die etwas für die Überweisungen zahlen, aber SEPA Überweisungen sollten doch kostenlos sein. Ist ja schlussendlich egal, einfach nice to know.

Mein Zwischenfazit

Mit meinen Investitionen bin ich auf Kurs, auch wenn es etwas lange dauert, bis ich in die von mir angestrebten 25 Projekte investiert sein werde. Da ich Lendix aber eine super Plattform finde, ist mir das egal. Ich habe die Hoffnung, dass wir 2017 ein ausgeweitetes Kreditvolumen sehen werden. Ich melde mich im Februar wieder mit weiteren Entwicklungen meines Portfolios.

ps: Ihr kriegt 20 Euro Bonus, wenn ihr euch via einen Lendix Link auf diesem Blog registriert und EUR 500 einzahlt. Somit ist eure erste Investition von Lendix gesponsort.

 

 

Ein kurzes Interview mit Swaper CEO Iveta Bruvele

Ich hatte wiedereinmal einen Kontakt mit Iveta von Swaper / Wandoo, welche mir einige Fragen beantwortet hat und auch das erste aktive Jahr von Swaper Revue passieren liess.

Iveta, Swaper ging im Oktober live. Habt ihr eure Erwartungen bis zum Ende des Jahres 2016 erreicht? Kannst du mir einige Meilensteine nennen?

Wir konnten unsere Erwartungen sogar etwas übertreffen. Bis Ende 2016 wurden auf Swaper Investments von Euro 742’347 getätigt, kummuliert sogar 982k Euro.

Die Kreditvergabe (via Wandoo) war im Dezember besonders stark. Wir haben Kredite im Wert von 1.3 Millionen Euro vergeben. Dieser Trend hat sich im 2017 fortgesetzt und wir erwarten ein Kreditvolumen für Januar von mindestens 1.5 Millionen Euro.

Was würdest du als die grösste Herausforderung bezeichnen, um Swaper entwickeln und launchen zu können?

Unser grösstes Ziel bei der Entwiclung der Plattform war, diese den Wünschen und Anforderungen der Investoren anzupassen. Wir haben viel Feedback und Meinungen von erfahrenen Investoren eingeholt und

Iveta Bruvele, Swaper CEO

realisierten bald, dass wir uns weniger auf die online Plattform als die mobile Applikation fokussieren sollten. Was wir von den Investoren hörten war, dass sie einen schnellen  und einfachen online Zugriff auf ihre Investments wünschen. Weiter wurden einfache, und klare Übersichten, sowie konfigurierbare push Benachrichtigungen gewünscht. Es schien den Investoren wichtig zu sein, entscheiden zu können wann und welche Informationen sie erhalten werden.

Wir haben zuerst die Web Plattform gelauncht und kurz daraub die mobile App präsentiert. Damit avancierten wir zur ersten p2p Plattform mit eigener App.

Momentan beschäftigen wir uns mit einem kompletten Redesing der App. Alle Änderungen basieren auf Investoren Feedback. Hierüber werden wir im Januar weiter informieren.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass unsere grösste Herausforderung darin bestand (und weiterhin besteht), den Investoren ein massgeschneidertes Produkt zur Verfügung zu stellen, woran wir weiterhin arbeiten.

Werden wir 2017 Kredite aus weiteren Ländern auf der Plattform sehen?

Ja, wir planen dieses Jahr 2 bis 3 neue Länder aufzunehmen. Anmerkung p2phero: Welche wollte sie natürlich nicht verraten 😉

Welche updates und features können wir im 2017 erwarten?

Wie bereits gesagt wird es eine angepasste Version der mobile App geben, welche „Investoren freundlicher“ ausgestaltet wird.

Daneben kommen die 2 bis 3 neuen Länder ins Spiel, welche unseren Investoren eine grösse Auswahl an Krediten und Regionen bieten. Zudem werden wir neue Kreditprodukte neben unseren kurfristigen Krediten lancieren.

Unsere Investorenbasis kommt hauptsächlich aus Ländern wie Deutschland, Dänemark, Estland und so weiter. Da liegt es nahe, unseren ausländischen Investoren auch Kredite in deren Währungen anbieten zu können. Wir werden also 2017 Kredite in 3 weiteren Währungen anbieten. Um den Investoren weiter gerecht werden zu können, haben wir eine Deutsch sprachige Person für das Support Team eingestellt, was unsere Deutsch sprachigen Investoren schon bald bemerken werden 😉

Viele weitere Verbesserungen werden noch zusätlich folgen.

Was sind eure Ziele für 2017?

Aus dem finanziellen Standpunkt heraus betrachtet streben wir Investments via die Swaper Plattform von 12 Millionen Euro an. Weiter wollen wir die Kreditvergabe in unseren Hauptmärkten in einem ähnlichen Ausmass vorantreiben.

Aus der Produkt Perspektive wollen wir Swaper zu einer Plattform ausbauen, welche mehr bietet, als stetige Erträge. Wir wollen eine Plattform kreieren, welche unseren Investoren viele Finanzdienstleistungen – und Lösungen erbringt.

Wie geht ihr damit um, dass es zu Gesetzesänderungen in Georgien und Polen kommen könnte?

Momentan erfüllen wir die regulatorischen Anforderungen. In Zukunft werden wir unser Kreditangebot mit neuen Ländern erweitern, um unsere Abhängigkeit von der regulatorischen Stabilität Georgiens und Polens zu verringern.

Vergleichen wir den Prozess wie neue Regularien in der EU und Georgien umgesetzt werden, dann tut sich ein weiter Graben auf. In Georgien wird ein neues Gesetz verabschiedet und tritt wenige Tage später bereits in Kraft, ohne eine angemessene Frist zu gewähren, um die nötigen Anpassungen vornehmen zu können. Dies erschwert natürlich die Adaption an das neue Umfeld, aber es ist nicht unmöglich.

Iveta, Besten Dank für deine Ausführungen. Möchtest du meinen Lesern noch etwas mitteilen?

Ich danke all unseren Investoren herzlich, dass sie ihre Ansichten mit uns geteilt haben, und ermutige alle dies (weiterhin) zu tun. Wir sind dankbar für jegliche Tipps und Anmerkungen, diese helfen uns weiter zu wachsen und neue Dinge zu lernen.

Am 25. und 26. Januar wird Swaper am Pariser FinTech Forum, und am 7. Februar in London an der Finovate Europe 2017, vertreten sein. Sollte jemand von euch in der Stadt sein, kommt an unserem Stand vorbei, damit wir uns unterhalten können.

Mein Fazit

Meiner Meinung nach ist Swaper eine junge und hungrige Plattform, die etwas bewegen will und sich den Investoren stellt und auf diese hört. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass viele Plattformen wohl in Bezug auf Polen und Georgien umdenken müssen (oder dies bereits tun). Es bleibt also sehr spannend in der p2p Welt. Ich freue mich auf die Entwicklungen dieses Jahres.

ps: Mir ist jetzt auch klar, warum wir schon zu Beginn mit der App „genötigt“ wurden 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Unterhaltung mit Toms Niparts, Viventor

Viventor ist bei vielen Investoren in der Beliebtheit stark gesunken. Zudem hört man auch nicht viel von Viventor. Grund genug für mich, den Kontakt mit Toms zu suchen, welchen ich immer als zielorientiert, lösungssuchend und gesprächsbereit erlebt habe. Nachfolgend gebe ich euch einige Absätze wieder, welche wir besprochen haben. Das wird ganz interessant und bietet einen tieferen Einblick in die Funktionsweise sowie die Strategische Planung von Viventor.

Es ist ruhig geworden um Viventor

Es stimmt, dass sich Viventor in der letzten Zeit nicht mehr so häufig an die Investoren gewandt hat. Dies hat vorallem 2 Gründe: Man arbeitet mit voller Kraft am neuen Plattform System (das dürfte bekannt sein). Zweitens will man die Investoren nicht zu spamen mit nicht relevanten Informationen. Viventor steht auf gesunden finanziellen Beinen, die Ruhe an der Informationsfront soll keinesfalls auf einen baldigen Abgang hindeuten. Das ist ganz und gar nicht der Fall, viele neue Sachen laufen momentan einfach im Hintergrund ab. Die Finanzberichte der Kreditvermittler werden auch mit der neuen Plattform zusammen aufgeschaltet.

Die Investoren (ich inklusive) bekunden Mühe ihr Geld zu investieren

Das ist natürlich auf für Viventor nicht wünschenswert, hat aber mit einer Kombination von verschiedenene Faktoren zu tun:

1) Die Investorennachfrage nach Krediten ist schneller gewachsen als das Angebot

2) Die Hypothekar Vermittler Primor und Seymoure haben ihr Angebot reduziert, da sie eine günstigere Finanzierungsquelle gefunden haben.

3) CocheGo arbeitet daran sein Kreditportfolio zu verbessern und tested neue Richtlinien. Deshalb werden diese Kredite momentan nicht auf die Plattform gestellt. Man will zuerst Erfahrungen mit den neuen Krediten sammeln, und den Investoren keine Kredite servieren, denen man nicht vorbehaltlos (in diesem Fall zu wenig Erfahrung) gegenübersteht.

4) Twinero sieht sich mit einem Rückgang im neuen Kreditvolumen konfrontiert. Dieses resultiert aus der SPL Anzeigen Verbannung durch google.

5) Auch die Feiertage haben die Gespräche mit den Kreditvermittlern verzögert.

Es gibt aber auch positive Meldungen (Pilotversuch mit 4 Finance)

Es wurde ein Pilotversuch mit 4Finance, einem grossen Kreditvermittler gestartet, welcher in 15 Ländern seine Geschäfte aktiv betreibt. 4Finance verfügt über eine bewiesen langjährige Ertragskraft. Einige 4Finance Kredite wurden bereits zu Testzwecken über die Plattform finanziert. Jetzt ist man daran, den Prozess weiterzutreiben. Dies ist jedoch aufgrund der Grösse von 4Finance etwas langatmig (lange Entscheidungswege). Man tut was man kann, aber es braucht einfach Zeit. Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit ist jedoch, dass 4Finance Kredite ein sichereres Investment sind, als in Kredite von kürzlich gegründeten, unbekannten sowie kleinen Kreditvermittlern zu investieren.

Strikte Prüfungskriterien und strategische Ausrichtung

Viventor hält sich strikt an Prüfungskriterien fest, wie zum Beispiel Garantien der Teilhaber der Kreditvermittler. Es mussten schon einige Kreditvermittler abgelehnt werden, da diese dem Kriterienkatalog nicht entsprochen haben.

Stabile Märkte geniessen Priorität. Wir fokussieren uns momentan auf die nordischen Länder, West- und Zentraleuropa, sowie einige spezische Läner aus Süd- und Osteuropa. Diese Länder und Regionen sind Viventor bekannt, und bis zu einem gewissen Punkt vorhersehbar.

Viventor wurde auch von Kreditvermittlern aus Russland sowie Georgien angefragt, ob man deren Kredite nicht aufnehmen möchte. Diese wurden aus geopolitischen Überlegungen abgelehnt. Man hat aus den Gesprächen auch vernommen, dass es in Georgien und auch Polen wohl zu regulatorischen Veränderungen kommen wird, und somit das Umfeld für Kreditvermittler anspruchsvoller werden dürfte.

Und zum Schluss

Viventor befindet sich, wie auch die Kreditvermittler, in stabilen Finanzverhältnissen. Änderungen im Kreditvolumen auf der Plattform haben nur geringen Einfluss auf die Ertragskraft der Kreditvermittler. Toms macht zum Schluss noch darauf aufmerksam, dass jeder investierte Cent den Investoren seit bestehen von Viventor, immer zurückbezahlt wurde.

Mein Fazit

Ein solch vertiefter Einblick in das Denken einer Plattform kriegt man wohl nicht so oft. Ich finde einigen Punkte äusserst spannend, und wir werden sehen ob diese eintreffen. Das ganze ändert aber nichts an meiner Haltung, dass uninvestierte Gelder mit der Zeit abgezogen werden. Die Plattform sollte man jedoch im Auge behalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ablrate – eine UK crowdlending Plattform

Heute schauen wir uns wiedermal eine Plattform aus dem Vereinigten Königreich an: Ablrate.

Ablrate ging im Juli 2014 live und hat seitdem mehr als 16 Millionen Pfund an Krediten vermittelt. Ursprünglich kommen die Gründer alle aus dem spezifischen Bereich der Luftfahrtfinanzierung (-und Leasing). Dies ist ein stark regulierter und von Banken dominierter Markt. Hier setzte Ablerate an und konnte vielen Firmen einfacher zu Krediten verhelfen.

Mittlerweile werden aber auch Kredite gegen besichertes Land oder Fabrikhallen gewährt. Oder ganze Wagenparks als Kreditsicherheit genommen. Es kommt auch vor, dass Schiffscontainer beliehen werden. Dies ähnelt starkt der Plattform Collateral, über welche ich euch schon berichtet hatte.

Wie hoch sind die Zinsen und die Laufzeiten?

Die Zinsen variieren von etwa 10 Prozent bis gegen 15 Prozent in den meisten Fällen. Ich habe jedoch auch schon solche gesehen, welche über 18 Prozent rentiert haben. Ausbezahlt werden die Zinsen üblicherweise nach jedem verstrichenen Monat, welcher der Kredit läuft. Die Laufzeiten beginnen etwa bei drei Monaten und tendieren selten bis zu 5 Jahren.

Gibt es einen Zweitmarkt?

Ja, den gibt es glücklicherweise. Ich mag das wirklich, wenn ich die Möglichkeit habe, vor erreichen des Rückzahlungstermins eines Kredits, meinen Anteil zu verkaufen. Das gibt mir Sicherheit, falls ich einmal Geld benötigen sollte. Was ich hier halt nie weiss, ist ob ich über Pari mit Gewinn oder unter Pari mit Verlust verkaufen muss. Das hängt dann mit der Nachfrage zusammen und wie lange ich warten kann um zu verkaufen. Halte ich einen Kredit aber schon 6 Monate, dann kann ich auch unter Pari verkaufen, und bin nach Zinsen immernoch im Gewinnbereich.

Gab es schon Ausfälle?

Ja, einen. Ein Container Loan konnte nicht mehr bezahlen und die Container als solches waren unauffindbar und somit nicht verwertbar bis zum heutigen Tag. Das ist natürlich Schade, aber liegt in der Natur der Sache beim Investieren. Früher oder später trifft es jeden einmal.

Ein gutes hat die ganze Geschichte aber. Ablerate hat während des Ausfalls immer gut und zeitnah über die nächsten Schritte informiert. Sobald so ein Kredit den juristischen Weg begeht, wird viel Zeit verstreichen, ohne dass die Plattform etwas dagegen machen könnte. So sah man schon früh aus welchem Holz Ablrate geschnitzt ist. Man steht zu den Tatsachen und versucht nicht etwas unter den Teppich zu kehren. Das hat vielen Investoren Vertrauen gegeben.

Registrierung

Für UK Bürger und Einwohner wird eine automatische Prüfung der Adresse und des Identifikationspapiers vorgenommen. Internationale Investoren sind willkommen, deren Identität muss jedoch manuell geprüft werden. Man kann sich registrieren, wird dann aber per Email aufgefordert einige Dokumente einzureichen wie zum Beispiel: Nebenkostenrechnung (kann auch Internetrechnung sein), Identifikationsdokument, Nachweis über sein eigenes Bankkonto. Ging bei mir alles sehr flott und freundlich über die Bühne.

Fazit

Ich freue mich auf meine ersten Investments mit Ablerate und werde von meinen weiteren Erfahrungen berichten.

 

 

2016 lief richtig gut für Estateguru

Auch wenn Estateguru in meiner Top 10 nur den siebten Rang holen konnte, und die Reaktionsgeschwindigkeit des Supports zu wünschen übrig lässt, ist Estateguru eine gute Plattform, welche ich wirklich mag. Es freut mich darum um so mehr, dass im Jahr 2016 (vor allem in der 2. Hälfte) die Geschäfte florierten. Ich hoffe stark, dass sich dieser Schwung ins 2017 mitnehmen lässt. Der Start war erfreulich. Wenn es weiter gut läuft, sind die Zeiten des Wartens auf neue Projekte bald Geschichte.

Ein Blick auf die Zahlen

Gemäss ausgewiesenen Zahlen hat die Plattform das 2016 mit einem Kreditvolumen von weniger als 5 Millionen begonnen und mit mehr als 16 Millionen Euro abgeschlossen. Das macht ein sattes Plus von 11 Millionen Euro. Der Grossteil kam jedoch aus dem 2. Halbjahr. Läuft 2017 so weiter, sollte nächstes Jahr ein höherer Zuwachs erzielt werden können. Die Zahlen stimmen mich zuversichtlich, zumal es noch keinen Ausfall (= Zahlungsverzug von mehr als 45 Tagen gibt). Es gibt immer wieder vereinzelte Zahlungen, welche verspätet sind, aber das gehört zur Natur der Sache bei Immobilienprojekten. Solange gezahlt wird ist alles gut. Nur die Kommunikation seitens Estateguru könnte man da verbessern, aber nein, man sagt lieber nichts und verbucht die Zahlung einfach 10 Tage oder  noch später. Man hat mir seitens der Plattform versichert, dass man verspätete Zahlungen anmahnt (was ich auch glaube), aber eine schlüssige Erklärung warum die Investoren nicht informiert werden, habe ich nicht erhalten. Nunja, die Geschwindigkeit mit der die Projekte gefüllt werden, zeigt wohl, dass viele Investoren trotzdem investieren. Das wird aber nicht immer so bleiben, bei einer gewissen Grösse gibt es mehr Nörgler wie mich 😉

Wie geht es weiter?

Ich bin gespannt, aus welchem Land das nächste nicht estnische Projekt kommen wird. Aus Lettland haben wir jetzt mindestens 2 gesehen, und ich tippe auf Litauen als nächste Station der Auslandsexpansion. Vielleicht wird es aber auch Grossbritannien sein, oder Finnland 😉

Ich hoffe auch, dass die (von mir subjektiv wahrgenommene) Kreditqualität hoch bleibt, und wir von Ausfällen verschohnt bleiben. Wobei einen Ausfall sollten wir schon mal sehen, denn nur so können wir Gewissheit erlangen, dass Estateguru diesen so gut wie möglich abwickelt. Wir sehen dann auch, was die Bewertungen taugen. Viele meiner Projekte werden in den nächsten Wochen und Monaten zur Rückzahlung fällig, das wir sicherlich interessant.

Noch was zum Schluss: Estateguru bietet immernoch ein Bonusprogramm an für Neuinvestoren. Ihr erhaltet 0.5 Prozent Gutschrift für jeden Euro den ihr in Projekte investiert habt während der ersten drei Monate eurer Mitgliedschaft. Das Geld wird immer direkt aufs Konto ausgezahlt, nachdem das Projekt finanziert ist und das Geld an den Kreditnehmer ausbezahlt wurde. Mitmachen könnt ihr, wenn ihr euch über einen Estateguru Link auf diesem Blog anmeldet.

Bei Fragen einfach posten oder das Kontaktformular nutzen. Happy investing!

 

Omaraha die Zweite – Licht ins Dunkel (aka der Versuch einer Anleitung)

Vor einigen Tagen habe ich ja einen teilweise ironisch frustrierten Beitrag zur p2p Plattform Omaraha gepostet. Auf den ersten Blick scheint die Plattform sehr komisch in Bezug auf die Funktionalität zu sein. Beim zweiten Blick ist das, zumindest bei mir, immer noch so 😉 Aber ich masse mir jetzt an, verstanden zu haben, wie man investiert. Falls ihr Zahlen sucht zu Ausfällen und dergleichen, dann muss ich euch enttäuschen, das wird eine Art „Beginners Guide“. Statistiken werde ich erst in einigen Monaten präsentieren können.

Zuerst kommt die Einzahlung und dann keine Benachrichtigung

Hinter Omaraha steht die finzo ou, auf deren Bankkonto man sein Investitionsgeld auch überweist. Ich habe dann immer auf ein Email für meinen Zahlungseingang gewartet. 2 Tage später habe ich meinen account gecheckt, und das Geld war gutgeschrieben. Schön, es gibt also keine Benachrichtigung. (Hier habe ich mich gefragt, warum ich mir das eigentlich antue mit der Plattform. Eine Antwort habe ich bis Heute nicht, wahrscheinlich bin ich einfach masorchistisch veranlagt 😉 ).

Das Geld ist im Account, muss aber eine Ebene tiefer verteilt werden

So, das Geld ist da wo es sein soll, oder doch nicht? Bei Omaraha gibt es 3 Unteraccounts, gegliedert nach :

1) Esten

2) Slowaken

3) Secured Loans (buyback)

Der virtual account ist übrigens einfach euer Investorenkonto bei Omaraha, wo das Geld eingeht, und ihr es weiterverteilt auf die drei Unterkonten.

Wie kommt das Geld in die Unterkonten?

Das Geld müsst ihr manuell zwischen den Konten hin und her transferieren. Dazu geht ihr unter dem Menü Punkt „Accounts“ auf Transfer und wählt das Belastungs- wie auch Gutschriftskonto. Hier kann man übrigens auch Auszahlungen auf sein Bankkonto veranlassen. Im Beispiel habe ich den Virtual Account angewählt und möchte EUR 10 auf den estnischen Account transferieren (geht nicht, da ich kein Geld auf dem Konto habe, da ich voll investiert bin, ist nur als Beispiel gedacht). So müsst ihr vorgehen. Ihr könnt das Geld auch wieder zurück transferieren oder auf ein anderes Konto schieben. Alles kein Problem.

Jetzt kann man zumindest manuell investieren

So, wir befinden uns in der Kategorie Invest bei den Loan Applications (Esten wie Slowaken vereint, was es nicht übersichtlicher macht, aber man kann filtern. Investieren in einen Slowaken geht aber hier auch nur, wenn der Slowaken Account gefüttert wurde…) und haben einen Kredit gefunden, in welchem wir gerne manuell investieren würden. Dazu genügt ein Klick auf den Kredit, und es geht eine drop down Lasche auf. Den Betrag eingeben und conclude agreement anklicken. Danach muss man noch mit einer PIN bestätigen (wenn nicht vorhanden wird diese per sms gesendet). Schon ist man investiert.

Für Autoinvest muss man ein Investment Profil anlegen

Wer gerne nach definierten Kriterien automatisch investiert, dem wird durch die Erstellung eines Investment Profils geholfen.  Wir befinden uns hier in der Kategorie Invest -> Investment Terms und sehen dann die links stehende Ansicht (bei euch steht noch ’no active profile‘, bei mir 1, da ich bereits eines angelegt habe). Man kann hier also ein oder mehrere Profile für die Esten und Slowaken anlegen. Für die secured loans ist das nicht möglich, die muss man manuell filtern (siehe weiter unten).  Ein Klick auf Investment Terms genügt, und man kann ein Profil erstellen. Es gibt auch die Möglichkeit sich ein Profil anzeigen zu lassen, welches empfohlen wird. Man kann aber auch frei auswählen wie man will (innerhalb der vorgegebenen Paramater wie zum Beispiel den fixen Score Bandbreiten). Man kann die maximale Laufzeit der Kredite bestimmen, sowie den Bonus einstellen. Ich wage es jetzt mal diesen auf 0 zu stellen, denn Omaraha nimmt sowieso schon 5 Prozent Kommission (welche an eurem Zinssatz abgezogen wird). (Anmerkung p2phero 12. Jan 2017: Die 5% gelten für die Secured Loans, bei estnischen sind es 20%, bei slowakischen 30% -> Rechenbeispiel: 25% Zins, estnischer Kredit 0.25 x (1 – 0.2) = 20% Zins für euch, 5% für die Plattform!) Ob ich so erfolgreich sein werde, weiss ich nicht. Manuelle Gebote haben aber ohne weiteres mit 0 Bonus geklappt (kann man dort gar nicht angeben, und ich weiss nicht ob wenn ein Profil aktiv ist mit Bonus, dieser dann auch bei manuellen Geboten zählt). Ich werde es herausfinden 😉

Secured Loans

Als dritte Option bleiben noch die Secured Loans, welche mit einer Art buyback ausgestattet sind, welcher jedoch sofort greift und man sein Geld und die Zinsen immer zum geplanten Termin kriegt. Um in diese Kredite anzulegen müssen wir zuerst ….(na, wisst ihr es? ;)) …. genau: Geld auf unser Secured Loans Konto transferieren! Danach gehen wir in der Kategorie Invest auf die Unterkategorie secured loans. Wir sehen dann ein solches Bild vor uns:

Die secured loans laufen bis 23 Monate und variieren je nach Tag in der Verzinsung von 11 oder 12 Prozent. Man kann dann die Dauer sowie den Zinssatz eingrenzen. Weiter hat man die Möglichkeit den maximalen Kreditbetrag (Grösse des Kredits) zu bestimmen. Durch „filter“ werden nur die den Parametern entsprechenden Kredite angezeigt. Mit Invest wird logischerweise investiert. Ich habe hier aber noch nicht rausgefunden, wie ich direkt einen Kredit ansteuern kann, oder wie ich wenn ich 50 Euro investieren will, diese in 5 x 10 investieren kann (ohne manuell 5 mal 10 Euro zu bieten indem ich den Filter nochmals einstelle). Ist noch wichtig, wenn man Laufzeiten streuen möchte. Ist man mit einem Gebot nicht zufrieden, kann man es mit cancel (in der rechten Spalte erscheint ein Symbol) annulieren.

Secured loans und p2p Kredite = hybrid Plattform

Ich hatte hier letztens schon beschrieben warum einige Plattformen keine richtigen p2p Plattformen sind. Omaraha ist wirklich ein Spezialfall, da es p2p Kredite gibt (Esten und Slowaken) und eben auch die secured loans, welche keine direkten Kredite sind, sondern so wird der Kreditvermittler mit Geld versorgt. Dieses leiht er dann über seine Bilanz weiter aus an die Kreditnehmer.

Fazit

Eine ganz schön komplizierte Kiste. Wenn ich aber 20 Prozent Rendite einfahren kann, werde ich wohl damit leben müssen 😉 Mal sehen wie sich meine Investments entwickeln. Es kann auch gut sein, dass ich hier Schiffbruch erleide und Lehrgeld zahlen werde. Ich halte euch auf dem Laufenden.

 

 

 

 

Bei Mintos ändern die Spielregeln wiedermal

Nein, nicht Mintos ändert direkt die Spielregeln nach denen die Plattform funktioniert, es sind mehrheitlich exogene (exogen = von ausserhalb des Systems) Faktoren, welche die Situation ändern. Was ich damit meine: Ich konnte mir einigen grundlegende Sachen merken wie:

1) Es hat immer genügend (personal) Kredite auf der Plattform

2) Am Sekundärmarkt gibt es keine grossen Abschläge.

Im letzten Jahr haben beispielsweise die obigen beiden Faktoren mehrmals geändert und der Sekundär- wie auch teilweise der Primärmarkt haben darauf reagiert. Oder anders gesagt, die Investoren haben sich anders aufgestellt.

Was ist denn 2016 passiert?

Im März gab es noch Privatkredite mit Zinssätzen von 13.8%, Mogo Kredite mit buyback waren in Hülle und Fülle vorhanden. Danach kam die Wende, zuerst gingen die Zinen und das Angebot an Privatkrediten deutlich zurück, bis man fast keine mehr ergattern konnte. Danach besserte die Situation wieder und man konnte in Privatkredite zu 12 Prozent investieren, die Mogos waren auch noch da. Dann kam die nächste Entwicklung: Mogo begibt auch Autokredite ohne buyback aus, die Zinsen aber leicht höher. Danach wird das Angebot an Mogos mit buyback dünner, bis es keine mehr gibt. Später tauchen wieder welche auf, aber mit massiv tieferen Zinssätzen. Und was passiert? Investoren kaufen die Kredite ohne buyback und stellen diese bei Zahlungsverzug mit hohen Abschlägen auf den Zweitmarkt. Vorher wurde auf dem Zeitmarkt alles mit Abschlag sehr schnell gekauft, was jetzt nicht mehr passiert. Gegen Ende Jahr kommen dann wieder viele Privatkredite und blähen den Primärmarkt auf, das Kreditvolumen kann vom Investorengeld nicht absorbiert werden. Die Zinsen steigen wieder bis etwa 13.5%, die vielen Ausfälle auf dem Zweitmarkt bleiben.

Und 2017?

Das Jahr beginnt ruhig, ich hatte mich schon daran gewöhnt, dass es genügend Angebot gibt und ich meinen auto invest für die Privatkredite laufen lassen kann. Und dann kommt ein Grossinvestor und fegt den Primärmarkt beinahe leer wie man in der Grafik eindrücklich sieht.

Zuvor hielten sich beide Märkte in etwa die Waage. Und jetzt werde ich wohl die Rückflüsse wieder anderweitig anlegen müssen. Glücklicherweise habe ich beim Invoice Financing (Rechnungsfinanzierung) gute Erfahrungen gesammelt und nur wenige Rechnungen gehabt, die lange verzögert waren und ich mit Abschlag verkauft habe. Ich werde wohl wieder diesen Weg einschlagen, leider sind dort die Zinsen etwas tiefer. Lange werde ich das nicht mitmachen, und meine Gelder nötigenfalls an andere Plattformen überweisen. Heute hat Mintos bekannt gegeben, dass der Kredivermittler Lendo sein „Skin in the game“ von 15 auf 10 Prozent senken darf per 19. Januar. Das heisst Lendo muss nur noch 10 Prozent jedes Kredits selber finanzieren, und kann den Investoren 90 Prozent des Kredits anbieten. Ob das alleine genügt, wage ich zu bezweifeln.

Ihr sucht den Sinn dieses Artikels?

Ich auch 😉 nein Spass beiseite. Es geht mir darum aufzuzeigen, dass die Rahmenbedingungen im p2p Bereich sehr schnell ändern können, und man einen Plan B bereithalten sollte. Und ja, von dem ewigen hin und her bin ich genervt. Mintos ist trotzdem für mich eine gute Plattform, aber neue Investoren sollten momentan wohl eher nicht einsteigen. Es kann gut sein, dass die Situation in einigen Tagen wieder besser aussieht. Ich denke nicht, dass ich unter diesen Bedingungen meine 20 Prozent Rendite halten können werde.