Meine persönlichen Top 10 Plattformen 2016

Zum Jahresende möchte ich euch meine persönlichen Top Ten Plattformen vorstellen. Das ist eine ganz persönliche Rangierung und muss nicht eurem Geschmack entsprechen. Die Einteilung hat viel Zeit in Anspruch genommen und wahrscheinlich würde ich in 2 Wochen leicht anders entscheiden.

Unten seht ihr die Top 5, danach folgt eine kurze Beschreibung. Dann gehts weiter mit den Rängen 6 bis 10 und einer kurzen Beschreibung. Am Schluss werde ich noch die „outside looking in“ küren welche es nicht in die top 10 geschafft haben, aber trotzdem sehr gute Plattformen sind.

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
1Mintos17.69%Mintos
2Saving Stream13.02%Saving Stream
3Finbee27.01%Finbee
4Swaper13.39%Swaper
5Viventor12.89%Viventor

Mintos hat sich den Spitzenplatz verdient, da meistens genügend Kredite im Angebot waren und ich mein Geld gut investieren konnte. Mit dem Zweitmarkt konnte ich noch eine Zusatzrendite erwirtschaften. Die Betrugsvorwürfe (welche ich nicht ernst nehme), konnten keinen Schaden anrichten.

Saving Stream auf dem zweiten Platz habe ich nicht so aktiv beschrieben, wie ich gerne gewollt habe. Die Plattform passt gut zu meinem Konzept und es gab nur wenige Zeiten, in denen ich Geld auf dem Konto rumliegen hatte. 2017 werde ich viel darüber berichten.

Mit Finbee habe ich die mit Abstand beste Rendite erzielt. Abzüge gebe ich der Plattform aufgrund der doch eher schwierigen Beherrschung der Investitionen. Die Zinsen sind zuletzt stark in den Keller gesunken, was auch auf die Rangierung geschlagen hat.

Swaper krallt sich den guten vierten Platz, auch wenn ich noch nicht so lange dabei bin. Swaper macht mir einen guten Eindruck, und 14 Prozent Zinsen sind doch sehr gut.

Viventor ist nur knapp in den Top 5, aber die Plattform gefällt mir gut und ich glaube an das Management. 2017 werden wir sicher wieder mehr Kredite sehen. Bis dahin ziehe ich aber uninvestiertes Geld ab.

So, unten gehts weiter mit den Plätzen 6 bis 10 meiner Rangliste:

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
6Lendix7.49%*Lendix
7Estateguru10.2%Estateguru
8Collateral12.01%Collateral
9Investly11.89%Investly
10Cashare5.24%Cashare

Lendix stellt für mich die Überraschungsplattform 2016 dar. Ich hätte nicht gedacht, dass man irgendwo im alten Europe (UK mal ausgenommen) eine so professionelle Plattform finden kann. Lendix rangiert nicht in den top 5, da meine Investitionszeit noch zu kurz ist für eine bessere Klassierung.

Estateguru ist in meiner Gunst dieses Jahr gesunken und belegt daher nur den 7. Platz. Das Kreditvolumen wurde arg gesteigert und auch die Zinsen sind ansehnlich. Das grosse Manko von Estateguru ist und bleibt einfach die Kommunikation. Auch auf meine Hinweise wurde nichts verbessert in dieser Hinsicht, daher nur der 7. Platz. Ich investiere weiter und erhöhe meine Einlagen, aber ich bin nicht mehr so begeistert vom Gesamtpaket.

Collateral belegt den 8. Platz, da ich zum einen erst relativ kurz dabei bin, und ich mit der Rücküberweisung so meine Probleme hatte. Diese sind nun aber gelöst und es ist sogar eine noch bessere Auszahlungsmöglichkeit dabei entstanden. Welche verrate ich im Januar.

Per Ende Jahr habe ich mich von meiner grossen Liebe zu Investly getrennt. Die Bastlereien, Zinsen immer bei 8 Prozent und so weiter haben dazu geführt.

Etwas überraschend die Schweizer p2p Plattform Cashare auf dem 10. Platz. Die Schweiz ist im Bereich von p2p Anlagen den anderen europäischen Ländern weit hinterher, aber Cashare hat in den letzten 8 Jahren bewiesen, dass p2p in der Schweiz erfolgreich sein kann. Ich habe auch Bedenken gegenüber der Plattform, da zum Beispiel keine aussagekräftigen Statistiken veröffentlicht werden, aber man hat mir Besserung versprochen.

On the outside looking in…

ganz nahe, aber doch nicht dabei sind für mich Fellow Finance und rebuilding society. Fellow Finance aufgrund der sinkenden Zinsen und der fehleranfälligen, fehlerhaften und zeitenweise erschreckend langsamen Plattform. Rebuilding Society hatte 2016 mit hohen Ausfällen zu kämpfen und in der Folge konnten neue Kredite nur spärlich finanziert werden. Gegen Ende des Jahres kam wieder Hoffnung auf, und es sieht aus als konnte das Ruder nochmals herumgerissen werden.

Das wars mit meiner Top 10, ich werde wohl per 30.06.2017 eine neue Bilanz ziehen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei meiner Leserschaft für ihre Treue, und wünsche einen guten Rutsch in ein erfolgreiches 2017.

 

 

 

Sollte man einer p2p Plattform treu sein?

Heute mal mit einer schon fast philosophischen Frage: Sollte man (oder seid ihr) einer Plattform treu sein, wenn sich die Umstände ändern?

Menschen (zumindest in Europa) tendieren dazu, persönliche Beziehungen über finanziellen Erfolg zu stellen. Das erklärt auch, warum viele Kunden ihre Bankbeziehungen nicht antasten und nicht zu besseren Alternativen wechseln. Das ist im Übrigen zum Beispiel auch bei Internetanschlüssen der Fall: Die Menschen (die Schweizer allen voran) sind einfach wechselfaul.

Was hat das mit den p2p Plattformen zu tun?

Ich gebe zu, meine Gedankengänge hierzu mögen ein wenig abstrakt wirken, aber ich versuche dies zu erklären. Ich gehe davon aus, dass die meisten Leser schon einmal etwas online ersteigert haben von privat zu privat. Hat man sich nicht gut gefühlt als man eine nette Email mit den Zahlungsdaten, eine Versandbestätigung oder ein einfaches Dankeschön erhalten hat? Ich schon, und plötzlich hatte ich Vertrauen zu der Gegenpartei, obwohl ich den Menschen dahinter gar nicht kenne. Und das ist meiner Meinung bei p2p Plattformen doch ähnlich, oder? Ich ertappe mich dabei, Vertrauen in den Support, oder andere Mitarbeiter der Plattform zu fassen, und das nur weil ich eine nette Email mit persönlicher Anrede und einem Schlussgruss erhalten habe. Wenn mir dann noch rasch geholfen wurde, bin ich glücklich und denke (etwas überspitzt formuliert), das ist die beste Plattform ever. Und schon bin ich in einer emotionalen Abhängigkeit, eigentlich grundlos.

Eine lange Einleitung, aber wichtig, um den Kontext zu verstehen, denn ich hatte dieses Jahr einige Plattformen mit denen ich mit der Zeit nicht mehr zufrieden war. Investly zum Beispiel, weil alle Kredite gegen 8% abwarfen. Zuvor hatte ich immer gegen 12 bis 16 Prozent. Da ich aber einen persönlichen Draht zur Plattform hatte, ist mir der Abschied sehr schwer gefallen, aber ich bin den Schritt gegangen und bereue ihn bis jetzt nicht.

Ein weiteres Beispiel stellt Viventor dar. Die Plattform hat genügend Kredite für mich bereitgestellt, und ich hatte auch telefonischen Kontakt mit diversen Mitarbeitern und dem Management. Das gab mir ein sehr gutes Gefühl. Nun bekunde ich schon seit Wochen Mühe mein Geld restlos unterzubringen und zu reinvestieren. Rational gesehen wäre es einfach und die beste Lösung das Geld abzuziehen und bei einer anderen Plattform wieder anzulegen. Alternativen gibt es, zum Beispiel Swaper, wo ich sogar als VIP 14 Prozent an Zinsen kassieren kann. Aber eben wie beschrieben, fällt mir der Entscheid nicht leicht, dies zu tun.

Kennt ihr dieses Phänomen? Wie handhabt ihr es?

Zugegeben, ein etwas anderer Artikel, aber ich musste dies einmal loswerden, vielleicht gibt es hier noch andere Meinungen. Ich werde jetzt rational handeln und jegliche Rückflüsse abziehen.

 

Omaraha – p2p aus Estland

Omaraha ist eine p2p Plattform, welche schon einige Jahre am Markt ist. Die Plattform ist in Estland domiziliert und bietet Kredite aus Estland und der Slowakei an. Eins vorweg, ich habe nicht viele gute Kommentare zu dieser Plattform gelesen, aber das hält mich nicht davon ab, hier einen kleinen Betrag einzusetzen. Ich mache gerne meine eigenen Erfahrungen, aber da ich gewarnt bin, nur mit wenig Geld.

Privatkredite mit Zinssätzen von bis zu 50%

Ja da schlägt das Herz des gierigen und nimmersatten Investors höher… Oder nicht? Im ersten Moment war auch ich davon geblendet, aber glücklicherweise bin ich ein sehr rational denkender Mensch (also meistens 😉 ). Nüchtern betrachtet kann das nie aufgehen, weder für den Kreditnehmer noch den Investor. Wer solche Zinssätze akzeptieren muss, dem steht das Wasser wohl bis zum Hals oder noch etwas höher. Die Ausfälle dürften hier massiv hoch sein, so dass sich das kaum lohnen mag. Die einzige Chance für den Kreditnehmer sehe ich darin, dass er einen weiteren Kredit aufnimmt um diesem abzubezahlen. Der wird wohl noch schlechtere Konditionen aufweisen, und so geht die Abwärtsspirale immer weiter und es gibt nur Verlierer zum Schluss. Von daher Hände weg von diesen Krediten!

Scheinbar ist auch die Zahlungsmoral der Slovaken miserabel, wie man in diesem Beispiel sehr schön sieht. Dasselbe habe ich übrigens auch von slovakischen Krediten auf Bondora gelesen. Nichts gegen die Slovaken, denn ich schätze diese Leute ungemein, aber Anlegen in diese Kredite sollte man nicht. Wahrscheinlich sind das Slovaken, welche in ihrem Land sonst an keine Kredite mehr kommen, und so auf die Plattformen ausweichen müssen.

Dann bleiben also nur noch estnische Kredite, welche aber auch noch gute Zinsen abwerfen können.

Was noch gut ist, es gibt einen Sicherheitsfonds (security fund), welcher überfällige Kredite nach 100 Tagen zu mindestens 60 bis 80 Prozent zurückkauft. Man bliebe also nicht auf dem ganzen Verlust sitzten. Immerhin etwas.

Es gibt aber auch Kredite mit buyback

Omaraha bietet mit einer Verzinsung von 11% auch abgesicherte Kredite (secured loans) an. Das schöne hierbei ist, dass die Rückzahlungen taggenau zur Fälligkeit stattfinden, man muss also nicht 30 oder noch mehr Tage warten, bis dieser Mechanismus greift.

Noch etwas zum Anmeldungsprozess und den Investitionen

Der Registierungsprozess hatte mich beinahe von meinem Vorhaben bei Omaraha Geld anzulegen abgehalten. Ich empfand den Prozess als mühsam und fehleranfällig. An einem Punkt wurde mir mitgeteilt, dass ich mit meinem Herkunftsland keinen Kredit beantragen könne…. das wollte und will ich auch nicht, mit eingen Klicks kann man das dem System auch beibringen… aber das ist halt so, wenn man den gleichen Prozess für Schuldner und Investoren fährt.

Um investieren zu können muss man für jede Kreditart: Slovaken, Esten und secured loans quasi einen Autoinvest erstellen. Zudem muss man eine Bonushöhe angeben. Hier hatte ich nicht verstanden was das soll. Der Bonus gibt an, wieviel man der Plattform an Zinsen abgeben möchte. Je höher der Bonus, deste schneller wird das Geld investiert. Hier habe ich etwas gestockt, aber entschieden weiter zu machen, denn vielleicht ist das ganze ja auch sinnvoll, und ich verstehe es einfach noch nicht.

Fazit

Die Plattform hat schon so einiges dafür getan, dass ich mich fragte, ob ich weitermachen soll. Es braucht nicht mehr viel und ich breche den Versuch ab. Vielleicht kann ich ja auch einige Investoren hier vor Schaden bewahren und deren Nerven schonen, wenn ich schon nicht auf die Warner gehört habe 😉 Mal sehen, vielleicht werde ich ja positiv überrascht.

 

Property Moose – Mit der Crowd Immobilien kaufen und vermieten

Property Moose wurde 2013 von Andrew Gardiner in England gegründet. Das primäre Ziel von Property Moose war, das Segment der Mietimmobilien einer breiten Masse von Investoren zugänglich zu machen. Dieses Segment war bis vor wenigen Jahren nur Investoren zugänglich, die über eine sehr hohe Finanzkraft verfügten. Bei Property Moose kann man mittlerweile Anteile für nur 10 GBP kaufen. Falls ihr die Plattform testen möchtet, sendet mir eine Anfrage via Kontaktformular, denn wenn ich euch eine Einladung sende, kriegt ihr nach der Anmeldung direkt kostenlos 10 GBP gutgeschrieben. Das schöne ist, man kann weitere Einzahlungen einfach und bequem per Kreditkarte erledigen.

Mit Property Moose zum Landlord

Ein Landlord ist die englische Bezeichnung für einen Vermieter. Ihr werded also mit Hilfe von Property Moose und der crowd zum Miteigentümer von vermieteten Immobilien in Grossbritannien. Man spricht in diesem Zusammenhand auch von BTL (buy to let), also kaufen um zu vermieten. Die Plattform stellt neue Investmentopportunitäten zur Verfügung mit einer Beschreibung und Bildern. Die Investoren können dann ihre Anteil in Shares (Aktienanteile) am Projekt investieren. Jedes dieser Projekte wird durch ein SPV (special purpose vehicle) finanziert, sprich man kauft Aktien an einer Aktiengesellschaft, dem SPV. Das ist jetzt formaljuristisch vielleicht nicht ganz korrekt, aber so ist die Vorgehensweise. Diese Projektart macht den Löwenanteil der Plattform aus. Es gibt teilweise auch normale Kredite, wobei man dort Gläubiger ist, und bei den SPV aber Teilhaber. Es gibt noch zwei weitere Kreditarten, welche aber bis jetzt noch nicht so häufig genutzt wurden (Fliploans und private equity). Ich gehe hier nicht weiter darauf ein, sondern belasse es bei den BTL Projekten sowie den Krediten.

Wie wird die Rendite erzielt?

Property Moose gibt zwei Renditen vor:

  1. die Vermietungsrendite (Rendite der Mieteinahmen)
  2. die Totalrendite (bestehend aus Mieteinahmen und geschätzter Wertsteigerung innerhalb der Projektdauer)

Die Projektdauer wird immer vorgegeben, und läuft von 2 bis etwa 5 Jahre. Nach Erreichen des Projektendes können die Investoren abstimmen, ob die Immobilie weiterhin gehalten werden soll, oder ob ein Gewinn realisiert werden soll. Dies würde dann durch den Verkauf der Immobilie geschehen. Falls dem nicht zugestimmt wird, läuft alles weiter wie bisher, und es werden Mieteinnahmen generiert.

Wie geht Property Moose vor und wie hoch sind die Gebühren?

Property Moose sucht Immobilien, welche meistens in etwas schlechtem Zustand sind, damit ein guter Kaufpreis erreicht werden kann. Danach werden Renovationsarbeiten durchgeführt, um der Immobilie einen vermietbaren Standard zu verpassen. Gleichzeitig werden bereits Mieter gesucht, falls es nicht schon welche gibt.

Property Moose behält jeweils 15 Prozent der Mieteinahmen sowie vom eventuell resultierenden Gewinn bei Verkauf der Liegenschaft als Gebühren für ihren Service ein. Das tönt nach viel, aber die Bewirtschaftung und Verwaltung von Immobilien braucht viel Zeit und Ressourcen. Zudem wird Property Moose nur bezahlt, wenn Einnahmen fliessen. Aus diesem Gesichtspunkt sind die Gebühren vielleicht etwas hoch, aber nicht unangemessen.

Zweitmarkt

Die Plattform bietet auch einen Sekundärmarkt an, was ich für praktisch halte, denn die Kredite und Projekte laufen ja mehrere Jahre. So sollte man rasch wieder zu seinem Geld kommen, wenn man es benötigt. Für Verkäufer ist ein Verkauf kostenlos, Käufer zahlen aber 2 Prozent Aufschlag. Es gibt aber trotzdem interessante Projekte, welche man unter pari kaufen kann, trotz Aufschlag.

Risiken

Ich sehe bei dieser doch eher risikoarmen Anlagevariante (meine Renditeerwartung ist 4 bis 6 Prozent pro Jahr) drei Hauptrisiken:

  1. Es werden keine Mieter gefunden, und die Einnahmen bleiben aus.
  2. Es werden nachträglich viele Renovationen fällig was auf die Rendite drückt.
  3. Der Immobilienmarkt im Norden Englands entwickelt sich negativ. Dann könnten die Projizierten Verkaufserlöse wohl nicht erreicht werden.

Ihr seht also, die Risiken sind etwa die selben wie wenn ihr eine Wohnung kauft und diese vermietet. Anlegen mit Property Moose hat aber den Vorteil, dass ihr euer Anlagegeld breit streuen könnt und so von einer Diversifikation profitieren könnt.

Fazit

Ich sehe diese Anlageform als Bereicherung und Absicherung für mein Portfolio und bin daher offen für weitere Investments in diesem Bereich. Die Firma und allen voran machen mir einen seriösen Eindruck. Ich werde bald ein Interview mit Andrew Gardiner durchführen und euch weitere Einblicke geben können. Wie gesagt, wenn ihr 10 GBP wollt um zu testen, kontaktiert mich.

 

 

 

 

 

 

Landlordinvest – eine neue p2p Plattform mit Immobilienkrediten + Interview mit CEO Filip Karadaghi

Heute habe ich wiedereinmal eine neue p2p Plattform für euch: Landlordinvest. Den wenigsten sollte diese Plattform ein Begriff sein, denn sie ist erst gerade live gegangen, und dies nach mehrjähriger Aufbauarbeit. Die Mindestanlage pro Kredit beträgt GBP 100, und die ersten Kredite zur Finazierung werden im Januar erwartet.

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Ich habe mit dem CEO von Landlordinvest ein Interview geführt um einiges in Erfahrung bringen zu können, was mir vom Besuch der Webseite her nicht klar war. Filip hat auch einige falsche Vermutungen meinerseits aus dem Weg räumen können. Hier das Interview (von mir aus dem englischen übersetzt:

Hallo Filip, ich würde dir gerne einige Fragen zu deiner Plattform stellen.

Ich werde sie gerne beantworten.

Ihr habt 2014 mit dem Aufbau der Plattform gestartet und gleich eine volle Autorisierung seitens der FCA (engl. Finanzaufsichtsbehörde) angestrebt. Warum habt ihr nicht gleich mit einer Interimsbewilligung gestartet?

Als wir die Firma gegründet hatten, ist die Anmeldefrist für Interimsbewilligungen bereits verstrichen gewesen. Daher konnten wir uns nur noch für eine volle Autorisierung anmelden, was wir am 18. Dezember 2014 auch getan haben.

Ihr habt also in den letzten zwei bis drei Jahren keinen Penny verdient? Wie wurde das finanziert? Wer steht hinter Landlordinvest?

Es ist richtig, dass wir seit der Gründung von Landlordinvest im Oktober 2014 keinen Penny verdient haben. Das Gründungskapital wurde direkt von den Gründern aufgebracht. In der Zwischenzeit haben wir zwei Business Angels erlaubt in uns zu investieren. Beide agieren als Berater.

Es scheint als ob ihr euch auf die Region Newcastle für Investments beschränken würdet? Warum dieser Fokus?

Ich würde nicht sagen, dass wir uns auf Newcastle und umliegende Gebiete fokussieren. Vielmehr haben wir den ganzen Norden im Fokus (Leeds, Liverpool, Manchester etc.). Dies aus dem einfachen Grund, da dort Landesweit die höchsten Renditen erzielt werden können.

Immobilienpreise sind im Norden verglichen mit London und dem Südosten immernoch relativ niedrig. Zudem sind die Vermietungsrenditen attraktiv. Ein weiterer Grund ist, dass der Norden über eine gute Infrastruktur verfügt, die Bevölkerung eher jung ist und es gross Universitäten gibt. Diese Gründe sollten für eine anhalten hohe Nachfrage nach Mietobjekten sorgen.

Welche Ambitionen hegt ihr? Wo seht ihr euch in 3 Jahren (Volumen etc)? Wann erwartet ihr das Break even?

Wir erwarten einen positiven Cash Flow bereits im zweiten Jahr. Wir sind sehr schlank aufgestellt und benötigen daher keine hohen Volumina um in die Gewinnzone zu gelangen. Nebst der Vergrösserung unseres Kreditbestandes zielen wir auf die Erlangung einer Banklizenz ab. Zopa hat als erste p2p Plattform überhaupt diesen Weg eingeschlagen. Wir hoffen, die erste p2p Plattform mit Banklizenz zu werden, welche Immobilien finanziert.

Euer regulatorischer Ansatz scheint eher hart zu sein. Ich habe zum Beispiel noch nie von einer „cooling off“ Periode im Zusammenhang mit p2p gehört. Warum das ganze?

Wir sind von der FCA mit einer Vollautorisierung ausgestattet worden, daher gelten für uns härtere Standards als bei Plattform mit Interimsbewilligung.

Eine Interessante Anekdote: Vor einigen einigen Tagen hat mich eine andere uns ähnliche (aber mit einem Kreditvolumen von 500 Million Pfund) p2p Plattform kontaktiert, welche momentan noch unter der Interimsbewilligung operiert. Mein Gesprächspartner erzählte mir, dass sie seit 2 Jahren versuchen die komplette Autorisierung zu erlangen, aber nicht damit rechnen diese vor nächstem Sommer zu erhalten. Diese Plattform musste im Zuge der Autorisierungsbestrebungen ihre gesamte Funktionalität anpassen und eine neue Plattform kreieren. Der Grund für den Anruf war, dass sie sich Hilfe erhoften in einigen technischen Punkten, welche die FCA umgesetzt sehen wollte. Es ist erstaunlich zu sehen, dass eine funktionsfähige Plattform mit hohem Kreditvolumen sich Rat bei einer vor 3 Wochen gelaunchten Plattform ohne Kreditvolumen Rat suchen muss. Das ist unser grosser Vorteil, wir haben die regulatorischen Hürden bereits genommen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, werded ihr BTL (buy to let = Immobilie kaufen um zu vermieten) sowie Immobilienkredite anbieten. Werden die BTL durch Investition in Eigenkapital mittels SPV (special purpose vehicle = vergleichbar mit einer Aktiengesellschaft) umgesetzt?

Wir werden nur Kredite vergeben, und zwar Kredite, damit jemand ein Haus zur Vermietung kaufen kann und Überbrückungskredite.

Im Segment der Immobilienfinanzierung gibt es viele p2p oder crowdinvesting Plattformen. Warum seid ihr besser?

Wir haben ein originales peer to peer model, wohingegen viele andere Plattformen hybride Lösungen fahren. Dem letzten Feedback der FCA nach zu urteilen, werden viele Plattformen ihr Geschäftsmodel anpassen, andere Bewilligungen einholen oder ihren Betrieb einstellen müssen.

Die drastische Veränderung von Landbay ist ein Hinweis dafür, was wir in Zukunft von den anderen Plattformen erwarten können.

Ein weiteres Diversifikationsmerkmal unserer Plattform ist, dass der Investor zwischen eher weniger risikobehafteten Krediten (normale Hypothek) sowie riskanteren zum Beispiel Überbrückungskrediten auswählen kann.

Weiter besteht unser Team aus Experten, welche viele Jahrzente Berufserfahrung vorweisen können. Dieser Umstand ist nicht direkt sichtbar für unsere Investoren, aber wird sich in gute Qualität der Kredite niederschlagen.

Wann erwartet ihr die ersten zu finanzierenden Kredite auf eurer Plattform? Seid ihr direkt von Kreditnehmern angefragt worden, oder nur von Brokern (Vermittler)?

Wir erwarten die ersten Kredite im Januar. Wir haben einige Kreditangebote an potenzielle Kreditnehmer verlängert und warten auf eine Rückmeldung bevor wir die Kredite auf die Plattform stellen.

Wir haben weniger als 10 registrierte Kreditnemer auf der Plattform. Keiner davon hat bis jetzt eine Kreditanfrage gestellt. Alle Anfragen kamen von Brokern.

Wir stehen derzeit mit etwa 50 Kreditbrokern in Kontakt, und es werden täglich mehr.

Mit unserem einzigartigen Geschäftsmodel und der Tatsache, dass wir eine brandneue Plattform am Markt sind, dauert es ein wenig bis die Vermittler unser Konzept verstehen und Vertrauen fassen. Vorher werden sie keine Kunden an uns weitervermitteln.

Lieber Filip, vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

Fazit

Wow, das ist länger als erwartet geworden. Ich bin ob der Antworten guter Dinge für die Plattform. Den Beweis, dass die gegebenen Vorteile auch bestehen und genutzt werden können, bleibt die Plattform uns noch schuldig. Ich werde die Entwicklung sehr nahe verfolgen und weiter berichten.

 

 

 

 

 

Mintos, Twino, Viventor und Konsorten sind eigentlich keine p2p Plattformen

Huch, was, dein Blog heisst ja p2phero, und du sagst uns jetzt, dass vieles was geschrieben wurde, nicht stimmt? Ja, Mintos etc sind keine p2p Plattformen. Und NEIN, alles was ich hier schreibe, entspricht der Wahrheit und ist von mir geprüft.

Warum dann der ganze Aufriss?

Ganz einfach, damit ich mit einem Missverständnis aufräumen kann. Hier habe ich beschrieben, was p2p Kredite eigentlich sind. Es geht also um einen Kredit von einer Person zu anderen. Die Plattform dient hier nur als Mittelsmann.

Dieser Definition entsprechen Plattformen wie Mintos, Viventor, Twino, Swaper usw nicht, da hier das Geld nicht direkt zum Kreditnehmer geht, sondern an einen Loan Originator, also Kreditvermittler. Auch wenn auf den Plattformen jeweils ein einzelner Kredit zum investieren bereit steht, zählt das nicht, die Kredite sind einfach verbrieft. Denn im Hintergrund hat der Kreditnehmer das Geld bereits erhalten und das Geld wird für einen anderen Kredit benutzt. Warum man das so umständlich macht, weiss ich nicht, aber scheinbar wollen Investoren eine Person (wenn auch nur eine imaginäre) auf der anderen Seite. Einfacher wäre es doch, wenn man einfach ein Konto bei einer Plattform hätte und dann dort das Geld einzahlt und dies mit 12 Prozent oder wieviel auch immer verzinst wird. Dann müsste man halt noch eine Mindestinvestmentdauer oder eine Rückzugslimite implementieren. Fertig wäre die Plattform. Das Geld können die Loan Originatoren dann verleihen an ihre Kunden. Falls jemand so eine Plattform ins Leben rufen will, ich bin dabei! Erreichen kann man mich via Kontaktformular.

Warum gehen Kreditvermittler diesen Weg?

Ich kann hier nur ein wenig spekulieren, aber es muss für die Kreditvermittler, also Loan Originatoren, auch eine gute Möglichkeit sein, sich zu finanzieren.

Die andere Möglichkeit ist es für die Kreditvermittler eine Anleihe (Bond, Obligation, Rente etc) auszugeben. Diese hat eine fixe Laufzeit und meistens einen fixen Coupon (Zinssatz). Eine Emmitierung einer Anleihe geht aber nur mit Hilfe einer Bank, und macht das natürlich auch nicht gratis. Zweitens sind die meisten Kreditvermittler auch keine Institute mit langer Firmengeschichte. Die Datenlage (Bilanz, Erfolgsrechnung) gibt noch nicht viele Anhaltspunkte über die Geschäftstätigkeit. Dies wiederum macht es wohl für die Investoren schwierig das Risiko einzuschätzen und zu entscheiden, ob der Zinssatz angemessen ist oder nicht. Das Problem mit der dünnen Datenlage haben übrigens auch die Investoren auf den vermeindlichen p2p Plattformen, denn das Geld wird dieser Firma geliehen. Daran kann man sehen, wiviel der buyback Wert ist…. wahrscheinlich nicht viel, wenn es hart auf hart kommt.

Fazit

Mit diesem Artikel wollte ich euch nur zeigen, dass diese Plattformen vom ursprünglichen p2p Gedanken weg gekommen sind. Das ist nicht weiter schlimm, man sollte es sich einfach vor Augen halten. Ich investiere weiter in diese Plattformen.

Wenn ihr euch fragt, ja gibt es denn noch wirkliche p2p Plattformen gibt, dann ja, es gibt sie. Zum Beispiel Finbee ist eine pure p2p Plattform.

 

 

 

 

Swaper – ein Update zu meinen Erfahrungen

Letzten Monat hatte ich schon von der neuen p2p Plattform Swaper berichtet. Es ist nun schon einige Zeit ins Land gestrichen, und ich kann wieder etwas von meinen Benutzererlebnissen berichten.

Was noch nicht besser ist

Leider werden die Zinsen bei Swaper noch nicht beim Verkauf eines Kreditanteils dem Investor gutgeschrieben, sondern erst wenn der Kredit durch Rückzahlung oder Buyback abgelöst wird. Nunja, ich kann damit leben, und hoffe, dass dies wie versprochen bald geändert wird. Man kann sich ja vorstellen, dass es bei einer neuen Plattform zu Beginn etwas hektisch ist. Ich übe mich in Nachsicht, auch wenn das nicht meine Stärke ist 😉

Die App wurde ja in einem relativ rudimentären Zustand/Version den Investoren zugänglich gemacht. Es scheint mir, als seien hier Verbesserungen im Gang, aber vollumfänglich zufrieden bin ich noch nicht. Was mich auch gestört hat: Mit der mobile Ansicht ist man beinahe gezwungen worden, die App runterzuladen, oder auf den Desktop Modus zu wechseln. Ich denke, Swaper hat hier versucht, viele Investoren zur App zu „überreden“. Von den Vorhaben sind sie zum Glück wieder ein wenig abgerückt.

Was mir noch nicht gefällt

Die Ansicht bei my Investments ist – so finde ich jedenfalls – noch nicht so gelungen. Was mich am meisten stört, ist dass ich dort auch die verkauften oder zurückbezahlten Kredite sehen kann. Diese sind einfach grünlich gefärbt. Das trägt doch eher zur Unübersichtlichkeit bei, als es einen Informationsvorteil bringen würde. Aber seht selbst:

Auszug aus my Investments bei Swaper
Auszug aus my Investments bei Swaper

Was sich aber verbessert hat

Gerne möchte ich diesen Beitrag zu Swaper mit einer positiven Note beenden, denn die Plattform gefällt mir, auch wenn diese noch viel Arbeit vor sich hat und Verbesserungen implementieren muss.

Die Erreichbarkeit und Geschwindigkeit hat sich meiner Meinung nach verbessert. Zu Anfangszeiten hatte ich ein paar Mal das Gefühl, dass die Plattform langsam reagiert. Dies konnte ich in der letzten Zeit nicht mehr feststellen. Auch einige Designpunkte wurden überarbeitet.

Fazit

Die leichten Fortschritte von Swaper sagen mir zu. IT technische Änderungen an der Plattform benötigen einfach ihre Zeit, aber ich erlebe die Mitarbeiter von Swaper als zielstrebig und mit Freude an der Arbeit. Da kann ich auch gerne einmal über kleine Unzulänglichkeiten hinweg sehen.

 

 

 

 

Meine Erfahrungen mit Cashare (2. Teil)

Nachdem mein erster Beitrag zu Cashare doch etwas lang wurde, habe ich versprochen, einen weiteren mit tieferen Einblicken zu Schreiben.

Ich möchte noch erwähnen, dass ich bezüglich des ersten Artikels in Kontakt mit der Plattform Cashare getreten bin. Ich wurde auf zwei kleine inhaltliche Fehler aufmerksam gemacht, die ich noch korrigiert habe. Hoch anrechnen möchte ich der Plattform, dass auf meine Kritik bezüglich fehlender Statistiken keine Beschönigende Versuche unternommen wurde. Man hat dies so akzeptiert, was ich für sehr fair halte.

Wie sieht die Portfolioansicht aus?

Das Portfolio wird im eingeloggten Bereich schlicht Darlehensverträge gennant, dort sieht man alle offenen Darlehensverträge (= Kredite) auf je einer Zeile. Man kann mit einem Klick auf die Detailansicht gelangen (siehe unten).

Cashare - Detailansicht eines
Cashare – Detailansicht eines

Eins vorweg: Das ist mein einziger Kredit in Verzug. Ich habe diesen gewählt, da man hier schön alles sieht (Mahnstufe, Verzugszinsen etc) und man sich hier ein Bild machen kann zu allen Vorgängen..

Man kann sich also jede Zahlung ansehen und sieht auf wann diese geplant ist, und ob diese schon verspätet ist. Nach 2 Tagen der Verspätung wird schon die erste Mahnung per Email versandt und Verzugszinsen werden ab hier für jeden Tag verrechnet (10% p.a.). Die angefallenen Verzugszinsen sieht man sehr schön ganz rechts. Diese werden jeweils per Ende Jahr zur Zahlung fällig.

Aktuell befindet sich der obere Kredit in Mahnstufe 1, ich habe bis anhin nur eine pünktliche Zahlung erhalten. Säumige Schuldner gibt es überall, daher ist es sehr wichtig, wie konsequent hier nachgefasst wird. Meiner Meinung nach macht Cashare das sehr gut. Unten habe ich euch das Vorgehen laut Cashare Support eins zu eins übernommen, daher in Anführungszeichen und kursiv.

Vorgehen bei verspäteter Zahlung (gemäss Cashare Support)

Sobald ein Darlehen in Verzug gerät, werden automatisch vom System die Mahnungen versendet.

Unser allgemeines Vorgehen kann ich Ihnen gerne kurz erläutern:

Die Eröffnung eines Inkassofalls beginnt mit der 1. Mahnung, welche nach 5 Verzugstagen automatisch vom System versendet wird. 
Gefolgt von der 2. Mahnung nach 10 Verzugstagen und nach 20 Verzugstagen die 3. Mahnung. 
Schlussendlich wird nach 30 Verzugstagen die 4. Mahnung ausgelöst welche die rechtlichen Inkassomassnahmen (Betreibung) androhen.

Zwischen 3. und 4. Mahnung probieren wir mit dem Darlehensnehmer Kontakt aufzunehmen.

Bei Ausbleiben der zweiten Ratenzahlung in Folge (30 Tage nach Fälligkeit der 1. Ratenzahlung) wird das Darlehen gemäss Darlehensvertrag inklusive geschuldeter Zinsen zur sofortigen Rückzahlung fällig. 
Dies ermöglicht den Gläubigern den gesamten ausstehenden Darlehensbetrag inkl. Zinsen zu betreiben anstelle nur der ausgebliebenen Ratenzahlung.

Falls keine Einigung gefunden werden kann oder der Schuldner nicht mehr Reagiert, wird in weiteren Schritten die Betreibung eingeleitet. 
Danach folgen die normalen Fristen der ordentlichen Betreibung die meistens in einer Lohnpfändung enden.“

Meiner Meinung nach ist das ein sehr gutes Verfahren und man kann die Stati der Einforderung einsehen (Mahnstufe 1 siehe oben). Mein gezeigter Kredit ist mal bis in die 3. Mahnstufe gekommen, kurz vor Auflösung des Vertrages gingen aber Zahlungen ein. Wäre Cashare hier nicht konsequent, hätte ich wohl bis heute kein Geld gesehen.

Fazit

Ich hoffe ich konnte euch Cashare etwas näher bringen und möchte noch kurz anfügen: Ich habe in zuwenige Kredite investiert, als dass ich eine statistisch signifikante Aussage zur Zahlungsmoral machen könnte (daher publiziere ich meine Zahlen auch nicht). Meine Resultate sind purer Zufall und haben keine statistische Relevanz. Falls jemand von euch in 100 oder mehr Darlehen investiert haben sollte, diese Zahlen können dann wohl eher herangezogen werden.

 

Was sind die grössten Fehler bei p2p Anlagen? 7 Grundsätze

Heute geht es nicht um eine Plattform im Speziellen, sondern um die Anlagen in p2p Kredite im Allgemeinen, und die Fehler die man dabei machen kann. Meine Aufzählung meiner sieben Grundsätze stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  1. Nicht auf Marketing der Plattformen reinfallen: Die meisten Plattformen brüsten sich mit buyback oder einere überragenden Kreditanalyse. Da die meisten Plattformen noch sehr jung sind, sind sie den Beweis noch schuldig, da sie nocht nicht lange am Markt sind.
  2. Nicht zu schnell agieren: was ich damit meine: Eine Plattform zuerst mit einem kleineren Betrag (500 Euro) testen. Auch wenn es nicht viele Angebote gibt, nicht auf dem Zweitmarkt ivnestieren, bis man versteht wie das auf der Plattform läuft. Vermeindlich gut aussehende Deals, können sich schnell in Verluste wandeln.
  3. Auf Diversifikation achten: Man sollte seine p2p Anlagen über mehrere (mindestens 5, besser mehr) Plattformen verteilen. Man sollte darauf achten, dass sich die Plattformen nicht alle im gleichen Land (Litauen, Lettland und Estland zähle ich hier als 1 Land) befinden. Auch wenn das mitunter Währungsrisiken bedeuten kann, sage ich -> Risiken sind auch Chancen, sie müssen einfach abgewägt werden.
  4. Nicht blind auf Blogger vertrauen: Ich versuche euch auf diesem blog einen objektiven Überblick zu geben. Aber auch ich bin nicht davor gefeit, auch mal eine krasse Fehleinschätzung abzugeben. Ich versuche mein bestes, aber wie gesagt, ich bin nicht unfehlbar. Das andere ist: Es gibt leider blogger, welche die Tatsachen zu rosig darstellen, damit sie damit Geld verdienen können (affiliate links). Daher mahne ich zur Vorsicht zu allem was im Internet steht.
  5. Man sollte mit den Anlagen gut schlafen können: Wenn einem die Angst um sein Geld in den p2p Anlagen nachts den Schlaf raubt, dann sollte man sich aus dieser Anlageklasse verabschieden. Es bringt nichts, nur wegen hoher Renditen etwas zu machen, was einem nicht behagt.
  6. Sich der Risiken bewusst sein: Ich weiss buyback suggeriert eine 100 prozentige Sicherheit, die es aber nicht gibt. Stellt euch mal die Frage: Warum kriege ich bei p2p 12% Zinsen, bei einer Firmenanleihe mit guter Bonität zwischen 0 und 1.5%. Der Bereich dazwischen wird Spread genannt und entschädigt das zusätzliche Risiko. In diesem Vergleich erscheinen p2p Anlagen als sehr risikobehaftet.
  7. Kann man sich einen Totalverlust leisten? Wenn ja, kann man locker in p2p Anlagen investieren. Wenn nein, und man dann Mühe kriegt die Rechnungen zu bezahlen, Finger weg! Als Richtgrösse würde ich sagen, dass man mindestens 2 bis 3 Monatsgehälter auf der Seite haben sollte, beor man den übersteigenden Teil in Aktien, p2p und so weiter investiert.

Wie gesagt, es gibt sicher noch mehr zu beachten, aber wenn man die sieben obengenannten Punkte befolgt, und sich kritisch damit auseinandersetzt, sollte man in der Lage sein, die Risiken minimieren zu können.