Omaraha – ein kleiner Rückblick

Vor einigen Monaten habe ich mit dem Anlegen bei Omaraha begonnen. Nachdem ich mich erst einmal mit der Plattform vertraut machen musste, funktionieren die Anlagen recht gut, und wie erwartet.

Die Scores von Omaraha im Detail

Ich habe mir vom Support vor einigen Monaten erklären lassen wie die Scores (Ratings) zu lesen und verstehen sind. Gerne teile ich diese Information mit euch:
901-1000 = sehr gut, keine Probleme ersichtlich im Kreditregister. Die Zahlungsmoral bei Omaraha und Partnerinstituten ist sehr gut.
801-900 = gut, keine aktuellen oder ältere Probleme gemäss Kreditregister. Die weiteren Informationen sind alle durchwegs positiv.
701-800 = annehmbar, es kann sich um einen neuen und unbekannten Kunden handeln. Oder ein Schuldner, der früher Zahlungsprobleme hatte, aber jetzt alles zufriedenstellend aussieht.
601-700 = risikoreicher, entweder junge Schuldner oder Schuldner, welche Zahlungsprobleme in der Vergangenheit hatten. Momentan bestehen aber keine bekannten Zahlungsprobleme.

Wie sieht es denn bei mir aus?

Ihr könnt hier links sehen, dass bei mir aktuell drei Projekte gelb markiert sind. Ihr findet die Übersicht in eurem Account unter Investments. Dort gibt es noch viele Informationen mehr. Ich habe bewusst nicht den kompletten Screenshot hochgeladen, da dieser einerseits unübersichtlich wird und andererseits den Namen des Schuldners enthält. Bei den drei Projekten mit Zahlungsschwierigkeiten handelt es sich ausschliesslich um slowakische Kredite mit einem Score von 700, also der tiefsten Kategorie. Mit diesem Bild habe ich ja gerechnet. Auf den ersten Blick sieht das ja toll aus, einfach die 700er weglassen und alles ist im grünen Bereich? Jein, denn auch bei einigen grünen Projekten gibt es Zahlungsprobleme. Dort haben jeweils die Schuldner einen teil bezahlt und einen angepassten Zahlungsplan ausgehandelt.

Detaillierte Informationen zum Kreditverlauf

Wenn man auf einen Kredit klickt, kann man schön aufgelistet sehen, welche Massnahmen Omaraha ergriffen hat, um an das Geld zu kommen. Leider sind die Informationen nicht in Englisch verfügbar. Ich habe Omaraha bereits mitgeteilt, dass ich das wünschenswert finde. Früher konnte man sich bei Bondora den Verlauf auch in English anzeigen lassen. Ich fand das hilfreich und habe mir so einige Schlüsse zum Kredit gezogen. Da es bei Omaraha aber keinen Sekundärmarkt gibt, ist die Info zum Kredit wohl weniger wichtig. Zudem zählen am Schluss ja nicht die Informationen, sondern nur wieviel Geld wirklich eingetrieben wurde.

In diesem Sinne investiere ich weiter und gebe periodisch ein Update zu meinen Erfahrungen. Bei Fragen, einfach posten.

Linked Finance – Erfahrungen mit dem Investieren in Irische KMU Kredite

Gerne stelle ich euch heute Linked Finance aus Irland vor. Die Plattform wurde im März 2013 gelauncht und konnte somit vor einigen Tagen ihr 4 Jähriges Bestehen feiern. Gemäss eigenen Angaben ist Linked Finance die erste und grösste Irische p2p Plattform.

Kreditarten und Zinsen

Die Kredite sind alle mit einem fixen Zinssatz versehen und verfügen über Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten und sind somit eher von kürzerer Dauer als bei anderen Plattformen. Schuldner sind immer Irische Unternehmen. Die Zinsen selbst bewegen sich im Bereich von 8.5 bis 15 Prozent, je nach Laufzeit und Risikoeinteilung (siehe rechtes Bild). Eine Risikoeinteilung in die Kategorie Y bedeudet, dass die Firma weniger als 24 Monate aktiv ist. Die Kredite haben eine Grösse von 5k bis 250k Euro. Bei den Krediten handelt es sich um Annuitätendarlehen, das heisst es gibt eine monatliche Rückzahlung von Kapital und Zinsen.

Sehr tiefe Ausfallraten und gute Statistiken

Quartalsweise publiziert Linked Finance sein Loanbook, wo viele statistische Daten publiziert werden. Ihr findet dies bei den Statistiken, aber müsst dafür eingeloggt sein. Per Ende 2016 belief sich die Ausfallrate auf magere 1.14 Prozent (höher als Lendix, aber trotzdem fantastisch). Die Zahl wurde berechnet in dem Kredite mit einer Laufzeit von weniger als 120 Tagen nicht einbezogen wurden. Das ist sehr fair, denn die meisten Kredite fallen nicht in den ersten drei Monaten aus und hätten so die Ausfallrate geschönt. Auch starkes Kreditwachstum hätte den gleichen Effekt. Mit der Ausklammerung der letzten Vier Monate schafft man eine solide Datengrundlage.

Die Registrierung sowie Ein- und Auszahlungen und die Investorengebühr

Eine Anmeldung dauert etwa 2 Minuten und ist wirklich einfach. Zusätzlich zum Passwort legt man noch einen 6stelligen Code fest, welcher jeweils bei der Anmeldung partiell abgefragt wird. Bei der Registrierung muss man noch keine Identifikationsdokumente hochladen. Jedoch dann bevor man eine Auszahlung beantragen kann. Deshalb schlage ich vor, man erledigt dies gleich nach der Registrierung. Ihr könnt die Dokumente dem Support per Email schicken.

Einzahlungen können gratis per Banküberweisung, oder Debit Card (prepaid Kreditkarte, gibt es bei Wirecard gratis und virtuell) getätigt werden. Bei Zahlungen mit Kreditkarte fallen 2 Prozent Bearbeitungsgebühren an. Vier Auszahlungen pro Jahr können kostenlos angefordert werden. Jede weitere Abbuchung wird mit 10 Euro berechnet. Daher gut überlegen, ob man wirklich etwas abheben will. Ich finde diese Gebühr gelinde gesagt eine Frechheit, aber man kann diese ja umgehen. Da wir gerade bei den Gebühren sind: Linked Finance berechnet den Investoren 1.2 Prozent jährliche Gebühren. Diese werden direkt von den Rückzahlungen abgezogen. Man muss sich hier also bewusst sein, dass wenn man eine durchschnittliche Verzinsung von 10.5 Prozent hat, man effektiv „nur“ 9.3 Prozent erwirtschaftet (Zinseszins ausgeklammert).

Fazit

Auch wenn mir die Gebühren ein Dorn im Auge sind, investiere ich doch gerne bei Linked Finance. Die tiefe Ausfallrate sowie die hohe Verfügbarkeit an Krediten machen das Investieren dort meines Erachtens interessant. Zudem muss man sagen, dass Transparenz bei den Gebühren wie auch Ausfällen gelebt wird.

 

 

 

 

 

Saving Stream hat die Regeln geändert (zum besseren)

Kürzlich hat Saving Stream bekannt gegeben seine Funktionsweise anzupassen und zu verfeinern. Zudem konnte der zweite Ausfall abgewickelt werden, und zwar ohne Verlust für die Investoren. Aber der Reihe nach:

Käufe ohne Guthaben nur noch auf Primärmarkt

Saving Stream bot mit dem INPL System (invest now pay later) den Investoren die Möglichkeit, Kredite auch ohne Guthaben auf dem Konto zu erwerben. Damit ist nun Schluss, zumindest auf dem Sekundärmarkt. Dort können Kredite nur noch gekauft werden, falls der Investor auf dem Konto über die entsprechende Deckung verfügt. Auf dem Primärmarkt (pipeline loans) gilt diese Regelung jedoch nicht. Man kann den gewünschten Betrag noch immer Zeichnen und kriegt diesen zugeteilt (oder einen Anteil davon, je nach Nachfrage). Danach hat man wie gewohnt 48 Stunden Zeit, das Geld zu überweisen. Mag für die Investoren im ersten Moment etwas ärgerlich sein, aber eigentlich ist es doch logisch, dass man nichts kaufen kann (und dafür noch Zinsen erhält!) ohne das Geld dafür bereit zu haben. Aus Sicht von Saving Stream verstehe ich diesen Schritt absolut.

Einige neue Bezeichnungen und deren Funktionsweise

Auf dem Sekundärmarkt sieht man jetzt in der hintersten Spalte eine Bezeichnung wie zum Beispiel IOA (siehe Bild unten):

IOA (interest on account): Die Zinsen sind schon im Voraus bezahlt und werden jeweils zum Monatsanfang gutgeschrieben. Hier ist alles in bester Ordnung.

SBL (serviced by Lendy): Der Plattformbetreiber von Saving Stream ist die Lendy ltd. In diesem Status werden die Zinsen von Lendy selbst gezahlt und am Monatsanfang gutgeschrieben. Hier ist der Kreditnehmer 1 bis 90 Tage im Verzug, das muss nichts heissen, aber könnte ein Indiz sein.

IA (interest accruing): Die Zinsen fallen weiterhin an und laufen an (aufgelaufene Zinsen), werden aber nicht mehr zum Monatsanfang gutgeschrieben. Dies ist der Fall, wenn ein Kredit 91 bis 180 Tage überfällig ist.  Auch das muss nichts heissen, ist aber ein noch stärkeres Indiz dafür, dass es sich um einen problematischen Kredit handeln könnte.

DEF (default): Sobald ein Kredit mehr als 180 Tage überfällig ist, wird er als Ausfall betrachtet. Diese Kredite können weiterhin gehandelt werden. Jedoch werden diese Kredite im separaten „Default loans“ Tab geführt, und sind nicht mehr im normalen Sekundärmarkt sichtbar. Auch hier muss es nichst heissen, die Zeichen verdichten sich aber noch mehr, dass es sich um einen problematischen Kredit handelt.

Die neue Regelung hat dazu geführt, dass drei neue Kredite (PBL074, PBL075 & PBL081) als Ausfall deklariert werden. Die Kredite sind jetzt nicht von einem Tag auf den anderen schlechter geworden, es sind jetzt einfach die klaren Regeln, welche greifen. Nun ist es klar, was auf Saving Stream als Ausfall taxiert wird. Zudem spielen die negativen Restlaufzeiten auch keine Rolle mehr (falls es diese noch geben sollte), denn man kann jetzt genau sehen, ob ein Schuldner die Zinsen zahlt oder eben nicht.

PBL020 – Der Ausfall wurde abgewickelt

Es hat lange gedauert, aber schlussendlich wurde der Kredit abgewickelt und die Investoren haben das Kapital sowie die aufgelaufenen Zinsen zurückerhalten. Somit steht immernoch fest, dass kein Investor bisher nur einen Penny verloren hat. Die Schattenseite davon ist jedoch, dass der Sicherheitsfonds (provision fonds) wohl arg gelitten hat und wohl über nur noch wenige Mittel verfügt. Neue Mittel müssen erst wieder aufgebaut werden. Leider kann man die Grösse des Fonds nicht mehr einsehen. Ich schätze, sollte es in den nächsten 3 bis 6 Monaten zu einem Ausfall kommen, dann wird dieser (je nach Grösse) nicht spurlos an den Investoren vorbeigehen. Hier gehts zur Anmeldung bei Saving Stream. 30 Euro Bonus gibt es übrigens für Neukunden bei Currencyfair (eine günstige Alternative für Auslandüberweisungen und Geldwechsel. Das könnte ganz nützlich sein, wenn ihr bei Saving Stream investieren wollt.

 

 

Lenndy mit einigen Neuerungen

Vor einigen Wochen (am 12. Februar) habe ich euch bereits Lenndy vorgestellt. In der Zwischenzeit hat es diverse Neuerungen gegeben, welche ich euch gerne näher bringen werde.

Ein neuer Originator

Simplefin ist ein neuer Loan Originator (und selbst noch taufrisch) aus Litauen, welcher neuerdings Projekte auf Lenndy finanzieren lässt. Es wurden zu Beginn einmal 6 teilweise kleinere Rechnungen angeboten, welche alle relativ schnell finanziert waren. Gemäss Aussagen von Lenndy werden weitere Loan Originator folgen.

Noch kein Zweitmarkt, aber die Möglichkeit zum Verkauf eines Kredits

Ein Zeitmarkt im klassischen Sinn besteht noch nicht bei Lenndy, aber man hat neuerdings die Möglichkeit zum Verkauf eines Kredits, wenn man gerne etwas liquidieren möchte. Aber Achtung, das kostet euch 5 Prozent Abschlag bezogen auf den Restwert des Kredits. Sicherlich eine gute Möglichkeit, wenn man Geld benötigt, aber halt nicht ganz billig. Was aber interessant ist: Die Kredite werden von institutionellen Anlegern gekauft. Wenn ihr aber auch gerne solche Kredite kaufen möchtet, dann schreibt eine Email an Lenndy. Ihr kriegt dann solche Angebote per Email zugeschickt.

Lenndy Club mit ein Prozent mehr Zins

Auf der Startseite von Lenndy seht ihr, dass es nun einen Lenndy Club gibt. Wenn ihr dem Club beitreten wollt, müsst ihr Lenndy kontaktieren. Der Club ist aber an gewisse Bedingungen geknüpft. Lenndy sendet euch per Email offene Kreditangebote zu. Wenn ihr dann den Bonuszins möchtet, müsst ihr den Kredit komplett füllen. Beispiel: Kredit über 7k, bereits zu 1k gefüllt. Ihr müsst 6k in diesen Kredit investieren, um in den Genuss von 1 Prozent mehr Zinsen zu kommen. Für mich ist das doch eher zu viel, aber schlussendlich muss das jeder Investor für sich selbst entscheiden.

Noch ein Blick auf die Zahlen

Im Vergleich zu meinem Artikel vom 12. Februar, hat Lenndy schön zugelegt wie in unterstehender Graphik ersichtlich ist.

290 neue Investoren, 500k mehr investiertes Volumen, und 68 neue Projekte. Kein schlechtes Monatsergebnis für eine junge Plattform. Momentan hat es einige offene Projekte, darunter auch ein Hypothekardarlehen mit einem Volumen von 165k, 12 Monate Laufzeit, 12 Prozent Zinsen und mit Buyback ausgestattet. Hier geht es zur Anmeldung bei Lenndy. 

 

 

 

 

 

 

LEND – Ein Besuch im Büro und am Investoren Abend

Vor etwa 2 Wochen bin ich bei LEND im Büro in Zürich erschienen. Vorangegangen war ein Postabtausch auf unseren Blogs. Ich muss sagen, die Reaktion von LEND auf meinem Blogpost war etwas unerwartet, aber sehr willkommen. Ich finde es immer gut, wenn man sich äussert. Lend hat dies getan, und mich auch zu einem Besuch eingeladen. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und bin gerne in die Kreditschmiede nach Zürich gegangen.

Wie man es von einem Staurtup erwartet, befinden sich die Büroräumlichkeiten in einem älteren Gebäude und die Büros sind hell sowie geräumig. Andy Siemers hat mich sehr nett empfangen und Sheila begleitete mich sogleich in ein Sitzungszimmer. Ich merkte gleich, hier herrscht eine tüchtige, aber famliäre Atmosphäre. Ehrlichgesagt hatte ich eher überhebliche Weltverbesserer erwartet, aber dem war ganz und gar nicht so.

Wir haben uns dann über unsere Werdegänge und Absichten ausgetauscht. Schlussendlich sind wir übereingekommen, dass einer Partnerschaft nichts im Weg steht. Ich werde künftig das Antragsformular für einen LEND Kredit auf meinem Blog bereitstellen (bei erfolgreicher Kreditauszahlung, kriege ich einen vordefinierten Betrag. Dies möchte ich im Sinne der Transparenz festhalten. Der Kreditnehmer profitiert von einem guten Zinssatz).

Der Investoren Abend

Unabhängig von der vorherigen Geschichte habe ich im Januar eine Einladung zu einer Präsentation von LEND erhalten. Einer der Gründer (Florian Kübler) hat die Investoren eingeladen, einem Vortrag von Simon Niepmann (Olympia Goldmedaillen Gewinner im 4er Rudern) beizuwohnen. Der Sinn (meines Erachtens) war aufzuzeigen, dass Fleiss, Wille und Freude an einer Sache unweigerlich zum Erfolg führen (wenn die Zeit dafür reif ist möchte ich anmerken). Dieses Credo lässt sich auch auf LEND ummünzen. Hier sind wir beim Kern der Sache angelangt, denn LEND steht genau für die selben Werte (gemäss meinen Beobachtungen).

Der Vortrag fand im Seeclub in Zürich statt. Nach einer kurzen Einleitung durch Florian Kübler von LEND fand bereits die Präsentation von Simon Niepmann statt. Simon hat uns gezeigt, wie seine Karriere verlaufen ist. Angefangen hat alles 1996, als er zu Rudern begann. Gekrönt wurden seine Anstrengungen mit Olympiagold 2016, also 20 Jahre nach seinen ersten Rudererfahrungen. Eine inspirierende Story, welche spannend und authentisch widergegeben wurde. Nochmals ein grosses Lob an Simon Niepmann und die anderen Ruderer in seinem Team, welche unmenschliche Strapazen auf sich genommen haben, und der Schweiz eine olympische Goldmedaille bescherten.

Danach gab es Speis und Trank und die Investoren hatten die Gelegenheit sich auszutauschen. Es waren mehr als 50 Personen anwesend, welche kulinarisch verwöhnt wurden. Ich hatte hierbei Gelegenheit mit diversen p2p Investoren ein Gespräch zu führen. Vielen Dank an dieser Stelle für die interessanten Unterhaltungen!

Es waren aber auch Kreditnehmer zugegen. Dave Dollė mit seiner Frau Romy. Das Ehepaar benötigte einen Kredit zum Innenausbau Ihres neuen Fitnessstudios. Dies ging einfacher und pragmatischer mit LEND als mit einer Bank. Ich konnte mich kurz mit Dave unterhalten, und er hat mir nochmals bestätigt, dass LEND um einiges unkomplizierter als seine Bank war.

Fazit

Ein rundum gelungener Abend. Auch die Gründer von LEND und deren Mitarbeiter waren ansprechbar und sehr offen für ein Gespräch. Ich kann nur positives Berichten. Auch wenn LEND momentan noch eine Kreditausfallrate von 0 vorweisen kann, sind sich die Gründer bewusst, dass es irgendwann einen Ausfall geben wird. Diese Erkenntnis gibt mir noch mehr Vertrauen in die Plattform. Schlussendlich wird es die Zeit zeigen, ob LEND eine unterdurchschnittliche Ausfallquote (= Gradmesser für das Kreditmodel sowie das Forderungsmanagement) vorweisen kann.

 

 

 

Robocash – meine Erfahrung mit der neuen p2p Plattform (mit Buyback)

Die Welle an neuen p2p Anbietern reisst scheinbar nicht ab. Nach Grupeer konnte ich diese Woche eine weitere neue Plattform entdeckt: Robocash. Die Plattform wirbt mit buyback Krediten mit einer Verzinsung von bis zu 17% (in Euro natürlich). Das konnte ich mir ja nicht entgehen lassen 😉 Daher habe ich ein Investorenkonto erstellt, und siehe da, ich gehöre zu den ersten 5 Investoren (Ich sehe das anhand meiner Account Number, welche ich bei einer Einzahlung angeben muss). Die Registrierung schnell und einfach. Ein Identifikationsdokument kann man auch gleich hochladen, und man wird innerhalb eines Arbeitstages verifiziert (das Geld kann man aber schon vorher losschicken). Ich hatte Glück und war nach 1 Stunde bereits verifiziert. Das Geld ist dann am nächsten Bankwerktag gutgeschrieben worden.

Wer steckt hinter Robocash?

Robocash gehört zum russischen Kreditvermittler Zaymer, welcher vor 6 Jahren von Sergey Sedov gegründet wurde. Zaymer betreibt sein Geschäft in Kasachstan, Russland und Spanien. Die Plattform Robocash befindet sich in Riga, Lettland, wird aber aus Russland unterhalten. Daher sollte man die Zeitverschiebung und die russischen Feiertage miteinkalkulieren, wenn man den Support kontaktiert.

Was für Kredite werden angeboten?

Es werden grösstenteils payday Kredite angeboten, welche alle mit Buyback hinterlegt sind. Der Buyback greift wenn ein Kredit 30 Tage überfällig ist und zahlt das Kapital sowie die aufgelaufenen Zinsen zurück.

Autoinvest über alles

Bei Robocash kann man nicht manuell investieren, sondern muss sich mit dem Autoinvest begnügen. Man kann verschiedene Autoinvests (Portfolios) konfigurieren und parallel laufen lassen. Rechts seht ihr meine Einstellungen. Man kann dort die Zinsen einstellen, die Grösse des Portfolios wählen und angeben, wie hoch ein Kreditanteil maximal gewichtet sein darf.

Fazit

Die Leute hinter Robocash geben sich grosse Mühe eine funktionierende Plattform bereitzustellen. Dies gelingt ihnen meines Erachtens sehr gut, da ich keine grossen Unzulänglichkeiten feststellen konnte. Das hat mich doch eher überrascht bei so einer sehr neuen Plattform. Hier scheint man sich mehr Zeit genommen zu haben, Fehler zu beseitigen, als dies bei anderen Plattformen der Fall war. Was mich etwas stört ist, dass man mit 16 Prozent Krediten wirbt, und dann keine zur Verfügung stellt. Momentan gibt es „nur“ 14%er, was nicht weiter verwunderlich ist, denn auf anderen Plattformen kriegt man auch nicht mehr. Meiner Meinung nach wäre es schlauer gewesen, gleich mit 14 Prozent zu werben, als die Investoren zu enttäuschen. Aber ich komme drüber hinweg 😉 Noch eine Klarstellung: Robocash ist keine klassische P2P Plattform, sondern die Investoren leihen dem Kreditvermittler Zaymer Geld, mit welchem dieser weitere neue Kredite vergibt. Ich habe hier einmal einen Bericht darüber publiziert.

 

 

 

 

In eigener Sache und Kurznews

Liebe Leser meines Blogs. Diese Woche hatte ich mit massiven Performance Problemen zu kämpfen. Teilweise war mein Blog auch gar nicht erreichbar. Bitte entschuldigt dies vielmals. Die Ursache lag in einem neu installierten Plugin, welches meinen Blog mehrsprachig gemacht hat. Ich hatte begonnen meine neuen Posts in deutsch und englisch zu publizieren, um meine Erfahrungen mit einem noch breiteren Publikum teilen zu können. Der Schuss ging gewaltig nach hinten los 😉 Mitlerweile ist das Plugin deaktiviert und mein Blog schnurrt wieder wie ein zufriedenes Kätzchen 😉 Durch die Deaktivierung sind jetzt auch die englishen Posts auf der Hauptseite, das wird aber bald korrigiert. Ihr seht, auch ein Held ist nicht vor fiesen Plugins gefeit…

Bei Mintos sind die Währungswechsel nicht mehr kostenfrei

Kurz nach der Einführung der Währungswechsel und einer kurzen Testphase, werden Gebühren von 1% auf Währungswechsel bei Mintos erhoben. Das war ja absehbar und ist auch nicht tragisch. Ihr müsst euch einfach bewusst sein, dass ein Wechsel 1% kostet, und der Rücktausch in die Ursprungswährung wieder 1%. Da sind wir schon bei 2%. Zusätzlich zu den Kosten kommt noch das Währungsrisiko, welches ihr eingeht, sobald ihr nicht in eurer Lokalwährung anlegt. Dafür gibt es aber zum Beispiel Lendo payday Kredite zu 17% verzinst. Ich habe mal etwa 100 Georgische Lari gekauft und in diese Kredite investiert. Von einem grossflächigen Einsatz der doch eher exotischen Währungen sehe ich aber ab.

Saving Stream ändert die Bedingungen (partially goodbye INPL)

INPL bedeutet „Invest Now Pay Later“. Das heisst man kann bei Saving Stream in Kredite investieren, und das Geld erst nachher einzahlen. Man hatte dafür 48 Stunden Zeit (was mit Currencyfair und Transferwise problemlos möglich ist). Ab dem 1. März ist damit auf dem Zweitmarkt schluss. Man kann dieses nette Feature aber weiterhin bei den pipeline Krediten (=Kredite, welche erst auf den Markt kommen) nutzen. Das ist praktisch, da man im Voraus nicht weiss, wieviel man tatsächlich abbekommt. Die zweite Neuerung tritt ab dem 1. April in Kraft (und ist kein Scherz): Kredite, welche eine Restlaufzeit von Minus 90 und mehr Tagen aufweisen, werden nicht mehr verzinst. Die Zinszahlung wird erst gutgeschrieben, wenn der Kreditnehmer den Kredit abgelöst hat. Das ist wichtig, denn wenn ihr so einen Kredit habt, wird der schwer verkäuflich sein.

 

Grupeer – eine neue p2p Plattform (mit Buyback)

Wiedermal habe ich eine beinahe brandneue Plattform für euch: Grupeer. Die Plattform hat ihren Sitz in Riga, Lettland. Vom Design und der Funktionalität her erinnert die Plattform etwas an Mintos und Viventor (vor dem Update). Bei den Krediten befinden wir uns aber in einem leicht anderen Terrain, denn hier werden Geschäftskredite (mit buyback) vermittelt (aber auch hier ist die Finanzkraft der Kreditvermittler ausschlaggebend). Die Zinsen sind momentan bei attraktiven 13 bis 14 Prozent und Laufzeiten von wenigen Monaten. Wenn ihr auf den Grupeer Link klickt und euch darüber registriert, nehmt ihr am Bonusprogramm teil, und erhaltet 1 Prozent Bonus auf eure Investments während der ersten 3 Monate (wie bei Mintos auch).

Die Plattform bietet ab dem 1. März auch einen Zweitmarkt an. Viel interessanter finde ich jedoch, dass bald Immobilienprojekte aufgeschaltet werden. Investoren können dann Aktienanteile (shares) daran erwerben, und so an den Mieterträgen partizipieren. Momentan gibt es ein Immobilienprojekt (mit Buyback), dort ist man nicht Eigentümer, sondern Darlehensgeber. Auch diese Möglichkeit wird es in Zukunft vermehrt geben. Grupeer ist also eine Mischung aus p2p und equity crowdfunding.

Wie funktioniert der Buyback?

Der Buyback greift 60 Tage nachdem eine Zahlung ausgeblieben ist. Zurückerstattet wird der Kreditbetrag plus die aufgelaufenen Zinsen.

Weitere Infos

Ich habe euch unten noch einen Screenshot vom Primärmarkt eingefügt (Mindestanlage 10 Euro). Ihr seht dort den Kreditvermittler und könnt in die Details gehen. Dort seht ihr auch den Buyback.

Es gibt auch die Möglichkeit die Plattform auf deutsch einzustellen. Davon rate ich aber ab, denn die Übersetzungen sind wohl nur mit google translate gemacht und etwas verwirrlich 😉 So wird in der deutschen Version lettisch mit lateinisch übersetzt…. Ich habe das schon gemeldet.

Einen Autoinvest gibt es noch nicht, ist aber in Planung.

Fazit

Die Plattform geht im p2p Bereich einen bekannten Weg, was in Ordnung ist. Wer bei Mintos, Viventor oder so anlegt, ist bald mit der Plattform vertraut. Was die Zukunft mit dem Equity Crowdfunding bringt, weiss ich auch nicht. Ich finde die Idee jedoch spannend und freue mich darauf. Schlussendlich darf man aber bei aller Vorfreude nicht vergessen, dass Grupeer eine taufische Plattform ist, und wir die Risiken nicht abschätzen können. Meine ersten Investments werde ich wohl bis zum Wochenende gemacht haben, und kann dann weiter berichten. Ich werde dann auch noch mehr Infos parat haben.

 

 

 

Viainvest unter der Lupe

Heute schaue ich mir Vianivest etwas genauer an, denn momentan kommt man an dieser Plattform kaum vorbei. Die Fülle an Krediten (mit Option auf Ausweitung auf weitere Länder) ist zu gross, um ignoriert zu werden.

Via SMS Group

Hinter der Plattform von Viainvest steht die Muttergesellschaft Via SMS Group, welche 2009 in Lettland gegründet wurde. Man kann hier schön die einzelnen Meilensteine anschauen. Nebst Expansion in diverse Länder habe ich auch noch etwas interessantes gesehen: 2014 hat Twinero den spanischen Ableger von Via SMS gekauft, welcher 2011 erst gegründet wurde. Twinero ist die der Loan Originator hinter der p2p Plattform Viventor. Via Conto Schweden finanziert sich momentan bei Viventor einen Teil der Kredite. Lustigerweise hat Via SMS im Februar 2015 den spanischen Kreditvermittler Via Conto Spanien gegründet und ist somit im spanischen Markt verblieben. Im schwedischen Markt tritt man mit zwei Firmen an, der Via Conto und der Via Spar (wobei Via Spar zur Fianzierung genutzt wird und den Investoren gute Zinsen zahlt). Warum man sich einmal Via SMS, Via Conto oder anders nennt, erschliesst sich mir jetzt nicht. Ich finde es einfach interessant, dass Viainvest und Viventor wohl mehr Gemeinsamkeiten aufweisen, als ich bisher gedacht hätte.

Geldaufnahme über den Kapitalmarkt

Die Via SMS Group hat auch noch einen ausstehenden Bond (Rente, Obligation) am Nasdaq Baltic. Dieser hat einen Zinsatz von 12.5 Prozent und einen Nominalwert von mehr als 6 Millionen Euro. Aufgenommen wurde das Geld im Mai 2016 für 3 Jahre. Die Geschäftsberichte per 30.06.2016 sind auch auf der Nasdaq Baltic Seite vorhanden.

Ohne jetzt eine vertiefte Bilanzanalyse zu machen, sehen die Resultate nicht schlecht aus. Man fährt einen Gewinn ein. Es ist immer schwierig hier die Stärke der Zahlen zu bewerten, denn die Via SMS Group befindet sich in einer expansiven Phase, und das kann schnell teuer werden. Zudem haben wir seit der Firmengründung 2009 keine Krise oder Rezession durchlebt. Sollte dies einmal so weit kommen (und es wird irgendwann so weit sein), werden wir sehen, wie gut sich Via SMS schlägt. In guten Zeiten, wenn die Kreditnehmer (hoffentlich) Jobs haben, sind Kredite einfach zu tilgen. Mal sehen, wie es mit den Ausfallraten aussehen wird, sobald viele der Kunden ihre Jobs von Heute auf Morgen verliefern. Bis dahin haben wir aber hoffentlich noch ein wenig Zeit, und die Via SMS Group kann sich ein gutes Polster zulegen. Für uns Anleger ist noch gut zu wissen, dass die Via SMS Group geographisch breit aufgestellt ist mit Tochtergesellschaften in Schweden, Lettland, UK etc. Eine erneute (Finanz-)Krise wird nicht alle Länder gleichzeit und im gleichen Umfang treffen.

Fazit

Ich denke, die Via SMS Group und damt auch Viainvest ist auf gutem Weg. Ich werde die Plattform weiter etwas genauer beobachten und ab und zu mal ein Update durchgeben.

 

 

Lenndy – meine Erfahrungen und weitere Informationen

Nachdem ich hier einen ersten Artikel zu Lenndy geschrieben habe, konnte ich nun mein Konto bereits aufladen und in die ersten Projekte investieren. Gerne gebe ich euch noch weitere Informationen.

Ein Überblick

Wie bereits beschrieben, wird die Identifikation vom Zahlungsdienstleister Paysera übernommen. Ich empfehle hier zuerst einen Paysera Account zu eröffnen (mindestens Level 3) und diesen dann im Anschluss mit eurem Lenndy Konto zu verknüpfen. Um euer Konto aufzuladen, geht ihr im eingeloggten Bereich auf euren Namen (rechts oben) und klickt auf top up account (Einzahlung auf Konto). Danach werded ihr mit eurem Paysera Konto verbunden und gebt dort den Betrag ein. Danach müsst ihr mit den erhaltenen Angaben nur noch eine Überweisung von eurem ebanking an Paysera machen. Das Geld ist dann spätestens am nächsten Bankwerktag direkt bei Lenndy ersichtlich (ihr kriegt keine Emailbenachrichtigung).

Welche Kreditarten gibt es und wie hoch sind die Zinsen?

Die untenstehende Grafik zeigt sehr schön, dass es momentan bei Lenndy folgende Kreditarten gibt: Rechnungsfinanzierung, Autokredite, Hypothekarkredite und Firmenkredite. Letztere habe ich jedoch noch nicht in den finanzierten Projekten gefunden. Am beliebtesten scheinen momentan die Rechnungsfianzierung und die Autokredite zu sein.

Kreditarten und Funktionsweise von Lenndy

Ein Blick auf die Zahlen zeigt uns auch, dass es sich hier um eine sehr junge Plattform handelt. Es wurden gegen 740’000 Euro an Krediten vermittelt und 104 Projekte finanziert (diese Zahl erhöht sich täglich):

Einige statistische Daten

Eher erstaunlich finde hier, dass es bereits 1’115 Investoren gibt. Wahrscheinlich haben sich viele davon ersteinmal angemeldet und schauen sich die Plattform an.

Meine ersten Projekte und der weitere Ablauf

Ich konnte bereits in einige Projekte investieren. Ich habe hier auch in Rechnungsfinanzierungen investiert um einen Eindruck zu erhalten. Hier finde ich 2 Dinge erstaunlich: 1) Die Laufzeiten von etwa 10 Monaten und 2) Es gibt trotzdem monatliche Zinszahlungen. Dies habe ich so noch nie gesehen.

Weiter habe ich auch in mit buyback besicherte Autokredite investiert. Hier hat es Laufzeiten von 5 bis 60 Monaten, die Zinsen bewegen sich von 12 bis 14% Prozent. Ich scheue die langen Laufzeiten eher weniger, da ich doch damit rechne, dass einige dieser Projekte mit Buyback vorzeitig abgelöst werden. Der Buyback greift nach 90 Tagen, aber während dieser Zeit werden die monatlichen Rückzahlungen bereits taggenau übernommen.

Die Informationen zu den Projekten (vorallem bei den Autokrediten) sind sehr detailliert. Man sieht das Auto, erhält eine Beschreibung des Schuldners und vieles mehr.

Nachdem ein Projekt zu 100 Prozent finanziert wurde, wird das Geld an den Loan Originator überwiesen. Dies wird euch auch per Email (wie die Info bei neuen Krediten, leider habe ich noch nicht rausgefunden wie man das abstellt) mitgeteilt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt auch die Verzinsung zu laufen. Im Gebotsprozess wird noch nichts verzinst.

Fazit

Mir gefällt Lenndy bis jetzt wirklich gut. Die Zeit wird aber zeigen wie sich die Plattform entwickelt. Ich bin auch gespannt auf Ausfallraten bei Krediten ohne Buyback. Die Geschichte mit der Identifikation mittels paysera ist etwas nervig, aber problemlos machbar. Zudem könnte man bei Paysera auch eine sehr günstige Kreditkarte (45 Cent im Monat) beantragen und diesen Zahlungsdienstleister für vieles weitere (Geldwechsel etc) nutzen. Die Dienstleistungen werden auch laufend ausgebaut.