Meine Top 10 Plattformen 2017 (Stand 30.06.17)

Bereits Ende letzten Jahres habe ich eine persönlich Auswahl meiner 10 Lieblingsplattformen getroffen und mit euch geteilt. Gerne ziehe ich nun nach dem ersten Halbjahr 2017 eine Zwischenbilanz. Die Auflistung ist meine persönliche Präferenz, darf aber von jedem Leser freilich anders gesehen werden. Ich werde meinem Schema treu bleiben und zuerst die top 5 präsentieren, und dann unter der Tabelle eine Kurzerklärung abgeben.

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
1Robocash14.21%Robocash
2Grupeer13.87%Grupeer
3Lenndy13.69%Lenndy
4Mintos18.21%Mintos
5Viainvest12.88%Viainvest

Robocash

Eventuell mag die Wahl etwas erstaunen, da die Plattform ja erst im Februar gestartet ist, aber gerne möchte ich meine Beweggründe darlegen. Erstens sehe ich einen stetigen Verbesserungswillen seitens Robocash. Zweitens ist das Zinsniveau mit 14 Prozent wirklich attraktiv. Und drittens muss ich beim investieren nicht eingreifen. Ich kann den AI laufen lassen und gut ist. Ich checke alle 2 Wochen mal ab wie es aussieht, und merke, ich muss nichts machen. Das Anlegen ist wirklich passiv. Einziges Manko ist die selbstauferlegte Einlagenbeschränkung von 10’000.- Euro pro Investor.

Grupeer

Auch diese Wahl ist wohl etwas überraschend, aber ich mag die Plattform und sehe sie als ein (ok nicht ganz so geheimer 😉 ) Geheimtipp. Ich denke die Plattform wird oft übersehen, was eigentlich gut ist für mich, so kann ich von den laufenden Cashback Angeboten profitieren. Die Plattform ist schnell und mit Zinsen bis 14 Prozent spielt Grupeer in der Oberliga. Mankos sind der fehlende AI sowie Zweitmarkt. Aber das wird noch kommen.

Lenndy

Wieder eine neue Plattform in den Top 3. Leider gibt es bei Lenndy keinen AI oder Zweitmarkt (vom VIP Club abgesehen). Das Zinsniveau mit bis zu 15 Prozent und Buyback ist top. Viele Investoren haben ein Problem mit der Plattform, da die Geldverwaltung über Paysera läuft. Paysera war etwas mühsam um einen Account zu erstellen und den verifiziert zu kriegen. Danach lief alles top und die Überweisungen gehen einiges schneller als von meinem Bankkonto. Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen: Ich finde Paysera gut (duck und weg ;)). Ernsthaft, ich denke Paysera ist besser als sein Ruf.

Mintos

Die letztjährige Top Plattform hat einige Ränge eingebüsst. Dies vorallem wegen einem Faktor: Inkonsistenz bei den Zinsen und dem Kreditangebot. Das erste Halbjahr 2017 war geprägt von Zinsauf- und Abschwüngen, sowie von Nachfrage wie auch Angebotsüberhängen. Daher meine Kritik: Was nützt mir ein AI, wenn ich die Konditionen ständig anpassen muss? Momentan sieht es so aus, als ob die Situation bei Mintos nun stabil ist und man verstanden hat, dass Investorengeld abfliesst, wenn die Zinsen nachhaltig unter 12 Prozent sinken, oder Geld herumliegt. Ich hoffe auf ein weniger volatiles zweites Halbjahr. In diese Bewertung ist übrigens die Tatsache, dass der Kreditgeber Eurocent mit Problemen konfrontiert ist, nicht eingeflossen, aber ich möchte diesen Umstand nicht unerwähnt lassen. Es war klar, dass bei den vielen Kreditgebern auf Mintos, einer irgendwann mal Probleme kriegen wird. Was mich aber erstaunt ist die Geschwindigkeit mit der das passiert ist. Der Kreditgeber ist nach nur etwa 3 Monaten auf Mintos in Probleme geraten, da frage ich mich, wie gut die Zulassungsprüfung von Mintos hierbei war….

Viainvest

Eigentlich ist Viainvest eine Anwärterin auf den ersten Platz. Warum dann nur Platz 5? Erstens ist mir die Plattform etwas zu bürokratisch. Man brauchte zu Anfang ein Zertifikat, welches das Steuerdomizil bestätigt, ansonsten wurde ein Teil der Zinsen zurückbehalten, ohne Chance auf Gegenrechnung etc. Das war ja ok, Steuerzertifikat einholen und gut ist. Nicht ganz, denn plötzlich gab es polnische Kredite, auf welchen es Zinsrückbehalt gibt. Diesen kann man theoretisch bei der Steuererklärung gegenrechnen, aber das ist aufwändig. Dann war kurzzeitig das Kreditangebot eingeschränkt, was aber wieder gebessert hat. Mein Geld ist nahtlos reinvestiert worden. Der AI funktioniert bestens, also doch noch was positives zum Schluss 😉

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
6Estateguru10.25%Estateguru
7Lendix7.38%Lendix
8Collateral12.78%Collateral
9Lend5.67%Lend
10Linked Finance8.95%Linked Finance

Estateguru

Estateguru verbessert sich um einen Platz und kratzt an den Top 5. Mich hat die Entwicklung der Plattform in vielen Bereichen positiv überrascht. Zuerst wurde das Kreditvolumen gesteigert. Viele Kredite wurden nach Ende der Laufzeit zurückbezahlt, was mir insgesamt ein gutes Bild vermittelt. Es gibt Kredite, welche etwas länger brauchen, aber das liegt in der Natur der Überbrückungskredite. Immobilienplanung- und Entwicklung ist nunmal keine exakte Wissenschaft. Es kann immer etwas unvorhergesehenes passieren. Was mich am meisten freut ist die Tatsache, dass Estateguru jetzt ein Updatetab bei den Krediten eingeführt hat. So können wir Investoren sehen, was Stand der Dinge ist, und welche Massnahmen Estateguru ergreift. Hier kann man noch einiges verbessern, aber man ist auf dem richtigen Weg denke ich.

Lendix

Lendix verliert einen Platz, ist aber immernoch sehr gut klassiert mit dem siebten Platz. An der Kreditqualität (ich investiere bisland nur in Franzosen) kann ich überhaupt nicht klagen. Aktuell hatte ich bei meinen 32 Projekten noch keinen einzigen Zahlungsausfall, geschweige denn eine Verzögerung. Der Hauptgrund für die niedrigere Klassierung ist, dass bis etwa im März praktisch keine neuen Kredite gelistet wurden. Ab März/April sah es dann besser aus. Insgesamt würde ich mir noch etwas mehr Kreditprojekte wünschen. Mit der Auslandsexpansion nach Spanien und Italien wurde das Angebot ausgeweitet. Gemäss Statistiken sieht es dort auch gut aus, aber mir ist es noch zu früh um dort zu investieren.

Collateral

Collateral mag ich wirklich. Die Zinsen werden immer am 1. des Folgemonats gezahlt, der Support ist sehr schnell und die Zinssätze wirklich gut mit bis zu 14 Prozent. Die Plattform kommt aber nicht weiter nach vorne, da nun auch viele Immobilienkredite gelisted werden und man sich soch von seinen Wurzeln mit den Juwelen, Autos etc entfernt. Wenn ich Immobilienkredite möchte, gibt es für mich genügend Alternativen. Scheinbar kam es bei Autokrediten zu Ausfällen, aber scheinbar sind die ersten bereits verwertet und die Investoren ausbezahlt und verlustfrei gehalten worden.

Lend

Auf dem neunten Platz eine Schweizer Plattform. LEND hat seinen Betrieb im 2015 aufgenommen und konnte stattlich wachsen. Ich durfte die LEND Gründer bereits persönlich kennenlernen und habe einen durchwegs positiven Eindruck. Meine Investitionen laufen, die Rendite ist für Schweizer Verhältnisse überragend (wenn man mit 10 jährigen Staatsanleihen vergleicht, welche 0 rentieren). Ich bin mir sicher, dass ich von LEND noch viel positives berichten kann in Zukunft.

Linked Finance

Bei Linked Finance überzeugt mich die Kreditqualität. Bis jetzt habe ich noch keine Verzögerung. Was mich stört ist, dass die Plattform den Investoren eine Gebühr von 1.2 Prozent pro Jahr aufbürdet. In den letzten Wochen ist scheinbar auch das Kreditangebot kleiner geworden, ob das an Flender liegt?

On the outside looking in….

Hier noch einige Plattformen, welche ich zwar mag, aber noch nicht in die Top 10 aufnehmen konnte. Allen voran Flender, welche mir einen top Eindruck macht, aber ich noch zu wenige Erfahrung sammeln konnte. Ich denke, ceteris paribus, dass wir Flender Ende Jahr in den Top 10 sehen werden.

Aufmerksame Leser haben bemerkt, dass Lendy (vormals Saving Stream) und Finbee aus den Top 10 geflogen sind. Das hat mit vielen Änderungen seitens der Plattformen zu tun. Genaueres werde ich in den nächsten Wochen publizieren. Viventor flog raus, da es mir nicht mehr möglich war mein Geld zu investieren. Swaper finde ich immernoch gut und ist sehr rentabel, aber der Fokus auf die App Anwendung passt mir nicht so ganz. Oder ist zumindest sehr gewöhnungsbedürftig. Auch die Ankündigung von neuen Kreditländern, die dann doch ewig nicht kommen, haben zu diesem Entscheid geführt. Von der Rendite her, spielt Swaper weiter oben mit.

So, dass war’s mit meiner Einschätzung vom ersten Halbjahr 2017. Ich hoffe, ihr konntet etwas davon profitieren. Gegenteilige Meinungen dürft ihr gerne hier posten. Eine rege Diskussion unter Gleichgesinnten schätze ich immer sehr.

Bulkestate – eine relativ junge Plattform mit guten Zinsen (aktuell 14%)

So, mal wieder eine neue Plattform welche ich euch gerne näher vorstellen werde. Vor einigen Monaten bin ich eher zufällig über Bulkestate gestolpert und habe interessehalber bei einem Projekt das minimale Investment von EUR 50 geboten und eingezahlt. Der Kredit läuft noch bis nächstes Jahr, daher kann ich noch keine konkreten Infos liefern, denn der Kredit ist endfällig. Gemäss Angaben der Plattform sind bereits zwei Kredite retourgezahlt worden, was bei der geringen Projektanzahl doch schon beachtlich ist ;). Ich würde die Plattform irgendwo zwischen Estateguru und Crowdestate ansiedeln. Grundsätzlich bewegen sich alle drei Plattformen mehr oder minder im Segment der Bau- oder Immobilienfinanzierung. Ok, das ist wahrscheinlich etwas zu kurz gegriffen, aber stimmt grösstenteils halt doch.

Wer kann bei Bulkestate anlegen und wie registriert man sich?

Anlegen kann jede natürliche Person, welche mindestens 18 Jahre alt ist, oder juristische Personen (Firmen). Eine Einschränkung oder ein Ausschluss gewisser Länder ist scheinbar nicht vorgesehen. Explizit wird weder ein Bankkonto verlangt, noch muss dieses in der EU sein. Faktisch ist das (EU-)Bankkonto ein Muss, denn sonst kann man ja seine Investments nicht bezahlen. Und ich möchte mal sehen was passiert, wenn jetzt plötzlich eine Zahlung aus Singapur oder den USA reinkommt 😉 Ich schätze, die würde zurückgehen. Aber genug der Spekulation 😉

Die Registrierung ist schnell gemacht, wenn man denn den Ort findet, wo man diese machen kann. Ihr müsst einfach auf login klicken (rechts oben auf der Startseite). Danach öffnet sich ein Fenster um sich einzuloggen. Neue Investoren klicken ganz unten auf den Hinweis „Or register if you are a new user“. Danach kann man sich wirklich schnell registrieren.

Wie man investieren kann

Wie bereits angesprochen, beläuft sich das Mindestinvestment bei Bulkestate auf 50 Euro. Das Investieren ist denkbar einfach, ihr müsst euch einfach das Projekt ansehen und findet dort den „Invest now“ Knopf. Danach gebt ihr euren gewünschten Investmentbetrag ein und bestätigt diesen (Banküberweisung ist momentan die einzig aktive Zahlungsoption). Die Zahlungsdaten könnt ihr dann entweder gleich ansehen mittels „download receipt“, oder ihr findet diese auch in eurem Email Postfach. Ihr habt dann 72 Stunden Zeit, bis das Geld bei Bulkestate gutgeschrieben sein muss. Andernfalls droht die Streichung eures Gebotes. In der Praxis glaube ich kaum, dass dies so gehandhabt wird. Erstens läuft die Finanzierungsrunde meistens mehr als 2 Wochen. Zudem füllen sich die Projekte nur langsam, so denke ich, man wird euch auch etwas mehr Zeit einräumen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Überweisungsbestätigung an der Support zu senden, euer Investment wird sogleich bestätigt. Ich denke aber nicht, dass dies notwendig ist.

Ein aktuelles Projekt

Gegenwärtig werden 70k Euro gesucht um eine bestehende Hypothek auf einem Appartement zu refinanzieren. Der Besitzer möchte dieses verkaufen und sucht daher eine Übergangsfinanzierung. Die Laufzeit beträgt 12 Monate, und man wird mit stattlichen 14 Prozent Zinsen entschädigt. Der Belehnungsgrad (LTV = loan to value) beträgt gemäss Angaben 61 Prozent. Das heisst, das Objekt ist nur mit etwas mehr als der Hälfte belehnt. Dieser Wert basiert einfach auf dem Schätzwert der Immobilie. Ist dieser zu hoch angesetzt, kommt ein zu tiefer Belehnungsgrad heraus. Behaltet diese Information einfach generell im Hinterkopf, wenn ihr mit Belehnungsgraden konfrontiert seid. Ich werde hier auch nochmals einige Euro anlegen. Ach fast hätte ichs vergessen. Etwas verwirrt hat mich das Bild des Hochhauses sowie die Angabe mit den 9 Stockwerken. Ich dachte zuerst die komplette Immobilie sei Gegenstand des Projekts, das kann aber nicht sein, da 9 Appartements einen höheren Wert haben dürften. Das Appartement befindet sich einfach im 9. Stockwerk 😉

Fazit

Mir gefällt die Aufmachung der Seite und natürlich die Zinsen. Es sind noch wenige Projekte, aber ich hoffe, die Anzahl steigt und die Qualität bleibt auf hoffentlich hohem Niveau. (Anmerkung: Ich hatte geschrieben, dass es für alle Investoren einen Steuerrückbehalt von 10 Prozent auf den Zinsen gibt. Das stimmt nach Aussagen der Plattform nicht, diese Regelung trifft nur auf Investoren mit Steuerdomizil Estland zu. Alle anderen kriegen die vollen 14 Prozent ausbezahlt). Hier geht’s zu Bulkestate.

Kurzupdates und cashback Angebote

Grupeer bietet 1% cashback auf bestimmte Kredite

Momentan bietet Grupeer 1% cashback auf die Kredite von der Kurtour GmbH, welche mit 13% verzinst werden. Ihr erkennt den Cashback am blauen Symbol im Beispielbild. Daneben hat es noch einen Kredit von Solut, welcher 5 Monate läuft und mit 14 Prozent verzinst wird. Ihr seht also, einige gute Angebote sind vorhanden.

Flender bietet 10% Cashback

Die Aktion wurde von Flender (Klick auf den Link, und dann gleich registrieren, so könnt ihr das Angebot nutzen) verlängert und läuft bis Ende Juli. Ihr erhaltet 10% Cashback, wenn ihr eine Gesamtsumme von mehr als ein tausend Euro anlegt. Das Angebot ist nicht nach oben begrenzt. Die Investitionen müssen einzig und allein während 30 Tagen nach der Registrierung erfolgen. Das heisst, wenn ihr euch am 20. Juli registriert (und obigen Flender Link nutzt), kriegt ihr 10 Prozent Cashback wenn ihr mehr als 1k Euro anlegt, und das bis spästestens 19. August tut. Es hat aktuell nur wenige öffentlich sichtbare Kredite verfügbar. Ihr könnt aber dem Support schreiben, dann kriegt ihr eine grössere Auswahl um euer Geld auf mehrere Kredite streuen zu können. Hier noch einige Infos zu Flender.

Lenndy bietet bis zu 15% auf Autokredite mit buyback

Seit die Plattform ihren Sitz von Litauen nach Lettland verlegt hat, habe ich keine News mehr dazu veröffentlicht. Ich wollte abwarten, wie es so weitergeht. Mittlerweile ist alles wieder beim Alten. Ausser, dass es jetzt buyback gesicherte Kredite im Angebot, welche sogar mit 15 Prozent verzinst werden. Die Laufzeit ist deshalb etwas höher als gewohnt, aber mit 36 Monaten vertretbar. Hier geht’s zu Lenndy.

Viainvest läuft bestens und erweitert Kreditangebot auf Polen

Kurzzeitig sah es so aus, als ob die Nachfrage grösser als das Angebot bei Viainvest war. Das wurde aber behoben und es hat soviele Kredite wie noch nie. Dies hat aber auch damit zu tun, dass jetzt polnische Kredite angeboten werden. Ich rate aber von einer Investition in diese ab, da Viainvest hier 5 Prozent Steuerrückbehalt geltend macht. Ihr kriegt die Zinsen auch nicht zurück, wenn ihr das Steuerformular eingereicht habt. Es gibt genügend andere Kredite, also Finger weg. Die Zurückgehaltenen Zinsen sollte man theoretisch mit der Steuererklärung verrechnen können, aber das kann durchaus eine langwierige Geschichte werden, und ob es am Schluss wirklich klappt, weiss ich nicht. Hier geht es zu Viainvest.

Kreditvermittler bei Mintos in Schwierigkeiten

Vor einigen Monaten stiess der polnische Kreditvermittler zu Mintos. Ende Juni hat Mintos keine neuen Kredite von Eurocent zugelassen, da sich die Firma in Liquiditätsschwierigkeiten befindet. Seither wurden die Kredite aber weiterbedient und das ausstehende Kreditvolumen verringert sich täglich. Es sieht so aus, als ob es gut kommt. Ich möchte hier aber erst etwas detailliertes veröffentlichen, sobald man etwas konkretes weiss. Alles andere wäre voreilig. Das ist einfach ein schönes Beispiel dafür, dass der Buyback halt nur so sicher ist, wie derjenige der ihn gewährt (aber das habe ich ja schon oft erzählt).

Omaraha – offizielle Statistik und die Finnen kommen

Wiedermal ist ein Monat um seit meinem letzten Artikel zu Omaraha. Die Plattform beschäftigt mich des öfteren, da immer wieder mal etwas Neues passiert. Und bevor ich es vergesse: Die Finanzzahlen von SIA Best Lizings wurden mir noch nicht zugesendet. Ich werde mir diese dann halt für 9 Euro kaufen, wenn es anders nicht funktioniert.

Seit 2 Wochen keinen Kredit mehr abbekommen

Wahrscheinlich habe ich auf diesem Blog Omaraha zu sehr bekannt gemacht und der Plattform viele neue Investoren gebracht, und als Resultat kriege ich jetzt keine estnischen Kredite mehr 😉 Das ist vielleicht ein kleiner Teil der Wahrheit, viel eher liegt die Sache aber darin begraben, dass es momentan einfach weniger Kredite hat (Esten) und Omaraha die langen Laufzeiten momentan nicht mehr im Angebot hat. Ich versuche es jetzt einfach in dem ich meinem Autoinvest auf leicht tiefere Zinsen einstelle (oder mehr Bonus gewähre).

Jetzt kommen die Finnen

Seit einigen Tagen bietet Finzo (betreiber von Omaraha) auch in Finnland Kredite an. Die ersten finnischen Kredite sollten am Montag, den 3. Juli ihren Weg auf die Plattform finden. Einen Autoinvest kann man bereits einrichten. Seien wir mal gespannt, wie viele Kredite und vor allem in welcher Qualität diese kommen werden. Ich habe schon mehrfach meine Bedenken geäussert gegenüber Auslandexpansionen. Man kann das an den Slovaken gut sehen, dass es nicht immer ohne Probleme geht. Die finnischen Schuldner sind aus meiner Erfahrung bei anderen Plattformen relativ gute Zahler, aber doch etwas weniger solide als Esten. Mit solchen generalistischen Aussagen muss man aufpassen, da die Zahlungsmoral natürlich auch davon abhängt auf welche Klientel man sich stürzt. Ich werde wohl einen Testballon bei den Finnen starten.

Ein Blick auf die offiziellen Statistiken

Hier könnt ihr euch einen Überblick über das aktuelle Kreditbuch der Plattform verschaffen. Wenn man es gesamthaft betrachtet, sieht es so aus, als ob die Ausfallrate 2017 verschwindend gering ist, ein klareres Bild werden wir aber erst in den nächsten Monaten sehen:

Spielt man etwas mit den Einstellungen herum, sieht man ganz klar, dass die tiefen slovakischen Ratings auf aggregierter Stufe zu einem Verlust führten. Von daher war meine Einschätzung richtig, künftig die Finger davon zu lassen. Was mich aber eher erstaunt ist die Tatsache, dass über alle Scores gesehen bei den Slovaken scheinbar gute Renditen erzielbar sein sollten. Ich kann hier aus meiner Erfahrung sagen, dass die Scores von 900 bis 1000 zwar besser bezahlen, ich aber trotzdem auch dort wohl Ausfälle haben werde. Fairerweise muss ich hier sagen, dass meine Grundgesamtheit an diesen Krediten zu klein ist, um statistisch signifikante daraus ableiten zu dürfen.

Ihr seht, es geht einiges und man muss sich wirklich mit der Plattform auseinandersetzen. Das ist für mich aber eine willkomene Abwechslung zu all den Buyback Plattformen, wo man nur seinen AI laufen lassen kann. Bei Fragen einfach posten.

Das Transferwise borderless Konto

Lange habe ich nach einer Möglichkeit gesucht um Geld von einer UK Plattform auf eine andere ohne Währungswechsel verschieben zu können. Folgende Möglichkeiten boten sich mir bisher: Ein GBP Bankkonto bei meiner Bank aufzumachen und die Gelder so nicht wechseln zu müssen. Das scheiterte aber daran, dass für Überweisungen in GBP über die Landesgrenze hinaus horrende Gebühren fällig waren. Die zweite Möglichkeit war – so glaubte ich zumindest – ein Bankkonto in Grossbritannien zu eröffnen. Das ist für einen Schweizer (für EU Bürger soltle es in der Theorie aber möglich sein) aber beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Bei Barclays wurde ich dennoch fündig, hätte aber ständig mindestens 25k GBP auf dem Konto haben müssen, und von den Gebühren her war das auch nicht interessant. Ich hatte die Hoffnung bereits aufgegeben, bis ich vom Transferwise borderless Konto erfahren habe.

Das Transferwise borderless Konto

Zuerst eins vorweg: Transferwise ist keine Bank und verfügt demnach auch über keine Banklizenz. Es handelt sich um ein Unternehmen mit einer e-money Lizenz. Hierbei gelten gewisse Vorschriften, welche unter anderem die Höhe der Zahlungen etc etwas einschränken.

Das borderless Konto ermöglicht es euch jetzt eine Art Bankkonto in Fremdwährungen mit nur einem Klick zu eröffnen. Momentan stehen die folgenden drei Währungen mit einer eigenen Kontonummer bereit: US-Dollar, Britisches Pfund und Euro. Zusätzlich könnt ihr ein Konto in folgenden Währungen eröffnen (habt aber keine eigene Kontonummer, könnt aber Fremdwährungen dort halten): Australische Dollar (AUD), Hong Kong Dollar (HKD), Neuseeland Dollar (NZD), Kanadischer Dollar (CDN), Ungarische Forint (HUF), Polnische Zloty (PLN), Schweizer Franken (CHF), Japanische Yen (JPY), Schwedische Kronen (SEK), Dänische Kronen (DKK), Norwegische Kronen (NOK), Singapur Dollar (SGD).

Und wie funktioniert das jetzt?

Ganz einfach, registriert euch bei transferwise und klickt dann auf borderless konto (mit vorherigem link ist die erste Überweisung kostenlos). Ihr müsst noch eine ID hochladen, und einige Tage später (momentan herrscht ein reger Andrang, daher dauert es etwas länger) sollte euer Konto freigeschaltet worden sein. Sobald ihr die Aktivierungsmeldung erhalten habt, könnt ihr eure Währungen dem Konto hinzufügen und loslegen. Wie gesagt, einmalige Kontodaten erhaltet ihr momentan nur bei USD, GBP und EUR, mehr Währungen werden folgen.

Ihr könnt dann direkt von eurem Bankkonto auf das borderless Konto überweisen (kostenfrei) und dann entscheiden, wann und ob ihr einen Währungswechsel machen wollt. Beim Wechsel erhaltet ihr den sehr guten Wechselkurs von Transferwise. Wenn ihr Geld vom borderless Konto auf eine Plattform oder euer Bankkonto transferieren wollt, kostet das eine kleine Gebühr. Aktuell kostet eine EUR Vergütung 0.6 Euro und eine in GBP 0.5 Pfund.

Meine Tests

Ich habe kleinere Beträge zwischen einigen UK Plattformen verschoben um den Service einmal zu testen. Die Transfers gingen flott, wenn die Plattform die Auszahlung, respektive die Gutschrift automatisiert hat. In so einem Fall dauerte die Überweisung keine 60 Sekunden. Andernfalls maximal einen Tag.

Gibt es auch Probleme?

Probleme würde ich nicht sagen, aber doch ist mir etwas nerviges passiert. Ich habe Geld zu Lendy (vormals Saving Stream) überwiesen, damit mein GBP Konto dort für Rückzahlungen hinterlegt werden kann (wie in diesem Artikel beschrieben, ändern Plattformen das Auszahlungskonto meistens nur, wenn man damit einzahlt). Ich habe danach festgestellt, dass die hinterlegte Kontonummer nicht der meinigen entspricht. Das hat damit zu tun, dass Transferwise die Zahlungen von einem Sammelkonto macht und nicht direkt von eurem Borderless Konto. Nach einigen Erklärungen an die Plattform, wurde dann meine Kontoverbindung hinterlegt. Seid euch dieser Unzulänglichkeit einfach bewusst.

Fazit

Sehr guter Service, genau was ich als p2p Anleger (vorallem für UK) brauche. Das Konto kann ich mir aber auch durchaus vorstellen um Währungsspekulationen durchzuführen, da die Wechselkurse einiges besser sind als bei den Banken und keine Kontoführungsgebühren anfallen.

Bei Fragen einfach posten.

Robocash – ein Update nach etwas mehr als vier Monaten

Im Februar 2017 wurde die www.robo.cash Plattform gelauncht. Ich bin seit Anfang an dabei und gehöre zu den ersten 5 registrierten Investoren. In den letzten Monaten ist viel passiert, so konnte robocash vermelden, dass bereits mehr als eine Million Euro an Investorengeld zugeflossen sind und Kredite in der Höhe von mehr als 2 Millionen Euro finanziert werden konnten. Man sieht also, dass viele Investoren ihr Geld samt Zinsen reinvestieren. Mittlerweile zählt robocash mehr als 500 Investoren, was etwa einem Durchschnittsinvestment von 2’000 Euro je Investor entspricht. Zudem ist man der lettischen Alternative Financial Services Association beigetreten. Dort sind auch Mintos, Twino, Viventor und viele mehr dabei.  Das Ziel (unter anderem) dieser Vereinigung ist das p2p lending weiterzuentwickeln

Das 10’000 Euro Limit

Der obige Durchschnittswert mag etwas tief scheinen, aber man muss meiner Meinung nach diesen Wert in Relation setzen. Erstens ist die Plattform erst wenige Monate alt, das heisst viele Investoren werden wohl oder haben zu Beginn eher vorsichtig agiert (was auch vollkommen richtig ist). Zweitens hat sich die Plattform selbst ein Limit von 10’000 Euro je Investor gesetzt. Das heisst, man kann bis heute nicht mehr als 10k Euro einzahlen. Erwirtschaftete Zinsen sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Das heisst also, man kann mehr als 10k Euro anlegen, aber nicht mehr einzahlen. Beispiel: Man zahlt 10k Euro ein, nach einem Monat hat man 120 Euro Zinsen erhalten, jetzt kann man 10’120 Euro anlegen. Einen zusätzlichen Euro einzahlen geht aber nicht und würde retourniert werden seitens der Plattform. Man begründet diesen Entscheid damit, dass man zuerst Erfahrung mit der Plattform sammeln möchte. Ich finde diesen Entscheid sehr gut und wohlüberlegt, andere Plattformen hätten wohl einfach eingesammelt was geht und eventuell wäre dann Geld uninvestiert rumgelegen. Ich glaube robocash wollte genau dies verhindern, was ja schlussendlich im Sinne der Investoren ist. Man wusste ja nicht wieviel Geld schlussendlich zusammenkommen würde, und ich denke wenn auf einen Schlag 10 Millionen Euro gekommen wären, hätte wohl nicht alles gleich weiter in Kredite ausgegeben werden können. Schlussendlich sind das aber nur Mutmassungen. Sicher ist jedoch, dass die Plattform schon mehrmals angekündigt hat, das Limit zu erhöhen (einmal im Mai, einmal im Juni). Passiert ist jedoch noch nichts und so hat die Limite weiter Bestand.

Loyalitätsprogramm ab 1’000 Investoren

Schon zum Launch hat robocash angekündigt für die ersten tausend Investoren ein Loyalitätsprogramm zu starten, sobald der tausendste Investor sich registriert hat. Voraussichtlich sollte man dann in den Genuss (noch) höherer Zinsen von mehr als 14 Prozent kommen. Keine Sorge, ihr habt noch Gelegenheit zu den ersten Tausend zu gehören, Stand Gestern Abend (28. Juni 2017 19:00 Uhr) waren „erst“ 514 Investoren registriert. Ihr könnt euch hier direkt registrieren (klick auf start investing) um beim Loyalitätsprogramm dabei zu sein.

Fehler sind was Gutes und man will besser werden

Wie zu erwarten war, habe ich immer wieder kleinere Fehler entdeckt und diese dem Support gemeldet. Manchmal wurde mir der Zinssatz eines Kredits als Dankeschön auf 15 Prozent hochgesetzt. Von daher haben Bugs manchmal auch etwas Gutes 😉 Es zeigt mir auch, dass man durchaus gewillt ist auf die Investoren zu hören und sich zu verbessern. Man kann das auch daran sehen, dass das Cockpit und die Funktionalitäten laufend angepasst werden. Zudem gibt es die Webseite seit einigen Wochen auch in Deutscher Sprache.

Fazit

Ich bin durchwegs positiv gestimmt, was die robocash betrifft. Mein Geld war immer komplett investiert, ohne dass ich eingreifen musste (ginge hier auch gar nicht). Das kann ich nicht von allen Plattformen behaupten… Seien wir mal gespannt wie es weitergeht.

Estateguru macht einige Schritte vorwärts

Lange ist es her seit ich etwas zu Estateguru zu vermelden hatte, aber jetzt gibt es doch einige erwähnenswerte Neuerungen. Das Kreditvolumen ist markant angestiegen, man will sich auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren, es gibt Status updates zu den Krediten und das Bonusprogramm für Neukunden ist noch immer aktiv. Auf diese Punkte gehe ich in meinem Artikel näher ein.

Statistik und ein potentieller Ausfall

Wie man auf der unteren Graphik eindrücklich sieht, konnte Estateguru sein Kreditvolumen rasant steigern und hat mittlerweile Kredite für mehr als 23.5 Millionen Euro vergeben. Davon wurden bereits 9.4 Millionen zurückgezahlt. Die Rendite auf den zurückgezahlten Krediten beträgt stolze 12.5%. Zu Ausfällen (Kredite mit mehr als 45 Tagen Verzug) ist es bis jetzt noch nicht gekommen. Es sieht jedoch danach aus, dass es bei diesem Kredit Probleme geben könnte. Schaut euch da mal die Lasche „recent updates“ oder in der deutschen Version „aktuelle Neuigkeiten“ an. Mal schauen wie sich dieser Kredit noch entwickelt, aber es musste ja einmal soweit kommen, dass ein Projekt Schwierigkeiten macht. Das hat auch etwas Gutes für die Anleger, man sieht wie sich die Plattform in einem solchen Fall verhält und sofern der Kredit abgewickelt werden muss wie gut die Sicherheiten in Wirklichkeit sind. Ok jetzt bin ich etwas abgeschweift von den Zahlen, aber was solls 😉 Mittlerweile wurden 141 Projekte von 7’040 Investoren aus 39 Ländern finanziert.

Statusupdates waren überfällig

Wer meinen Blog liest weiss wohl, dass mich Estateguru tierisch genervt hat mit seiner Nicht-Kommunikation bei Verzügen. Dem wurde jetzt Abhilfe geschaffen in dem man eine Sektion mit aktuellen Neuigkeiten (recent updates) eingeführt hat. Wenn ihr euch einloggt, dann kommt oben rechts (und links von eurer Investorennummer) eine automatische Anzeige, welche euch verrät bei welchen von euren Krediten ein Update erfolgt ist. Das ist schonmal sehr gut, denn ich möchte wissen, wenn ein Kredit später zahlt, oder welche Schritte seitens der Plattform unternommen wurden und werden.

Konzentration auf den deutschsprachigen Raum

Wie ihr seht wurde die Webseite auf deutsch übersetzt, wobei nicht ganz, sondern nur die Kategorien, Statistiken und andere Bereiche. Die Kreditbeschreibungen sind alles noch in englisch. Man hat mir jedoch zugesichert, dass man das künftig ändern möchte. Seien wir mal gespannt. Um besser mit den Investoren aus der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) kommunizieren zu können wurde eine Ansprechsperson für den deutschsprachigen Raum angestellt. Mal sehen ob das was nützt. Ich hatte mich schon gefragt, warum das nicht früher gemacht wurde, da so doch mehr Investoren aus einem Sprachraum mit mehr als 100 Millionen Menschen angesprochen werden können, welche zudem über eine gute bis sehr gute Kaufkraft verfügen. Zudem wissen wir ja, dass zum Beispiel bei Mintos die deutschen Anleger am häufigsten vertreten sind.

Das Bonusprogramm für Neukunden läuft weiter

Scheinbar sind mehr als sieben tausend Investoren noch nicht genüg 😉 und daher wird das Bonusprogramm weitergeführt. Zur Erinnerung: Wenn ihr euch über einen Estateguru Link auf diesem Blog registriert, oder meinen referral code (EGU36099) bei der Anmeldung angebt, dann kriegt ihr 0.5 Prozent cashback auf eure Investitionen der ersten 3 Monate. Wenn bei der Anmeldung der Code schon ersichtlich ist, oder ihr diesen manuell eingebt, ist alles gut und ihr seid dabei 😉

So, das war’s für Heute, ich melde mich nächstens wieder, wenn ich mehr zum potentiellen Ausfall weiss.

DoFinance – eine etwas speziellere p2p Plattform

Und wieder gibt es eine taufrische neue p2p Plattform. Mit DoFinance wagt ein weiterer baltischer Kreditanbieter (Alfa Finance Group, 2015 gegründet) den Versuch mit einer eigenen Plattform zur einfachen Kapitalbeschaffung. Vom Setup her ist das beispielsweise mit Swaper und Viainvest vergleichbar (alles Kreditanbieter mit eigener Plattform). Alle Kredite werden mit buyback (aber in einer etwas spezielleren Ausführung wie gewohnt, mehr dazu weiter unten) angeboten.

Alfa Finance hat gemäss Statistik im Februar 2016 die ersten Kredite gesprochen und seitdem ein beachtliches Wachstum hingelegt (siehe Graphik unten). Zudem kriegt man ein gutes Bild wer die Kreditnehmer sind (Alter etc) wenn man sich die über uns Seite anschaut.

Buyback der etwas spezielleren Natur

So, wie oben angekündigt, geht’s jetzt um den buyback Mechanismus, der wohl einzigartig (oder eigenartig ;)) ist. Man hat die Wahl zwischen Krediten mit Zinssätzen von 6, 8 oder 12%. Was sind die Unterschiede? Das ist schnell erklärt, die Mindestlaufzeit bei 6% Krediten ist 1 Monat, bei 8%ern zwei Monate und die 12er beginnen mit 6 Monaten. Die maximale Laufzeit ist bei allen Krediten gleich und bei 60 Monaten gedeckelt. Alle Kredite sind endfällig (Kapital und Zinsen), das heisst während der ordentlichen Kreditlaufzeit gibt es keine Cash Flows (werden aber trotzdem stetig verzinst und man kann somit vom Zinseszinseffekt profitieren -> ich weiss hier aber nicht mit welcher Periodizität gerechnet wird). Es gibt keinen Zweitmarkt, ein vorzeitiger Ausstieg ist aber dennoch möglich, denn man hat die Möglichkeit den Kredit zu kündigen. Alles gut, oder? Ja, ABER mit der vorzeitigen Kündigung verzichtet man je nach Kredit vollständig auf die Zinsen! Bei den 6% Krediten kann man mit einer 14tägigen Kündigungsfrist aussteigen und kriegt die Zinsen plus Kapital für die Laufzeit ausgezahlt. Bei den 8%ern kann man wählen ob man sein Geld nach 14 Tagen ohne Zinsen, oder nach 28 Tagen mit Zinsen erhalten möchte. Bei den 12% Krediten kriegt man bei vorzeitiger Kündigung sein Geld auch nach 28 Tagen, aber OHNE Zinsen…. Mir ist kein anderer p2p Anbieter bekannt, welcher nach diesem Mechanismus vorgeht.

Allgemeiner Eindruck / Risiko

Schlussendlich macht die Plattform eine gute Figur, auch wenn der autoinvest noch nicht wie gewünscht funktioniert. Man kann einfach den Betrag und die Anlagedauer wählen, dann wird investiert, siehe Screenshot links. Oder man investiert alles manuell. Die Seite lädt schnell und ist in schlichtem Design gehalten, was mir sehr gut gefällt. Wie immer bei buyback Plattformen steht und fällt das Risiko mit der Finanzkraft des Buybackgebers. Diese konnte ich bis jetzt noch nicht detailliert anschauen (ist auch noch eine junge Plattform), aber ich hoffe ich werde da in den nächsten Wochen etwas liefern können.

Fazit

Schlussendlich kann DoFinance als Alternative oder Beimischung mit ins p2p Portfolio genommen werden. Man muss sich einfach bewusst sein, dass bei vorzeitiger Kündigung der Kredite (12er) die Zinsen futsch sind, und man trotzdem noch 28 Tage warten muss. Es ist also klar, dass hier kein Geld investiert werden sollte, welches bald gebraucht werden könnte (was man ja bei p2p Anlagen sowieso nicht machen sollte).

Vielleicht hat hier einer der Leser bereits Erfahrung mit DoFinance? Gerne posten und Erfahrungen teilen.

Leider nicht mehr ganz 20% Rendite bei Mintos / Höhere Zinsen und Bonusprogramm

Nun ja, es war ja absehbar, dass ich wohl meine sehr hohe Rendite bei Mintos nicht ewig halten kann. Jetzt liegt sie bei knapp unter 18%, was immer noch sehr ansprechend ist.

Was sind die Gründe für diesen Rücksetzer?

Da gibt es einige. Erstens sind die Schnäppchen auf dem Zweitmarkt schwieriger zu ergattern. Zweitens waren nicht immer genügend short term loans verfügbar um meine Liquidität zu parkieren. Und schlussendlich hat es mich auch mal erwischt bei einem Trade, der in die Hose ging. War ja klar, man kann nicht immer gewinnen 😉 Daher hatte ich auch geschrieben, dass meine Herangehensweise nicht für jedermann in Frage kommt. Schlussendlich haben diese 3 Punkte auch bewirkt, dass ich nun wieder (gezwungenermassen) etwas passiver unterwegs bin.

Höhere Zinsen

Einige Zeit lang sah es nicht so gut aus mit dem Kreditangebot bei Mintos. Die Mogo Autokredite rentierten nur noch mit etwa 10.5% und auch die in Euro denominierten Kurzläufer im Privatkreditbereich erreichten nur noch 11.1%. Glücklicherweise scheint sich das Blatt nun (wie so oft in der Vergangenheit) wieder gewendet zu haben. Die Mogo Autokredite sind wieder um 13% zu haben (längere Laufzeiten sogar noch etwas mehr), und es gibt Nachschub an neuen Kreditanbietern (loan orginator -> ich verkneife mir hier extra den Begriff „Darlehensanbahner“, denn meines Erachtens ist das eine völlig falsche Übersetzung für loan originator. Für mich ist das kein deutsches Wort, auch wenn es sich eingebürgert hat im Fachjargon). Der neuste Kreditanbieter ist die luteCredit, welche albanische Konsumkredite zu (momentan) 13.5% anbietet. Die Laufzeit ist etwa mit 12 Monaten etwas länger als gewohnt, aber für diesen Zinssatz nehme ich dies gerne in Kauf. Ich denke, Mintos wird noch viele weitere neue Kreditanbieter für die Plattform gewinnen, so dass dem Investorenwachstum mit genügend Kreditangebot begegnet werden kann. Seien wir mal gespannt 😉

Die meisten Investoren kommen aus Deutschland

Deutschland hat (nach Anzahl Investoren) die Nase vorn bei Mintos. Dieses Resultat erstaunt mich eher nicht, da Deutschland das Bevölkerungsreichste Land in der EU ist (dicht gefolgt von Frankreich und UK). Deutsche Investoren mögen Autokredite, 39% der Gelder sind dort investiert, gefolgt von Konsumkrediten mit 27%, und weitere 24% sind in den Kurzläufern. Objektiv betrachtet gewinnen so doch die Konsumkredite, denn total sind 51% dort investiert. Die Unterscheidung ist ja nur den Laufzeiten geschuldet (meine Meinung).

Das Bonusprogramm läuft weiter

Falls ihr noch nicht bei Mintos investiert seid, dann registriert euch mittels klick auf diesen Link. Ihr kriegt 1% Bonus auf eure investierten Einzahlungen während der ersten drei Monate.

Bei Fragen kontaktiert mich ungeniert, oder posted hier.

Neuigkeiten zum Blog und neue Bonusprogramme

Vielleicht habt ihr es gemerkt, mein Blog ist neuerdings schnell unterwegs. Das war nicht immer so in den letzten Wochen. Teilweise war der Blog kaum erreichbar. Ein Hosterwechsel sowie einige Anpassungen später rennt mein Blog beinahe um sein Leben 😉 

Mittlerweile teste ich ja weit über 30 Plattformen und es sind bereits mehr als 120 Artikel erschienen, da geht zwangsläufig die Übersicht ein wenig verloren. Um diesem Zustand Abhilfe zu schaffen, habe ich zwei Übersichtsseiten eingerichtet. Hier findet ihr eine alphabetische Auflistung aller Posts und hier eine Übersicht aller Seiten. Ich hoffe die gemachten Anpassungen bringen euch etwas. Nun genug zum Blog, jetzt möchte ich euch gerne noch über zwei neue Bonusprogramme informieren.

Flender bietet 10% Cashback

Richtig, ihr erhaltet 10% eures investierten Kapitals als Bonus, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

1) Registrierung bis zum 30. Juni 2017 und erstes Investments bis zum 30. Juni

2) Investition von Total mehr als EUR 1’000.- und dies….

3) …innerhalb von 60 Tagen nach Registrierung über…..

4) …… diesen Cashback Link

Ihr könnt die Investition über soviele Kredite wie ihr möchtet staffeln, einfach die 60 Tage Regel beachten. Bei einem Investment von Tausend Euro kriegt ihr eine Gutschrift von 100 Euro. Noch ein Tipp: aktuell ist es nicht möglich Geld per Banküberweisung einzuzahlen, wenn ihr investiert müsst ihr das direkt über eine Kreditkarte machen (Debitkarten gehen auch). Dort könnt ihr euer gewünschtes Rückzahlungskonto auch gleich angeben. Das sieht etwa so aus:

Lendy (vormals Saving Stream) zahlt Neukunden 50 Pfund…

Wenn ihr euch über diesen Link registriert und mindestens 1000.- Pfund für mindestens 3 Monate investiert. Danach kriegt ihr automatisch die 50 Pfund gutgeschrieben.